1

Mittwoch, 10. Juli 2002, 20:42

Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hallo allerseits!

Folgendes Problem: Auf unserem Flugplatz gibt es verschiedene Stellen, an denen immer wieder sich Störungen bemerkbar machen oder  Flugzeuge abstürzen. Die Probleme sind an manchen Tagen häufig, an anderen
Tagen nicht vorhanden. Auffällig ist noch, daß die Störungen meist in geringer Höhe auftreten, evtl. auch, weil sie weiter oben nicht so leicht bemerkt werden.

Die Spekulationen über die Ursachen sind vielfältig:
1. Störung zwischen den Ohren
2. Ungünstiger Einbau der Anlage
3. Mutwillige Funkstörung, verursacht durch einen böswilligen Zeitgenossen
4. Amateurfunker in der Umgebung
5. Richtfunkstrecken, die unseren Flugsektor kreuzen
6. Erdmagnetismus
7. Erdstrahlen
8. Sonnenaktivität
9. Reflektionen am Grundwasser

Punkt 1 und 2 dürften wohl die häufigsten Absturzursachen sein, weshalb aber gehäuft an immer den gleichen Stellen?
Punkt 3 und 4 habe ich mit einem selbstgestrickten Scanner überprüft und nichts Auffälliges feststellen können.
Punkt 5 ist mit dem Scanner schwierig auszutesten, da ich keine genügend lange Leiter habe.
Punkt 6 kann ich mir nicht vorstellen, da die Anlagen ehr auf Wechselfelder reagieren. Für eine direkte Anziehung des Modells durch den Boden ist der Eisenanteil wohl doch etwas zu gering. Würde das Erdmagnetfeld
an einigen Stellen wirklich so stark sein,  müßte der Bauer mit dem Traktor daran hängen bleiben [clown]
Zu Punkt 7 habe ich folgende Seiten gefunden:
http://www.erdstrahlen-elektrosmog.de/erdstr.htm
http://www.geophys.uni-stuttgart.de/erdstrahlen/erds2.htm
Also was jetzt, gibt es die oder nicht? Vielleicht gehört es auch zu Punkt 1
Zu Punkt 8 habe ich bei den Amateurfunkern interessante Seiten gelesen. Es sind sich da alle einig, daß in Zeiten größerer Sonnenaktivität die Reichweite zunimmt. Dies wird mit einer Ionisierung der äußeren
Luftschichten der Atmosphäre und den damit verbundenen Reflektionen begründet. Kann das für uns Modellbauer auch von Bedeutung sein?
Über Punkt 8 gibt es hier was zu lesen:
http://www.acteurope.de unter FAQ Empfänger-ABC
Dies scheint zumindest schlüssig und technisch nachvollziehbar. Wenn unsere Störungen damit etwas zu tun haben, müßte sich das mit fehlendem Signal und nicht mit einem unseren Funkwellen überlagerten
Signal auswirken.
Um dies nachzuvollziehen, habe ich eine Schaltung gebastelt, die die Impulse am Empfängerausgang auszählt und Abweichungen per 433MHz Übertragung nach unten meldet. Es kann damit unterschieden werden,
ob Impulszeit oder Pausenzeit fehlerhaft sind und ob (an Empfängern mit Rauschsperre) kein verwertbares Signal vorhanden ist.
Es hat sich gezeigt, daß die Mehrzahl der aufgespürten Störungen in geringer Flughöhe an immer den gleichen Stellen auftreten und zwar als fehlendes Signal (die Rauschsperre macht dicht). Falls der Eingangskreis
nicht völlig übersteuert ist, fällt so auch Punkt 5 flach.
Als endgültigen Beweis der „Grundwassertheorie“ sehe ich das aber trotzdem noch nicht an.
Zum Thema Reflektionen am Wasser müßten doch die Wasserflieger und Bootsfahrer mehr wissen!?

Wer hat Erfahrungen, Denkansätze oder Lösungen?

Viele Grüße,

Andreas


Letzte Änderung: Andreas Dirnberger - 10.07.02 20:42:49

2

Mittwoch, 10. Juli 2002, 23:31

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Wir haben lange darauf gewartet, aber endlich ist es da:







[diablotin]DAS BERMUDA-DREIECK IM MODELL-FORMAT!!![diablotin]





[grin1]





O.K., schon gut, bitte nicht hauen...[Heiligenschein]

Bringen wir also etwas Ernst in die Sache...

