1

Freitag, 15. Juni 2018, 21:23

Welches stellgenaue und günstige 8 mm Servo

Hallo Leute giebt es eine günstige alternative mit guter Stellgenauigkeit im günstigeren Bereich. Denn ich möchte mir demnächst einen Horejsi Q12X Thermikschnüffler mit 2 Meter Spannweite und 6 Servos mit 550 gramm Abfluggewicht kaufen. Aber die empf ;) ohlenen KST X08 sind mir ehrlichgesagt mit ca. 250,- Euro für 6 stk zu teuer.

2

Samstag, 16. Juni 2018, 00:30

Die Option wäre MKS, ist aber noch teurer.
Was darf es denn Kosten?
Wenn nur 5€ pro Servo zur Verfügung stehen, verkaufst du besser das Modell. ;)
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Henseleit TDR II
/ TDF
SAB Goblin 700 Black Thunder
Align T-Rex 800E Pro
Jeti DS16 Carbon Edition

Elprog Pulsar 3+

kalle123

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3

Samstag, 16. Juni 2018, 08:42

Auf der Lindinger Seite zum Modell ist ein Artikel gelinkt und dort seh ich das



Baugleich mit Robbe FS 31.

cu KH

4

Samstag, 16. Juni 2018, 10:04

Immer dieses Gejammere :D zzz
Auf der Internetseite vom Lindinger, steht auch unter benötigtem Zubehöhr.
Hyperion Atlas 09......
Gleiche Baugröße haben auch DES 427/428.
Es liegen aber Welten zwischen denen und dem X09. Nicht nur im Preis :D
Außerdem war LV gestern und sowas würde ich heute nicht mehr verbauen.
Wie hast denn die Spannungsversorgung geplant ?
bis bald Maik

5

Samstag, 16. Juni 2018, 10:39

Hallo karofun,

wie auch meine Vorredner schon haben anklingen lassen:

  • zunächst wäre zu definieren, was Du unter "stellgenau" bzw "günstig" verstehst

  • dann wäre zu schauen, ob es Servos gibt, die in Dein "Fenster" passen
(mache es bitte selbst, nachsehen kann jeder, wir müssen es auch)

Die Aussage, dass mechanische Präzision und gleichzeitige Anbietung zu Tiefstpreisen wohl nicht zu erwarten ist, trifft's mE bestens. Die KST-Servos haben sicher auch Ausreißer drunter, aber durch den Handel dieser Produkte innerhalb Europas rein juristisch die Möglichkeit der Reklamation binnen Frist, von denen die ersten 6 Monate nach Kauf die entscheidenden Vorteile für einen Käufer bieten. Die meisten Händler sind innerhalb dieser Zeitspanne sicher sofort bereit, andere relativ schnell, entsprechend zu handeln, um den Kunden im Rahmen des Gesetzes zufrieden zu stellen. Die anderen, restlichen, sind schwarze schafe, bei denen man besser nicht kauft.

Zur Relativierung des Preises der KST-Servos: sie sind eher nicht als Wegwerf-Produkt, wie zB 5.-€ Plastik-Servos gedacht. Man verwendet sie nicht nur in einem Modell. Mit sogenannten "Schnellbefestigungen", ob fertig vom Handel angeboten, oder selbst erstellt, ist der schnelle und recht einfache Wechsel von Modell zu Modell auch kein Problem. Insofern amortisiert sich der Betrag für sie recht schnell, auch wenn er anfangs eine ordentliche Summe fordert (260.-€ für 6 Servos sind "ordentlich", da hast Du Recht).

Es gibt Servos, die zB ein sogenanntes MG haben, aber "Mogler" sind, weil eines ihrer Getriebe-Zahnräder aus Kunststoff ist - und zwar genau das, was im Falle eines Falles zuerst kaputt geht. Namhafte Hersteller, die höherpreisige Servos verkaufen, bieten auch Ersatzgetriebe. Nur für 5.-€ macht das keiner mehr, kann man auch verstehen. Wenn man echte MG-Servos will, führt an namhaften Herstellern nichts vorbei. Dann muß man einmal eine Entscheidung für sich selbst treffen: bin ich bereit, dafür mehr zu zahlen, oder nicht. Wenn nicht, und man möchte MG, muß man Mogelpackungen kaufen. die gibt's zb zum etwa halben Preis, aber: ein Crash, und sie kosten genauso viel, wie zB KST. jetzt darfst Du selbst entscheiden, ob das eine gute Wahl war.

