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Chorge

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  • »Chorge« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Kempten (Allgäu)

Beruf: Biologe, Pharmaberater

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1

Montag, 11. Juni 2007, 18:07

Alle wichtigen Tips zu E-Sky HB King II

So, nachdem der Erfahrungsthread aus allen Nähten platzt, aber voll von klasse Tips für die E-Sky HB King II ist, wurde der Ruf nach einer Sammlung eben dieser Tips groß. Wolfram hat versprochen den Thread zu schließen, damit diese Tips nur via PNan Ihn geleitet werden, und dann quasi vorselektioniert hier veröffentlicht werden.

Das Ganze soll den Einsteigern (wie ich es ja auch einer bin) als Hilfe dienen, damit sie nach dem Kauf der Biene nicht lange nach Hilfe suchen müssen, falls was nicht so klappt wie erhofft...


[SIZE=3]Probleme und Einstellarbeiten Out-of-the-Box[/SIZE]

Die King II kommt nahezu fertig vormontiert und recht gut eingestellt aus der Kiste. Bekannte Probleme, die aber immer mal wieder auftreten sind folgende:

1. Hauptzahnrad eiert:
Entweder ist das Zahnrad einfach etwas krumm, was durchaus mal sein kann, oder es sitztnicht richtig auf dem Freilauf. Ist es Krumm, so hilft nur Tausch oder vorsichtiges biegen. Im zweiten Fall muss das Zahnrad einfach noch weiter auf den Freilauf gebracht werden. Hierzu demontieren und mit ein paar beehrzten Gummi(!!)hammerschlägen den Freilauf sauber versenken.

2. Heckservo ist nicht richtig eingestellt:
In den meisten Fällen sitzt das Heckservo irgendwie krumm auf dem Ausleger. Es sollte halbwegs parallel zum Boden montiert werden. Die Position auf der Längsachse des Auslegers sollte so gewählt werden, dass der Heckrotor in beide Richtungen sauber arbeiten kann - also sollte der sich verschiebende Anlenkring auf der Heckrotorachse ca. mittig sein, bei mittiger Servoposition. Die exakte Einstellung muss dann bei den Flugversuchen ermittelt werden.

3. Motor locker:
Generell sollten ALLE Schrauben an der Biene nochmal nachgezogen werden - aber merke: Nach fest kommt ab, und dann kommt teuer!! Bei mir war z.B. die Motorschrauben bereits nach einer Akkuladung sehr lose...

4. Gyro klebt nicht richtig und sitzt daher schief:
Alles klar - einfach ein Stück vom mitgelieferten Klebeband verwenden und neu ankleben. Ggfls. die Kabel etwas lockern.

5. Die Biene ist Hecklastig:
Ja, das ist sie, und zwar mächtig... Ich musste einiges an Blei in die Haubenspitze geben (21g) . Vermutlich ist sie auf größere Akkus ausgelegt.

6. Spurlauf:
Der Spurlauf der Rotorblätter ist zwar meistens gut justiert, aber eine überprüfung schadet dennoch nicht. Hierzu muss der Rotor auf Schwebefluggeschwindiglkeit drehen. Dabei sollten beide Rotorblätter eine einzige Ebene bilden. Sieht man von der Seite zwei Ebenen, so hat eines der Blätter zuviel Pitch (= Anstellwinkel nach oben). Man kann den Spurlauf einfach an den zwei obersten Anlenkstangen einstellen. Nur vom Kugelkopf klippen und um eine Umdrehung rein, bzw. raus. In kleinen (!!!) Schritten arbeiten, und immer wieder das Resultat prüfen - nicht, dass man in die falsche Richtung arbeitet...

7. Riemenspannung:
Die Riemenspannung sollte geprüft werden. Ist er zu locker, so kann es sein, dass der Heckrotor durchrutscht - ist sie zu hoch, so läuft das ganze System zu schwer. Hier ist einfach etwas Gefühl gefragt. Eingestellt wird, indem man den Heckausleger im Hauptrahmen ein wenig verscheibt, nachdem man die 4 Befestigungsschrauben gelöst hat.

