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PatrickK

RCLine User

  • »PatrickK« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 29. Juni 2014, 00:26

Elektroflieger der "zweiten Generation"

N'Ahmd!

hier möchte ich die Spezialitäten der normal kaufbaren E-Modelle nach den ersten Hungeranfängen E1, E2, Hi-Fly etwas aufgelistet sehen, allerdings nicht nur als Alleinunterhalter ;-) Damit meine ich den Mosquito und Ultra-Fly von Graupner, ETH-3 und Edelweiss von Robbe, die ganzen Bob Boucher-Modelle bei Simprop, Multiplexens Elektro-Baby (anstelle des ursprünglich geplanten E2) und die E1-Weiterentwicklung Scirocco, die ersten Motormodelle wie MPX Sky Fly, von nochmals Graupner den Elektro-Max und Elektro-Fly, von Fritz Geist die Elektra. Ich würde die Zeitgrenze in Richtung "heute" etwas offen lassen, daß solche Nettigkeiten wie Hegis Ente Elektra und Robbes Ente Kormoran nicht rausfallen müssen.

Als Fortführung von anderer Stelle hier ein Anfang:


Zitat

Musste ich dann auf Zuraten eines Bekannten doch nochmal ändern. Das Modell gibts auch noch,ich muss aber nochmal an die Anlenkung fürs V-Leitwerk ran (vielleicht doch von unten?),
weil das Spiel wie Sau hat.

[..] dazu habbich ebenfalls genug Bildmaterial. Auch zu speziell Deinem Wunsch. Du willst das nicht mehr nach dem Robbe-Bauplan haben, es geht leichter und besser und auch nicht wirklich teurer. Nur bauen musst Du.

Gemeint war ein Edelweiss, hier mein Lösungsvorschlag:



Da das stehengebliebene Restbalsa arg wenig ist, habe ich es mit einem Aramidfaden oben wie unten verstärkt, den dann um die etwas eingefeilte Zwischen-Endleiste für das Anschlagen der Ruderflappen noch herumgewickelt. Das VLW ist einteilig abnehmbar, wird vorn bauplangemäß durch den Stift gehalten, hinten nicht planentsprechend durch eine Schraube und zwischendrin auch nochmal fixiert:



Unten ist die zum Leitwerk gehörige Auflageplatte, oben das nach hinten gekippte Leitwerksmittelstück, die Servokabel an einem MPX6-Stecker angelötet, das das Leitwerk auf dem Gegenstück im Rumpfende positioniert. Zur Tarnung kann man immer noch Gummis drüberschnallen ;-)

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (29. Juni 2014, 00:31)


F3B

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2

Sonntag, 29. Juni 2014, 09:16

:ansage: Guten Morgen Patrick...

allso :shy: sowas :) gemeint...?

Klasse...und schon mal Danke für

Zitat

die Spezialitäten



Gruß Thomas
:w
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3

Sonntag, 29. Juni 2014, 10:40

....moin, ich fliege seit Anfang des Jahres einen Milan mit Rippenfläche von Robbe. Die Fläche ist, soweit ich gelesen habe, identisch mit der des Edelweis. Zusätzlich zur Rippenfläche habe ich auch noch eine Fertigfläche für den Milan. Das Modell ist eine schöne Alternative zum Mosquito.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/
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  • Milan 2.JPG

PatrickK

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4

Sonntag, 29. Juni 2014, 13:36

Hallo,

es ist Sonntag und regnet (endlich mal wieder, das Gras fing sogar im wasserreichen Allgäu schon an zu dorren ...), also kann ich auch Bilder machen.

Das Modell ist eine schöne Alternative zum Mosquito.

Hat nicht Robert "janx-geist" dazu auch was zu sagen? ;-) Dessen zeitnaher Nachfolger ist der Carrera Optimus, den unerwartet viele offenbar noch irgendwo rausziehen konnten.




mit Innervierung in bereits erwähnter Art:



In dem Schrumpelschlauch ist kein Erdstrahlennihilator oder 4D-Gyro, sondern wieder nur ein Stückl Streifenrasterplatine als Verlöthilfe. Und es geht mir nicht mal um meinen Edeldingenskirchen, sondern einfach nur um den einen oder anderen Tip, wie man sich das Leben 2014 ohne großen Aufwand angenehmer und die alten Modelle mit nur geringen Abstrichen an die alte Optik "besser" gestalten kann.

