mannikiel

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1

Dienstag, 29. April 2014, 13:49

Antiksegler ersteigert, kaputt angekommen...

Morgäääähn ! :w

Hab mir bei Egay n Schnäppsken gekauft: http://www.ebay.de/itm/Antik-Segelflugmo…=p2047675.l2557

Erstmal: Hat wer ne Ahnung, um was für ein Modell es sich handeln könnte ? Gibts vielleicht nen Bauplan oder ne Anleitung dazu ?

Und zweitens: Das Höhenruder ist breiter als der Karton, in dem der Geier kam. Kann sein der Verkäufer hat den Rumpf schräg eingepackt und er ist dann runtergerutscht. Aussehen tuts aber, als hätte der VK den Rumpf aufgelegt und am Seitenruder runtergedrückt, das HLW sieht aus wie die Fläche vom EasyGlider. ;(

Beschwerde-Mail ist raus, zurückschicken aber fast so teuer wie der Flieger...ausserdem wollte ich sowas wieder haben, da ich früher gerne mit dem "Strolch" geflogen bin.

Die Bespannung ist vermutlich Japanpapier oder Seide oder so, stabil und fett Farbe drauf - wie bekomme ich das Zeug runter ?
Und womit kann ich das Ding neu bebügeln ? Oracover antik ? Ist die durchsichtig genug ?

DANKE :prost: für alle Tips und aufmunternde Worte, gehe jetzt erstmal Schaumwaffel fliegen. :D

(PS an die Regierung: Könnt Ihr gerne in den Antik-Bereich verschieben, damit da wieder was los ist. Wenn Ihr wollt... DANKE für Alles !!! :-)(-: )
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Nu haben sich zwei Fatzebuch-Gruppen zusammengeschlossen, um Taranis- und OpenTX-Nutzern zu helfen:

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Würde mich freuen, wenn noch mehr dazukämen.... :prost:

LG vonner Küste
Carsten :w

PatrickK

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2

Samstag, 3. Mai 2014, 01:26

Hallo Manfred,

erkennst Du (D)einen Strolch nicht, wenn Du einen kaufst? ;-)



In der aktuellen Preisliste beim Aeronauten kannst Du sehen, daß die Werkstoffpackung einen durchaus überschaubaren Preis hat und auch der Plan einzeln erhältlich ist. Ich hab' grad keine Lust, mir den Hucke-Katalog herzuholen, ob er dort billiger ist, wage ich mal zu bezweifeln. Es könnte sogar möglich sein, daß ich einen habe (ich hab' mal einige Nur-Pläne mitbestellt), aber bis der mit dem Porto bei Dir ist, hat den Dein lokaler Dealer ebenfalls und das wohl billiger.

Ist die Bespannung so häßlich, daß die runter muß? Dann schneide sie an einer Stelle auf und schau, ob die sich mit Azeton/Nitroverdünnung löst oder mit schlichtem Wasser. Im ersten Fall ist sie mit Spannlack oder Schnellschliffgrund aufgebracht, im anderen mit Tapetenkleister, der auch unter dem Namen "Glutofix" verkauft wurde. Damit bekommst Du die Reste dann auch runter. Mach das bei schönem Wetter draußen (Meintjanur, weil's hier gerade eher kalt ist und ich heute jedesmal eingeschifft wurde, wenn ich rausgegangen bin - ich fahr' mit dem Mopped zur Arbeit, mit dem Auto macht die Parkplatzsuche nur aufgeplusterte Nerven hier in der Altstadt.), das schont das Hirn: es wird nicht so vom Kohlenwasserstoff aufgelöst ...

Folie ist bei diesen Fliegern nicht wirklich sinnvoll, denn die Bespannung sowohl mit Papier wie auch mit Seide und Vlies ist mit ihrer Steifigkeit ein vorgesehenes Konstruktionselement. Folie ist zu elastisch und nachgiebig, da kannst Du den Leitwerksträger und den Flügel nach Belieben "umformen". Probier's mit dem Flieger jetzt mit der alten Bespannung aus, solange sie noch drauf ist, und dann mit der runtergelösten, also dem nackerten Holzgestell. Natürlich bringt auch die Folie wieder Festigkeit dazu, aber leider weit weniger. Auf optische Authentizität lege ich zwar halbwegs Wert, verlange das aber nicht sakrosankt von anderen. Die oft kolportierte zu geringe Rauhigkeit der Folie ist zwar vorhanden (bzw. eben nicht ;-), spielt aber nicht bei jedem Flieger eine so negative Rolle, wie es von "erfahrenen Kämpen" weitergegeben wird. Das kann ich Dir auch begründen, aber dann würde mein Post hier mindestens viermal so lang, dazu habe ich jetzt nach eins keine Lust mehr.

