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Montag, 14. November 2005, 16:24

PERRY Vergaser-Niete???

In allen möglichen threads steht es: Perry-Vergaser sind der letzte..... sofort abbauen & ersetzen und so weiter.

Deshalb meine Frage: Was war/ist eigentlich so schlecht an diesen Vergasern?

Viele Grüße!

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Montag, 14. November 2005, 22:04

Abend zusammen,

Das Teillastgemisch läßt sich so gut wie gar nicht einstellen und das Leerlaufgemisch nur über diese seltsame Stellscheibe. Die ist nur mit O-Ringen gegen verdrehen gesichert und verstellt sich selbst, das rumdrehen daran verändert aber auch nicht viel....entsprechend bescheiden sind die Laufeigenschaften der Motoren damit.
Auch hat der Vergaser keine Leerlaufnadel oder Gegennadel. War von Anfang an nur Mi.., was die da gebaut haben. So ein Vergaser funktioniert eigentlich fast nur in Vollgasstellung, da aber ausreichend gut. Technik aus den siebzigern und achtzigern, heute nicht mehr verwendbar....

Gruß Eric

3

Dienstag, 15. November 2005, 16:45

hi, kann das eigentlich nicht bestätigen, die konstruktion der perry vergaser war damals sehr gut, der motor lief im gesamtenbereich ausgezeichnet und hatte keine "löcher" . (die erwähnte stellscheibe wirkt bis in den teillastbereich hinein) mit modernen os oder webra tn II vergasern kann er nicht mithalten. prof demuth hatte damals eine modifizierte variante vorgeschlagen, beschriebem im buch "modellmotoren" aus dem vth verlag.
das problem dabei war jedoch wie eric sagte, dass bei älteren vergasern die leerlaufgemischschraube nicht fest genug hielt und so das gemisch nicht konstant blieb. da der veragser in der regel aus kunststoff bestand, hielt er nicht so lange wie die üblichen metallvergaser, ausserdem scheint das material aus meiner erfahrung nicht beständig gegen sysnthetische öle zu sein.
perry vergaser gab es damals von robbe und Graupner zum nachrüsten und sie waren auf HB und VECO Motoren zu finden. in amerika waren sie häufiger anzutreffen.
Ich habe noch einen HB21Car und einen HP40pdp, die mit diesen vergasern ausgerüstet sind. beim hb21 gabs das oben erwänhte problem bereits, hier habe ich mir den hals von einem os-vergaser abdrehen lassen, so dass er in das gehäuse passt. der hb 40 läuft mit dem vergaser noch sehr gut. (nur mit rizinus)
gruss ralf

4

Dienstag, 15. November 2005, 21:37

@ Ralf

so nah liegen also Freude und Leid zusammen: Nachdem ich bei dem ersten Teil deines Beitrags dachte na ja, kannste also deine Graupner Piper doch noch stilgerecht mit dem HB 15, haut der zweite Teil ja doch rein: Auflösungserscheinungen kann ich gar nicht brauchen!

Trifft das auf auf generell jeden synthtischen Sprit zu oder nur auf bestimmte?

PS Rizinussprit ist bei mir ziemlich weit oben auf der Liste der Dinge, die ich gerne ausgemustert habe,gleich hinter 27Mhz AM Fernsteuerungen...

5

Mittwoch, 16. November 2005, 08:57

Immerhin gab's mit den Vergasern eine Möglichkeit, von den damals noch üblichen "Versaufdrosseln" wegzukommen...

Die Konstuktion an sich ist allerdings etwas ungeschickt, die Teillastgemischregelung mit diesem haarfeinen, schräg gefrästen Schlitz im Düsenstock neigt permanent zu verstopfen.

Demuth hat damals erkannt, das der Vergaser im Teillastbereich zu fett läuft, hat aber nie begriffen, das das von seinem Sprit kam.
Oder vielleicht wollte er es auch nicht... :O

@ miller:
Der HB 15 hat noch eine Stahl-Laufgarnitur.
Dem tust Du mit synthetischem Öl auch keinen grossen Gefallen, das rostet Dir schneller weg, als Du kucken kannst.

