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Diver

RCLine User

  • »Diver« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hannover

Beruf: Dipl.-Ing.

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1

Sonntag, 10. Januar 2016, 11:48

Timing bzw. Wiederholrate unterschiedlich ??

Hallo

Aus gegebenen Anlass habe ich mal diese Werte an allen
meinen Sendern ( da ich schon einige Jahrzehnten Modellbau betreibe,
sind da schon einige zusammen gekommen ) nachgemessen und bin zu einem
überraschenden Ergebnis gekommen. Ich meinte bislang, das folgende
Werte wie festgenagelt sind
Impuls 1,5 mS +/- 0,5mS für max und min
und eine Wiederholrate von 20mS. Hier meine Werte für die Wiederholrate
der verschiedenen Sender:

robbe/Futabe
F14 22mS
T8FG 16mS
FX18 22mS
FF7 20,5mS
Terratop 20mS

Turborix 20mS
FlySky 18,5mS
E-Sky 19mS

Wie zu sehen ist, halten sich nur die Turborix und Terratop an diesen Wert,
die anderen weichen zumTeil sogar erheblich davon ab. Gerade bei den
moderneren Anlagen, die ja alle von einem Mikroprozessor gesteuert
werden, wundert das mich. Bei meiner allerersten Anlage, einer robbe
economic4 konnte man diese Werte noch mit einem Poti verstellen (
wahrscheinlich wurde dort die Zeiten durch ein R-C Glied erzeugt ). Aber
bei den neuen Anlagen wird das doch sicherlich von Prozessor Clock, der
doch meist durch einen Quarz erzeugt wird, abgeleitet. Offensichtlich
stören sich weder die Servos noch die aktuellen Drehzahlsteller daran.

Darauf gekommen bin ich nur deshalb, weil bei meinen alten Selbstbau Regler
für Bürstenmotoren, die von einem PIC Prozessor gesteuert werden, beim
ersten Mal die Werte für oberen, unteren Wert, tote Zone und 1 oder 2
Richtungsbetrieb vom Sender eingestellt werden müssen. Diese lassen sich
dann auch nur mit dem Sender betreiben, mit auch diese Werte
eingestellt worden sind. Wahrscheinlich wird dabei auch die
Wiederholrate bemessen und abgespeichert und bei Einschalten auch
nachgemessen, den alle anderen Werte können beim Einschalten ja
unterschiedlich sein.

Für mich sieht es deshalb so aus, als wenn
die 20mS mehr so eine Empfehlung sind als ein fest zu stehender Wert zu
seien scheint.

Weiss jemand mehr dazu ??

Gruss
Klaus

Klaus(i)

RCLine User

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2

Sonntag, 10. Januar 2016, 12:31

Das ist scheinbar so.
Rein zufällig habe ich mich gestern auch etwas mit dem Thema beschäftigt.

http://www.aerodesign.de/peter/2000/PCM/frame_ppm.gif
http://www.rcheliwiki.com/File:Relative-atvs.PNG
http://www.rcheliwiki.com/Servo_protocol

Da macht wohl jeder Hersteller, was er möchte.

Gruß, Klaus
-

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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3

Sonntag, 10. Januar 2016, 12:55

Deshalb machen dann auch einige Servos Probleme.

Das Timing kommt aber aus der 35 MHz Zeit. Moderne 2G4 Sender übertragen das Digital. Ein Grund weshalb einige Sender keinen Ausgang für Simulatoren mehr haben.
Allerdings ist da die Wiederhohlfrequenz 22msec die man meistens auf 11msec umstellen kann.
Das erfordert aber Servos und Regler die 11 msec können.
Ist dann aber auch nur ein Verkaufsargument. So schnell kann keiner Steuern das man es wirklich merkt.
Was man merken kann ist die Anzahl der Schritte von den Gebern.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

Diver

RCLine User

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4

Sonntag, 10. Januar 2016, 16:25

Danke Euch beiden für die Erklärung, ja das macht Sinn, deshalb haben auch die meisten 2,4 GHz Empfänger die Möglichkeit der Einstellung für Analog oder Digitalservos. Dann wird die sog. Frame Rate wohl auch mehr vom Receiver als vom Sender erzeugt, richtig ??

Die oben aufgeführten Werte habe ich auch am Emfpänger Ausgang ( Ausnahme FF7, da habe ich am Trainerport ) gemessen.

Gruss
Klaus

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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5

Sonntag, 10. Januar 2016, 20:00

Hallo Klaus,

es gibt/gab nie eine Empfehlung oder gar Norm für frame rate oder Servoimpuls-Länge.
Die ganze Geschichte reicht bis in die Anfänge der "digitalen" Informationsübertragung für RC zurück (digital ist bewusst in Anführungszeichen gesetzt). Versetze dich mal in die Lage eines damaligen Entwicklers, der (in vernünftigen Grenzen...) noch die Parameter frei wählen konnte, um die vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen; Letztere waren damals noch sehr bescheiden im Vergleich zu heute. Dagegen zählten z.B. noch die Anzahl der Transistoren ( !, auch als Werbeargument...), die Größe der notwendigen Bauelemente, usw.

