FoxBat

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Donnerstag, 4. November 2004, 20:32

Erfahrung mit Lipo Safety Guard von Polyquest

Hat jemand von Euch Erfahrung damit?
Ich finde es seltsam dass sie erst bei 4,35 Volt/Zelle regulieren.
Ausserdem steht in der Bedienungsanleitung dass es keine Balancer sind. Doch wo ist der Unterschied??
Und warum erst bei 4,35 Volt/Zelle die Regulierung?

2

Donnerstag, 4. November 2004, 21:12

RE: Erfahrung mit Lipo Safety Guard von Polyquest

Zitat

PCM-Guard limits charge voltage to 4.2V per cell, allowing a short-time maximum of 4.35 volts to reduce possibility of false warnings.


bedeutet meiner Ansicht nach, das diese Schutzschaltung für den Betrieb mit Ladern die intern einen Schaltregler einsetzen, ausgelegt ist. Dabei ist ohne aufwändige Filtermassnahmen kaum zu vermeiden das das Rippeln auf der Ausgangsspannung etwas grösser ist als die nominale Ausgangsspannung. Im Durchschnitt liegen dann aber nur 4,2V oder weniger an. Ob diese kurzen Spikes dem Akku schaden oder nicht kann ich nicht sagen. Als Akkuhersteller würde ich sagen ja.
Die Schutzschaltungshersteller stehen nun vor dem Problem das die Schaltung entweder viel zu früh anspricht obwohl die Ladeschlussspannung noch gar nicht erreicht wurde oder ob sie diese kurzen Spikes ignorieren. Diese Schaltung ignoriert sie wenn si kurz sind und wenn sie zu lang werden spricht sie an. Die normale ABschaltspannung ist aber 4,2V pro Zelle.

Ach ja, worauf ich mich beziehe ist das hier: http://aircraft-world.com/prod_datasheets/pcmguard.htm
"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."
Quelle: GBO

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sidigonzales« (4. November 2004, 21:17)


rinninsland

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Donnerstag, 4. November 2004, 21:23

Ein Balancer läßt die Ladung an den Zellen vorbeirauschen, die zu hoch geladen werden. Diese ChargeGuards schauen nur nach, ob die Spannung über 4,2V und schalten dann ab. Deswegen können sie auch wesentlich preiswerter sein. Manuell abgleichen muss man weiterhin.
Technik für Elektroflug ->

FoxBat

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4

Donnerstag, 4. November 2004, 21:54

Danke für die Antworten.

Die Bedienungsanleitung die ich auf Deutsch gelesen habe, war demnach nicht korrekt übersetzt.

Was ich aber immer noch nicht begriffen habe, ist warum die Schaltung nicht auch als Balancer wirkt.
Wenn doch für die eine Zelle, die als erstes 4,2V erreicht, die Ladung unterbrochen wird und für die anderen zwei die Ladung weiter läuft bis sie ebenfalls 4,2V erreicht haben, dann sind doch zum Schluss alle gleich stark aufgeladen, oder?

rinninsland

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5

Donnerstag, 4. November 2004, 22:08

Das sollte bei der Betrachtung des Schaltbildes klar werden :





Der FET (), der im Stromkreis vom Lader zum Akku liegt, schaltet den Ladestrom eben nicht pro Zelle ab, sondern nur komplett.
Technik für Elektroflug ->

FoxBat

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Donnerstag, 4. November 2004, 23:09

Verflucht, dann ist die Übersetzung wirklich miserabel!
In dieser heisst es nämlich:

"Mit diesem sehr nützlichen kleinen Zubehör, können Sie Ihre HQ-Akkupacks schützen.
Kein Risiko von Überladung mehr! Diese Schaltung misst jede Zelle einzel und riegelt die Ladespannung bei 4,2V pro Zelle ab.
Im Falle einer Unterspannung einer einzelnen Zelle im Pack wird diese Elektronik die Zelle wieder auf die Spannung der andern anpassen.
Dadurch wird auch gewährleistet dass jede Zelle die richtige Spannung behält, die Lebensdauer dieser Akkus werden dadurch
auch auf das Maximum erhöht... "

allerdings heisst es da noch was von VERSION 2! Vielleicht erklärt das den Unterschied? ==[]