6

Mittwoch, 16. November 2005, 19:15

Hi,

das mit dem "Leerlaufgemisch und Teillastgemisch nicht einstellen", muß ich ein bischen relativieren. Es gab ja auch verschiedene Größen des Perryvergasers, wobei alle dieses Problem mit den sich verstopfenden Schlitz im Düsenstock haben. Der setzt sich so leicht zu, dass man den "fast regelmäßig" reinigen muß. Dazu muß halt der Vergaser nahezu total zerlegt werden, was den O-Ringen nicht gut tut und diese hoffnungslos ausleiern.

Das mit dem Synthetiköl ist mir neu, nun weis ich endlich, warum man "antike HB-Motoren" immer mit so angefressenen Vergasern zu sehen bekommt.

HB hat aber das Problem damals mit dem Perryvergasern erkannt und ziemlich zum Ende hin eine "Art Evolutionsmodell" herausgebracht. Dies ist eine Zweinadelversion des Perryvergasers und ist wirklich absolut Spitze zum einstellen und zu regeln. Hat auch ein Kunststoffgehäuse und sieht dem alten Perry zum verwechseln ähnlich, nur ist das HB-Zeichen drauf.

Gruß Eric

7

Freitag, 25. November 2005, 00:35

ich habe noch einen HB61 und ihn auch dieses jahr mal wieder im modell geflogen. ich mag diesen motor und finde das er gut läuft mit dem perry. ich bin eben wo ich den beitrag gelesen habe in den keller gerannt um zu schauen ob es ein junge oder mädchen ist ... öhm ich meine ob HB oder perry drauf steht aber es steht nichts drauf :(
ich hatte den motor im sommer mit rizinus geflogen aber möchte mir keinen rizinussprit mehr kaufen da ich keine zwei spritsorten haben möchte und mich das rizinusgeschmiere sehr stört.
jetzt hab ich natürlich bedenken den motor mit synthetiksprit zu benutzen und ihn hiermit zu zerstören. da ich aber weiss das es verschiedene syntetiköle gibt (einen kann man mit rizinus mischen und einen nicht) habe ich hoffnung. weiss einer ob es ein synthetiköl gibt welches der vergaser verträgt?

ecki40

RCLine User

Wohnort: Stockach

Beruf: Elektrotechniker

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8

Freitag, 25. November 2005, 12:57

Hi,

die Perryvergaser haben wir in den 80ern in unseren RC-Cars eingesetzt und haben unsere 3,5er mit den größeren Perryvergasern (für 6,5ccm) bestückt. Damit hatten wir kaum Probleme, die Motoren haben damals das Gas gut angenommen. So'n Teil habe ich noch in meinem Magazin rumliegen.

Die Vergaser werden auf dem amerikanischen Markt auch immer noch angeboten: http://www.perrypumps.com/


Gruß Ecki
Wenn ein Modell nicht richtig fliegen will, ist es vermutlich ein Fluchzeuch :evil:

MatiasR

RCLine User

Wohnort: D-86391 Stadtbergen (bei Augsburg)

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9

Montag, 22. Januar 2007, 23:37

...die Perry-Vergaser und die dazugehoerigen Pumpen sind auch in Deutschland bei MR-RC erhaeltlich. Bei sauberem Sprit und Filter in der Leitung gibt es keine Probleme mit Verschmutzung. Die Vergaser sind in einer grossen Auswahl an Durchmessern (Hals / Durchlass) sowohl fuer den Betrieb mit Pumpe als auch als Sauger erhaeltlich.

Gruesse,

Matias
Ever tried. Ever failed.
No matter.
Try again. Fail again.
Fail better!
Samuel Beckett

Previa

RCLine User

Wohnort: Kirchheim unter Teck

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10

Dienstag, 23. Januar 2007, 18:18

Also meine Perry Vergaser liefen alle. Aber sie waren sehr empfindlich auf Fussel im Sprit. Man musste häufiger die Leerlaufscheibe mit dem Schlitz ausbauen und reinigen.
In einem 10er Viertakter von Schillings ist mir einer abgekokelt. Der Motor sprang ab und zu rückwärts an und die Abgase ergaben hässliche Einbrennstellen im Vergasergehäuse. Es war einfach nicht beständig gegen die Abgastemperaturen.

