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Sonntag, 14. November 2004, 00:44

Lipos einfrieren?

Hallo,

ich hab mir das neue Buch von FMT connecet - Akku und Ladegeräte für den Modellsport -
Dort wird die Lagerung von Lipos über den Winter ziemlich genau behandelt. In einer dort abebildeten Tabelle geht hervor, daß je kühler man den LiPo lagert, umso größer seine Restkapazität beim wiedereinsetzten ist. Die Tabelle reicht bis 0 Grad, wo sein Verschleiß am geringsten dargestellt wird. Meine Frage ist nun die, (da ich ja 0 Grad nirgendwo genau halten kann) ob man LiPos über den Winter nicht direkt einfrieren könnte, zumindest über die Zeit wo man sie nicht benötigt, sozusagen als Lagerungsstätte.

Weis jemand ob sich der Alterungsprozess bei negativen Temperaturen kompl. stoppen lässt.

Gruß
Harry
[SIZE=2]Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »harry« (14. November 2004, 00:45)


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Sonntag, 14. November 2004, 09:57

RE: Lipos einfrieren?

Hallo Harry,

bitte verstehe mich nicht falsch, aber wozu willst du denn solch einen Aufwand treiben?
Die Lipos haben ja "irgendein" Gel drin. Weißt du, was das Zeugs macht wenn es bei entsprechenden Minusgraden vielleicht kristallisiert (siehe Wassereis)?
--> Frage an die Dipl.-Chemiker hier ;)
Lipos haben ja bei "normalen" Temperaturen schon "fast" keine Selbstentladung.
Wenn du also über den Winter nicht fliegen willst, dann entlade die Akkus auf 1/3 bis max. 50% und lege sie z.B. in den (ungeheizten) Gartenkeller, also nicht gerade auf den Kessel im Heizungskeller.

Mir wären die "Versuchskosten" zu hoch, um den "Alterungsprozess" ganz anzuhalten. Da würde ich mich auch nicht auf die "Erfahrungen" von irgendwelchen Leuten verlassen.

Grüße
Reinhard

3

Sonntag, 14. November 2004, 16:13

Hi!

Die Frage ist durchaus berechtigt und würde mich auch interessieren.
Die (kaum vorhandene) Selbsentladung ist ja nicht das Thema, sondern die fortschreitende Oxidation, die auch bei Nichtgebrauch während des Lagerns passiert. Deshalb definitiv möglichst kühl lagern, das ist erwiesen. Ladezustand so um 40%, eher weniger als mehr, keinesfalls voll!
Wäre also interessant, ob noch tiefere Temperaturen unter 0° noch besser für die Lagerung wären und die Oxidation weiter verringeren. Oder ob die Zellen das nicht abkönnen.

Ich habe da noch eine ganz gute Quelle zu Pflege, Lagerung, Umgang mit Lipos vom Inhaber von BZM (riesiger europäischer Akkuproduzent bzw. Konfigurator). Dieser Sven diskutiert im Nachbaruniversum bei RCN teilweise mit und stellt da auch eine neue Zelle vor, vielleicht habt ihr es mitgelesen.
In Richtung einfrieren werde ich versuchen, mich nochmal schlau zu machen.
Und natürlich jeden bitten, der was zu dem Thema weiß, das hier zu posten.

Soweit,
Gruß Arne

4

Montag, 15. November 2004, 11:46

RE: Lipos einfrieren?

Zitat

Original von harry
...........
Weis jemand ob sich der Alterungsprozess bei negativen Temperaturen kompl. stoppen lässt.



Ja, spätestens bei -273.16 °C bzw. 0 K findet keine Alterung mehr statt.
8)

gpo

RCLine User

Wohnort: Österreich/Ost-Stmk.

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5

Montag, 15. November 2004, 20:24

Hallo

Zitat

...spätestens bei -273.16 °C ...


Mensch, doch nicht eine so ungenaue Antwort! Der absolute Nullpunkt liegt bei -273.15 °C. Also lasst euch bei euren Versuchen nicht irritieren. :dumm: :nuts: :dumm:

Mal im ernst, bei Lipo-Akkus gehe ich von einer Lebensdauer von etwa 2 Jahren aus, ob nun 10 mal oder auch 300 mal geladen. Viel länger werden sie nicht halten, egal wie gut man sie pflegt. Der Kapazitätsverlust wird nach den Jahren deutlich merkbar sein.

Günter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gpo« (15. November 2004, 20:55)


MatthiasM

RCLine User

Wohnort: München

Beruf: Dipl.-Ing Elektrotechnik

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6

Montag, 15. November 2004, 20:45

... und man müßte sicherstellen, daß nicht vorher irgendein Material im LiPo supraleitend wird und das ganzen kurzschließt. :dumm:

mfG Matthias