Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 16. September 2010, 17:23

Empfänger Quarz Größe

Ich habe Empfänger (35MHz FM PPM), in die die großen Quarze (Kontaktstifte: 5mm Abstand und 1mm Durchmesser) die ich habe (Sender und Empfänger sind wohl gleich) nicht passen.
Ärgerlicherweise gibt es offenbar etwas kleinere. (Was? 200mg weniger?)
Die die ich brauche, haben 4mm Kontaktstiftabstand und (~1/2)mm Stiftdurchmesser.
Wie nennen sich diese (micro/mini) und wo bekommt man sie preisgünstig her? (war da nicht erfolgreich, vielleicht sind die aus dem Sortiment verschwunden, weil sie veraltet sind.)
Mein Empfänger ist ein "einfach" / "single-conversion".
Gibt es sonstige Unterschiede? (abgesehen von Frequenz und Geometrie)
Kann ich die großen irgendwie doch mit den empfängern verwenden?

Dr._Gernot

RCLine User

Wohnort: Gersthofen

  • Nachricht senden

2

Freitag, 17. September 2010, 16:36

RE: Empfänger Quarz Größe

Hallo,

Deine Beschreibung paßt auf die Schulze Mini Quarze. Idealerweise kauft man natürlich die Quarze beim Empfängerhersteller.

Gernot

Christian_B

RCLine User

Wohnort: Land Sachsen

Beruf: KFZ-Mechaniker

  • Nachricht senden

3

Freitag, 17. September 2010, 18:11

RE: Empfänger Quarz Größe

Schau mal ob hier was dabei ist.

http://www.cnc-modellsport.de/index.php?cPath=32_77
Gruß Christian

[SIZE=3]REX-500 PROTOS 500 [SIZE=1]REX-250 [/SIZE] [/SIZE] FF-6/T8
Belt CP mit MX-12 Esky HH Gyro SG90.
CopterX in 2,4GHz
S.R.B. Quark mit MX-12
Cessna 182 SpW 1410mm <> Stinson Reliant <> ME-109 <> FunCub <> SuperCub

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

4

Freitag, 17. September 2010, 19:47

Hallo,

"Normale" und "Mini"-Quarze unterscheiden sich im Prinzip nicht. Die Kleinen wurden von manchen Firmen eingeführt, um die Empfänger noch kleiner und leichter zu machen. Dafür nimmt man mechanische Schwächen (z.B. die dünnen Anschlußpins) inkauf. Mit "veraltet" hat das nichts zu tun (wenn man nicht die ganze "MHz"-Technik als Auslaufmodell ansieht).

Zitat

Gibt es sonstige Unterschiede? (abgesehen von Frequenz und Geometrie)

Ja, da gibt es erhebliche Unterschiede. Man kann das hier aber nicht erklären, ohne einen größeren Ausflug in die Theorie und ohne mit elektronischen Fachbegriffen um sich zu werfen.

Die Markenhersteller treiben einen erheblichen Aufwand (in Zusammenarbeit mit den Quarzherstellern), um diverse Quarz-Parameter in spezifizierten Grenzen zu halten und die sichere Funktion der RC-Anlage zu gewährleisten. Quarze sind bei seriösen RC-Herstellern immer auf die Schaltung abgestimmt, in der sie arbeiten.

Daher auch mein Rat, immer nur Originalquarze zu verwenden. "Fremde" Fabrikate können funktionieren, müssen es aber nicht. Von groben Nicht- oder Fehlfunktionen mal abgesehen, äußert sich das nicht-Zusammenpassen vor allem in verringerter Reichweite, und das kann auch noch Temperatur- und/oder Spannungs-abhängig sein.


Und vor Bestellung bei dem angegebenen Link solltest du erst DAS lesen und dann deine Entscheidung treffen:
http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…did=288899&sid=


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (17. September 2010, 19:51)


comicflyer

RCLine User

Wohnort: Hilgenroth

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

  • Nachricht senden

5

Freitag, 17. September 2010, 19:55

Mini-Quarze kann man auch hier ordern:
modellbau-letmathe.de
Die sind seit Jahren schnell und zuverlässig mit ihren Lieferungen :)

CU Eddy
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »comicflyer« (17. September 2010, 19:55)