Nun, der Grundwasser-Theorie kann ich als Böötchen-Bauer eigentlich nichts abgewinnen.

Dann dürfte bei uns am Teich ja gar nichts funzen, und U-Boot würden ohnehin niemals funktionieren.

Nee, nee, dat glaub ich nich...

Möglicher Denkansätze:
Sind Starkstrom-Leitungen in der Nähe? Evtl. auch im Boden? Umspann- oder Trafostationen? Oder Firmen, die mit mächtig Energie rumwerkeln?

Oder Sendeanlagen, z. B. von Polizei/Feuerwehr? Die Dinger sind nicht groß, haben aber meist ordentlich Leistung auf der Antenne...

Grüße

Torsten
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AndyE

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3

Mittwoch, 10. Juli 2002, 23:47

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hi
haben wir bei uns auf dem Platz auch, an 2 Stellen, mit einigen Empfängern (einfacheren) immer Störungen, mit teuren nur manchmal. ??? ??? ???


[wave][wave][wave]
AndyE
Gruß AndyE


Hubschrauber können eigendlich nicht fliegen,
sie sind nur so häßlich, das die Erde sie abstößt :D :D :D
(Nur manchmal mit voller Wucht wieder anzieht) ;(

Roggi

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4

Donnerstag, 11. Juli 2002, 09:12

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hi!

Wir haben bei uns am Platz auch zwei Stellen, an denen die Wahrschenlichkeit, Störungen zu bekommen, recht hoch ist. Da ich in Physik-Unterricht irgendwann mal gut aufgepasst habe [nuts], fällt mir auch
noch ein Lösungsansatz ein:

Wenn man neben seine Senderantenne parallel einen gleichlangen Stab aus leitendem Material hält, wirkt sich dieser auch wie eine Antenne aus. (mit einem Phasenversatz, wenn ich mich recht entsinne)
Man hat also zwei Antennen. (ACHTUNG! Nicht, dass ihr meint zwei Antennen = mehr Sendeleistung!) Wenn sich nun diese ausgesandten elektromagnetischen Wellen beider Antennen überlagern, kommt es zu Interferenzen.
Für alle, die sich noch nie damit beschäftigt haben: Man könnte auch im weitesten Sinne von Störungen reden.
Diese Interferezen sorgen dafür, dass es an einigen Stellen extrem guten Empfang gibt, an anderen Stellen aber zur völligen Auslöschung der Funksignale kommt.
Als "störende zweite Antenne" könnten doch beispielweise die Pfosten unserer Sicherheitszäune dienen, oder?

Da ich aber keine Ahnung habe, ob überhaupt und wie stark dieser Effekt sich auswirken kann, ist dies nur ein Denkanstoß für Leute, die sich damit auskennen.
Also montiert nicht gleich alle eure Masten am Platz ab! [diablotin]

Gruß, Roggi
Mein Verein: MFC Marbeck-Raesfeld

RonnySmith

RCLine User

Wohnort: D-31228 Peine

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5

Donnerstag, 11. Juli 2002, 09:34

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Moin moin allerseits.

Ich tippe auch auf Überlagerung von phasenverschobenen Signalen des eigenen Sendesignals (unterschiedliche Laufzeiten).

Dazu folgende Erfahrung:

Ich habe neulich beim Startklar-Machen meines E-Hubis (normaler PPM-Empfänger) den Sender mit eingeschobener Antenne auf den Ladeboden eines VW-Sharan gelegt (die Heckklappe war natürlich offen!), Sender-
und Empfängerantenne hatten dabei "Blickkontakt", und der Abstand betrug etwa 3 Meter. Beim Einschalten des Empfängers flippten alle Servos total aus, teilweise mit Bewegungen bis an die Servo-Anschläge!
Beim normalen Reichweitentest im Freifeld mit eingeschobener Senderantenne erreiche ich locker über 70 Meter.
Ich vermute, daß durch Reflektion der HF im Fahrzeuginneren phasenverschobene Signale erzeugt werden, die dann teilweise zur Signalauslöschung am Empfänger führen.