Hm, ich sehe gerade, daß Du "Oracover antik" erwähntest. Damit wäre der Mangel an Rauhigkeit eh schon erschlagen, dieser Vogel verträgt auch deren Mehrgewicht -> OK. Deinen Wunsch nach Transluzenz erfüllt sie aber nicht, zumindest auf keinen Fall so wie bei dem oben abgebildeten.

Guëts Nächtli!
Patrick

mannikiel

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3

Samstag, 3. Mai 2014, 17:25

Moin Patrick, Danke für deine umfangreiche Antwort, aber dicht daneben. Zweimal...

Manni ist mein alter Spitzname, in echt heiß ich Carsten (Mist, hatte ich in der Signatur, muss ich wieder einbauen.).
Und zweitens, nen Strolch hatte ich vor 10-15 Jahren, und das hier ist keiner. Zwar sehr ähnlich, aber nicht gleich. N Stück kleiner ist er, und kuck im Ebay-Angebot mal das Rumpfende an, wie das Seitenruder da drumrum geht.
Hab per Mail den Tip bekommen, daß es ein Ikarus sein müßte, auch bei Aeronaut erhältlich, auch ca.27€. Könnte hinkommen....

Das Loch am Rumpf hab ich schon vergrössert, 6 Spanten liegen lins schon frei. Durch die Farbe war die Bespannung sehr schwer, ging aber ganz leicht und restlos vom Holz ab.
Und vom Verkäufer bekomme ich als Wiedergutmachung alte (angebliche) DDR-Bügelfolie zum Wiederaufbau geschickt. Mal sehen was das ist...

Danke und LG
Carsten
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Würde mich freuen, wenn noch mehr dazukämen.... :prost:

LG vonner Küste
Carsten :w

lichtl

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4

Samstag, 3. Mai 2014, 20:43

für die late ddr bügelfolie brauchst dann noch Heissiegelkleber dafür bekommst schon fast neue folie :evil:
Den Pldie würd ich aber mit Bespann oder Japanpapier machen , das passt besser zum Style.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

PatrickK

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5

Sonntag, 4. Mai 2014, 16:33

Hallo Manni-Carsten ;-)

[..] in echt heiß ich Carsten (Mist, hatte ich in der Signatur, muss ich wieder einbauen.).

Joh, dou dat man ;-)

Zitat

Und zweitens, nen Strolch hatte ich vor 10-15 Jahren, und das hier ist keiner. Zwar sehr ähnlich, aber nicht gleich. N Stück kleiner ist er, und kuck im Ebay-Angebot mal das Rumpfende an, wie das Seitenruder da drumrum geht.

[x] done



gegenüber



Die sind nur q&d zusammengefrickelt, aber der kaum-Unterschied sollte erkennbar sein. Irgendwo stand auch, daß die Wiener Modellbauer um Ossi Czepa, Erich Jedelsky, Leopold Scheurer u.a. die deutschen Flieger dieser Zeit von Kirschke, Winkler & Co. nachempfunden und zu verbessern versucht (natürlich tatsächlich getan ;-) hatten. Ich habe jetzt leider die Stelle nicht auf die Schnelle gefunden, vielleicht war's in Czepas Buch selbst.

Zitat

Hab per Mail den Tip bekommen, daß es ein Ikarus sein müßte, auch bei Aeronaut erhältlich, auch ca.27€. Könnte hinkommen....

AOL.

Zitat

Das Loch am Rumpf hab ich schon vergrössert, 6 Spanten liegen lins schon frei. Durch die Farbe war die Bespannung sehr schwer, ging aber ganz leicht und restlos vom Holz ab.

Na prima.

