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Donnerstag, 15. Februar 2018, 20:00

Akkuempfehlung für Spielzeugauto

Hallo zusammen,

ein Bekannter bat mich Ihm zwei Akkus für ein Spielzeugauto des Kindes seiner Freundin zu besorgen.
Um welches Auto es sich handelt weiß ich zwar nicht, er gab mir aber den alten Akku mit.
Es ist ein achtzelliger (9,6V), 700mAh, Ni-Cd-Akku mit Tamiyastecker

Ni-Cd ist ja out, deshalb dachte ich an einen Ni-Mh-Akku oder einen 2S-Lipo.
Die Idee mit dem Lipo hab ich aber wieder verworfen, da ich mir nicht sicher bin, ob diese Akkuart für ein Kind (8 oder 9 Jahre alt) geeignet ist.

Mit Herstellern von Ni-Mh-Akkupacks kenne ich mich allerdings überhaupt nicht aus, hat hier jemand eine konkrete Produktempfehlung?
Ein passendes, einfaches Ladegerät wird auch benötigt, da das Originale nicht mehr vorhanden ist.

Gruß

Markus

hsh

RCLine User

Wohnort: Österreich

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2

Donnerstag, 15. Februar 2018, 21:53

Bei Zellengröße AA würde ich Eneloop empfehlen. Für ein Spielzeugauto reicht die Strombelastbarkeit. Um ca. 35€ bekommt man fertig verschweißte als Senderakku-Pack. Den Tamyia-Stecker wirst du dann selber ergänzen müssen. Halb so teuer wird es, wenn du die Zellen selber konfektionierst.
mfg Harald

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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3

Donnerstag, 15. Februar 2018, 22:25

Hallo Markus,

ich würde auch zu Eneloops raten.

Es wäre hilfreich, wenn du Angaben zu den Abmessungen des alten NiCd-Akus machen würdest (Bild ?); Zellentyp und Konfektionierung. Der neue Akku soll doch sicher Abmessungs-kompatibel sein, oder ?
Bei gleichen Abmessungen bekommst du mit NiMHs erheblich mehr Kapazität als mit den NiCds- das ist doch sicher erwünscht ?

Gruß,
Helmut

Ströher

RCLine User

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4

Freitag, 16. Februar 2018, 10:32

Bitte auf keinen Fall LIPO oder ähniches. Wenn die leer werden, schaltet er Regler nicht rechtzeitig ab. Das würde zur Zerstörung des Lipos führen. Ausserdem sind Lipos zu "hart" Die Spielzeumotörchen können das nicht verdauen! Das ist ernst gemeint!!!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

5

Freitag, 16. Februar 2018, 10:44

Danke für die Antworten!
Es handelt sich um 8 AA-Zellen, in zwei Viererreihen angeordnet. Also ein breites, flaches Pack.

An Eneloops dachte ich auch schon, aber mit meinen miserablen Lötkünsten lasse ich das mit der Selbstkonfektionierung lieber.
Fertige Enelooppacks übersteigen mit 25-35€ schon fast den Wert des Spielzeugs.

Das anlöten eines passenden Steckers krieg ich ja noch hin, aber die meisten Packs sind als Sender-/Empfängerakku ausgelegt, mit entsprechend dünnen Kabeln. Ob die für die Belastung im Fahrakkubetrieb geeignet sind, bezweifle ich.

Lipos hatte ich ja schon wegen der Empfindlichkeit und der Ladetechnik ausgeschlossen.


Ich hab gestern Abend XCell Packs mit 1300mAh für ~13€ entdeckt. Kennt jemand diese Marke?
Diese hier:
https://www.amazon.de/Racingpack-X1300AA…d/dp/B00DGSP47C

hsh

RCLine User

Wohnort: Österreich

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6

Freitag, 16. Februar 2018, 21:59

Vor ca. 10 Jahren gab es unter dem Label XCell sehr gute, hochstromfähige 800mAh und 1100mAh AA NiCd. NiMH unter der Marke sind mir damals nicht über den Weg gelaufen, entsprechend kann ich dazu nichts sagen. 1300mAh NiMH in AA Bauform könnten Industriezellen sein, dürften aber selbst dann auch schon relativ alt sein. Wenn du es probieren willst, würde ich eher die 2Ah Variante [1] versuchen.

