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Mittwoch, 25. Februar 2015, 13:12

450 DFC VS. PADDEL ein Vergleich ohne Vorliebe sondern mal versucht die eigenen Erfahrungen (vielleicht sinds ja auch Fakten) zu bündeln

Hallo,

ich habe mich im letzten Jahr mit meinen zwei flugfähigen
450ern auseinandergesetzt und habe einige Feststellungen gemacht die ich
gerne pauschalisieren würde. / bestätigt hätte.

Heli 1: (720g)

T-Rex 450 Sport V2

Graupner T45 Regler (Telemetrie) rest ist Original.

Mit Heli 1 hab ich das fliegen gelernt und er ist denke ich "in
seinen besten Jahren" alles ist ultra leichtgängig ohne dass etwas
schlockert, abfällt oder anschlägt. (hat auch schon 3 Crashs hinter sich)


Heli 2: (670g)

T-Rex 450 Sport V2 Rahmen mit Dominator 3s Motor und Dominator Servos und DFC Kopf (durchgehend dicke Welle ohne Stufe)

+ Graupner GR 18 und Graupner T45 Telemetrie Regler. => Daher also Stromverbrauch, Drehzahlen, Zeiten bekannt.

Nun zu meinen Erkenntnissen:

1. Drehzahlbereich

mit etwas Wind (ab 2800 auch bei starkem) ist Heli 1 eigentlich nur
zwischen 2600 - 3200 rpm zu fliegen (ich fliege am liebsten 2800,
darunter nichts).

Heli 2 hingegen ist es völlig wumpe: Dieser
steuert sich auch mit 2000 rpm noch gut genug um sanften Rundflug zu
machen 16min Schweben bei einer entnahme von 1800mah waren kein
Problem.

=> FBL viel breitbandiger was den Drehzahlbereich angeht und dabei eigentlich immer stabiler.


2. Top Speed von Heli 1 ist mit 3200 rpm rein gefühlsmäßig um ein vielfaches langsamer als Heli 2 mit 2800 rpm

=>
bremsen die Paddel so sehr ? (Luftwiederstand größer ? denn die
Blätter sind bei beiden gleich und Heli 2 hat sogar das etwas größere
Dominator Canopy)

3. Roll/Nick Rate
ist am Heli 2 ungefähr doppelt so groß wie bei Heli 1 weil einfach
Servowege größer sein können. Beim Heli 1 (Paddel) ist max neg. Pitch
mit gleichzeitigem Nick+Roll das erste was an den Blatthaltern
anschlägt.

Komme mit Ringbegrenzern so auf:

Heli 1:
maximal 18- 19° Pitch zyklisch +-7° kollektiv +-12 (dazu schlechtere
Rollrate durch längere Rotorwelle / tieferen Schwerpunkt)

Heli 2: über +-24° Pitch zyklisch +-12 kollektiv +-12

4. Direktheit:
ist an Heli 1 ungeschlagen bzw. muss man sich an Heli 2 deutlich von
der Bedienungsanleitung des FBL System absetzen um daran heranzukommen.

Ich
musste dazu den Direktanteil im Graupnersystem GR18 (der laut Handbuch
80 oder 85 nicht übersteigen sollte) auf 97 -100% setzen.
Anders wäre es gar nicht möglich beide parallel zu fliegen, weil der eine direkt tut was er soll und der andere "nachzieht".

Erst durch diese Abweichung kann der FBL Heli seine Stärken bei mir richtig ausspielen.

5. Flugzeiten
:

Durchweg
beim FBL System höher. Ein etwas unprofessioneller (achtung L und G
Werte dürfen nicht direkt verglichen werden) vergleich mit realen
Messwerten:

Verbrauch pro 1 min Flug:



Drehzahl______________DFC ohne GoV ______________ DFC__________________Paddel



2600:_________________G 356 mAh _______________ ---- mAh______________ ---- mAh


2800:__________________L 247 mAh ______________ ---- mAh ______________ L293 mAh


3000: __________________---- mAh ______________ G340 mAh_______________ ---- mAh
3300:______________G 568,95 mAh________________ ---- mAh ______________L370 mAh



G:größere delta I (härterer Flugstil) L: kleine delta I



Ich finde die Tendenz wird schon bei nur wenigen Flügen erkennbar. Vor
allem bei den 2800 war der Flugstil identisch. Wer sich dafür mehr
interessiert in der GH-Lounge hab ich die Diagramme dazu gestellt und
mehr geschrieben.


Flugerfahrungsfrage:

So soll jetzt kein Paddelbashing sein jedoch hat der DFC zurecht bei mir den Platz des neuen Lieblingsheli inne.
Den
Paddel nehme ich jetzt ehr zum Schönwetterfliegen einfach weil es
sicherer ist und mir beide Helis zu Schade zum klatschen sind.

Zusätzlich hatte ich mit dem Paddel ein weiteres Erlebnis was mir so vermutlich nicht passiert wäre:

Nach
einem Sommer voller Lernerfolge (2. Sommer seit Flugbegin) war nun
erster richtiger Rundflug und Loops sowie Rollen / Purzelbäume möglich
wagte ich mich an folgende Herausforderung:

grade anfliegen einen Looping einleiten diesen 180° fliegen und so wie der Heli steht ca. 30 FEHLER* -40
Meter gradeaus (also parallel zum Boden zurück in die Richtung aus der
ich kam) geplant war durch einen zweiten 180° looping wieder in
normalfluglage zu enden.

FEHLER* so gings in wahrheit weiter:
Nach
10 - 15 Metern ist mir der Heli nach einer Seite weggebrochen die 20 -
40 Meter abstand zu mir waren schneller verbraucht als mir lieb war.
Ich habe lange gar nichts getan wegen komplett unklarer Fluglage. auf
den letzten 2 -4 Metern hab ich dann durch ein Intuitives
Rettungsmanöver die Drehzahl auf unter 2000 gebracht und einen 65 A
Spitzenstrom provoziert (gedreht und abgefangen). Nachdem Drehzahl sich
normalisiert hatte sofort gelandet.

Hände so zittrig wie noch nie. Puls dass ich dachte mir platzt der Hals. => 10 min rumgesessen => Eingepackt heimgefahren.

Ich
glaube fast da wäre der DFC deutlich gutmütiger gewesen (hier könnt ihr
gerne Einspruch erheben). Werde es auf jeden fall wenn die Temperaturen
meine Daumen nicht mehr taub werden lassen weiter üben.