Aber hier doch ein Bild speziell zu mir:



Man kann wohl meine Benutzungsfrequenz erahnen ;-/

servus,
Patrick

Dieter_Doerr

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5

Sonntag, 29. Juni 2014, 15:54

N'Ahmd!

hier möchte ich die Spezialitäten der normal kaufbaren E-Modelle nach den ersten Hungeranfängen E1, E2, Hi-Fly etwas aufgelistet sehen, allerdings nicht nur als Alleinunterhalter ;-)

servus,
Patrick
Servus Patrick,

na dann will ich dir die Showbühne mal nicht alleine überlassen....... ;)

Zum Edelweis und zum Milan hätte ich auch was zum zeigen.
Leider habe ich von meinen beiden Modellen keine Bilder, Knipsen war damals nicht so wichtig wie Fliegen. ;(
Ich hatte zuerst den Edelweis, als dann mal der Rumpf total zu Bruch ging holte ich mir den Milan Baukasten mit Fertigrumpf.
Da die übrig gebliebenen Edelweis Flügel 1:1 zum Milan passten hatte ich den Milan Rumpf mit den Edelweis Flächen geflogen.
Die nicht benötigten Milan Flügel Bauteile existieren ebenso wie die Bausatzschachtel noch heute.
Auch die Edelweis Flächen haben noch immer Funktionsfähig überlebt, der Milan Rumpf leider nicht.
Was mit dem Rumpf genau geschah weis ich heute nicht mehr.
Ist schon komisch, dass ein Flächenpaar zwei Rümpfe überlebt. ???
Normalerweise ist es doch eher umgekehrt, man braucht doch eher mal neue Flügel. :D
Den Motor vom Edelweis / Milan mit den roten Hasenlöffeln habe ich auch noch. :D

Anbei noch Bilder von den mittlerweile über 30 Jahre jungen Retro Teilen.

Grüße, Dieter
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  • Robbe_Milan_redziert_003.jpg
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Dieter_Doerr

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6

Sonntag, 29. Juni 2014, 16:11

Hi zusammen,

und noch eine weitere Kleinigkeit dazu.
Um mal zu zeigen mit was man damals stolz zum Flugplatz gefahren ist.

Meine erste brauchbare Fernsteuerung war eine Robbe Luna.
Die habe ich leider nicht mehr, die habe ich seinerzeit in Zahlung gegeben, als ich auf Robbe Mars und Terra umgestiegen bin.
(Geht sowas heute noch, beim Händler eine "Gebrauchte" bei Neuanschaffung in Zahlung geben? ??? :D :D :D )
(Gibts heute noch den "Händler", wo man jeden Samstag Vormittag die Vereinskollegen beim Regale checken getroffen hatte? ??? )
Der Laden war ja quasi das verlängerte Wohnzimmer.

Na ja, jedenfalls die Mars und die Terra habe ich heute noch.
Man beachte die rießen Bauklötze von Empfängern und Servos.
Die größeren sind die Klassiker Robbe RS10, die kleineren sind die guten RS200.

Der Cremebeige Klotz links neben den Relais-Schaltern für Motor Ein/Aus ist ein elektronischer V-Leitwerkmixer,
der war damals echt teuer wenn man bedenkt, dass damit nur zwei Servos gemixt wurden.

Ja, so hat es mal bei mir mit Elektroflug angefangen. 8)

Grüße, Dieter
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dieter_Doerr« (29. Juni 2014, 16:25)


Dieter_Doerr

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7

Sonntag, 29. Juni 2014, 17:00

Hi zusammen,

jetzt gehe ich mal an die nach "heute" offene Grenze von Patrick. ;)

Erstflug war 1991 auf dem Segelflugplatz Esslingen Jägerhaus, also vor 23 Jahren.
Damit würde wenigstens das Prädikat "Jungtimer" erfüllt.
Die Freaks waren gerade auf dem 10 Zellen Senkrechtsteigflug Trip ala "Surprise" und dem Zeugs.
Ja und ich hatte einen "7-Zeller" Arme-Leute Antrieb Sinus mit Ultra-900 und grauem Graupner Klapp-Propeller.
(Ganz brav noch mit Bürstenmotor :O )

Beim Erstflug und in den Anfangsjahren hatte er einen 40A elektronischen Eigenbauschalter mit verzögertem Anlauf.
Erst später bekam er einen Kontronik 40A Drehzahlsteller.