6

Freitag, 17. September 2010, 22:43

Danke
Danke auch für die warnung.
Bin Nachrichtentechniker und kenne google und wikipedia.
Man könnte ja annehmen, dass sich da Standards herausgebildet haben, aber das ist vielleicht naiv.
So wie ich das jetzt verstehe gibt es vier sorten:
[Größe] Normale/Standard und Mini/Mikro/Micro/klein (alle das selbe)
[Frequenz] für Einfach und Doppelt (wobei empfänger immer einfach sind)

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

7

Samstag, 18. September 2010, 00:37

Hallo Unaussprechlicher,

für die Gehäuse der Quarze gibt´s schon (Grund-)Normen; die solltest du als Nachrichtentechniker eigentlich kennen...
Aber:

a)
Innerhalb der Normen gibt´s Hersteller-und Anwender-spezifische Unterversionen. Das Normenwesen ist einfach zu langsam, um der schnellen technischen Entwicklung immer zu folgen. Bis etwas "zur Norm" wird, dauert es Jahre; Kommisisions- und Ausschußsitzungen, manchmal politische Prozesse usw. Viele Eigeninteressen unter einen Hut zu bringen, ist eine schwierige Sache.

b)
Die elektrischen Daten lassen sich für sensible Anwendungen (z.B. unsere Schmalband-FM-Geräte) nicht normen. Da ist Zusammenarbeit von Hersteller und Anwender gefragt. Es geht da z.B. um FM-Ziehfähigkeit im Tx-Oszillator, Resonanzwiderstand, Ersatzkapazitäten...

c)
Die Modellbau-Quarze sind immer sog. "Oberton"-Quarze, die idR auf ihrem 3. Oberton schwingen. Damit sie das auch tun (und nicht auf ihrer Grundwelle), bedarf es gewisser Eigenschaften und Spezifikationen, die eng mit der Oszillatorschaltung zusammenhängen.

d)
Die FM wird im Sender durch "ziehen" der Oszillatorfrequenz erzeugt. Da dies auf niedrigeren Frequenzen besser geht, arbeitet der Oszillator auf der halben Sendefrequenz, und in der folgenden Stufe wird die Frequenz verdoppelt.

e)
Es gibt viele Anwendungen, bei denen es auf enge Spezifikationen (z.B. in der Frequenzgenauigkeit) nicht ankommt. Es wäre Unsinn, hier teure, eng tolerierte Quarze einzusetzen.


Ich kenne die heutigen Ausbildungs-Standards ja nicht; aber es wundert mich schon ein wenig, daß ein Nachrichtentechniker solche Dinge nicht kennt. Oder lernen das nur die Funkelektroniker ?


Wikipedia wird dir nicht allzu viel helfen; aber du könntest z.B. (mit Google) mal nach Webseiten von Quarzherstellern suchen. Früher, als es nur gedruckte Kataloge gab, war darin immer ein längeres Kapitel, in dem diese Dinge beschrieben wurden. Man kann vermuten, daß dies auch auf den Webseiten so ist.


Gruß,
Helmut

PS.
Zum Beispiel hier:
http://www.kvg-gmbh.de/6.0.html
Dort unter "Introduction to Quartz Technology"; auch etwas zu Gehäuseformen/Normen unter "Enclosures"

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (18. September 2010, 08:19)


bernd_57

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen Emsland Lohne

  • Nachricht senden

8

Samstag, 18. September 2010, 08:37

Hallo Helmut

Die Ausbildungsrichtlinien haben sich geändert. Ich selber habe die Stufenausbildung 1983 in der Industrie von Nachrichtengerätemechaniker zum Funkelektroniker durchlaufen.

Heute heißt das Berufsbild wohl Elektroniker für Informations und Nachrichtentechnik oder Elektroniker für Geräte und Systeme leider wird da heute auch nicht mehr soviel Wert auf ausführliche Grundlagenschulung gelegt deshalb können da Lücken sein.
Das soll jetzt aber kein Angriff auf noF2nrEj sein.

Nochmal ein Hinweis auf Quarze Andy fertigt Quarze nach Kundenwunsch auf der Seite sind mal einige Normen für Quarzgehäuse aufgeführt.

