21

Samstag, 16. Mai 2020, 17:36

Moin

Heli von hinten betrachtet in Standschwebe , Nick nach vorn , nun dokumentiert sich ein Impuls welchen die
Aerodynamik erzeugt .
Durch die zyklische Konstellation linke Blattseite wenig Auftrieb rechte Blattseite mehr Auftrieb kommt der aerodynamische Impuls linksrum zu Rollen welchen die Kreiselpräzession vorlaufend zur Drehrichtung in Impuls
Nick vorwärts umsetzt , rechtsdrehendes Rotorsystem .

Dann erst neigt sich die gesamte Maschine auf Nick ( besser gesagt rollt in die Richtung ) das Auftriebsmoment ,
das ja nicht mehr senkrecht wirkt , ist auf Winkel X° geneigt und der Heli beschleunigt auf Nick.

Dann erst kommt es zu der besagtem Luftströmung über die Rotorebene .

Schneller werdend greift auch die Aerodynamik ein und generiert Impuls wie Nick nach hinten , wegen dem vorlaufenden und nachlaufenden Blättern , kann ich auch so bestätigen .

Den Impuls gibt die Aerodynamik vor und der Macher ist die Kreiselpräzession , beide sind real und nicht scheinbar .


Wie vom Fahrrad das Vorderrad auf Drehung gebracht , Arme ausstrecken und Radwelle mit beiden Händen fassen
und nun versuche das Rad zu kippen , das entwickelt enorm Kraft aber nicht in deine Kipprichtung .


Gruß Ikpinz

22

Samstag, 16. Mai 2020, 19:52

Du wiederholst einen oft und oft falsch interpretierten Vorgang ein weiteres Mal, wodurch er nicht richtiger wird.

Der Vergleich mit dem Fahrrad hinkt, weil die aerodynamische Kraft am Rotor direkt auf die Blätter wirkt, nicht auf die Welle. Außerdem hättest Du so eine klare Trennung der Achsen in der Präzession nur, wenn ein sogenannter gefesselter Kreisel vorliegen würde. Ein freier Kreisel (wie es der Heli Rotor ist, da gibt´s keine fixierte Kippachse) beginnt bei so einer Art der Anregung zu taumeln.

Und zu guter Letzt, s.o., 90° (oder etwa so viel) Phasenverschiebung existieren nur scheinbar, wenn man Pitch und zyklische Auslenkung in Relation setzen will. Da liegt man aber um eine Ableitung daneben, Pitch und Schlaggeschwindigkeit gehören zusammen.

Setz Dich im Geist in einen Heli, flieg mit ihm neben der Spitze eines zyklisch angesteuerten Rotorblattes einen Kreis, und bleib immer auf gleicher Höhe mit dem Blatt. Dann beobachte, wie Du dabei Dein kollektives Pitch steuern würdest. Du hast mit dem Beispiel Nick nach vorne angefangen. Wo liegt dann Schwebepitch an, wo musst Du es für den Sinkflug reduzieren, wo fürs Steigen erhöhen?

Macht´s "klick"?

LG, Philipp

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (17. Mai 2020, 15:31)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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23

Samstag, 16. Mai 2020, 21:44

Hallo,

@jkpinz
Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen ? Verstanden wenigstens nicht.

Also nochmal:
Ein Hubschrauber-Rotor ist kein Kreisel (wegen der Schlaggelenke). Daher gibt es auch keine Präzession. Die Rotorblätter bewegen sich aufgrund der an ihnen wirkenden Luft- und Massenkräfte; mal abgesehen von der Rotation, führen sie im Vorwärts-/Rückwärts-/ Seitwärtsflug eine Auf- und Abwärtsbewegung ("Schlagen") um die Schlaggelenkachse aus.

Wenn der Pilot (z.B.) vorwärts fiegen will, dann neigt er die Blattspitzenebene durch "passendes" verkleinern des Blattwinkels während des Umlaufs. Wenn sich die Blattspitzenebene neigt, dann neigt sich die Rotorauftriebs-Resultierende ebenfalls; sie geht dann hinter dem Schwerpunkt vorbei und erzeugt dadurch ein kopflastiges Moment. Und wenn der tiefste Punkt der Blattspitzenebene vorne sein soll, dann muß man mit dem verkleinern des Blattwinkesl schon vorher anfangen...

Die Schwenkbewegung ist eine Art "Nebenwirkung" der Schlagbewegung (hat mit Präzession garnichts zu tun), weil sich beim Schlagen der Abstand der Blattmassen zum Schlaggelenk verändert. Da gilt dann der Satz von der Erhaltung des Drehimpulses, und bei verkleinertem Abstand (bzw. umgekehrt) muß sich die Geschwindigkeit erhöhen (verkleinern); man spricht dann auch von einer "Scheinbeschleunigung", "Coriolis-Kraft" bzw. "Coriolis-Beschleunigung". Man ist erstmal geneigt, diese Kraft als "geringfügig" zu vernachlässigen; das mussten auch die Focke-Ingenieure anfangs leidvoll erleben. Erst nachdem sie die Blattbewegung von der Nabe aus gefilmt und dann auch gerechnet hatten, haben sie Schwenkgelenke eingeführt.
Technikgeschichte ist ein hochinteressantes Feld...


Du findest da alles in Fachbüchern oder im Internet.