Aber die Flugleistungen des Sinus sind auch heute noch wunderbar.
Er ist mit dem Original Antrieb immer noch einsatzfähig.
Nur einen neuen 7-Zeller sollte ich mal besorgen! ;)

Grüße, Dieter
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PatrickK

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8

Sonntag, 29. Juni 2014, 17:53

Hallo Dieter,

Ich hatte zuerst den Edelweis, als dann mal der Rumpf total zu Bruch ging [..]
Ist schon komisch, dass ein Flächenpaar zwei Rümpfe überlebt. ???

Da scheint System hinter zu stecken:





Die Bilder sind frisch von meinem Dachboden (Ich muß da nix suchen/finden, weder unerwartet, noch mit einer Vielzahl an Ausrufezeichen für die Bucht. Ich weiß in etwa, was da rumfährt :-> Konkret: die Flügel meines edlen, weissen von irgendwann um '81 'rum. Die Löcher im Flügel waren die rausgerissenen Störklappen, die ich in SIG's Riser eingebaut hatte. Der Edelweissrumpf ist bei einer F5J-Landung recht deutlich zerspelzt, da es diese Wettbewerbsklasse damals noch nicht unter diesem Namen gab. Der eigentliche Schaden der Flügel war nur der Riß der Beplankung am unteren, linken Flügel. Und im Leitwerk ein Knick, den man auf dem oberen Bild im Windelkarton nicht sieht.

Zitat

Den Motor vom Edelweis / Milan mit den roten Hasenlöffeln habe ich auch noch. :D

Damit wollte ich einklich diesen beschädigten Thread wieder auffüllen. Da das aber - im Gegensatz zum E1-Plan im Huckearchiv :-> - kein Verbrenner-Fake ist, sollte ich das wohl doch als eigenes Thema eröffnen(?)



Wobei mir inzwischen sogar der zum Arcus erschienene Bühler mit Getriebe "Elt-Max 30 G" ins Haus gekommen ist.

BTW: der "Arcus" war logischerweise Robbes Antwort auf Dettweilers "Sinus", der Name zeigt's ja schon.

servus,
Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (29. Juni 2014, 18:03)


Dieter_Doerr

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9

Sonntag, 29. Juni 2014, 18:10

Hi Patrick,

mach doch mal von dem Carrera Drehzahlsteller ein ordentliches Bild.
Ich denke das ist eine Rarität und auch nicht mehr oft zu finden.
Das müsste der erste für jedermann (der ordentlich Kohle hatte) zu kaufende vollelektronische Drehzahlsteller für Flugmodelle sein.
Ludwig Retzbach hatte seinerzeit einen Drehzahlsteller entwickelt und an Carrera verkauft, die ihn in Serie gebaut und vertrieben hatten.
Ich denke das müsste so einer sein.

Grüße, Dieter

janx-geist

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10

Sonntag, 29. Juni 2014, 18:35

Mein lieber Patrick,

Dein Link verweist auf ein Bild, das einen Elektrosegler historischer Abstammung mit unheimlich großem Klapppropeller zeigt.
Aber desweiteren fällt bei mir da jetzt kein Groschen runter.

Ja auch ich habe einen Carrera Opimus, einen Ersatzrippensatz und den festen Willen, ihn irgendwann zum Einsatz zu bringen.
Auf das Wort Primus reagiere ich allergisch. Den Ersatzrippensatz kann ich mit 4 Wochen Vorlaufzeit auch fräsen.

Mein allerbestes Lieblingsstück in dieser Beziehung ist jedoch der Demos (Denzin, Krick, 1978)

Servus,
Robert
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Dieter_Doerr

RCLine User

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11

Sonntag, 29. Juni 2014, 22:59

BTW: der "Arcus" war logischerweise Robbes Antwort auf Dettweilers "Sinus", der Name zeigt's ja schon.

servus,
Patrick
Hi Patrick,

der Ordnung halber erst mal den Quellennachweis:

"Elektroflug-Modellbau" VTH 1988, Konrad Schaef.