Zitat

Und vom Verkäufer bekomme ich als Wiedergutmachung alte (angebliche) DDR-Bügelfolie zum Wiederaufbau geschickt. Mal sehen was das ist...

Es sei wohl in erster Linie schwarze, die man nicht haben will. Außer natürlich als historisches Zeitdokument. Hör' auf Bernd "lichtl", auch wenn er "voll ausser Pampa" kommt, und ich dir den Heißsiegelkleber verkaufen könnte ;-)

servus,
Patrick, bei dem noch eine Start dp-5 auf Ausrüstung mit Spektrum oder FrSky-Innereien wartet. Wenn wir schon grade bei sinnvoller Weiterverwendung von DDR-Devotionalien sind ...


[edit]
Forcier' ich damit Dein Kindheitstrauma aus der Signatur? ;-)

lichtl

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6

Sonntag, 4. Mai 2014, 18:01

Devotionalien ==[] gibts die DDR vileicht nimmer ? Meine Frau hat ja von Drieben riber gemacht, wenn sich die Famile hier trifft hab ich se weider voll im Haus. ;)
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

mannikiel

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7

Montag, 5. Mai 2014, 17:29

Tja, wenn ich mir die Zeichnungen so ansehe, könnte es wirklich der Ikarus sein... Hab aber momentan leichte Probleme, die schwarz-weissen Striche und Strichelchen in 3D, Farbe uund buuuunt umzusetzen...
Ich mach mal Fotto, aber sollte hinkommen.

Die Folie soll optisch ähnlich dem Japanpapier sein, und einfach aufzubügeln sein. Ich lasse mich überraschen, und werde Bericht erstatten !
(Der Geier hat jetzt den Blaze von seinem Stammplatz an der Wohnzimmerdecke verdrängt. Sieht gut aus !)

Ach ja, zwecks Reparatur HLW: Reicht es evtl schon, des Teil nackig zu machen, die Knickohren in die Waagerechte zu bringen, und dünnflüssigen Sekupapp aufzutröpfeln ?
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Carsten :w

lichtl

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8

Donnerstag, 8. Mai 2014, 00:17

Ein
Stück dünne Leiste innen auf die Bruchstellen kann nichts schaden, wenn du nichts einschäften willst.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

mannikiel

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9

Sonntag, 1. Juni 2014, 02:18

Stümpt, oder n Hauch Gfk oder Cfk, danke für den Tip !!!


Die Folie ist angekommen.

Bespannfolie
für den Flugmodellbau und zum Basteln
Aufbügelbar bei Einstellung "Kunstseide"
EVP 13,80M
HLS-Nr. 54 68 910
Art-Nr. 5031 weiß
H.Godzejewski
Krumme Gehren 18
Kleinmachnow, 1532

Kennt den oder die Folie zufällig jemand ?

(Zum Basteln komme ich grad eh nicht, neuer Job, neue Traumfrau, siehe Propellerbar. ;) )
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Würde mich freuen, wenn noch mehr dazukämen.... :prost:

LG vonner Küste
Carsten :w

10

Mittwoch, 4. Juni 2014, 09:59

Hallo Carsten,
Stümpt, oder n Hauch Gfk oder Cfk, danke für den Tip !!!

Die Folie ist angekommen.

Bespannfolie
für den Flugmodellbau und zum Basteln
Aufbügelbar bei Einstellung "Kunstseide"
nur zur Erinnerung: Ein mit althergebrachten Materialien gebautes Antikflugmodell sollte auch mit ebensolchen Materialien repariert werden. Du bist dabei, das Modell zu verbasteln und somit wertlos zu machen. :shake:

Ciao
Klaus

11

Donnerstag, 5. Juni 2014, 19:26

...moin Klaus, wie meinst Du das mit dem ''wertlos machen''? Im Sinne von '' ist es nicht mehr wert, geflogen zu werden '' ? Bitte um Erklärung.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/

12

Donnerstag, 5. Juni 2014, 23:20

Hallo Kai,

ich will darüber keine Grundsatzdiskussion führen. Entweder hat man einen direkten Zugang zu der Argumentation, oder eben nicht. Aber dann ist man hier wahrscheinlich eh im falschen Forum.

