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tumleh

RCLine Neu User

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1

Montag, 12. November 2007, 23:38

Steuerrad

Hallo,
ich suche ein Steuerrad ca 60-65 mm.
Wer weis wo ich so etwas bekome?
Oder, - noch besser - hat jemand einen Bauplan von so einem Teil.
Danke
Helmut

Wolfsrose

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2

Dienstag, 13. November 2007, 12:41

RE: Steuerrad

Steuerrad für......
1. historische Yachten?
2. moderne Yachten?
3. historische Großsegler?
4. historische Frachtsegler?
5. historische Entdeckerschiffe?
6. Fischkutter?
7. Clipper?
8. Rennyachten?
9. ........................................................................?????
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Mini-Sailor-Grüße
:ok: Wolfgang :ok:

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tumleh

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3

Dienstag, 13. November 2007, 17:16

RE: Steuerrad

Hallo Wolfrose,
der konkrete Anwenungsfall ist eine hist. Yachtschoner. Wurde auch zum schmugeln von Whisky benutzt.

Es würde mich darüber hinaus aber grundsätzlich interessieren wo ich so etwas herbekommen.

Danke
Helmut

Wolfsrose

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4

Dienstag, 13. November 2007, 19:36

RE: Steuerrad

Oh jee,

ich hab`s befürchtet.

Eigentlich hast Du jetzt zwei Möglichkeiten:
1. Stundenlanges Suchen im Net nach diversen Händlern für Modellbauzubehör (hab ich auch hinter mir). Ein paar findest du hier:
http://www.meckiweb.de/schiffsmodellbaulinks.htm[/URL]

2. Unter Zuhilfenahme von diversen Fotos, z.B. aus Büchern oder aus dem Net, Deine Drehbank aktivieren und das beste Steuerrad der aktuellen Modellwelt selbst herstellen. (Mühsam, aber bestimmt ein Super-Ergebnis) ;)

Leider habe ich für diesen Fall keine Vorlage oder konkrete Bastelanleitung. Ich selbst mußte mir letztendlich auch selbst eins bauen füe eine moderne Hochseeyacht. Wollte ja unbedingt ein verchromtes, modernes Steuerrad, und das habe ich in der passenden Größe auch nicht gefunden. :angry:

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Suchen bzw. beim Bauen. Bis denne.........
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Mini-Sailor-Grüße
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Hellmut1956

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5

Mittwoch, 14. November 2007, 00:21

RE: Steuerrad

Hallo Helmut

Im Forum www.schiffsmodell.net hat ein Mitglied, Skipper genannt, vor Jahren einen Beitrag über den Selbstbau eines Steuerrades inkl. toller Bilder. Ist vermutlich im Archiv zu finden
MfG
Hellmut

tumleh

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6

Donnerstag, 15. November 2007, 19:45

RE: Steuerrad

Danke,
einige Leute in verschiedenen Foren haben mir mit Ideen geholfen.
Ich werde mir ein Steuerrad selbs bauen.
Es ist schon eine Schande was für ein Plastik- Schrott bei manchen Bausätzen beiligt. z.B. bei der Valdivia. Ein Super Bausatz. Aber an einigen Ecken wurde dann doch gespart.
Gruß
Helmut

Joachim T.

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7

Freitag, 16. November 2007, 06:36

Zitat

Es ist schon eine Schande was für ein Plastik- Schrott bei manchen Bausätzen beiligt. z.B. bei der Valdivia. Ein Super Bausatz. Aber an einigen Ecken wurde dann doch gespart.


Sorry Helmut, aber das ist doch sicher nicht dein Ernst ???

Es ist schon sehr verwunderlich, wenn da einige der werten Modellbaukollegen sehr hohe Erwartungen bei der Bausatzqualität haben, aber nicht bereit sind den dann daraus resultierenden Preis zu bezahlen. Meckern ist eben immer sehr einfach ! Jeder Bausatzhersteller ist bemüht seine Bausätze zu einem akzeptablen Preis auf den Markt zu bringen, und da bleiben solcher Art Einsparungszwänge eben nun einmal nicht aus. Wärest Du denn bereit bei besserer Ausstattung 100 - 200 EUR mehr für den Baukasten auszugeben ? Echte Modellbauer sollten in der Lage sein, sich das eine oder andere Teil, welches dem Rotstift zum Opfer fallen mußte, selber herzustellen. Anders sieht es da natürlich bei den Modellmontierern aus, die basteln eben nur vorgefertigte Teile zusammen.

Geiz ist eben nicht immer geil ! ;)

