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Ludwig10

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1

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 21:06

GALAXY von robbe - Flächestähle einkleben

Hallo zusammen!
Ich bin davor, meine uralte GALAXY fertigzustellen. Die Vierkant-Messinghülsen für die Flächen stähle müssen hierzu in die Wurzelrippen eingeklebt werden.
Kann mir jemand definitiv sagen, ob es im Inneren des Flügels noch eine weitere Stützrippe für diese Flachstahlaufnahmen gibt, oder ob die Hülse einfach in den Schaum geklebt werden soll?
Gruss
Ludwig

Abdrehfaktor

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2

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 21:32

Wasn das fürn Flieger und wie ist die Fläche aufgebaut?

Die Verbinderaufnahme muss auf jeden Fall kraftschlüssig mit den Holm verbunden werden, sonst wird das nix.
http://www.extremflug.de/seite081.htm
Hier kannst du erkennen wie ich die Aufnahme mit den Holm verbunden habe.
Nur im Schaum, das wird rausreißen.
Gerade ergoogelt :D
http://www.ludwigdanninger.de/0070_Galaxy.HTM
Lass die Leitwerke mal so wie sie sind, das ist besser gegen Stall.

Ciao,

Julez

Ludwig10

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3

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 22:17

Hallo Julez,

danke für die schnelle Antwort. Die GALAXY hat holzbeplankte Flächen, weswegen ich noch nicht genau feststellen kann, ob es innen überhaupt einen Holm gibt. Ich werde mal mit einem dünnen Stahldraht rumstochern, vielleicht kann ich ja was ertasten. Robbe empfahl in der Bauanleitung, die Hülsen mit viel Kleber einzusetzen. Womit sie dabei verklebt werden, steht nicht drin. Klar, dass bei einem 3m-Segler, der 1m² Fläche hat, Schaum als Träger nicht ausreicht.

Klar, die Winglets bleiben da, wo sie lt. Plan hingehören, das fordert schon die Geschichte. Warum soll das das Stallverhalten beeinflussen? Winglets als Grenzschichtzaun?

Eine tolle Seite habt Ihr da!

Gruss
Ludwig

Abdrehfaktor

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4

Freitag, 2. Dezember 2005, 15:42

Hi!

Wenn das Teil natürlich ne tragende Beplankung hat, wirds kompliziert. In diesem Fall würde ich empfehlen, die Verbinderaufnahmen so aufzufüttern, dass sie spielfrei dazwischen passen, und mit viel Harz und Microballons/Glaskurzfasern einkleben.
Danach von außen reichlich Verstärkungsgewebe drauf, so dass eine kerbwirkungsfreie, großflächige Krafteinleitung von der Steckungsstelle in die Beplankung erreicht wird.

Grenzschichtzaun ist schon grob richtig, hier hab ich mal was dazu geschrieben, Posting #28.
http://www.rcgroups.com/forums/showthrea…64&page=2&pp=15

Viel Spaß,

Julez

Ludwig10

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5

Samstag, 3. Dezember 2005, 19:13

Das isses eben, weswegen ich hier gepostet habe: Ich wollte sehen, ob es jemanden gibt, der weiss, wie es in dem Flügel aussieht, bevor ich iregendwelche Klebereien veranstalte...
Ludwig

6

Donnerstag, 4. Mai 2006, 15:57

Hallo Ludwig
.
Die Galaxy habe ich etwa 15 Jahre im Flugbetrieb gehabt.
Anfangs als Elektrosegler mit 16 Zellen u. dem Robbe 50/14 GSE (Getriebe 1/2.4) u. Robbe Bananen- Klapplöffeln im Druckantrieb. Maximum war ein Keller 100 mit 20Zellen aber natürlich einigermassen sanft geflogen.

Dann auch mit einem OS-25 FSR in einer Motorgondel auf dem Rumpf (super Steigflug)

Die meiste Zeit aber als Hangsegler, da ist die Galaxy wirklich der Hit. Das Ding kannst du bei jedem Sturm einsetzen wenn andere gar nicht mehr heil runterkommen fliegst du zb. einfach über die Hangkante, drehst in den Aufwind u. mit einiger Übung gelingen dir trotz Böen fast Helikopterlandungen. Das Flugbild ist einfach toll, das Flugverhalten absolut narrensicher, durch die grosse Fläche kannst du auch sehr grossräumig fliegen.
Aufgrund ihrer Rumpfform springt die Galaxy nicht beim Aufsetzen wie zb. die Cortina von Mpx.

Original Robbe-Schwerpunkt war glaube ich 230mm von Nasenleiste gemessen (einfach vergessen =unbrauchbar).
Schwerpunkt für Hang, Sturm, allgemeines Fliegen bei mir 247mm von der Nasenleiste gemessen. Du kannst zum fliegen in der Ebene ungestraft bis 30mm hinter die Bauplanangabe gehen. Die Flugeigenschaften bleiben harmlos. Die Leistungen aber durchaus vergleichbar mit einem Allround- 4m Segler aus dem gleichen Zeitraum.

An steilen Hängen oder guten Bedingungen startete ich sie immer von Hand.
Für den Katapultstart habe ich einen starken Haken 330 mm von der Rumpfspitze montiert. Es langt schon ein 12mm Schlauch für den Normalstart. (Katapultstart oder Hochstart mit Robbe-Doppelhaken 55cm/58cm von der Rumpfspitze am Anfang des Rumpfspornes).