Für Kinderspielzeug ist die geringe Selbstentladung der Eneloop ein wirklich großer Vorteil in der Verfügbarkeit und Spielfreude. Um 16-18€ bekommst du bei Amazon einer 8er-Blister. Schade dass löten für dich ausfällt.
Wenn das Gefährt billiger als ordentlichen Zellen war, brauchst du dir um den Leitungsquerschnitt eher keine Sorgen zu machen. Sonst ist es übrigens einfacher den Stecker zu crimpen und das Kabel an die Zellen zu löten ;)

[1] http://www.accushop.at/de/Akkus/Akku-fue…Packs/9-6-Volt?
mfg Harald

Ströher

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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7

Samstag, 17. Februar 2018, 10:36

......schau dich auch mal bei Elektronik Reichelt um. Da gibt es diverse Akkus mit Lötfahne. Und die sollten auch von einem Anfänger gelötet werden können. Dann etwas Schrumpfschlauch um das Pack oder einfach auch mit Isolierband oder Tesa stabilisieren geht zur Not auch.
Ach ja, NIMH sollten voll (also geladen) weg gelegt werden!!!! Also für ein Spielzeug eher besser.
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

8

Samstag, 17. Februar 2018, 16:46

Vielleicht bloede Frage. Aber wichtig.

Wenn da bisher NiCd drinnen waren und du nun auf NiMh gehen willst, ist denn ueberhaupt ein passendes Ladegeraet vorhanden welches auch mit NiMh umgehen kann?
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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9

Samstag, 17. Februar 2018, 18:11

Hallo Thomas,

in dem Eröffnungs-Post schreibt der TS:

Zitat

Ein passendes, einfaches Ladegerät wird auch benötigt, da das Originale nicht mehr vorhanden ist.


Vom Selbst-Konfektionierenaus Einzelzellen rate ich ab; dazu sollte man schon etwas Löt-Erfahrung und einen hinreichend starken Lötkolben (60-80W) haben.

Als 4x AA Flachpacks konfektionierte Eneloops gibt's bei vielen Anbietern, z.B. bei Derkum (wo ich schon gekauft habe).

Ich würde dem TS raten, erstmal bei mehreren Händlern anzufragen, ob diese (als zu bezahlende Dienstleistung) aus 2 solchen Packs den benötigten 8-Zeller incl. Anschlusslitzen/Buchse anfertigen können; ferner, ob sie einen einfachen NiMH- Lader (müsste "DeltaPeak" können) dazu liefern können.

Bei der Suche nach Händlern/Angeboten hilft auch Google...


Gruß,
Helmut

10

Samstag, 17. Februar 2018, 18:30

Wenn man selber löten will, sollte man die zu lötenden Flächen vorher leicht anschleifen und verzinnen.
Das Anschleifen mach ich immer gerne mit einem Glasfaserradierer.

Sowas gäbs fertig, allerdings ohne Stecker:
https://www.ebay.de/itm/Panasonic-Eneloo…DQAAOxyeR9TFx2s
Eventuell könnte man da auch gleich das Kabel des alten Packs umlöten.

Bei 2x 4er Packs:
Der Lötkolben sollte schon etwas Leistung haben - Wie Helmut schon schrieb.
Dabei ist zwischen den Pack's ja nur eine Verbindung notwendig.
Als Anschlusskabel kann man fertig konfektionierte Tamya Stecker mit angekrimpten Kabel kaufen.
https://www.voltmaster.de/PICHLER-c5698-…uchse-mit-kabel

Als Verbindung zwischen den beiden Pack's - Falls nicht schon Lötfahnen dran sind - Würde ich eine etws dickere Lötsauglitze verwenden.
Lässt sich super löten und hat den nötigen Durchmesser.
https://www.voltmaster.de/DONAU-ELEKTRON…ze-1500-x-2-0mm

Danach das Ganze in Akku Schrumpfschlauch einhüllen und verschrumpfen.
https://www.voltmaster.de/navi.php?qs=Ak…chrumpfschlauch

P.S.
Die Links von Voltmaster sind einfach willkürlich.
Fast alle Modellbauversender haben diese Artikel im Sortiment.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (17. Februar 2018, 18:46)