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Loen

RCLine Neu User

  • »Loen« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Backnang

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1

Sonntag, 10. April 2005, 19:28

Mein Erfolgsrezept, soweit ich es bisher behaupten kann !

Hallo Miteinander,

nachfolgend will ich, meine Geschichte zum Theme meiner Anfänge und evtl. Schwierigkeiten hier aufschreiben und vielleicht als kleine Hilfestellung an die vielen Leute geben, die es sich gerade überlegen dieses sehr faszinierende Hobby anfangen wollen, blos wie und und und.

Nun meine kleine Geschichte:

Nachdem ich nun schon Jahrelang vom RC-Helifliegen geträumt aber nicht so richtig gewusst hatte wie ich es angehen sollte, meine ich, dass mein Weg für mich der richtige war.

Die einzelnen Stationen:

Unbedingt einen Simulator kaufen (ich war/bin vom Reflex überzeugt) und üben üben üben. Erst wenn man das Gefühl hat, man und der Heli kann die Realität überleben. Ich war der Meinung, ich bin fit, wenn ich in "allen" Fluglagen (Hechsicht; Rundflug; Nase-Nase; Rücken Nase-Nase; 3D) keine Überlegungen zur Steuerung des Heli´s durchführen muss. Es muss wie automatisiert sein.


Nun kann man sich Gedanken machen, was für ein Model (Verbrenner / Elektro) für einen in Frage kommt. Ich hatte 2 Favoriten: Logo 10 (Elektro) und den Raptor 50 V2 (Verbrenner). Bei mir hat der Raptor gewonnen, da ich auf dem Land wohne und weite Felder zum fliegen nah sind. Also störe ich keinen mit evtl. Fluglärm.


Nun wollte ich natürlich wissen wie Realitätsnah der Simulator auf dem ich gelernt hatte ist. Der einzige Weg das herauszufinden ist meines Erachtens es mit einem Heli zu testen. Dafür nahm ich ca. 1 Stunde Lehrer/Schüler Schulung in kauf. Es war der richtige Weg, denn es gibt Kleinigkeiten, die auf dem Simulator nicht so richtig rüberkommen. Ich hatte zwar keinerlei Probleme während des Erstflugs am Kabel, aber wer weis, wenn ich nun allein mit meinem eigenen irgendwo gestanden hätte (eh fast die Hosen voll), wäre ich womöglich überfordert gewesen.


In irgendeinem Forum hatte ich mal gelesen, als jemand gefragt hatte wie Realitätsnah ein Simulator ist, war die Antwort:

95% Physik
5% Nerven

diese Aussage kann ich nur bestätigen.



Das erste Mal als ich den Raptor anlaufen lies, wollte ich am liebsten vor Angst davonrennen. Es ist schon was anderes, ob man bequem in einem Sessel vor dem PC sitzt oder ein "riesen" Rotor (so kommt es einem vor) mit lauten Windgeräuschen vor einem "rumfaucht".


Nun dachte ich bin fit, war es auch !!!!!!!

Ich hatte eine riesen Angst vor dem ersten Start und der ersten Landung. War aber ziemlich überrascht, wie genau ich dies steuern konnte.



Nach nun mehr als 50 oder mehr Starts und Landungen hat mich auch das mulmige Gefühl ( zittern durch den ganzen Leib) verlassen und kann mich voll und ganz auf das geschehen vor mir oder über mir konzentrieren. Rundflüge und Nase-Naseübungen in ca. 10m höhe sind derzeit auch kein Problem mehr.


Ich hoffe ich konnte mit meinen Aussagen evtl. Tips und Anregungen geben.
Als ich mit dem Gedanken anfing Helifliegen zu lassen studierte ich auch die Foren rauf und runter. Da gehen die Meinungen stark auseinander.


Gruss
Loen

2

Sonntag, 10. April 2005, 22:36

RE: Mein Erfolgsrezept, soweit ich es bisher behaupten kann !

Hallöchen Loen,

Glückwunsch zu Deinen Erfolgen :ok:

Ich für meinen Teil muss allerdings sagen, dass mir die Ausdauer (und auch das Geld) fehlte, um erstmal die absolute Kontrolle am Profi-SIM zu üben.

Also hab ich mit nem Easy-Fly angefangen und mir quasi Mut angespielt - dann nen LMH gekauft und draussen weitergespielt :D

Im letzten Herbst hab ich mir nen Spirit- Pro gegönnt und direkt auch einen Reflex der neuesten Generation, weil:
Beim Erstflug mit dem Spirit war ich schockiert 8( über die präzision und die Kraft !!!