8. Riemenspurlauf:
Generell stimmt leider der Spurlauf des Riemens der meisten Bienchen nicht. Die kleine Umlenkrollen sitzen etwa einen Milimeter höher als das Antriebsrad des Riemens, weshalb dieser gerne mal von der linke Rolle rutscht. Abhilfe schaffen zwei Dinge: 1. Verschieben der Rotorachse nach oben (wenn noch möglich), nachdem die Halteschrauben gelockert wurden. 2. Eine oder zwei Unterlagscheibe aus dem Modellbauhandel zwischen Rahmen und Umlenkrolle setzen, damit diese etwas tiefer sitzt.

9. Was machen denn alle diese Knöpfe an meiner neuen Fernbedienung?
OK, die beiden Haupthebel sollten klar sein: Gas/Pitch und Gier, Nick und Roll...
GYRO.SW: Hat wohl nur ne Funktion bei HL-Gyros (oder etwa nicht??)... Ich hab den Hebel unten.
HOV.PIT: Pitscheinstellung für's rumhoovern (schweben) - ersetzt natürlich nicht die richtige Pitcheinstellung, kann aber im Flug zur Regulierung verwendet werden. Ausgangspunkt ist IDLE UP 'O'
PIT.TRIM: Einstellung des max. Pitch bei vollem "Gas"hebelausschlag
rechter Wippschalter: Umschalten auf Trainermodus bei 2 Fernbedienungen
linker Wippschalter: Umschalten auf 3D-Modus (also voller neg. Pitch unten und voll pos. oben) - wenn der Hebel HINTEN ist, ist man im einfachen Normal-"Anfänger"-Modus, VORNE = 3D (VORSICHT!!!)
Unten rechts können dann noch die Kanäle umgekehrt werden...

Hier ist die Anleitung zur originalen Funke zu finden...
http://www.twf-sz.com/english/manualdeti...Channels&page=2

10. Was für Zeichen gibt mir der Gyro?
Wenn man den Heli einsteckt (nachdem die Funke eingeschaltet wurde!!!) flimmert das Licht am Gyro. In dieser Zeit sollte die Biene eben auf dem Boden stehen, und nicht an der Funke rumgefingert werden. Nach einigen Sekunden macht das Heckservo kurz ritschratsch und die LED am Gyro leuchtet konstant rot - Die Biene ist Flugbereit! (Wie gesagt, nur rot, nix grün!) Damit das alles klappt sollte natürlich der Gas/Pitchhebel an der Funke ganz auf Minimum stehen...

11. Das Hauptzahrad und das Ritzel stehen nicht in einer Ebene
Dies kommt gelegentlich wohl mal vor. Abhilfe schaft ein verschieben des Ritzels auf der Motorachse. Hierzu den Motor ausbauen und mit dem Ritzel nach unten auf ein Hartholz mit kleinem Loch positionieren (am besten hält eine zweite Person nun den Motor). Nun VORSICHTIG aber dennoch KRÄFTIG auf das obere Ende der Motorachse klopfen (Hammer + Auflage). Das Ritzel stützt sich am Holz ab, und der Motor rutscht leicht nach unten, da die Achse ja in das kleine Loch im Holz wandern kann. 1mm sollte eigentlich reichen! ACHTUNG: Nicht den Motorkopf zerdeppern!!!

12. Heckrotoranlenkung verbessern
Der gefühlte Knubbel der Heckrotorverstellung ca. in der Mitte lässt sich einfach beheben: die Gabel, in der der Stift von der Pitchverstellung der Rotorblätter geführt wird, tiefer einfeilen (da, wo der Pfeil hinzeigt). Der Stift stösst nämlich am Gabelende an in der Mittelstellung.
[img]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=61225[/img]


[SIZE=3]Die häufigst benötigten Ersatzteile:[/SIZE]

Meiner Meinung nach sollte man auf jeden Fall folgende Teile zu Hause haben, damit man nicht beim kleinsten Fehlschlag was bestellen muss:
- Hauptrotorblätter (die hölzernen reichen erstmal vollkommen aus!)
- Heckrotorblätter (auch wenn diese recht selten den Boden berühren)
- Hauptzahnrad (mitbestellen, falls das erste schief sein sollte )
- Zahnriemen
- Blattlagerwellen ( gibt es schon im 4er Pack )
- Pitchkompensator

[SIZE=3]Nötige Einstellarbeiten vor dem ersten Flug:[/SIZE]

1. Wer's noch nicht kann, sollte sich UNBEDINGT ein Trainingsgestell an die Kufen basteln!
Das geht ganz einfach und billig. Einfach ne 1m lange 3-4mm CFK-Stange oder Rohr halbieren, an die Enden jeweils durchbohrte Tischtennisbälle hinkleben, und das Ganze mit Kabelbindern diagonal an die Landkufen basteln. Umwickelt man neben den Bindern die CFK-Stangen noch mit etwas Klebeband, verrutscht auch nichts mehr... Die kaufbaren Gestänge sind viel zu weich!!!

