nofri

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1

Montag, 21. Juni 2004, 06:52

EINE Zelle def., was tun ?

Moin alle zusammen,
Leute was tu ich nun ?
Eine Zelle aus meinem 1 Jahr alten GP3300 Pack ist definitiv hin.
Recht hochohmig, nur noch 200mAh Kapazität, 115 Zyklen auf dem Buckel.

Tauscht man die nun aus, gegen eine einzelne Neue, oder lieber nicht ?
Mir ist so als ob ich das mal gelesen hätte:
Dass dann der ganze restliche Pack sehr leidet.
Warum eigentlich ? Die Einzelzelle müßte doch eher leiden als der
Rest ? Wenn ich lade wird sie "nicht ganz" voll. Beim Entladen nicht ganz leer, da
besssere Spannungslage und geringerer Innenwiderstand ?!
Helft mir mal bitte auf die Sprünge.

@ Gegie,
das deckt sich sehr gut mit Deinen Tests dieser Zellen...ist eben langsam Schluss damit. Zumindest zum Fliegen.

Oder verkleinere ich doch besser den Pack auf acht Zellen für den
Sender und steige mal langsam um auf 4S5P "Limotion" ?

Gruß
Norbert
[SIZE=1]DX8T v1.02 für Bell 222..aus ECO-8, Blade CX3, Trojan T-28, DX3S für E-REVO BL[/SIZE]

Heinzi

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2

Montag, 21. Juni 2004, 11:25

Zitat

Tauscht man die nun aus, gegen eine einzelne Neue, oder lieber nicht ?


das ist natürlich dir überlassen. habe das auch immer so gemacht, meistens ist das aber schon der beginn des lebensende des akkuspacks, denn zweifelsohne werden in einigen zyklen weitere zellen in die ewigen jagdtgründe eingehen. die frage ist nur wie viele zyklen die nächste schwächste zelle noch macht. das sagt die aber keiner. mit einem tasch kanns du die lebensdauer etwas verlängern. mehr nicht.

Zitat

Dass dann der ganze restliche Pack sehr leidet


nun ja, wenn du als stärkster in eine müde gruppe kommst bist du derjenige der die gesammtleistung etwas erhöhst. im gegensatz zum fussball wo du dann der einzige bist der etwas schneller zu rennen vermag müssen in einem akkupack sämtliche zellen das schnellere tempo mitgehen. durch die neue zelle wird der innenwiderstand des gesammten akkupacks minim verbessert, was zu minim höherer entladespannung führt, was widerum einen höherer entladestrom zur folge hat. somit belastest du die müden zellen etwas stärker. diese mehrbelastung fällt allerdings umso geringer aus, je mehr zellen der pack hat. sie fällt umso stärker aus, je mehr neue zellen du in ein pack hineinbringst.

Zitat

Oder verkleinere ich doch besser den Pack auf acht Zellen für den

sicherheitshalber würde ich davon abstand nehmen.
Gruss Heinzi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heinzi« (21. Juni 2004, 11:30)


3

Dienstag, 22. Juni 2004, 11:26

man kann einzelne Zellen schon tauschen, aber der Rest vom Akku wird auch nicht besser. Wichtig ist, dass zunächst die alten Zellen vollgeladen werden, dann die neue Zelle vollgeladen wird, eingebaut und anschließend der gesamte Akkupack nochmals formiert wird (also mit C/10 für weitere 3-4 Stunden geladen). Ein Wunder an Lebensdauer darfst Du nicht erwarten, aber einen Trainingsakku fürs Sonntagsfliegen reicht das allemal.


Einen Achtzeller kannst Du auch aus dem Akku basteln, aber irgendwann wird der Rest schon auch zusammenbrechen.

nofri

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4

Dienstag, 22. Juni 2004, 11:53

Danke Stefan,
genau so dacht ich mir das auch, und gehe mal davon aus,
dass ich vieleicht am Ende doch einen 8-Zeller für den Sender hätte, zumal da nur 150mA fließen. Also absolut kein Stress mehr für die "Rentner"-Zellen.
Außerdem hat man die Spannung doch schön unter Kontrolle.

Gruß
Norbert
[SIZE=1]DX8T v1.02 für Bell 222..aus ECO-8, Blade CX3, Trojan T-28, DX3S für E-REVO BL[/SIZE]

Heinzi

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5

Dienstag, 22. Juni 2004, 13:18

Zitat

Wichtig ist, dass zunächst die alten Zellen vollgeladen werden, dann die neue Zelle vollgeladen


zellen sollten beim arbeiten immer leer sein, zu gross ist die gefahr eines kurzschlussen. mesitens verschweist dan der jurzschluss und zellen sind über dem jordan. also alle zellen sicher entladen, löten, formieren
Gruss Heinzi

6

Mittwoch, 23. Juni 2004, 15:06

@Heinzi: gut, entladene Zellen sind beim Löten sicherer.
Aber Tiefentladen der Zellen im Pack ist für die NiMH garnix, weil dabei die eine oder andere bereits im Negativstrombereich liegt. Wenn entladen, dann alle Zellen einzeln (zumindest die letzten Reste).

Ein kurz andauernder Kurzschluss (kurzes funken) ist normalerweise kein Problem für die Zellen, klemmt ein Lötspritzer irgendwo dazwischen ists ein größeres Problem. Denn weil die Zelle vom Löten zunächst noch warm ist, fällt es gar nicht auf, dass sich die Zelle von innen weiter aufheizt.

7

Freitag, 25. Juni 2004, 12:27

Servus Stefan,

wo ist das Problem? Zellen entladen, dann löten, dann den neuen Pack formieren . Somit ist die Kurzschlußgefahr beim löten minimiert, und der Pack danach auf einheitlichem Stand.

Gruß, Stefan

Heinzi

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8

Freitag, 25. Juni 2004, 12:52

hallo

@stefan M:

Zitat

Aber Tiefentladen der Zellen im Pack ist für die NiMH garnix

ich sagte ja auch ENTLADEN, nicht "tiefentladen"! ist ein unterschied ;)

es ist fraglich ob die restenergie noch reicht den kurzschluss zu verschweissen. das ist natürlich auch nicht zwingend bei vollem akku, aber die wahrscheinlichkeit ist schon mal um einiges kleiner. und wenn doch, dann reicht die restenergie kaum noch um grösseren schaden anzurichten.

:ok:
Gruss Heinzi

Jettaheizer

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9

Freitag, 25. Juni 2004, 16:40

Hallo Leute,

mal eine blöde Frage von mir:
wäre es da nicht das beste, das komplette Pack zu zerlegen, dann jede Zelle einzeln zu entladen und dann wieder ein Pack draus zu machen?

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

Paul H.

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Wohnort: A-Graz

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10

Sonntag, 27. Juni 2004, 15:23

Dazu braucht man den Pack nicht zerlegen, mit einer dicken Nadel ein Loch in die Schrumpfschläuche an den Zellenmänteln stechen und dann Drähte reinstecken, dann kann man bei verlötetem Pack einfach jede Zelle einzeln entladen (Da ja die +Pole am Becher der nächsten Zelle angelötet sind).

Paul
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