Nick Skywalker

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Samstag, 2. Februar 2008, 21:17

Neue Thermikflugklasse1

AUFRUF! EURE MEINUNG IST GEFRAGT! UM VERBREITUNG DER IDEE UND RÜCKMELDUNGEN AN nick-skywalker@freenet.de WIRD GEBETEN!
!Bitte gebt bei Euren Antworten an bei welchem Verband ihr gemeldet seid!

Hallo Leute!

Was Thermik ist wissen wir alle. Wo und wie man sie mit einem Segler findet wissen die meisten auch. Was ein Wettbewerb ist weis auch jeder. Aber was die FAI-Wettbewerbs-klasse „F3J“ heute noch mit Thermikfliegen zu tun hat weis eigentlich keiner. Und deshalb wollen wir uns damit auch gar nicht all zu intensiv beschäftigen. Nur soviel, „F3J“ hat drei gravierende Fehler, die hauptverantwortlich dafür sind, dass sich der Wettbewerb zu einem kostenintensiven „Start-Lande-Wettbewerb“ entwickelt hat, der hochfeste Modelle verlangt.

1. Start innerhalb der maximal möglichen Flugzeit
2. Doppelschlepp mit Umlenkung
3. Stecklandung straflos erlaubt

Ich möchte Euch nun mit der Idee zu einer neuen Wettbewerbsklasse bekannt machen, bei der das Thermikfliegen im Vordergrund steht, bei der vom „Holzbomber“ bis zum „Vollcarbonschalentier“ alle eine faire Chance haben und Landen nicht zwangsläufig „Drücken!“ heißt. Fliegerisches Können und möglichst viel Freiraum für Kreativität beim Entwickeln und Konstruieren der Modelle sollen diese Klasse auf Dauer prägen. Es soll möglich sein mit grundlegend unterschiedlichen Lösungswegen die Flugaufgabe zu erfüllen.