Bis zum "digitalen" Telegramm gab es auch noch andere Verfahren zur Übertragung von proportionalen Steuerinformationen; beispielsweise frequenzmodulierte Hilfsträger, gepulste Hilfsträger, u.ä. Allein schon die Einführung von "Nachlauf-Rudermaschinen" ("Nachlauf-Verfahren", ein Begriff aus der Regeltechnik) war damals ein umwälzende Neuerung.
Die Anfänge der RC-Entwicklung fanden zum größten Teil in den USA durch "Garagenfirmen" statt (was keine Wertung sein soll), und jeder hat sein eigenes Süppchen gekocht; gerüchtemäßig (es gab noch kein Internet...) auch in Anlehnung an die Konkurrenz. Europäische Hersteller haben sich mehr oder weniger da drangehängt; manche aber auch absichtlich inkompatibel gemacht.

Konkret zu deinen Messergebnissen:
Die frame rate ist weitgehend unkritisch, sie muss(te) nur ungefähr bei den 20 ms liegen. Auch mit µC-Sendern ist nicht unbedingt eine exakte, vorgegebene frame rate zu realisieren (wenigstens nicht mit älteren µCs). Wenn diese unkritisch ist, verwendet man die "Rechenpower" vorrangig auf die Dinge, die exakt sein müssen. Der Unterschied zwischen z.B. 22 und 11 ms ist natürlich nicht mehr vernachlässigbar; aber das ist ein anderes Thema.

Bei µC-Empfängern (das sind heute prakt. alle) kann man "Eingangs"- und "Ausgabe"-framerate unterscheiden. Die empfangenen Signalwerte werden idR erstmal in einem Buffer abgelegt. Der Ausgabeteil der Programme kann auf diesen zugreifen, die Werte gfls. verändern; sie mit einer anderen frame rate ausgeben, u.a.m. Das erlaubt eine große Flexibilität der Signalverarbeitung.

Gruß,
Helmut

Diver

RCLine User

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6

Montag, 11. Januar 2016, 08:06

Hallo Helmut

Zuerst einmal Danke für Deine Erklärungen

Solange ich mich mit Fernsteuerungen beschäftige ( und das begann Anfang der 80ziger ) wurde immer von den magischen Werten 1,5+/-0,5 mS und 20 mS besprochen, keine Ahnung, woher diese Werte kamen. Deshalb war ich der Meinung, dass das irgendwie standardisiert war. Übrigens gab es in dieser Zeit auch schon diverse deutsche Hersteller von Fernsteuerungen, wie Graupner/Grundig, Becker, Brandt usw. Aber es kann gut sein, das die sich an die Konkurrenz Produkte gehalten habe

Ich habe damals mir auch eine Fernsteuerung ( Sender + Empfänger ) selbst gebaut ( 27MHz, AM ) Bauanleitungen gab es dafür ja und auch dort waren immer diese Werte genannt.

Bei den neueren Futaba Receivern ( 2.4 GHz ) kann ich die Frame Rate für Analog oder Digital Servos verändern ( ich meine das i dort von 22mS auf 11 oder noch schneller gewechselt wird ) , dort wird es sicherlich
vom Empfänger generiert.


Aber bei den älteren Futaba (wohl alle noch PPM ) oder auch dem preiswerten Chinesen wird es wohl von den empfangenen Daten des Senders übernommen,
jedenfalls habe ich dort mal nachgemessen und die Frame Rate von Sender und Empfänger ist identisch.

Aber wie auch immer, das habe ich inzwischen gelernt, bei den modernen Computer Anlagen wird die Frame Rate vom Receiver generiert und diese
hält sich nicht mehr genau an die 20 mS ud deshalb haben einige Peripherie Geräte wie mein alter Selbstbau Steller Probleme damit.

Gruss
Klaus

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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7

Montag, 11. Januar 2016, 09:47

MPX hatte früher 1,6 +- 0,6 ms. Eigentlich eine bessere Auflösung. Hat sich aber nicht durchgesetzt.

Bei MPX MLINK kommt der Puls aus dem Empfänger wenn der Wert vom Sender angekommen ist. Also alle Kanäle mit einem leichten Versatz so wie auch schon bei 35MHz
Ich habe das mal gemessen weil behauptet wurde die Pulse kommen alle gleichzeitig bei 2G4 und dadurch entsteht ein hoher Stromimpuls. Bei MPX ist das bei mir nicht so.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.