Eine Idee noch zum Bootfahren: Beim Boot befindet sich die Empfangsantenne im Allgemeinen knapp über der Wasseroberfläche, dadurch erreichen die vom Wasser reflektierten Anteile des Sendesignals den Empfänger
nicht (glaube ich zumindest, Einfallswinkel = Ausfallswinkel).

Gruß, Reiner aus Peine.
Henseleit Three Dee (classic, nicht NT), Mikado Logo 10, Plöchinger Acrobat SE, TT Rappi 50
----------
By the way: Erfahrung ist, einen Fehler, den man schon 2 mal gemacht hat, beim dritten mal nicht mehr zuzugeben...

6

Donnerstag, 11. Juli 2002, 22:22

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hallo Torsten,

Bermudadreieck im Modellformat, das klingt ja interessant. Aber Psssst, sag das nicht zu laut, sonst haben wir die Jungs von der Presse am Platz und dann ist Schluß mit gemütlich fliegen. In der Zeitung
kann man dann lesen: Modellfugzeug samt Pilot vom Erdboden verschluckt[grin1]

Na ja, wie auch immer, eine Hochspannungsleitung haben wir in Sichtweite. In der Ecke ist aber noch nie was passiert. Da die Wechselspannung dort 50Hz hat und wegen Sinus oberwellenarm ist kann ich mir
eine Störung durch Einstreuung kaum vorstellen. Da müßte in der 700000ten Oberwelle noch ordentlich Energie sein um den Empfänger zu stören.
Umspann- und Trafostation fällt aus, weil wir in einem Naherholungsgebiet sind.
Funkanlage ist schon wieder ehr möglich, da in ca. 1,5km Entfernung ein Krankenhaus steht. Mit dem Scanner habe ich da aber noch nichts feststellen können. Vielleicht funken die höher droben und ich bin
einfach zu klein[smile2]

@Andy
Mit unterschiedlichen Empfängern sind auch bei uns leicht Unterschiede festzustellen. Um mal zwei von mir als Beispiel rauszugreifen: Pico 4/5 von Multiplex ist da etwas anfälliger als DSQ7 von ACT.

@Roggi
Interessanter Gedanke. Unser Fangzaun ist geschätzt 3,5m hoch und hängt an einbetonierten Eisenrohren, die auch untereinander mit Seilen verspannt sind. Ich war heute abend noch mal draußen und habe versucht
Unterschiede festzustellen wenn ich direkt am Zaun, oder gegenüber auf der anderen Platzseite stehe. Da heute nichts gestört hat kam dabei auch nichts heraus. Ich werde das nochmals testen, wenn´s wieder
stört.

@Reiner
Da hab´ ich wieder was gelernt. Indoor fliegen ist ok, im Kofferraum sollte man es lieber sein lassen[grin1]
Nix für Ungut, im Boot dürfte es darüber hinaus auch schwierig sein, Reflektionen mit Phasenverschiebung um eine halbe Wellenlänge zu bekommen. Die Wasserflieger könnten da schon ehr betroffen sein.

Vorhin war ich noch auf der Homepage vom Wasserwirtschaftsamt. Da gibt es einen Link wo man die Grundwasserstände einsehen können sollte, wenn´s denn funktioniert. Wenn die Jungs das auf die Reihe bringen,
kann ich ja mal eine Statistik machen, wie hoch an Tagen mit Störungen das Wasser gestanden ist. So müßte sich feststellen lassen, ob ich auch die Grundwassertheorie vergessen kann.

Vielen Dank für eure Ideen,
Andreas

7

Donnerstag, 11. Juli 2002, 23:06

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Zum Thema Richtfunk ist mir noch eine Idee gekommen:

Klar, so ne lange Leiter ist eher selten zu finden, aber warum hängst Du Deinen Test-Scanner nicht einfach an ein paar Helium-gefüllte Luftballons?

Schöne lange Drachenleine dran, und dann über die Wiese spaziert...

zugegeben, es sieht etwas dämlich aus, wenn ein Erwachsener mit Luftballons über die Wiese hüpft, aber was solls...