Gruß Bernd

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »bernd_57« (18. September 2010, 08:49)


9

Samstag, 18. September 2010, 09:50

Zitat

Original von haschenk
Hallo Unaussprechlicher

muss man ja nicht aussprechen können. ist einfach eine zufallsfolge mit 10^10 möglichkeiten (genug für jeden menschen)

Zitat

Ich kenne die heutigen Ausbildungs-Standards ja nicht; aber es wundert mich schon ein wenig, daß ein Nachrichtentechniker solche Dinge nicht kennt. Oder lernen das nur die Funkelektroniker ?

Ein (uni) Ing. lernt sowas nicht. Das kann man, wenn man es braucht nachlesen, aber das braucht man vermutlich einfach nie. (ein grundlegener aber winziger bereich der nachrichtentechnik.)

Zitat

Die Ausbildungsrichtlinien haben sich geändert. Ich selber habe die Stufenausbildung 1983 in der Industrie von Nachrichtengerätemechaniker zum Funkelektroniker durchlaufen.

Kann sein das leute mit Berufsausbildung sowas wissen, für mich ist das "privat-spaß".
Klar weiß ich privat, dass die Dinger immer in so Metallkapseln sind, aber ausbildungsmäßig habe ich sowas noch nie gesehen.

Christian_B

RCLine User

Wohnort: Land Sachsen

Beruf: KFZ-Mechaniker

  • Nachricht senden

10

Samstag, 18. September 2010, 10:15

Das Theater mit CNC ist mir nun völlig neu, aber gut zu wissen. Ich hatte bisher keine Probleme, hab aber immer mit PayPal bezahlt, und da hätte CNC auch schlechte Karten.

Hab den Shop vorsichtshalber aus meiner Liste entfernt.
Gruß Christian

[SIZE=3]REX-500 PROTOS 500 [SIZE=1]REX-250 [/SIZE] [/SIZE] FF-6/T8
Belt CP mit MX-12 Esky HH Gyro SG90.
CopterX in 2,4GHz
S.R.B. Quark mit MX-12
Cessna 182 SpW 1410mm <> Stinson Reliant <> ME-109 <> FunCub <> SuperCub

11

Samstag, 18. September 2010, 14:21

RE: Empfänger Quarz Größe

Zitat

Original von noF2nrEj
Sender und Empfänger sind wohl gleich

_Falsch!
Die TX/RX Quarze sind zwar vom Gehäuse gleich aber nicht elektrisch.
Sie sind somit nicht austauschbar, keine Ahnung warum mir das nicht schon vorher aufgefallen ist. Ich muss es wohl selten falsch gemacht haben, und dann eine andere ursache vermutet haben.
Da die kleinen Quarze nur in Empfängern vorkommen und diese wohl gleich sind, kann ich da wohl nichts falsch machen.
Ich ärgere mich zumindest mächtig, dass ich keinen synthese-empfänger gekauft habe.

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

12

Samstag, 18. September 2010, 20:12

Hallo,

da werde ich wohl mein Wissen um Berufsbilder korrigieren müssen.

Meine Bemerkung sollte auch kein Angriff sein; mir ist nur sicher in Erinnerung, daß in meiner ehemaligen Firma die Labor-Elektroniker (z.T. von der Ausbildung her noch Radio- und Fernsehtechniker) das Thema Quarze und Oszillatoren voll drauf hatten. Wurde auch von Zeit zu Zeit gebraucht.


Noch kurz zur Geschichte vom "Quarze vertauschen" :
In der Anfangszeit der RC-Technik wurden im Sender große HC-6/U-Quarze verwendet; da war Vertauschen unmöglich.
Als die Sender kleiner und der Platz darin weniger wurde, sind die Firmen darin auch auf die kleineren HC-50/U übergegangen. Und da war "Vertauschen" möglich....
Zwar illegal, aber technisch möglich, da der Kanalabstand groß war, die Empfängerbandbreite groß, die Modulationsart AM, und die Oszillatoren unkritisch. Auf gewissen Modellflugplätzen musste man damit rechnen; natürlich alles "geheim"...
Mit Einführung der Schmalband-FM-Technik war´s damit vorbei, technisch nicht mehr möglich.

Ein Bekannter von mir hat eine (noch betriebsfähige) "Blechbüchsen"-2-Kanal-Anlage (27 MHz, "großer" Tx-Quarz) aus den späten 60er-Jahren in einem Modellauto, die er ab und zu "ausführt". Nur die Akkus sind nicht von damals.


Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (18. September 2010, 20:14)