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1

Samstag, 8. Juni 2019, 20:33

Frage zu Akkus

Plane Akkus 1. parallel und evtl sogar 2. seriell zu schalten.

Klar ist mir, dass man bei "parallel" Akkus identischen Typs (Größe etc) nehmen soll, nicht verschieden große etc. Wie ist das bei "seriell" (zB 2s+3s)? Geht wohl auch nicht, da der Größere immer den Kleineren "füttern" würde, oder? Was bedeutet das für die Akku-Lebensdauer? Überhaupt etwas? Wenn ja, was? Was beachten? Was unterlassen? Und: geht das überhaupt (unter bestimmten Umständen wohl schon, nur was riskiert man)?

Bin gespannt. Wer hat denn bitte schon Erfahrung damit, ganz praktisch?
Gruß, Jockel

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

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2

Samstag, 8. Juni 2019, 22:47

Immer die gleichen Akkus, gleiches Alter (idealerweise neu), exakt gleiche Anzahl Lade-/Entladezyklen bei identischer Last (Idealerweise 0, also neu), und wenn möglich aus der selben Charge. Nur so ist gewährleistet das der in Reihe UND parallel geschaltete Pack (hier 4 Akkus) gut konfektioniert ist, den kann man dann auch vernünftig konditionieren.

Gruß Andreas
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

3

Samstag, 8. Juni 2019, 23:15

parallel kannst Du Packs mit gleicher Zellspannung schalten, also z.B. einen 3S 1500mAh mit einem 3S 4000mAh.

seriell kannst Du Packs mit gleicher Kapazität schalten, also z.B. eineb 2S 2500mAh mit einem 4S 2500mAh. Oder 3x1S zu einem 3S (o Wunder, kann man ja auch so kaufen).

Beim Zusammenbau ist die Parallelschaltung nicht ganz so kritisch, sollte halt nicht der eine leer und der andere voll sein. Auch wenn dann der vollere erst mal den leereren lädt, das dauert nicht lange und beide Akkus sind auf ähnlichem Ladeniveau. Spätestens dann sollte der zusammengeschaltete Pack geladen werden.

Bei der Serienschaltung müssen alle Zellen den gleichen Ladezustand (Kapazität, Spannung, Alter/Ladezyklen)haben und es empfiehlt sich, den Pack mit entsprechendem Balancer zu laden.

4

Sonntag, 9. Juni 2019, 08:19

optimale Nutzung

Hallo Andreas und e-beaver,

Danke für Eure Antworten - wieder was gelernt.

Die Sache ist bei mir die: habe praktisch nur noch neu gekaufte SLS, von jedem Typ mehrere. Kaufe auch nur noch SLS. Möchte die optimal nutzen, somit auch Geld sparen, wo Neuinvestition nicht unbedingt nötig ist. So läßt's sich sparen und uU ist die Gewichtsverteilung auch günstiger. Das sind die Gründe. Dass es solche Akkus auch "am Stück" gibt, ist klar. Würde bei mir aber das Lagerungsthema zB unnötig verkomplizieren - möchte ich auch vermeiden.
Gruß, Jockel

Dieter M

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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5

Montag, 10. Juni 2019, 08:44

In einem meiner Modelle werden zwei 3 S Akkus zu "6 S" zusammen gesteckt! Obwohl beide von dem gleichen Hersteller sind und auch das gleiche Alter haben, auch was so in etwa die Ladezyklen betrifft, sind nach dem Flug ziemliche Unterschiede festzustellen! Wenn du also Packs zusammen lötest, achte auf (wie schon oben geschrieben) gleicher Ladezustand, gleiches Alter und in Serie, auch gleiche Kapazität!!!!
Ich glaube, ich wiederhole da was.... ??? :O Sorry!!!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

6

Montag, 10. Juni 2019, 09:20

Wenn du jetzt 4 Akkus zu einem einzigen Akku zusammen schließen willst, hast du Nachher eine sehr lange Zuleitung.
Da brauchst du dich auch nicht wundern, wenn die Elkos am Regler aufplatzen.
Minicopter Diabolo 800 Black Edition
Minicopter Diabolo 600
Henseleit TDR II
/ TDF
SAB Goblin 700 Black Thunder
Jeti DS16 Carbon Edition
Elprog Pulsar 3+

7

Montag, 10. Juni 2019, 13:56

Es verwundert mich, dass niemand auf die Äußerung reagiert, dass Akku gleicher Nennspannung (ist wohl selbstverständlich?!) parallel geschaltet werden können, sondern auch bei unterschiedlicher Kapazität???
Der unterschiedliche Innenwiderstand eines z.B. 1500 mAh- und eines 4000 mAh-Akkus wird ohne Zweifel eine Unsymmetrie herstellen an der man keine Freude haben wird.
Tünnbüddel hat das anfänglich schon richtig gesehen!