2. Alle Schrauben checken!
Wie schon oben gesagt, es könnte einiges zu lose sein...

3. Kontrolle aller Servos:
Dazu den Motor vom Regler trennen, die Funke einschalten, den Akku einstecken und warten, bis sich der Gyro initialisiert hat (blinkt erst einige Sekunden rot und wechselt dann auf Dauerrot). Dann mal die Hebel bewegen...
...

4. Pitchkontrolle:
Zur Einstellung mittels Pitchlehre siehe weiter unten im nächsten Beitrag.

5. Kontrolle der Taumelscheibe:
Ist sie nach Initialisierung des Gyro waagrecht? Wenn nicht: an den Servogestängen einstellen (aber nur Schrittweise!)

6. Läuft das Heck leicht?
Es kann sein, dass das Gestänge schwergängig ist - dann aus mindestens einem der beiden Führungsklips ausklicken.

7. Hab ich genügend Platz um mich herum?
Beim Fugversuch sollte man MINDESTENS 5x5m freie Raumfläche haben - alles andere ist Materialmord in den meisten Fällen. Am besten wäre eine Halle, da es hier gut möglich ist auf dem Boden rumzurutschen - und ausserdem kein Wind geht!
[SIZE=2]Mit V-Stabi: ThreeDeeRidid
Mit MicroBEAST: Protos 500, T-Rex 450 Pro, T-Rex 550E[/SIZE]

Ammersee '11 - wir kommen!

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »Wolfram Holzbrink« (3. Juli 2007, 20:46)


2

Montag, 11. Juni 2007, 21:37

Einstellen der Pitchwerte mit der Pitchlehre

[SIZE=3]Sinnvolle Umbauten und Tuningmaßnahmen:[/SIZE]

Die Honeybee King II ist eigentlich ab Werk schon recht gut ausgestattet. Dennoch macht es natürlich immer Sinn ein wenig herumzutunen...

1. Brushless Motor:
Sobald der erste normale Motor abgeraucht ist, kann man ihn entweder ersetzen, oder eben gegen einen BL austauschen. Letzterer hat ein sehr lange Lebensdauer und ist somit auf jeden Fall eine lohnende Investition. Man benötigt zudem einen passenden Regler. Wer es sich einfach machen will, greift ins E-Sky Regal, und besorgt sich die dort angebotenen Komponenten. Der 3900er BL Motor zusammen mit dem 25Ah-Regler und 10T Ritzel scheinen eine ganz vernünftige Kombination zu sein. Allerdings sind die Erfahrungen hier noch nicht sehr groß. Im englischen Nachbarforum wird diese Kombi aber sehr gelobt. Der Motor passt 1 zu 1 in den Heli, somit ist dem Umbau kaum was in die Wege gestellt. Der Regler hat ein etwas zu kurzes Empfängerkabel, was aber durch Umsetzen des Empfängers umgangen werden kann. Eine Alternative ist der E-Sky 3100er Motor, der allerdings langsamer dreht (und somit auch mindestens ein 11T Ritzel benötigt), oder der 3800er, der allerdings etwas zu groß ist, weshalb man hier beim Einbau am Rahmen etwas rumschnitzen muss. Offensichtlich passen auch T-Rex Motoren und viele andere Regler, aber dazu müssten sich andere äussern...

2. Größerer Lipo:
Da die Biene eh etwas Hecklastig ist, bietet sich der Einsatz eines größeren Akkus natürlich an. Mit dem normalen Motor würde ich aber nicht über 1300mAh gehen. Mit BL sind 1800-2200 offensichtlich gut. Man muss halt aufpassen, dass der Akku noch in den Schacht passt (Breite: 34mm, Höhe 25mm - sonst wirds eng!).