REALITY-F3J

- der Start hat innerhalb einer Rahmenzeit von 18 bis 20 Minuten (legt die Wett-bewerbsleitung für den gesamten Wettbewerb fest) zu erfolgen; es sind innerhalb der Rahmenzeit zwei (2) Starts gestattet; gestartet wird in Gruppen mit maximal zehn (10) Teilnehmern
- Startart: Laufschlepp mit 150-Meter-Seil, maximal einer Umlenkrolle und maximal zwei (2) Schleppern; ab einer Windstärke von 3 Bft. ist nur eine Person als Schlepper erlaubt
- der längste Flug innerhalb der Rahmenzeit ist gleich der Wertungsflug und darf ab Trennung des Modells vom Seil maximal fünfzehn (15) Minuten betragen
- für jede Sekunde Flugzeit innerhalb der regulären Flugzeit gibt es einen Punkt = maximal 900 Punkte für die geflogene Zeit
- bei Überschreitung der Maximalflugzeit (15 min) wird je Sekunde Zeitüberschreitung ein Punkt abgezogen; befindet sich das Modell nach Ablauf der Rahmenzeit noch in der Luft werden Flug und Landung mit Null (0) Punkten bewertet; Rahmenzeitüber-schreitungen um mehr als dreißig (30) Sekunden ohne offensichtliche technische Probleme führen zur Disqualifikation und Streichung aller bereits vorhandenen Wertungen
- die Landung erfolgt auf entsprechend markierten 10 Meter langen und maximal fünf (5) Zentimeter breiten Landelinien mit einem Landepunkt (20 cm Durchmesser) in der Mitte; dafür gibt es maximal 500 Punkte, wenn sich die Rumpfnase nach Stillstand des Modells innerhalb des Landepunktes befindet; jedem Teilnehmer wird vor Beginn der Rahmenzeit eine Landelinie zugewiesen; die Auswahl erfolgt im Losverfahren bei der Senderausgabe
- die Wettbewerbsleitung legt vor Wettbewerbsbeginn die Anflugrichtung (immer gegen den Wind) für die Landung fest; eventuelle Änderungen aufgrund der Änderung der Windrichtung sind vor Beginn der Rahmenzeit des folgenden Durchganges vorzunehmen und den Wettbewerbern mitzuteilen
- bei Landungen außerhalb des somit gegeben 10-Meterkreises gibt es keine Landepunkte
- gemessen werden alle Abweichungen von der Landelinie und vom Landepunkt, d.h. auch bei Stecklandungen
- zu messen ist dabei die Entfernung zwischen Landelinie und den im Winkel von 90 Grad dazu am weitesten davon entfernten Rumpfteil; je Zentimeter Abweichung gibt es einen Punkt Abzug, ausgehend von 500 möglichen Punkten
- zu messen ist außerdem die Entfernung zwischen Rumpfnase und Rand des Landepunktes; je Zentimeter Abweichung gibt es einen Punkt Abzug
- 50 % Punktabzug gibt es auf die Gesamtpunktzahl der Landung, wenn die Längsachse des Modells 90 bis 180 Grad vom Verlauf der Landelinie (in Anflugrichtung) abweicht
- bei über 180 Grad Abweichung gibt es keine Landepunkte
- es gibt keine negativen Landepunkte; ergibt die Differenz aus der maximalen Landepunktzahl (500) und Punktabzug einen negativen Wert, ist die Landung mit Null (0) Punkten zu bewerten
- es werden mindestens drei (3) und maximal sechs (6) Durchgänge geflogen
- die Gruppen bestehen aus Junioren und Senioren
- die besten fünf (5) Junioren und die besten fünf (5) Senioren fliegen gemeinsam in einem Fly-Off mit 25 Minuten Rahmenzeit und 20 Minuten Maximalflugzeit
- werden mehr als drei (3) Modelle ohne Landehilfe zum Wettbewerb angemeldet, ist für diese eine separate Gesamtwertung mit Unterscheidung Junioren und Senioren zu erstellen und ein separates Fly-Off durchzuführen (als Landehilfe sind auch gleichsinnig steuerbare Querruder anzusehen)
- nehmen weniger als vier (4) Modelle ohne Landehilfe am Wettbewerb teil, ist keine separate Wertung vorzunehmen, jedoch erhalten diese Modelle bei Landung im 10-Meter-Kreis einen Landebonus in Höhe von 250 Punkten, der vor der Landepunkteberechnung zu den üblichen möglichen 500 Punkten hinzugerechnet wird

Für alle hier nicht angesprochenen Regeln sollten die für F3J und F3B-A bereits vorhandenen Regelungen aus der BeMod übernommen werden, jedoch ohne Begrenzung der Flächenbelastung nach unten.

Also Leute, macht euch Gedanken, diskutiert und gebt mir ein feedback. Ich werde Eure Rückmeldungen zuerst natürlich nach Pro und Contra neue Wettbewerbsklasse auswerten, denn das ist die „Munition“ um auch an offizieller Stelle gegebenenfalls was bewegen zu können.

In diesem Sinne „Holm- und Rippenbruch“!

Euer Nick Skywalker
alias
Matthias Nickerl
(Mitglied beim Aero-Club Coburg und damit beim Luftsportverband Bayern im DAeC)

jfbaumi

RCLine User

Wohnort: D-67354 Römerberg

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2

Sonntag, 3. Februar 2008, 04:16

Hi Matthias,

ich finde deine Idee spitze, da sie den Breitensport fördert. Leider hat sich der DAeC nur Wettbewerb auf höchster Ebene auf die Fahne geschrieben und so nicht nur aus HLG und F3J eine Materialschlacht in Namen der Weiterentwicklung gemacht.

Gemeldet beim DAeC.
Gruß Jürgen
jbsseiten

xels

RCLine User

Wohnort: Österreich

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3

Sonntag, 3. Februar 2008, 12:29

Ich weiß nicht ob es diese Klasse auch in Deutschland gibt, aber schau mal die RC-MS Klasse in Österreich an.

Hier liegt das Hauptaugenmerk auf Thermin, Anflug und Landung im Landekreis.

http://www.lexsoft.at/aeroclub/MSO/2006/…o2006_RC-MS.pdf