MatthiasM

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Freitag, 5. November 2004, 09:34

Also diese Version 2 (siehe Geists Link http://aircraft-world.com/prod_datasheets/pcmguard.htm) liest sich tatsächlich so, wie wenn er Balancing könnte. Der reine "Schutzschalter", der einfach aufmacht, wenn eine einzelne Zelle über 4,2V geht, sollte die alte Version - siehe ganz unten auf o.g. Seite - sein.

Ubnd aus dem Blockschaltbild sieht man nichts, was gegen Balancing spricht - für 200 mA Balancingstrom gepulst reichen durchaus interne Schalttransistoren auf dem IC oder jedenfalls innerhalb der "Black Box". Der separat gezeichnete FET ist, würd ich sagen, die "Notbremse" bei Überstrom oder wenn der bordeigene Balncer total auseinandergelaufene Zellen nicht in Griff bekommt und/oder wenn bei vollem Pack der Lader nicht abschaltet (warum denk ich hier an einen bestimmten deutschen Hersteller :shy: )

mfG Matthias

PS.: Wer vermarktet diese Biester in DE (gern incl. Apache-Lader) - sehen interessant aus! Schwachpunkt könnte sein, daß die keine Option haben, 4,1V als Ladeendspannung für Li-Ionenakkus zu machen (bei 4,2V kommt vsl. die eingebaute Schutzschaktung meiner 6Ah-Saft MP176065)

rinninsland

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Freitag, 5. November 2004, 09:49

Ich kann nix wegen Balancing erkennen:

If PQ-PCM-Guard detects that charge voltage to any one cell exceeds the limit, the PCM-Guard electronically disconnects the pack from the charger and the warning LED will light.

If voltage exceeds 4.35V for any cell, the LED will start blinking, then disconnect the charge circuit to the high cell electronically and LED will go off. In that case, disconnect the pack and measure cells/rebalance as instructed below.



Die 4,35V halte ich für ausgesprochen mutig... Das schützt nur vor dem Gau, ist aber nicht sonderlich gut für die Zellen.
Technik für Elektroflug ->

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rinninsland« (5. November 2004, 09:51)


MatthiasM

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9

Freitag, 5. November 2004, 10:04

@Daniel, ja, genau gelesen scheint der einzige Unterschied 5A statt 3A Ladestrom zu sein.

Hmmm, dann werd ich mir wahrscheinlich entweder die Selberbau-Balancer von Karsten Camlott oder Dan Baldwin zu Gemüte führen, das ganze auf 4,1V für Li-Ion trimmen und zusammen mit einem Lader nehmen, der für LiPoly und Li-Ionen jeweils die richtigen Spannungen weiß (ok, den Baldwin'schen Hochstrombalancer kann man ja fast schon als Stand-Alone-Lader hernehmen und einfach solang den Gesamtladestrom laufen lassen, bis alle Balancer am Arbeiten sind.. so ein Balancer iust ja eigentlich nix amnderes als eine ideale "Super-Zenerdiode" mit fast 90°-Knick als Kennlinie)

mfG Matthias

PS.: Heute krieg ich meine Akkus. Mal sehen, ob und wie die auseinanderlaufen. Habe leider keine Möglicjhkeit, Kurven zu machen (nur X-Peak 3 da). Zum etwas ungewöhnlichen, von Fa. Saft angepriesenen Balancingverfahren werd ich ggf. auch eigene Erfahrungen liefern - siehe End-of-Discharge-Balancing für LiIon

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MatthiasM« (5. November 2004, 10:06)