3. Headlock-Gyro:
Wer nicht will, dass das Heck wegdreht, und sich dann die neue Position merkt, sollte zu einem HL-Gyro greifen. Der E-Sky hat leider keinen so guten Ruf. Alternativen könnten hier bitte ergänzt werden...

4. CFK-Rotorblätter:
Ich hab sie noch nicht versucht. Der Vorteil ist klar: Sie halten höhere Belastungen (= Drehzahlen) aus, sind (hoffentlich) gut ausgewogen, und steif/stabil. Man kann dann z.B. den 3900er BL auch mit 11T Ritzel verwenden. Ob man den Mehrpreis gegenüber den normalen Holzblades am Anfang spürt, kann ich nicht sagen. Sicher ist: Beim Crash ist mehr Geld kaputt!

5. Alu-Tuning:
Immer toll, wenn das Material und die Verabeitung gut sind. Viele kennen das Problem,das Lamas nicht mehr so gut nach dem Umbau fliegen. Dies wird bei der Biene wohl nicht so sein, glaubt man den Berichten in anderen Foren. Allerdings ist der Umbau teuer, und irgendwohin müssen die Kräfte beim Absturz fließen. Für uns Anfänger ist vermutlich das flexende Kunstoffzeugs besser, auch wenn der Heli damit vielleicht nicht ganz so exakt fliegt

6. Heckpitchanlenkung:
Die Anlenkung des Heckpitches verzieht sich ziemlich bei vollem Pitch, da sich der Abstand der Kugelkopfe verringert, die Pitchärmchen dies aber nicht ausgleichen können. Daher lohnt es sich, mit einem Locher zwei Gummiplättchen aus einem Fahrradschlauch zu stanzen, und diese zwischem Querarm und Pitchärmchen zu verschrauben. Daduch können die Ärmchen etwas nach innen flexen. Somit wird der ganze Ansteuerungsstrang entlastet, was letztendlich auch dem Servo zugute kommt.
Bilder sind hier zu finden (unten): http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…tuser=&page=153

7. Controller
Der E-Sky-Regler (EK1-0350 Brushless Controller 25) bzw. Steller, erlaubt genau zwei Programmierzustände:
Bremse Ein -- Bremse Aus
Für das Fliegen mit einem Elektroheli muß natürlich die Bremse aus sein. Die beiden Zustände signalisiert der E-Sky-Regler über den Motor wie folgt:

Bremse Ein: Beep Beep -- Beep Beep -- Beep Beep
Also drei Doppel-Beeps beim Anlegen des Flugakkus.

Bremse Aus: Beep - Beep - Beep
Drei mal Beep, der Normalzustand bei Lieferung

Hin- und herschalten zwischen diesen beiden Zuständen läßt sich wie folgt:

Gas am Sender auf Vollgas.
Flugakku einstecken. Regler ist im Programmiermodus.
Man hört eine Tonsequenz.
Mitten in dieser Tonsequenz Gas zurück auf Minimum.
Programmierung beendet.
Entweder hört man jetzt die drei Doppel-Beeps oder die drei Einfach-Beeps,
je nachdem welchen Zustand man vorher hatte.

Wenn man also mal aus Versehen beim Anstecken des Akkus den Sender auf Vollgas hatte, wird der Motor nicht loslaufen, sondern man gelangt in den Programmiermodus. Die dann folgende Tonsequenz abspielen lassen, dann erst Gas zurück.
Gruß aus
Wolfram

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Wolfram Holzbrink« (29. Juni 2007, 17:07)


3

Dienstag, 12. Juni 2007, 18:51

RE: Einstellen der Pitchwerte mit der Pitchlehre

Einstellen der Pitchwerte mit der Pitchlehre
Den Hubschrauber so hinstellen, daß man auf das zu messende Rotorblatt schaut
Hier klicken für Bild

Die Pitchlehre zu 2/3 auf das Blatt schieben
Hier klicken für Bild

Motor abziehn... Fernbedienung anschalten... Akku anstecken... Gas/ Pitch auf 0
Lehre festhalten und die oberste Kante mit der Paddelstange anpeilen
Hier klicken für Bild

Nun den ersten Wert bei Null Gas ablesen, das Ganze dann noch bei Gas mittel und Gas voll... hieraus ergeben sich die drei Pitchwerte
Hier klicken für Bild
Gruß aus
Wolfram

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wolfram Holzbrink« (13. Juni 2007, 15:58)