Gruß,
Helmut

24

Samstag, 16. Mai 2020, 22:26

... (hat mit Präzession garnichts zu tun) ...
Stimmt, tatsächlich ist es die Corioliskraft. Aber da bestehen schon enge Verwandschaften: Scheinkräfte, die entstehen, wenn man eine rotierende Masse aus ihrer Bahn bringt. Im Kreiselkompass arbeiten sie zusammen ...

Und z.B. das Verhalten von Strömungen auf der Erdoberfläche, die man normalerweise mit dem Coriolis-Effekt beschreibt, kann man auch als Präzession verstehen. Das Muster dahinter ist das selbe ...

LG, Philipp

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Phil S.« (17. Mai 2020, 00:43)


25

Sonntag, 17. Mai 2020, 11:35

Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen ? Verstanden wenigstens nicht.
So ist´s leider oft, zwei Sätze reichen nicht, um Zusammenhänge zu erklären, mit zwei Sätzen kommt man aber manchmal schon an die Grenze der Aufmerksamkeitsspanne ...

Ein Hubschrauber-Rotor ist kein Kreisel (wegen der Schlaggelenke). Daher gibt es auch keine Präzession.
Naja, der Rotor ist schon ein Kreisel, die Welle aufgrund der Schlaggelenke aber nicht seine Achse. Und bei den Kräften, die in diesem System durch Präzession entstehen, ist es das Gleiche wie mit den Kräften aus Resonanz: Solange die aerodynamischen Kräfte erheblich größer sind, machen sich die Massenkräfte nicht nennenswert bemerkbar.

Wenn sich die Blattspitzenebene neigt, dann neigt sich die Rotorauftriebs-Resultierende ebenfalls; sie geht dann hinter dem Schwerpunkt vorbei und erzeugt dadurch ein kopflastiges Moment.
S.o., bei den gelenklosen Rotoren (also den üblichen in der RC-Fliegerei) ist das Mastmoment wohl die dominierende Größe.

LG, Philipp

26

Sonntag, 17. Mai 2020, 15:04

Moin

Nun , da setz ich mich mal auf den Hosenboden und mach mir ein Bild von den Bewegungsabläufen .
Vor vielen Monden wurde tatsächlich die Keiselpräzession dafür verwendet .
Vielmehr die Eigenart Phasenversetzt auf ein Ereignis zu reagieren , nicht nehr .
Der Rotor dreht zwar hat aber keinerlei selbststabilisierende Eigenschaften , das ist bekannt .

Mit meiner bildlichen bin ich noch nicht ganz fertig , aber es wird .




Gruß Ikpinz

27

Sonntag, 17. Mai 2020, 15:40

Zeichne zu Deinem Diagramm zyklisches Pitch über Rotation noch je eines mit Schlaggeschwindigkeit über Rotation und zyklischer Blattauslenkung über Rotation, gleiche Skalierung der X-Achse und synchron natürlich!

LG, Philipp

28

Freitag, 22. Mai 2020, 16:06

Moin

Nun , hängt von der Periodendauer einer 360° Drehung ab , ohne Drehung des Rotors keine Verdrehung des Blatthalters und keine zyklische Periodendauer .

Werde da eher ein Experiment vorbereiten .
In der Graupelkiste sollten sich noch nötige Teile dafür auftun , Hillerpaddel , Taumelscheibe plus Antrieb .



Gruß Ikpinz

29

Freitag, 22. Mai 2020, 21:57

Nun , hängt von der Periodendauer einer 360° Drehung ab ...
Nein.

LG, Philipp

30

Sonntag, 24. Mai 2020, 10:15

Moin

https://youtu.be/h1hCYhCAQ7Y


Gibt es einen rationalen Grund , daß immer wieder eine Präzession herangezogen wird ?
Habe ich einen an der Waffel und auch die Macher des Kunstwerkes ?


Gruß Ikpinz

31

Sonntag, 24. Mai 2020, 10:42

Das Video klingt stark nach Teletubbies, also was willst jetzt hören?

LG, Philipp

32

Dienstag, 26. Mai 2020, 12:08

Moin

Den höchsten Stellenwert ist die Natur an sich oder wie geht denn die Natur mit den
von Menschenhand geschaffenen Konstrukten um .

Gruß Ikpinz

33

Dienstag, 2. Juni 2020, 12:12

Moin

Apropos Coriolis , was wollte denn der gute Mann dazumal mit
seinem Experiment zeigen ?
Zwei Gegenstände hinterließen ihre Spuren .
War das der Sinn des Experimentes ?


Gruß Ikpinz

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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34

Gestern, 15:48

Ich habe mal einen Helipiloten gefragt. Er fliegt mit 350 U/min. Hab vergessen zu fragen wie schwer der ist.
Er ist auch ganz sicher das man die Schlaggelenk Effekte nicht so auf einen leichten schnell drehenden Modellheli übertragen kann. Da hat er dann auch von Kreiselwirkung gesprochen.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

35

Gestern, 20:15

Moin


Vergleichsweise mal ein Robinson R22 ( Beta II ), Drehzahl Rotor 530 U/min , Rotorblatt Gewicht 18,18 kg , Rotordurchmesser 7,67 m Abfluggewicht max 622 kg .

Motorleistung 160 PS .


Gruß Ikpinz