Die Kehrseite ist, das man für etwas über 5.-€ Plastikservos bekommt, doch:

  • die haben nicht die Stellkraft, die man vielleicht haben sollte

  • die haben oft eine eher fragwürdige Rückstellgenauigkeit


Du siehst, beides unter einen Hut zu bekommen, also die eierlegende Wollmilchsau zu ergattern, ist schwierig bis unmöglich.

Mogelservo mit relativ großem Kunststoffrad im angeblichen "MG" ist zb das hier: https://www.derkum-modellbau.com/rc-_-el…g-digital-servo Es ist allerdings 9mm dünn. es gibt sicher weitere Beispiele. Man muß damit also in mehrere, saure Äpfel beißen.

Die von Karl-Heinz gezeigte Schubstange aus recht dünnem "Stahl" läßt sich zB durch ein (beim Zusammenbau) übergestülptes CfK-Rohr versteifen. Wer's leichter möchte, verwendet möglichst große Durchmesser (grundsätzlich verschafft Rohr höheren Durchmessers, aber dünner Wandstärke, bessere Steifigkeit bei Leichtigkeit, wenn man's mit Beidem nicht übertreibt) und nur CfK-Rohr. Oder Stahl, der den Namen verdient. Der ist allerdings im Modellbau-Handel als Fertigteil schwierig zu bekommen.

Ich wünsche Dir trotzdem Glück. Das meine ich ehrlich. Wenn Du mit etwas Erfolg hast, und uns dann informierst, mit was und warum, wäre das nett von Dir.
Gruß, Jockel

kalle123

RCLine User

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6

Samstag, 16. Juni 2018, 11:05

Auf der Internetseite vom Lindinger, steht auch unter benötigtem Zubehöhr.
Hyperion Atlas 09......
Gleiche Baugröße haben auch DES 427/428.
Es liegen aber Welten zwischen denen und dem X09. Nicht nur im Preis :D


... und 1 mm in der Breite. Meine mich erinnern zu können, dass hier nach 8 mm gefragt wurde ;)

cu KH

7

Sonntag, 17. Juni 2018, 20:23

Meine mich erinnern zu können, dass hier nach 8 mm gefragt wurde


meine auch gelesen zu haben, in welchem Modell, die Servos zur Anwendung kommen sollen ;)
bis bald Maik

8

Sonntag, 17. Juni 2018, 21:04

Dann sperrt mal die Lauscher auf, äh die Glubscher:

https://shop.pichler.de/MASTER-Servo-DS2408-HV

https://shop.pichler.de/pichler-master-s…fs-31-pico-d-47

Das Erstgenannte ist günstiger, digital, hat ein Titangetriebe, gilt als zuverlässig. Masse mit Zeichnung auf der Webseite. 8mm !
Das Zweitgenannte ist teurer, analog, hat kein Titangetriebe, gilt aber als zuverlässig. Keine Ahnung, ob die Größe paßt. 8mm !

Wer beim Erstgenannten gut aufpaßt und genau hinsieht, dann mal bei KST vorbeischaut und dort dasselbe macht, dem müßte etwas auffallen. Das Pichler keine Servos herstellt, weiß jeder. Nur mal so, laut gedacht.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (18. Juni 2018, 08:04)


9

Montag, 18. Juni 2018, 06:38

...und das gibt's auch noch:

https://shop.pichler.de/MASTER-Servo-S706-MG

weiß ja nicht, wie schnell ihr mit den Teilen fliegt, aber vielleicht reicht das schon.

Hersteller X bietet seine Ware ua unter eigenem Label. Händler A kommt, übernimmt so. Händler B fragt, ob's günstiger auch geht - da sagt Hersteller X: unter bestimmten Umständen schon, Du darfst dann halt nicht unter meinem Label laufen. Die beiden einigen sich auf einen niedrigeren Preis und den Haken, anders damit aufzutreten, der Deal ist gemacht. Händler B bietet diese Ware unter seinem eigenen Label an und gut ist - zur Freude der Kundschaft.