Nur soviel, es geht nicht ums Fliegen, sondern um den "Wert" des Modells als Antikmodell. Und das meine ich nicht monetär, um weiteren Fehlinterpretationen vorzubeugen.

Ciao
Klaus

13

Freitag, 6. Juni 2014, 18:11

Moin Klaus,
das bei dem bißchen Sperrholz und den paar Leisten plus Bespannmaterial welcher Art auch immer, nicht der monetäre Wert gemeint war, erschließt sich mir schon. Der Rest ist mir aber doch etwas zu nebulös.

Grüsse, Kai

http://www.vatertagsflieger.de/

mannikiel

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14

Montag, 9. Juni 2014, 08:51

Daß alte Materialien stilvoller sind, ist klar.
Habe damit aber keinerlei Erfahrung, und ehe ich das Modell verhunze und sich alles verzieht, klatsche ich lieber die Bügelfolie drauf, damit der Vogel wenigstens ganz und flugbereit ist. :tongue:
Nu haben sich zwei Fatzebuch-Gruppen zusammengeschlossen, um Taranis- und OpenTX-Nutzern zu helfen:

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LG vonner Küste
Carsten :w

PatrickK

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15

Montag, 9. Juni 2014, 11:32

Hallo Carsten,

a) 'keine Erfahrung' hast Du auch mit der DDR-Bügelfolie. Ich hatte nur mal begleitend über die gelesen, daß das Verhältnis von 'Löcher reinschmelzen', 'spannt noch nicht wirklich' und 'Klebekraft auf Dauer' eine Schnittmenge nahe Null hat. 'Bügelfolie draufklatschen, daß wenigstens ...' klappt bei Dir sicher mit Oratex(*) besser. Das "alles verziehen" würde ich mit der DDR-Folie erst einmal an anderer Stelle probieren.

(*)
Ist das die, die Du oben mit "Oracover antik" bezeichnetest?

b) bei Seide und Papier klappt das kaum, beim (auch lackiertem) Vlies aber wohl, daß Du ähnlich wie bei Folie Verzüge durch Wärme und überkorrigiertes Halten beim Abkühlen wegbekommst. Das bedeutet nicht, daß der Verzug nicht wiederkommt, aber man kann das Spielchen wiederholen.

c) Kohle auf Holz ist e weng problematisch, denn da, wo die Kohle aufhört, muß auf einmal das Holz auf einmal die ganze Last übernehmen. Außerdem ist Kohle schwarz, was man durch von Dir gewünschte transluzente Bespannung sieht. Eine Schraube reißt auch entweder unterm Kopf ab, an der Stelle, wo sie eingeschraubt ist und gaanz vielleicht noch am Gewindeansatz. Jedenfalls immer nur an Übergängen. Das gilt prinzipiell für alle Materialien. Auch für das Benzin-Luft-Gemisch auf dem Weg vom Vergaser bis in den Brennraum meiner früheren Mopeds. fff


@Kai
Zuerst mal das technische: wie oben erwähnt, ist bei den ollen Kieferfliegern die Bespannung ein Konstruktionselement. Andererseits ist heutzutage ein Ikarus idR nicht als Freiflugmodell unterwegs, wird also nicht im ungetrimmten Zustand von einer aggressiven Thermikblase in eine "unglückliche" Fluglage gebracht, die den Ikarus dann einen Baum oder den Boden aufsuchen lässt. Er muß also nicht mehr die früher sinnvolle Stabilität haben, das erledigen aktuelle EPP-Flieger weitaus besser.

Klaus ist da sicher weitaus nickelicher als ich, allerdings finde ich seinen Einwand nicht soo lahfsc. Da ich mich erinnerte, sowas an anderer Stelle schonmal vergleichbar formuliert gelesen zu haben, suchte und fand ich in der Zeitschrift "Natur und Technik" in der zweiten Januarhälfte 1950 das:



In der Modellbauerei hatte sich zwischen 1936 und 1950 hierzulande ja noch nicht soo viel getan. Das kam dann erst alles in den folgenden beiden Jahrzehnten.

servus,
Patrick

16

Dienstag, 10. Juni 2014, 05:33

Hallo Patrick,

@Kai
...
Klaus ist da sicher weitaus nickelicher als ich,
"Wort des Monats
nickelig
...