Gruß
Herbert

8

Montag, 10. Juni 2019, 14:54

Der unterschiedliche Innenwiderstand eines z.B. 1500 mAh- und eines 4000 mAh-Akkus wird ohne Zweifel eine Unsymmetrie herstellen an der man keine Freude haben wird.

und das ist gut so.

Wenn es anders wäre, würde der kleinere Akku mit dem gleichen Strom belastet, wie der große, was nicht optimal wäre.
Wo soll da ein Problem sein.

Man sollte die Kombination allerdings nicht bis an die absolute Strom-Grenze belasten. Zum Verlängern der Betriebszeit gibt es absolut kein Problem. Die Spannung beider Akkus passt sich permanent an.

Schönen Feiertag
Lothar

9

Montag, 10. Juni 2019, 17:28

Beim Zusammenbau ist die Parallelschaltung nicht ganz so kritisch, sollte halt nicht der eine leer und der andere voll sein. Auch wenn dann der vollere erst mal den leereren lädt, das dauert nicht lange und beide Akkus sind auf ähnlichem Ladeniveau. Spätestens dann sollte der zusammengeschaltete Pack geladen werden.

Das ist nicht ganz so einfach wie es hier steht. Wenn der Ladezustand beider Akku's sehr unterschiedlich ist, wird dieser kurzzeitige Ausgleichsstrom unter Umständen ein zerstörerisches Ausmaß annehmen. Die Spannung beider Akkus sollte möglichst gleich sein. Im Zweifel erst einmal über einen Widerstand (ca. 1kOhm) parallel schalten und über Nacht liegen lassen.
Ansonsten ist das Zusammenschalten zweier Akkus ein sehr kontroverses Thema. Es ist so leicht und so kritisch wie es hier diskutiert wird. Fehlerquellen kann es einige geben. Ich würde nur dazu raten, wenn fundierte elektrotechnische Kenntnisse vorliegen und eine entsprechende Handlunsgsicherheit gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, kann ich nur empfehlen die konkreten Akkudaten und das Ziel (Serie/Parallel?) im Forum auszuformulieren um die konkrete Vorgehensweise klarzustellen.
Das Leben ist hart, aber ungerecht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Herrje« (10. Juni 2019, 17:59)


haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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10

Montag, 10. Juni 2019, 18:23

Hallo,

die Aussagen in den beiden letzten posts (8 und 9) kann ich nur unterstreichen.

Die einfachste sog. *Ersatzschaltung* für eine Akkuzelle ist eine ideale Zelle (mit gegebener Kapazität) in Reihe mit dem Innenwiderstand. Wenn man das weiß und noch die Grundgesetze des elektrischen Stroms kennt, kann man alles hier schon Gesagte erklären.
Das Studium eines (Modellbau-) Fachbuches könnte helfen. Leider machen das nur ganz Wenige... obwohl es jeder lernen könnte; so schwierig ist das nicht.

Nur noch, damit es jetzt keine Proteste kommen: Für manche Zwecke braucht man ein komplizierteres Ersatzschaltbild; aber hier ist das nicht relevant.


Gruß,
Helmut

aminosäure

RCLine Neu User

Wohnort: Lendringsen

Beruf: Werkzeugmechaniker

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11

Dienstag, 16. Juli 2019, 07:15

Geringste Spannungsunterschiede zusammen mit den Innenwiderständen sorgen für eine Begrenzung der Ausgleichströme auf ein ungefährliches Maß.

Innenwiderstand z.B. 2x12mOhm
Spannungsdifferenz 0,1V
Ausgleichstrom U=R*I

I = U/R
I = 0,1V/ 0,024Ohm = 4,2A
Für einen 4000mAh Akku durchaus ein normaler Ladestrom.
Nicht ganz fluffig heute...