Im Übrigen warne ich vor pauschalen Statements zu Begrifflichkeiten, wie zB "HV". Die werden nämlich von den verschiedenen Anbietern ganz unterschiedlich definiert. Während der Eine unter "HV" Werte bis 7,4V versteht, versteht der Nächste darunter solche bis 8,4V. Wer sich mal durch die verschiedenen Angebote forstet, stellt das schnell fest. Und ein Servo raucht auch schon mal ab, wenn es "Feuer" abkriegt, das die Elektronik nicht mehr verträgt.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (18. Juni 2018, 08:07)


haschenk

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10

Dienstag, 19. Juni 2018, 02:28

Hallo...

@Jockel
Was du da zu "Deals" sagst, kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Am schlimmsten ist es bei den Einkäufern von großen Handelsketten (USA); da wird um jeden Cent gefeilscht und die Hersteller werden massiv unter Druck gesetzt. Die Interessen der Endkunden werden meistens auf "billigst" reduziert.

Was Anderes:
Ich hab' dir schon mal erklärt, was es mit dem "einen Zahnrad aus Kunststoff" in Metallgetrieben auf sich hat. Dieses Zahnrad ist aus anderen Gründen immer an der Stelle, wo die Beanspruchung am geringsten ist. Bei einigermaßen sachgerechter Konstruktion geht an dieser Stelle kein Zahnrad kaputt. Ich finde es deshalb nicht richtig, von "Mogeln" zu reden.

@all
Überlegt mal, wie es in so einem "dünnen" Servo innen aussieht:
Bei 8 mm Außenmaß ist für Motor, Poti und Getriebe (mit Tricksen) gerade noch einen Durchmesser von ca. 7 mm möglich.

Die dann nur noch möglichen Glockenanker-Motörchen gibt's von "ganz billig" (weit unter 1 USD ) bis "ganz teuer" (das 10 -20 fache). Ähnlich ist es bei den Potis, bei denen dann die Widerstandsbahn noch einen Durchmesser von 5-6 mm hat; mit Folgen für Lebensdauer, Linearität und Reproduzierbarkeit. So kleine Zahnräder (und die noch kleineren Ritzel) kann man bei bei gleichzeitigen Ansprüchen an die Robustheit nur noch in Metall und im Abwälzverfahren herstellen; Toleranzen (am wichtigsten z.B. das sog. "Zahnflankenmaß") im 1/100 mm-Bereich (und darunter). Das können nur noch die erfahrensten Zahnrad-Hersteller. Und das schlägt sich alles im Preis nieder.

Solch kleine Servos haben sicher ihren Anwendungsbereich; Indoor und/oder kleinste Modelle. Aber derartige Servos in einem "normal großen" Modell einbauen (z.B. weil beim Querruder-Direktantrieb die Profildicke zu knapp ist), ist imho keine gute Idee. Querruder-Anrieb mit Umlenkhebel und Gestänge kennt kaum noch Jemand. Eine "Beule" (aerodynamische Verkleidung....) auf der Profilunterseite kostet nur minimalsten zusätzlichen Luftwiderstand; da gibt's bei den meisten Modellen viel schlimmere Stellen. Man könnte sich auch mal ansehen, wie solche Problemstellen an manntragenden Flugzeugen gelöst werden.


Gruß,
Helmut

11

Dienstag, 19. Juni 2018, 06:16

Hallo Helmut,

da hast du recht, "mogeln" ist wohl etwas zu hart formuliert. Die Bezeichnung "MG" allerdings ist dann so auch nicht korrekt / zutreffend, denn es ist de facto eine Mischung aus MG und Kunststoffgetriebe. Vielleicht ließe sich das im Ausdruck präzisieren, um deutlich zu machen, was hier vorliegt.