So wurde Nickel zum Synonym für "Hinz und Kunz" oder "jedermann". Dazu
traten dann Sonderbedeutungen wie "kleiner Mensch" im Bairischen oder
"Hanswurst" im Schwäbischen. Im Rheinischen wurde der Nickel zu
einem eigensinnigen, oft auch hinterhältigen Menschen oder Giftzwerg
- und damit zum Namengeber ener ganzen Reihe von Typen: dem Fieß- oder Saunickel, einem Widerling, dem Doof-, Dumm- oder Blödnickel, einfach dämliche Menschen; dem Saufnickel oder Schlucknickel , Saufbolden, und den Pferde-, Hunde-, oder Katzenickel, Tiernarren, die kleinlich gegenüber allen sind, die ihre Leidenschaft nicht teilen."


8(

Ich werds mir merken.
Ciao
Klaus

17

Dienstag, 10. Juni 2014, 10:11

Hmm...
laut "OpenThesaurus" aber auch:
"unbeugsam, unnachgiebig... "

Jungs, hier kommen alle aus verschiedenen Regionen,
und wir haben gottseidank eine lebendige Sprache ...

Das Treffen von Retro-Flugmodellen, Holzwürmern, Youngtimern und allem "alten Geraffel"

30.6. bis 3.7.2022 bei der FAG-Kaltenkirchen

mannikiel

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18

Dienstag, 10. Juni 2014, 21:01

Kinners, es ist heiss, aber bitte doch trotzdem keinen Streit wegen mir !!! :-)(-:

Oracover Antik hab ich noch nie gesehen, nur von gelesen, deswegen oben die Frage. Wenn die in der Luft so ähnlich aussieht wie echtes Japanpapier, wirds mein Wunsch zu Weihnachten. :ansage:

Mit Bügelfolie (kann Oracover gewesen sein) hab ich schonmal erfolgreich und problemlos bespannt. Wie die Igel bei der Paarung: Gaaaaaaanz vorsichtig ! die Temperatur erhöht, bis sie klebte, angeheftet, noch n Grad mehr und an den Rändern festgebügelt, und dann weiter erhöht bis sie schrumpfte. War kein Problem. Obs mit der VEB-Folie auch so geht, werd ich testen.
Erscheint mir jedenfalls einfacher, als mit Papier und Spannlack rumzumachen, was ich noch nie hinbekommen habe... (Paar Probestücke in meiner harten Kindheit versaut, dann wurde die Bügelfolie erfunden.)

Zitat

Zuerst mal das technische: wie oben erwähnt, ist bei den ollen
Kieferfliegern die Bespannung ein Konstruktionselement. Andererseits ist
heutzutage ein Ikarus idR nicht als Freiflugmodell unterwegs, wird also
nicht im ungetrimmten Zustand von einer aggressiven Thermikblase in
eine "unglückliche" Fluglage gebracht, die den Ikarus dann einen Baum
oder den Boden aufsuchen lässt. Er muß also nicht mehr die früher
sinnvolle Stabilität haben, das erledigen aktuelle EPP-Flieger weitaus
besser.
Du hast mich noch nicht landen gesehen... :shake:
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Carsten :w

PatrickK

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19

Donnerstag, 12. Juni 2014, 00:13

N'Obigg mitenand!

Hmm...
laut "OpenThesaurus" aber auch:
"unbeugsam, unnachgiebig... "

So war's einklich gedacht.

Pferde-, Hunde-, oder Katzenickel, [..]

Tyypen schickt das Arbeitsamt, also nääh ...

Zitat

Ich werds mir merken.

Joh, man lernt nie aus.

;-)

Kinners, es ist heiss, aber bitte doch trotzdem keinen Streit wegen mir !!! :-)(-:

Ach weißt Du, wir reden immer so ;-)

Zitat

Oracover Antik hab ich noch nie gesehen, nur von gelesen, deswegen oben die Frage.