Grüße

Torsten

Ich seh schon die Schlagzeilen:

"Erwachsener mit Luftballons auf Modellwiese verschwunden!"

[grin1][grin1][grin1][grin1][grin1]

Grüße

Torsten
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8

Donnerstag, 11. Juli 2002, 23:25

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Zitat


"Erwachsener mit Luftballons auf Modellwiese verschwunden!"

Das passt in grossen Buchstaben nie auf eine Seite;)

Dir fehlt noch Punkt 10: Das Wetter (Temperatur, Luftfeuchtigkeit)
Habt ihr evtl. typische Stellen, wo jeder nochmal Gas gibt? Koennte doch einfach eine statische Aufladung sein. Und bei bestimmten Wetterverhaeltnissen funkts dann am Modell.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles


AlexK

RCLine User

Wohnort: - Dettenheim

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9

Donnerstag, 11. Juli 2002, 23:34

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hi

Hab jetzt keine Zeit alles durchzulesen, aber bei uns liegt ein Lautsprecherkabel quer über den Platz, um am Flugtag auf der anderen Platzseite die Lautsprecher aufstellen zu können. wir hatten immer
mal wieder über diesem Kabel Zucker (auch mit Modellverlusten). Seit wir es rausgezogen haben, zuckt nix mehr !?
Is vielleicht was ähnliches bei euch ???
MFG

Alex

--------------------------------------------------------------------------
Nimm das Leben nicht so ernst. Du kommst da eh nicht lebend raus...

Diddi

RCLine Neu User

Wohnort: D-76684 Östringen

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10

Freitag, 12. Juli 2002, 10:46

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


[ok]Hallo,

ich möchte auch einen Beitrag zu diesem leidigen Thema beisteuern.
Wir hatten auch so manche Störung auf dem Platz sowie an unserem Haushang welche das ein oder andere Modell ins Jenseits beförderte.
Es hat sich aber bei manch einem nicht als Störung unbekannter Art herausgestellt sondern als
1.      Aussetzer zwischen den Ohren
2.      fehlerhaft verlegte Antenne
3.      nach vorhergehendem Absturz Empfänger nicht überprüft
4.      fehlende Ferritkerne bei zu langen Leitungen
Die aber für mich endscheidende Ursache sind schlecht gewartete Sende und Empfangsanlagen.
Nachdem sich die Störungen gesteigert haben und wir mit Scannern ect. nicht mehr weiter kamen, habe ich einen befreundeten HF-Techniker gebeten sich einmal der Sache anzunehmen.
Mit einem Frequenzzähler und einigen anderen Geräten wurden die Sender auf ihre Frequenztreue hin überprüft mit dem Ergebnis, von 10 geprüften Geräten war nur eines annähernd auf der Frequenz auf welche
es sein sollte (Neugerät)die andern waren alle nicht ganz Hasenrein.
Bei den Empfängern sah es nicht anders aus. Wenn man sich vorstellt das so mancher Modellflieger auf eine Polsterung seines Empfängers ganz verzichtet, so kann man sich gut vorstellen was im innern eines
solchen Teiles bei härteren Landungen passiert.
Man betrachte sich nur mal einen Filter welcher gegen verstellen mit Wachs gesichert ist, was passiert aber nun wenn das Modell längere Zeit der Sonne ausgesetzt ist und das Wachs weich wird?
Ein Sender welcher unbeabsichtigt hart auf den Boden abgesetzt wird oder gar vom Tisch fällt ist einer ähnlichen Situation ausgesetzt.
Das soll jetzt nicht bedeuten das es der Regelfall ist aber der Gedanke ist mit Sicherheit nicht weither geleitet.
Für mich gilt der Grundsatz! Einmal im Jahr meistens im Winter gehen Sender und Empfänger zum Service, natürlich ist das kein Allheilmittel aber ich habe dadurch die Ursachen auf ein Minimum beschränkt.
Nach einem Absturz gehet das Teil generell zum Service, was mit Sicherheit nicht bei jedem der Fall ist.

Holm und Rippenbruch sowie Störungsfrei

Dieter.


Ps. Die Störungen waren bei manchen von uns nach erfolgter Überprüfung nicht mehr vorhanden.

