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Samstag, 29. Dezember 2007, 22:03

Kapazitäts-Steigerung beim neuen Akkusatz (NiMh)

hallo,
Neue Akku's habe zu Beginn ihres "Lebens" (also nach der 1. Ladung) noch nicht die aufgedruckte Energie in sich bzw. können diese auch noch nicht liefern; soviel weiß sicherlich jedermann.
Wieviel das zu Beginn ist, und wie die Entlade-Kurve aussieht (ob flach oder weniger flach verlaufend), das hängt von dem verwendeten Produkt und Typ selbst ab.
Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit SANYO-Zellen gemacht und aus diesem Grunde habe ich mir vor kurzer Zeit 2 Satz (a 4 Stck. Sanyo2500_NiMh / AA/ HR-3U) neu gekauft. Das typische und gute an diesen Zellen ist der sehr lange und flache Kurvenverlauf. Die Akku-Spannung wird also sehr lange auf einem hohen Pegel gehalten.

Weil ich hier mit einem Eigenbau Lade-/Entladegerät "rummache", ist es nicht viel Mehraufwand mal kurz darüber zu berichten, wie sich der 2. Akku-Satz so "entwickelt". Für weniger informierte/erfahrene Leute sicherlich auch mal interessant ... oder ?

Also dieser Akkusatz hat inzwischen 8 Lade-/Entlade-Zyklen hinter sich und er wird nun langsam gut. Wie gut er inzwischen geworden ist, läßt sich sehr leicht im kleinen Bildchen mit der Bezeichnung "Capacity compare" (= Kapazitäts-Vergleich) ersehen. Schaut Euch also das kleine Block-Diagramm an. Es zeigt von links nach rechts (1 bis 3) jeweils nur die entnommene Kapazität des betreffenden Zyklus an. Der Zyklus steckt als letzte Ziffer hinter "pack2_". "pack2_7" ist also mein vorletzter Zyklus. Der letzte (8.Zyklus) ist ähnlich dem 7. ausgefallen und wurde deswegen nicht auch noch hinzugefügt.
Ganz oben dann immer die 100%-Kapazität (also 2500mAh). Farblich gut zu erkennen, was an Energiemenge entnommen wurde (hell-rot) und was noch an Energiemenge maximal herauszuholen wäre (dunkel-rot).


Die "Entladung" erfolgte immer über einen Last-Widerstand von 4,7 Ohm. Das ergibt bei genau 4,7V auch 1 Ampere.
Die ersten Ladungen wurden mit 1/10 der Kapazität gemacht (14 bis 16h Ladezeit). Dann wurde gesteigert auf 0,4A.
Später wurde sogar mehrfach mit 1 A geladen. Dabei steigt die Klemmenspannung (=Akkuspannung) dann auch etwas höher und liegt bei 6,3V - 6,5V; also ca. 1,6V pro Zelle. Zu beginn einer Entladung liegt die Klemmenspannung natürlich deutlich niedriger (siehe Entlade-Kurve); also bei etwa 5,x Volt. Die Entlade-Schlußspannung habe ich auf 3,1Volt gesetzt.
Regulär nimmt man die aber mit 0,8 - 1,1V pro Zelle an. Im täglichen Gebrauch des Akku's sollte man also von 1,1V pro Zelle ausgehen und bei der Akku-Spannung von 4,4Volt den Flugbetrieb spätestens einstellen.

Ich nutze also noch NiMh-Zellen als Akku im Raptor50. Wenn ich mit allen Knüppeln richtig "rumrühre" fließen in den Spitzen sogar mehr als 2 Ampere. Da ist also ein guter und Spannungs-stabiler Akkusatz wichtig.

Heute konnte ich sogar erleben wie ein Modellflugfreund noch einmal Glück hatte. Sein Akku war ziemlich leer und er hatte es nicht bemerkt. Im Fluge dann (mit Raptor50) passierte es dann auch prompt... die Spannung brach unter den Steuerbefehlen immer mal wieder zusammen und erholte sich kurz wieder. Das äußerte sich folgendermaßen ... Motor bekam Gas und wurde gedrosselt ... das passierte immer rythmisch ...

Ein richtiges steuern war auch nicht mehr möglich. Zum Glück hatte der Heli *** als es passierte *** gerade eine einigermaßen normale Fluglage und so kam er letztlich aus ca. 7m Höhe doch noch heile am Boden an. Also noch einmal Glück gehabt !

Ich habe von außen sichtbar am Rumpf eine Spannungs-Überwachung mit LED's angebracht. Soviel dazu.

cu Jürgen
»dl3fy« hat folgendes Bild angehängt:
  • Sanyo2500_Set2_Steigerung.jpg