Und nun ein paar Details zum ARCUS. :)
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  • ARCUS_Robbe_redziert_001.jpg
  • ARCUS_Robbe_redziert_002.jpg
  • ARCUS_Robbe_redziert_003.jpg
  • ARCUS_Robbe_redziert_004.jpg

Dieter_Doerr

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12

Sonntag, 29. Juni 2014, 23:01

Und hier noch die beiden weiteren Seiten damit es komplett ist.

Grüße, Dieter
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  • ARCUS_Robbe_redziert_005.jpg
  • ARCUS_Robbe_redziert_006.jpg

Dieter_Doerr

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13

Sonntag, 29. Juni 2014, 23:28

Hi Patrick,


unabhängig von der eigenen sehr positiven Erfahrungen mit meinem SINUS habe ich
zum SINUS selbstverständlich auch einen Testbericht aus älterer Literatur.
(Aus dem selben Buch wie der ARCUS Bericht.)

Auch hier der Ordnung halber erst mal den Quellennachweis:

"Elektroflug-Modellbau" VTH 1988, Konrad Schaef.

Und nun ein paar Details zum SINUS.

Grüße, Dieter
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PatrickK

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14

Sonntag, 29. Juni 2014, 23:46

Hallo,

mach doch mal von dem Carrera Drehzahlsteller ein ordentliches Bild.
Ich denke das ist eine Rarität und auch nicht mehr oft zu finden.

Hm .. ich hab' für meinen in der Bucht ned arg viel gezahlt.


Ein Bild des aufgeschraubten Originals, in ungewohnt schlechter technischer Qualität - peinlichpeinlich

Zitat

Das müsste der erste für jedermann (der ordentlich Kohle hatte) zu kaufende vollelektronische Drehzahlsteller für Flugmodelle sein.
Ludwig Retzbach hatte seinerzeit einen Drehzahlsteller entwickelt und an Carrera verkauft, die ihn in Serie gebaut und vertrieben hatten.

Er hat ihn auch gleich getestet. Und befand den Geist zwar besser, hielt aber den "Carrera" für nur wenig schlechter, aber vieel billiger ;-)

Zitat

Ich denke das müsste so einer sein.

Nö, nicht mehr so wirklich. Hier mit Flieger drumherum:



genauer:








Dein Link verweist auf ein Bild, das einen Elektrosegler historischer Abstammung mit unheimlich großem Klapppropeller zeigt.
Aber desweiteren fällt bei mir da jetzt kein Groschen runter. [..] Auf das Wort Primus reagiere ich allergisch.

Was aber wohl weniger am Modell an sich liegt, oder? Nee, hast Du nicht noch ein paar Bilder von dem? Oder muß ich die jetzt aus den x-seitigen Retro-2010/2011/2012-Threads nebenan rauspuhlen?

Zitat

Mein allerbestes Lieblingsstück in dieser Beziehung ist jedoch der Demos (Denzin, Krick, 1978)

Prima, hau rein! ;-)

servus,
Patrick

Jettaheizer

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Wohnort: D-53773 Hennef

Beruf: Prozessleitelektroniker, Werkstattleiter Schaltschrankbau

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15

Montag, 30. Juni 2014, 11:34

Hallo Patrick,

Ich könnte eventuell noch ein paar Bilder von einem MPX Sky Fly beisteuern. Das Modell selber besitze ich nicht mehr, das habe ich vor ein paar Jahren an jemanden hier aus dem Forum verkauft. Vielleicht meldet sich der jetzige Besitzer auch noch.

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

PatrickK

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16

Montag, 30. Juni 2014, 13:14

Hallo Franz,

klar, ich wollte diesen Thread als zukünftiges Nachschlagewerk haben.

Der Sky Fly ist 1975 vorgestellt worden.



servus,
Patrick

PatrickK

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17

Montag, 30. Juni 2014, 20:13

Hallo,

[..] und auch nicht mehr oft zu finden.
Das müsste der erste für jedermann (der ordentlich Kohle hatte) zu kaufende vollelektronische Drehzahlsteller für Flugmodelle sein.