11

Freitag, 12. Juli 2002, 20:31

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Ich tippe auf teilweise Auslöschung des Signals durch Reflektionen. Die gibt es nicht nur an Wasserflächen.
Auch normaler Erdboden reflektiert das Signal schon sehr gut. Ich stelle mir das so vor wie einen Spiegel mit etwas rauherer Oberfläche.
Der Beweis dafür ist, dass die mögliche Reichweite mit zunehmender Höhe merklich zunimmt.
Je nach Bodenbeschaffenheit und auch Bodenbewuchs, u.ä. sind die Reflektionen natürlich unterschiedlich stark.  
Ich hatte vor einiger Zeit auch mal ein paar Messungen bezüglich der Reichweite gemacht und die auf meine HP gestellt:
http://home.arcor.de/d_meissner/rei_wei2.htm

Dietrich

W_Herzog

RCLine User

Wohnort: D-74229 Oedheim

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12

Samstag, 13. Juli 2002, 11:51

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Nur kurz unsere Erfahrungen:

An der Platzgrenze liegt in ca. 0,75 bis 1m Tiefe eine Druckleitung einer großen Bewässerungsanlage der angrenzenden Gemüsefelder.

Wenn die Bewässerung an ist (also das Rohr gefüllt bzw. von Wasser durchflossen) und man fliegt über das Rohr gibt es immer wieder störungen (Kurzes Zucken aller Servos)

Ansonsten ist alles ruhig. Es gibt da also n.m.M. einen eindeutigen Zusammenhang.

Have fun...

Wolfram

http://www.flugwiese.de
[SIZE=1]http://www.wherzog.de/eflug[/SIZE]

Diddi

RCLine Neu User

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13

Samstag, 13. Juli 2002, 12:22

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


[wave]Hallo,

das mit den Reflektionen ist mit Sicherheit nicht zu unterschätzen. Wer einmal ein CB-Funkgerät besessen hat oder gar noch besitzt kann mit Sicherheit ein Lied von Reflektionen singen.
Man darf auf keinen Fall die Sonnen Reflektion und die Reflektion der Atmosphärischen Schichten dabei außer acht lassen. Bei dieser Art der Reflektionen werden Überreichweiten erreicht die man nicht für
möglich hält. Beim Funken verhält sich das so, dass man durch gute Reflektionen Reichweiten von mehreren Tausend Kilometern erreichen kann aber es nicht bis in die nächste Ortschaft schafft.
Ich bin nun kein HF-Techniker aber auch mir sind zu meinen CB-Funk Zeiten Verbindungen bis nach England, Griechenland usw. (innerhalb Europas) gelungen mit einer Sendeleistung von damals 500 mW. Von der
Gegenseite kamen Signalwerte die es meinem Freund 3Km weiter nicht möglich machten mich zu erreichen mit anderen Worten, er wurde einfach weggebügelt.
Ich habe festgestellt, dass die meisten Störungen in den Sommermonaten auftreten und im Spätjahr nachlassen nicht nur weil weniger geflogen wird.
Auf unserem Platz haben wir ab und zu einen Englischen Radiosender bemerkt der aber nur auf dem Platz empfangen werden kann, einpaar Meter weiter wird er nicht mehr Registriert.
Nun meine Überlegung! Warum sollte es im 35 MHZ bereich anders sein.
Auf jeden Fall werde ich mich dahingehen mit der Uni Karlsruhe (Abteilung Amateurfunk u. HF-Technik)einmal auseinandersetzen.


Letzte Änderung: Hans-Dieter - 13.07.02 12:22:28

14

Samstag, 13. Juli 2002, 13:42

Re: Lauter Gestörte (Flugzeuge)


Hallo Torsten,

Ich habs kapiert, Du willst mich also los haben.[diablotin]
Die Frage ist nur, wohin ich dann verschwinde. Mir fallen da drei Möglichkeiten ein:
1. Nach oben, zu viele Gasballons
2. Nach unten, Bermudadreieck
3. In die Klapse, mich halten sowieso schon Viele für verrückt. [nuts]

Ich werde mal den Scanner mit dem 433MHz Sender verbinden und am Flugzeug befestigen, so kann ich am Boden auch hören, was los ist.