Sonst laufen meine Perry's noch.

Gruß
Eberhard

Viertakter

RCLine User

Wohnort: Hannover

Beruf: Mausheister

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11

Freitag, 26. Januar 2007, 22:50

Oh ja, Perry-Zergaser..... ==[]
Nach meiner Erfahrung waren besonders die kleinen sehr empfindlich und die Motoren ließen sich nicht so zuverlässig einstellen wie beispielsweise mit O.S-Vergasern.
(Perry's Leerlaufscheibe und gelegentlich die Hauptnadel verstellten sich)

Eine Verbesserung habe ich dadurch erreicht, daß ich dem Spritfilter noch ein Scheibchen Filterpapier, ausgeschnitten aus Filterpapier, verpaßt habe. Für Perrys ist das übliche Stück Drahtgeflecht nur ein Witz. Wenn man da nach einem Wochenende mal reingeschaut hatte, wußte man, was man dem Motor erspart hatte. Und das, obwohl ich mit dem Sprit sorgsam umgegangen bin.


Gruß, Lutz
Einiges an Hubschrauberigem
und reichlich "Flächenzeugs"

Verein

12

Samstag, 27. Januar 2007, 00:10

Komisch - ich hatte nie Probleme mit den Perry´s, im Gegenteil! Toller Leerlauf von unter 2000 Touren mit Bernhardt Motoren, nach 2 Minuten dann fast schlagartiges Annehmen von Vollgas ohne Stottern oder Aussetzer, gleichmäßiger Lauf in allen Gasbereichen und sehr geringer Spritverbrauch. In teilweise über 10 Jahren Betrieb nicht einmal an Perry-Vergasern rumstellen müssen, die Motoren liefen damit immer. Und wenn mal nicht, dann war das Problem im Tank zu suchen.

Verschmutzungen? 2 (!!!) Spritfilter beim tanken, eins zum ansaugen und eins nochnal hinter der Pumpe, und vor´m Vergaser nochmal eins im Modell. Verschmutzungen im Schlitz der Leerlaufscheibe? Nie gehabt.

Nur das erste einstellen des Motors war nicht immer einfach damit, aber wenn man das einmal schln raus hatte, war´s kein Problem mehr.

Sprit war immer robbe Roktan R ohne, später mit 1 % Nitro weil´s ohne nicht mehr gab. Die Motoren sprangen immer sehr zuverlässig an, ich brauchte auch kein Gas geben bevor ich die Kerzenklemme abgenommen habe. Der tuckerte dann einfach gemütlich weiter.
Walkera Big Lama Alu mit E-sky 4in1 :heart:
esky Lama V3 + V4 :)
Swiss Lama 7.1
Einiges "Flächenzeugs"
Weniger tunen, mehr fliegen :ok:

Wohnort: Gstaad, Schweiz

Beruf: Kaufmann/ Geschäftsinhaber, ex. Maschinenmechaniker

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13

Samstag, 27. Januar 2007, 09:25

Hallo

Wir hatten in früheren Zeiten auch die HB-Motoren (mit Rizinussprit) verwendet und ich hab ein fast neues Exemplar (3,5ccm) noch in der Bastelbude.
Zu den Perry-Vergasern:
So schlecht wie sie z.T. hier wegkommen waren die überhaupt nicht.
Wir haben jeweils nach längeren Standzeiten etwas Sprit über die Rändelscheibe geträufelt um den O-Ring zu lösen, bzw. gängig zu machen und damit den Vergaser schön einstellen zu können.
Was der Eberhard schreibt kann ich nur bestätigen: War der Motor einmal richtig eingestellt waren Leerlauf und Gasannahme einfach super!

Grüsse, Daniel