Nu habbich die Seite aus Hänschens Lippert-Katalog gefunden, die ich gestern erfolglos gesucht hatte:



Bemerkenswert ist der hohe Basisstrom der Transen. Retzbach hatte nicht die allerbesten, dafür derer viele vorgesehen, um die Vollstromverluste möglichst gering zu halten. Andere (Geist) verwendeten viele teure, wieder andere werkelten mit Speedrelais' und allen Nachteilen derer. Ein Steller im E-Segler war zu dieser Zeit geradezu blasphemisch, was will man denn die eh so geringe Leistung nochmals runterfahren ..? Für'n Sky Fly wär das ja noch OK, aber schon wieder für den Elektro-Max sinnlos, der ist ja erst mit Sanyos hochgekommen und brauchte ebensowenig eine Leistungsreduzierung wie Mossi und Edelschweiss. Carrera für den Optimus mit Getriebe-Bühler hingegen ... ;-)

Dann gab's ebenfalls vom Autorennbahnhersteller (= keiner der beiden von Robbe) den Milan in genau der gleichen Art gegenüber seinen Mitbewerbern E1 und Hi-Fly verbessert, wie auch später der Primus gegenüber Mossi/ETH3/Edelweiss: er hatte eine geschlossene D-Box und sogar einen Zusatzholm in der Flügelmitte. Nur den dazugehörigen Antrieb gab es genausowenig wie den E2 von Moulinex, nur als Papiertiger.


Hier (m)ein Elektro-Max:



Der war ein ziemlich dämlicher Fehlkauf. Wie ich damals schon wusste, reicht ein Mabuchi 550 RS nicht wirklich. Um dessen Leistung weiter zu drosseln, hatte der Vorbesitzer/Erbauer den guten Graupner Entstörfilter (max 24V/8A) dazwischengeknotet. Falls das noch nicht zum zerstörungsarmen Nicht-Flug reichen sollte, hatte er ihn vorsichtshalber mit bestimmt drei Lackdosen Universallack vollgekladdert. Ich hoffe, daß ich mit dem ein hinreichend Maß an unnötiger Geldausgabe in diesem Leben geleistet habe, daß ich es nie wieder tun muß. (Ich glaube mich an 25.- DM zu erinnern.)

servus,
Patrick

Dieter_Doerr

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18

Dienstag, 1. Juli 2014, 09:03

Hi Patrick,

20 A Dauerbelastung bei so einem großen Kühlkörper war damals sicher eine Herausforderung, aber aus heutiger Sicht ist es ein Grund zum Schmunzeln. :D
Dein Umbau auf 3 Phasen ist schön gemacht, aber ich bin eher der Meinung man hätte den Carrera Drehzahlsteller in die Vitrine legen sollen.
So was hat es verdient für spätere Generationen unverändert bewahrt zu werden.

Grüße, Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dieter_Doerr« (1. Juli 2014, 23:11)


PatrickK

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19

Samstag, 23. August 2014, 15:56

Weiterentwicklung der Antriebe

Hallo,

nochmal etwas in der Historie zurück, vor den "Leistungszurücknehmern".

Bei den ersten Elektroantrieben wurde zur Schonung der lidschäftigen Getriebe und Klapplatten entweder ein Vorwiderstand verwendet (MPX E1 + Schirocco) oder einfach gar nix (Graupner Hi-Fly). Bei den hier ausgeführten wurde ein zentraler Motor ebenfalls nur ein- und ausgeschaltet, zur Ruckdämpfung dann eine Gummikupplung zwischengeschaltet, ein im Fahrzeugbau schon seit Jahrzehnten bekanntes Konstruktionselement - billig und funktional. Nicht mit einer ewigen Lebensdauer versehen, aber einfach zu tauschen.