OK, jetzt frag' ich endlich mal die Allwissende Müllhalde[TM]: sie bietet mir immer Oratex an, in der Farbe, wie man heute denkt, daß die früher alle ihre Scheibe Bergfalken und den Schädelspalter gestrichen haben. Früher waren Bilder schwarzweiß, die konnten nicht denken - kein Exif-Header ;-) Als die Bilder dann auch bunt konnten, war die ehedem weiße Farbe in der Sonne verschossen, da das Baryt-, später das Titanweiß schwer und in großem Anteil erforderlich ist und daher eher sparsam beigemischt wurde. Der Basis-Nitrolack ist von Haus aus bereits gelblich und steigert das noch gern. Oder aber es wurde der Farbzuschlag gleich ganz weggelassen, die früher als Bespannmateriel verwendete Baumwolle ist nach normalem Bleichen auch nicht wirklich weiß, sondern eher durchscheinend. Bei dem Schädelspalterbild sieht man das gerade an den herunterhängenden Ruderklappen ganz gut.

Zitat

Mit Bügelfolie (kann Oracover gewesen sein) hab ich schonmal erfolgreich und problemlos bespannt. Wie die Igel bei der Paarung: Gaaaaaaanz vorsichtig ! die Temperatur erhöht, bis sie klebte, angeheftet, noch n Grad mehr und an den Rändern festgebügelt, und dann weiter erhöht bis sie schrumpfte. War kein Problem. Obs mit der VEB-Folie auch so geht, werd ich testen.
Erscheint mir jedenfalls einfacher, als mit Papier und Spannlack rumzumachen, was ich noch nie hinbekommen habe... (Paar Probestücke in meiner harten Kindheit versaut, dann wurde die Bügelfolie erfunden.)

Das klingt doch ganz sinnvoll. Bis auf Deinen Beschluß, daß Du heute nicht mehr dazulernen kannst, was Dir früher schon mißlungen ist. Beim nächsten Ikarus wird alles besser.

Zitat

Du hast mich noch nicht landen gesehen... :shake:

(Soviel zum Thema "nächster Ikarus" ;-) Geb' doch das Lernen nicht so schnell auf! Klaus hat jetzt auch einen neuen Ausdruck kennengelernt, und ich werd' ihn dafür wohl noch kennenlernen ;-) Dabei habe ich schon das weiche "g" gegen das noch viel weichere "ch" getauscht.


So, nun die zeitlichen Errata, die aber wohl problemlos durchgelaufen wären: als der Schädelspalter Grunau 9 rauskam, einige Jahre danach der Strolch und der Ikarus, gab es die Farbphotographie bereits seit Jahrzehnten. Aber sie war eher ein Experimentiergebiet von begeisterten Selbstvergiftern, neudeutsch "nerds". Normale Künstler kolorierten "nur" gemachte S/W-Aufnahmen nachträglich. Für's gemeine Volk tauchten Farbfilme in der Kamera zeitnah mit dem Schädelspalter auf, verteuerten aber Kamera als reine Erinnerungsknipse massiv. Als IIRC 1964 oder '65 die erste Bügelfolie "Monocote" von Top Flite auf den Markt kam, waren S/W-Filme immer noch an jeder Ecke zu kaufen, Farbfilme immer noch deutlich teurer, (licht)unempfindlicher und (wärme)empfindlicher. Monocote verschwand wegen wohl nicht begeisternder Qualität schnell, ich glaub', die wurde schon nach zwei Jahren durch Super Monocote abgelöst.

Du hast die harte Kindheit Deiner unerfreulichen Papierversuche in den Sechzigern hinter Dich gebracht? Soll ich schauen, was Monocote damals(TM) kostete? Ich empfand's jedenfalls als jenseits von Gut und Böse, blieb daher noch gut ein Jahrzehnt bei Papier mit vereinzelten Abstechern (einem + deren Reparaturen) zur damals recht teuren Seide. Mitte der Siebziger kamen einige Folien zu Preisen in die Geschäfte, die mich Erfreuliches hoffen ließen. Im Nachhinein waren sie den Minderpreis zur Monokote nicht wert, aber die Flieger waren schneller spritfest zugeklatscht, als das mit Papier der Fall gewesen war. Aber die Erfahrung mit der Seide saß tief ... Zwar aufwendig, aber ausgesprochen dauerhaft.

servus,
Patrick, der das Spielchen mit dem Knipsen ähnlich lang wie das mit den Spielzeugfliegern betreibt

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