@Thomas

an statische Aufladung habe ich noch nicht gedacht. Ich weiß allerdings nicht, wie Empfänger darauf reagieren.
Wenn ich mit dem Impulstester meine Runden drehe, fliege ich meist mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und bekomme immer an den gleichen Stellen die Störungsmeldung. Es könnte aber durchaus ein Zusammenhang
mit der Luftfeuchtigkeit und Temperatur da sein, da die Störungen an manchen Tagen heftig, zu anderen Zeitpunkten kaum vorhanden sind.

@Alex

bei uns sind die Störungen weiter vom Platz entfernt und da gibt es nur Felder. elektrisch leitendes Material ist nur am Fangzaun, dessen Einfluß ich noch nicht ausgetestet habe.

@Dieter

was Du schreibst, sollte sich jeder Modellflieger zu Herzen nehmen. Der regelmäßige Service ist billiger als ein geschrottetes Modell.
Ich habe gerade einen Sender von einem Vereinskollegen da, der damit immer wieder Probleme hat. Reichweitentests mit verschiedenen HF-Modulen und Quarzen brachten kein eindeutiges Ergebnis, mal war es
ok, mal wieder schlecht. Beim Messen der Sendeleistung stellte ich fest, daß leichtes Bewegen der Antenne mit Kugelfuß  starke Pegelschwankungen hervor ruft. Als ich dann den Antennenfuß zerlegt habe,
war alles klar. Es ist da eine halbe Ölwanne zum Vorschein gekommen.
Wer gut schmiert, der gut fährt, gilt hier nicht.
Wenn Du zum Thema Überreichweiten und Refletionen an der Uni Karlsruhe noch was erfahren könntest wäre das echt klasse!!

@Dietrich

wow, Dein wissenschaftliche Arbeit schreibt sich von und zu. [ok][ok][ok]
Interessant ist auch, daß ich in Deinen Messungen die Bestätigung sehe, daß der Einfuß der Lage der Sendeantenne geringer ist, als bisher angenommen. Dies ist mir auch schon bei Testflügen mit dem Impulstester
aufgefallen. Dabei habe ich in unterschiedlichen Entfernungen und Höhen „mutwillig“ die Antenne auf das Modell gerichtet. Doch wie immer macht es ja die Summe der Einflüsse aus.
Der vergleichsweise große Einfluß der Lage der Empfängerantenne hat mich dann doch sehr überrascht. Ich bevorzuge in meinen Modellen die „Baumelantenne“ und habe als Nachteil die Bewegung der Antenne
gesehen. Meine Annahme war, daß der Verstärkungsregler dadurch viel Arbeit bekommt was sich auf das Empfangsergebnis nachteilig auswirken könnte. Dies scheint Deinen Messungen nach, gar nicht so gravierend
zu sein. Als werde ich auch künftig die Antenne so kurz wie möglich aus dem Rumpf führen, dann gibt es nur wenig parallele Länge zu Gestängen und Servokabeln.
Das Diagramm Empfängereingangsspannung in Abhängigkeit von der Höhe ist der Hammer. Wenn da noch feuchte Stellen dazu kommen, braucht mich nichts mehr zu wundern. Ich bin gestern noch etwas um den Platz
spazieren gegangen und habe festgestellt, daß auf dem Weg zu drei der vier Störungsstellen Senken im Boden sind. Vom Bewuchs kann ich nicht auf erhöhte Feuchtigkeit schließen, keine Sumpfpflanzen oder
abgesoffenes Getreide. Es wachsen hier ausschließlich Getreide und Gras mit kurzen Wurzeln, so daß nicht erkennbar ist, was z.B. 30cm unter der Oberfläche los ist.
Jetzt werde ich doch mal eine Grundwasser/Wetterstatistik anfertigen. Falls sich der Zusammenhang bestätigt kann man ja bei erhöhter Störungswahrscheinlichkeit so weit wie möglich auf tiefe Überflüge
der bekannten Stellen verzichten.

Vielen Dank nochmals an Euch für Eure guten Ideen
Andreas
Letzte Änderung: Andreas Dirnberger - 13.07.02 13:42:32