Das ist Graupners Version. Die von Robbe ist oben bei meinem Fakeantrieb bereits abgebildet. Carrera hatte sich daran angelehnt, in üblicher Neuhierl-Art aber noch etwas mit Schleifchen versehen: die bekamen die beiden Kupplungshälften leicht kegelig und mit einer Kugellagerkugel in der Mitte, daß sie einen Winkelversatz mit weniger Verlusten ausgleichen konnte. Dabei erkennt ein Mensch ein Grad Fluchtabweichung locker, wenn er hinguckt. Ob er's dann allerdings (z.B. durch Beilagscheiben) wegmacht, ist eine andere Frage. Hier:



Bei dem erst später erscheinenden Mabuchi 380 RS AKA Speed/<sonstwas> 400 wurde eine Ruckdämpfung wieder weggelassen. Es waren die dazugehörigen Props ja kleiner, spontan fallen mir dazu das Elektro-Baby von Multiplex und der Student von Carrera ein. Die hatten jeweils ein Getriebe und Faltprops wie die "großen" auch. Da der 380er aber allein so schön problemlos und billig war, der Günniprop eh schon auf dem Markt und ebenfalls billig, einfachst zu montieren (nur aufstecken -> fertig mitsamt Propsaver), wurde in Folge auch das Getriebe gern weggelassen. Passend dazu gab es eine Vielzahl von "Speed-400-Plänen" (z.B. beim VTH), wie man mit drei Brettchen Balsa und Leisten für 5.- DM zu einem Elektroflieger kommt.

Von den "großen Anbietern" wurden die Billigantriebe als der Stein der Weisen zum Durchbruch des Elektrofliegens angesehen, daher eine ernsthafte Steigerung der Gesamtleistung nicht in Betracht gezogen. Dazu später mehr.

servus,
Patrcik

PatrickK

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20

Sonntag, 3. Mai 2015, 13:58

Watt'n datt'n für 'ne Latten?

Hallo,

da mir mittlerweile ein unvollständiger Carrera Primus zugeflogen ist, dem die Kabinenhaube und die beden HLW-Flappen fehlten, habbich mir von ..

Auf das Wort Primus reagiere ich allergisch. Den Ersatzrippensatz kann ich mit 4 Wochen Vorlaufzeit auch fräsen.

.. einen Ersatzrippensatz fräsen lassen, den nötigen Rest aus meinem raumgreifenden Holzlager rausgepult und daran gleich mein neues 50g-Japanpapier ausprobiert: es ist ausgesprochen steif, damit kann man vom Leitwerksrandbogen her entweder die Schubstange verbiegen/abbrechen oder aber den Pendelruderhebel (ich hab's ned ausprobiert und will das auch nicht ;-)

Die Kabinenhaube ist auch kein Problem, da ich nach Roberts Sonderwunschvorlage (= gab's von Carrera nie so) einen Ziehstempel und davon zwei Hauben gemacht habe. Die erste nicht so wirklich tolle liegt noch hier, die zweite fliegt. Der Primus hat außerdem das originale Getriebe, aber leider keine Latte dazu. Nicht weiter schlim, dachte ich, so eine fährt ja noch bei mir rum. Nein, tut sie leider doch nicht, daher hier meine konkrete Frage: Wer kennt die, die ich dafür hielt:



und



Durchmesser: 375mm

Steigung: je nach Meßpunkt, Augenleistung, Winkelmesserhaltung zwischen 22 und 29cm/9-11.5" Jedenfalls augenscheinlich "reichlich", aber immer noch unterhalb der Hi-Fly-/Mosquito-Latte, des roten Robbe-Hasellöffels und der von MPX für die EFT-1 Flügelantriebe des E1 bzw. Scirocco. Für eine doch frühe Latte spricht das immer noch ganz leicht unterseitenkonkave Profil und der mechanische Anschlag beim Aufklappen. Er ist auffallend stabiler als Hi-Fly, Edelweiss, MPX EFT.

Abstand der Klappgelenke 50.bisswas mm. Es könnten auch zwei Zölle sein.

Wellendurchmesser 4mm oder 5/23"

Spinnerdurchmesser 54mm

Der Spinner wird mit zwei Schrauben M4 befestigt. Die laufen so leicht in den relativ langen MS-Gewindeeinsätzen der Nabe, daß das keine 8 - 36 UNF sind. Auch meine metrische Steigungslehre passt da rein, wie sich's gehört.