Gleichzeitig schaltete sich aber auch die berüchtigte Sicherung zwischen den Ohren hinzu - um nun dieses Zittern aus den Fingern zu bekommen, trainiere ich am Reflex Angstsituationen, für die mir der Heli zu schade ist.
Den LMH hab ich zum Turnen, den Spirit zum fliegen im Sicherheitsbereich, den Reflex zum vertiefen (und schlechtes Wetter)

Auch wenn nun so mancher lange Zähne bekommt, ich würde jedem Einsteiger einen Billigsim empfehlen, die stellenweise kostenlos besorgt werden können.
In der Regel reichen die um die Grundsteuerarten und Reflexe zu üben.

Wenn das Fliegen daran klappt direkt nen LMH und auf die Wiese !

Der LMH kostet verhältnismäßig wenig im Ersatzteilbereich und hält verdammt viel aus :ok:
Er fliegt recht unpräzise, bäumt sich im vorwärtsflug stark auf und ist nicht schön - wer ihn aber fliegen kann, hat beim Umstieg auf einen Pitch-Heli den Kopf frei um Ängste abzubauen, weil fliegen kann er ja schon ;)

Bis der Einsteiger "Rücken-Nase-Nase" am Reflex beherrscht, hat er viel schöne Flugerlebnisse im Freien "verspielt".

Meine Meinung und auch die von mir sowie vom

Wolle

Loen

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3

Montag, 11. April 2005, 13:11

Hallo Wolle,

ich hatte auch in der Vergangenheit mit einem LMH geliebäugelt, doch irgendwie war es nicht so mein Ding. Ja ich weis da gehen die Meinungen wirklich auseinander. Ich kann von ihm nichts negatives aber auch nichts positives sagen, da ich ihn noch nie besessen habe. Lediglich sah ich ihn mal in natura bei einem Händler auf dem Ladentisch stehen und war danach froh, das ich mich für was anderes entschieden hatte.

Ich hatte mir den Reflex besorgt, da ich dachte er wird von vielen Seiten gelobt und ist sein Geld wert. Ich kann hier nur das Lob weitergeben und sagen, das es "fast" eine 1 zu 1 Übersetzung zur Realität ist. Was die kostenlosen oder Konkurenten zum Reflex können oder beseer machen kann ich auch nicht sagen, da ich ausschliesslich mit dem Reflex geübt habe.

Die Sicherung zwischen den Ohren kann einem kein Sim vermitteln, höchstens die Frau oder Partner steht mit einem Knüppel hinter einem und schlägt zu wenn man einen Fehler begeht ))) lol.

Ich finde, das sich der Raptor als Anfängerheli gut eignet. Er liegt ruhig in der Luft und Windböen machen ihm auch nichts aus. Ich wollte halt auch einen Heli, der nicht allzu abhängig vom Wetter ist, wie jetzt natürlich der LMH im Wind oder Böen zu händeln ist kann ich auch nicht sagen, ich stelle mir halt vor, da der Raptor grösser und wesentlich schwerer ist, ist der Raptor besser für mich geeignet.

Ich versuchte auch gleich nach den ersten Übungen im Schwebeflug zum Rundflug über zu gehen, wie ich es im Sim gelernt hatte. Das klappte hervorragend. Nun gehe ich immer ein Stück weiter. Während meiner ersten Flugstunde mit dem Raptor war ich schon auf ca. 20m höhe; nach der 3-ten war schon kleiner Rundflug angesagt. Bisher kam ich Gott sei Dank nicht in Situationen, wo der Raptor gefährdet war, diese kommen mit Sicherheit noch, da braucht man sich nichts vormachen.

Klar man kann sagen, wenn man ein teureres Model für den Anfang gekauft hat traut man sich nicht allzu viel zu und bleibt in der "Evulotion" stehen, aber ich schone mich nicht, wenn er runter fällt wird er wieder gerichtet und weitergemacht.
Wenn man den Heli (egal welcher Hersteller und Typ) wie wir im Schwabenland sagen als "Heiligs Blechle" ansieht, kann man ihn gleich an die Zimmerdecke hängen, dort passiert ihm nichts.

Es liegt immer an einem selbst.

Die Preise für einen Rappen sind auch nicht so übertrieben.



Gruss
Loen