Beim DS140BBMG von D-Power zB habe ich mir das angeschaut, indem ich das Gehäuse eines Servos geöffnet habe. Du hast hier wiederum recht, denn das Kunststoff-Zahnrad dieses "MG"-Servos ist recht breit. Daher denke ich hier auch, dass das Risiko der Beschädigung eher gering einzustufen ist. Allerdings bleibt für mich die Frage, warum es bestimmten Herstellern offenbar gelingt, die Reibung im reinen MG-Getriebe soweit zu reduzieren, dass sie kaum noch auffällt. Bei den KST-Servos fallen mir hier schon subjektiv gefühlte Unterschiede auf (hab schon sensible "Griffel"). Es würde mich interessieren, wie dort vergleichende Messungen ausfallen. Aber auch hier hast Du recht mit Deiner Erklärung, warum ein Kunststoff-Zahnrad in solchen Getrieben eingesetzt wird. Beim Öffnen eines entsprechenden Ansmann-Servos (meine, ein AR-120BB) allerdings ist das Kunststoff-Zahnrad so dünn und dessen Zahnung so fein, dass es mE keinerlei Vergleich zum besagtem DS140BBMG darstellt. Dazwischen liegen, für mich als Mechaniker, Welten. Daher sehe ich beim Ansmann (AR-120BB) dann auch ein deutlich höheres Risiko, dass bei einem entsprechenden Stoß auf den Servohebel genau dieses Kunststoff-Zahnrad ausfällt. Das ist auch tatsächlich der Fall, wie ich durch einen "Unfall" (unsanfte Landung) mit einem solchen Ansmann-Servo selbst erleben mußte.

Ich präzisiere mich also und sage, dass man bei MG-Getrieben zwischen
  1. reinem MG-Getriebe

und
  1. MG-Kunstoff-Mischgetriebe

grundsätzlich und bei "Mischgetrieben" hinsichtlich der Ausführung des einen Kunststoff-Zahnrads unterscheiden sollte. So besser? Das von Dir unter "at all" Beschriebene kann ich verstehen. Frage an Dich: weißt Du ggf, wie präzise positioniert hier Laser (zB zum schneiden von Metall-Zahnrädern) inzwischen geführt werden können? Liegt darin vielleicht der Grund für die inzwischen manchmal erstaunliche Laufruhe von reinen MG (weil so kleineres Flankenmaß reproduzierbar erreicht wird)? Oder ist das eher Zufall bzw das Können renomierter Hersteller?
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (19. Juni 2018, 06:39)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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12

Sonntag, 24. Juni 2018, 20:13

Hallo Jockel,

die Diskussion betr. "Mischgetriebe" sollten wir so stehen lassen; wenigstens ich würde mir aber unter diesem Begriff etwas Anderes vorstellen als ein "MG" mit einem einzigen Kunststoffrad. Übrigens haben wir bei MPX früher dieses eine Rad z.T. auch aus Resitex (gefräst) gemacht; hat einige Vorteile (Präzision, Laufruhe, geringe Reibungsverluste), ist aber halt teurer.
Ein gutes Getriebe erkennt man immer an der Laufruhe....

Zum "Lasern" von Zahnrädern weiß ich nichts. Ich hab' dazu auch schon mal recherchiert, aber keine belastbaren Aussagen gefunden. Das Positionieren des Laserstrahls wird imho nicht das Problem sein (da gibt's viel anspruchsvollere Aufgaben), sondern die Fokussierung des Laserstrahls.
Überlege dir mal die Größe der Zähne (vereinfacht gesagt, den Modul ) bei einem Microservo wie im Beispielsfall.... Der wird (größenordnungsmäßig) bei etwa 0,2 liegen, und der Strahl-Dm müsste dann mindetens um den Faktor 10 kleiner sein.

Ich kenne (aus eigener "Anschauung") nur das Abwälzfräsen, das Einzelzahnfräsen (mit Teilapparat), und das Stoßen (bei Innenverzahnungen).


Gruß,
Helmut

13

Sonntag, 24. Juni 2018, 21:16

Hallo Helmut,

danke für deine Infos - wieder etwas gelernt.

Ich selbst habe im Moment nur 2 Stück X08HV5 8mm Servos von KST, Stück über 40 Euro. Als laufruhig und halbwegs stellgenau (wobei ich's nicht mit einer Maßskalierung oder fein geteiltem Winkelmaß unter 1mm gemessen hab) würde ich die bezeichnen (subjektiv). Im Grunde müßte man die Servos ja genau und statistisch mittelbar vermessen, bevor man Aussagen zur Stellgenauigkeit machen kann, die valide sind. Günstige 8mm Servos sind mir zZt aber nicht bekannt.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (24. Juni 2018, 21:24)