Aaber .. meine Primus-Elektrorumpfspitze hätte gern 34mm Durchmesser, wegen des erforderlichen Freiraums zum Spinner dürfen es auch 33mm sein. Ein solcher SIG- oder Aeronaut-Plastikspinner passt vom Lochabstand aber so gar nicht auf die Verschraubung an der Nabe. Ich möchte aber keinen zu modernen Aeronaut-Freudenthaler-Prop montieren, ungeachtet dessen sicher guten aerodynamischen Qualität. Denn auch die alten Props waren in ihrem Einsatzbereich gezwungenermaßen hervorragend im Wirkungsgrad, und vor allem passen sie optisch besser an ihre zeitgenössischen Modelle. Das Argument, daß man in zehn Metern Entfernung eh nix mehr davon sieht, gilt deshalb nicht, weil Modelle den größten Teil ihrer Existenz mit Herumliegen verbringen.

Als Motor möchte ich diesen verwenden, ganz einfach, weil er hier liegt und eine relativ hohe Untersetzung für eine große Latte hat:



Das ist ein wütender, kugelgelagerter Ferritmotor mit verstellbarem Kommutator, dreht 2500 Touren pro Volt, habe einen besten Wirkungsgrad von 74% bei 16A, eine Grenzbelastung von 35A für eine halbe Minute und läuft mit sechs bis zehn Nickels. Man sieht, daß er ein Planetengetriebe 1:4.4 dran hat, dessen Aufnahme fest am vorderen Lagerschild mit angedreht ist, es hatte ihn also werksseitig so gegeben. Darüber finde ich aber fast nichts, nur einen fast 15a alten Thread bei RCGroups. Das Primusgetriebe hat 1:5.7 oder so, es war ein Mabuchi 550 montiert, was sehr nahe am Robbeantrieb des ETH-3 und Edelweiß liegt. Hier ist die Übersetzung etwas geringer, dafür die Kraft des Motors höher, denn beim hiesigen besten Wirkungsgrad ist ein "normaler" Mabuchi eher schon auf der Seite zum Tod hin. Für diesen Motor erscheint mir 20A an einem A123-Dreizeller sinnvoll. Das sind 200 Eingangswätter, die bei einem postulierten eta von 66% 135 Wellenwätter machen. Der Motor ist für heutige Zeit schwer, knappe 290g mit Getriebe, der montierte Carrera kommt auf gut 230g ebenfalls mit Getriebe. Er ist ungelaufen, ich darf damit also wieder schön im Wasser rumpantschen ;-) Und .. er passt problemlos (mit einer kurzer Verlängungswelle) unter den Kabinenhaubenrahmen, zu dem Robert einen Tiefzieh-Onaneur in voller Carreratradition gebastelt, weshalb ich ja die Kabinenhaube ein klein wenig höher gestaltet habe. Ich finde die optisch auch ohne Onaneur eigentlich gelungener als die Mossi-Spitze, die mich immer daran erinnert, mit welchem Werkzeug Bauern, Gemeindeverwaltungen und auch wir in kurzer Zeit viele kleine Bäumchen in den Boden bringen.

Und er ist so schee griehn! ;-)

Sein Gewicht hilft mir möglicherweise bei der Positionierung des Schwerpunkts, da man das mit den heutigen, nixwiegenden Fernsteuerkomponenten kaum noch hinbekommt, der Akku ebenfalls nicht so eindrucksvoll hilft. (Schön, jetzt durfte ich auch mal endlich über "die schnellebige Zeit", den "moralischen Verfall der Jugend", den "Verlust der Umgangsformen", "billiges Chinagelumpe" läste^h^Klagen, üblicherweise in Verbindung mit dem Attribut ""heutig" ;-) Mein 1200er A123 kommt auf gerade mal 125g, die zwei von Carrera vorgesehenen Nickel-Vierzeller auf gute 400g zusammen. Ich würde auch gern in eingangs beim Edelweiss gezeigter Weise die Servos möglichst nah an die Ruder setzen. Bei einem leistungsgleichen Bürstenlosi mit 80...100g bräucht' ich dabei wohl einen Messingspinner ...

Wer kennt den Prop? Oder hat einen Alternativ-Vorschlag, der optisch zeitähnlich ist?


Zitat von »janx-geist«

Mein allerbestes Lieblingsstück in dieser Beziehung ist jedoch der Demos (Denzin, Krick, 1978)

Du wolltest noch was zu dem sagen? ;-)

servus,
Patrick


[edit:]
Die Bilder gäb's natürlich auch in groß bzw. ich kann andere machen, sollte das bei der Entscheidungsfindung helfen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PatrickK« (3. Mai 2015, 14:05)