Jahrelang wurde die Galaxy von mir mit zwei parallelen 15 Meter /14mm Hohlschläuchen buchstäblich in die Luft geschossen (ca. 100-150m Höhe sind da drin)

Ich hatte als Servos zwei alte RS10 von Robbe eingebaut u. zwar auf der Flächenunterseite, den 2mm Anlenkungsdraht durch ein darübergelötetes Messingrohr verstärkt. Diese Anlenkungen (mit Kugelköpfen) haben alles ausgehalten, ohne Flattern. Den Flügel hatte ich mit Folie bebügelt. Die Querruder mit Klebeband- Scharnier, keine Drehbremsklappen.
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So jetzt zu den Flügelstählen:
Wenn ich den Pfusch gekannt hätte wäre ich damit nicht mal Thermik-Segeln gegangen. Die Konstruktion lebt einzig u. allein von ihrer hohen Flügeldicke. Die Beplankung ist 0.8 mm Abachi-Furnier ( keinerlei Glasgewebe- Verstärkungen )

Die Wurzelrippe ist mager (2.5mm Billig- Sperrholz), die Stahlaufnahme besteht aus einem Abachi- Leistchen von ca. 25cm Länge u. 20mm Dicke.
Und halte dich fest: SIE IST FREISCHWEBEND IM SCHAUMSTOFF. Auch das Abachi- Leistchen hat auf der ganzen Länge keine Verbindung zur Beplankung, es existiert auch keine Gegenrippe als Widerlager etc.
Mein Vorschlag wäre:
Als Erstes mal hole aus den Stahlaufnahmen den ganzen Schaum bis zur Beplankung oben u. unten raus. Sonst kriegst du keine Verbindung, egal wie viel Harz du reinschüttest. Verlängere die Bohrungen etwa bis zu den Winglets (für den Einbau von Stummelholmen). Einen Zugang über die 55mm hohe Wurzelrippe öffnen ist wirklich gut möglich. Es sollte festigkeitsmässig ausreichen denn es sind ja dann zwei pro Flügelhälfte.
Dann würde ich anständige Wurzelrippen montieren (5mm Buchensperrholz), oder die Originalen mit Glasgewebe absperren.
Aussen im Bereich der Flügelstähle zur Krafteinleitung mit mehreren Lagen Glasgewebe beschichten.

Noch einfacher:
Du könntest statt den Stummelholmen als Widerlager auch eine Gegenrippe von unten einharzen. Durch die grosse Flügeltiefe am Ende der Flügelstähle (45cm) langt wahrscheinlich eine ca. 30cm Rippe für beide Stähle. ZB. zwei beherzte Schnitte mit der Kreissäge, längs für die Stahlaufnahmen einen quer für die Rippe u. einharzen von Sperrholzstreifen als Verbindung zwischen den Beplankungen. Die Krafteinleitung in die Beplankung wieder mit mehreren Glasgewebeschichten erstellen.

Es gibt sicher auch andere Vorgehensweisen, aber so bleibt die Baustelle einigermassen im Rahmen.
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Die Galaxy hat aber 15 Jahre alles ertragen was ich mit ihr angestellt habe u. das war nicht wenig. Etwa 1997 hat es sie nach einem Flug fast an der Sichtgrenze (Distanz u. Höhe) leider in der Luft zerlegt. Nach Obduktion meine ich dass zuerst die Wurzelrippe an einer Fläche versagt hat, dann riss es den Flügelstahl nach oben raus. Zwei Sekunden später sah ich schon drei Teile in der Luft, Rumpf u. zwei Flügel.

Ich habe noch einen Bausatz hier liegen u. werde mir wieder eine Galaxy erstellen. Übrigens weil man immer hört dass sich der Flächen- Schaum auflöst, das ist weder bei meinen Bruchflügeln noch bei denen im Bausatz der Fall.

Also baue deine Galaxy, es lohnt sich.

Gruss Werner

Ludwig10

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7

Donnerstag, 1. Juni 2006, 00:32

Hallo Werner,

viiielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Endlich jemand, der bei der Frage nach Äpfeln nicht eine Disskussion über Birnen anfängt! Genau diese Informationen habe ich lange gesucht ! Deinen Bericht werden Dir sicher einige GALAXY-Besitzer danken!

Erstaunlich, dass Dein Modell über haupt so lange gehalten hat: Eine Flächensteckung im reinen Schaum kann mann sich heute kaum mehr vorstellen!

Ich denke, ich werde die Version mit der aussen liegenden Gegenrippe mit Verstärkung der Wurzelrippe realisieren. Dünne Bespannungen mit Glas sind ja nicht sehr schwierig zu erstellen und Schaum rauspopeln geht auch.

Ich werde über meine Fortschritte des Projekts berichten. Allerdings wird das vom Timing her in 2006 leider nichts mehr werden. Für Dein eigenes Vorhaben wünsche ich Dir gutes Gelingen! Vielleicht können wir uns weiterhin hier über das Projekt GALAXY austauschen.


Danke und Grüsse!
Ludwig

8

Mittwoch, 24. Dezember 2008, 09:49

Galaxy von Robbe - Flächenstähle einkleben

Hallo Werner
Ich habe diesen etwas älteren Forumbeitrag gefunden. Ich baue gerade eine Galaxy nach. Eine Rumpfform habe ich mir schon hergestellt. Kannst Du mir sagen ob die Fläche eine Schränkung hatte? Wenn ja wieviel Grad?
Gruß
Claus

9

Mittwoch, 28. Januar 2009, 17:49

RE: Galaxy von Robbe - Flächenstähle einkleben

Hallo Claus

Soweit ich mich erinnere hatte die Galaxy keine Schränkung. Der gesamte Flügel Eppler-186 (gibt sicher was moderneres) die Oberseite Bolzengerade über die ganze Spannweite.

Gruss Werner