Joachim

Wolfsrose

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8

Freitag, 16. November 2007, 10:54

Hallo Joachim,

sorry, aber das kann nicht Dein Ernst sein. Die ETWAS höheren Kosten liegen doch nicht in der Produktion. Oder willst Du ernsthaft behaupten das z.B. qualitativ höherwertige Segel aus Drachenstoff soviel mehr kosten. Das dürfte sich im Cent-Bereich bewegen. Genauso verhält es sich mit den Beschlagteilen. Ein wenig mehr Energie in die Planung gesteckt, dann dürften bei den Beschlagteilen auch vernünftig aussehende Klampen, Lippen und auch Steuerräder möglich sein. Es muß dann ja nicht ein Steuerrad aus Holz sein. Man jann aber auch Steuerräder so sauber aus Kunststoff herstellen dass man einen Unterschied zum Echtholz kaum erkennen kann. Das liegt letztendlich nur an der Planung und Projektierung.
Ich habe die Erfahrung bei der Comtesse gemacht. Der Beschlagsatz dort ist gelinde gesagt sein Geld nicht wert. Komisch ist dann schon, wenn man diese Teile separat in diversen Modellgeschäften in hoher Qualität ersteht, dass dann die Endsumme nur geringfügig über dem Betrag ist, den man bei z.B. Robbe für den Originalbeschlagsatz bezahlen soll.
Ich gebe Dir insofern recht, dass echte Modellbauer in der Lage sein sollten, das eine oder andere Teil selbst herzustellen. Schon allein deshalb, weil mit jedem selbsthergestelltem Teil die Individualität des Modells steigt.
Aber 100-200€ mehr für einen Bausatz anzusetzen ist völlig übertrieben und auch durch nichts zu rechtfertigen! :angry: :angry: :angry:
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Mini-Sailor-Grüße
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Joachim T.

RCLine User

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9

Freitag, 16. November 2007, 12:58

Hallo Wolfgang,

es ist so, daß die Baukästen im VK recht knapp berechnet werden. Du solltest bedenken, das die Hersteller auch noch Entwicklungs-. Form- und Zuliefererkosten haben. Du kannst mir glauben, daß ich weiß wovon ich schreibe, da ich aktuell den Einblick in die Entwicklung und Vermarktung eines neuen Modells habe. Die Baukastenkosten sind da so niedrig angesetzt, daß ein Verdienst kaum merklich ist. Der Hersteller wird nur an den Zurüstkomponenten wie Motore, RC-Ausrüstung etc. verdienen. Beim eigentlichen Baukasten wird mit jedem Cent gerechnet, da die Käufer leider viel zu oft die "Geiz ist geil Mentalität" an den Tag legen. :wall:

Ich habe in den letzten Monaten des Öfteren Anfragen wegen einer Lieferung der Rollfreffanlage, wie ich sie für meine SWAN 53 baute, gehabt. Wenn ich den Fragenden dann den Preis nannte, dann waren diese immer abgeschreckt. Leider kann ich nun nicht zauben, und so dauert die Anfertigung eben ihre Zeit, und diese sollte doch fair bezahlt sein. Leben könnte ich von den Preisvorstellungen welche diese Käuferspezies haben keineswegs. :(

Joachim

Hellmut1956

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10

Freitag, 16. November 2007, 15:44

@ Joachim: Minderwertig realisierte Formen für die Herstellung von Plastikteilen der Beschläge kosten soviel wie hochwertige. Ich habe selber gesehen das man die Formen für die Fertigung in China je nach Komplexität für einen 2- bis kleinen 3-stelligen Preis einmalig in USD realisieren lassen kann. Und auch dort kann man Qualität geliefert bekommen.

Was deine eigenen Erfahrungen mit den Kosten beweisen ist zweierlei:

1. Ein Modell nach Plan von einem Modellbauer erstellt ist unbezahlbar und in seiner Qualität, Funktion und Vorbildtreue von keinem gewerblichen Hersteller unterhalb eines 4-stelligen Betrages in Euro zu realisieren. Deshalb gibt uns das Ergebnis auch die Befriedigung die uns zum Teil Jahre am Bau eines Bootes beschäftigt hält.

2. Die Angebote von Herstellern wie Graupner und robbe, z.Beispiel, sind gerade im Schiffbau unbefriedigend. Der Grund, die Absatzzahlen eines Modelles sind zu gering die Investitionen hierfür profitabel zu machen. Es ist wie du sagst, die Zusatzinvestitionen des Modellbauers in "standard" Zubehör die durch den Erwerb des Schiffsmodelles ausgelöst werden erlauben einen Gewinn zu realisieren.

So kann man von Freunden die Schlepper, Seenotrettungsfahrzeuge oder Schiffe der "grauen Flotte" bauen häufig Kritik an der mangelnden Vorbildtreue hören. Es ist klar, wie im Automobilbau werden Modelle möglichst durch Wiederverwendung von Teilen anderer Modelle aufgebaut.

@ Wolfgang: Es ist der alte Sachverhalt. Wenn ein Kunde und ein Lieferant über eine Bestellung reden dann hat der Kunde einen Mercedes im Kopf, der Lieferant eines Käfer und beide reden über den Preis eines Audis.

Kunden die wirklich hochwertige Baukästen kaufen wollen müssen dafür einen 4-stelligen Betrag auf den Tisch legen. Es gibt auch bei Segelbooten Anbieter welche es den Kunden erleichtern in dem man einzelne Bestandteile, wie z.B. nur den Rumpf, oder das Deck oder Maste, oder Takelage, anbietet und dafür jeweils ein paar hundert Euro verlangen. Da der Bau im allgemeinen 1-2 Jahre dauert kann der Kunde die Ausgabe für den Erwerb über diesen Zeitraum je nach Baufortschritt die Kosten strecken. Hier hat Joachim recht.

Aber die Qualität der Beschlagsätze, und bei Seglern gibt es viele Teile die man bei unterschiedlichen Modellen wieder verwenden kann, ist häufig krass mangelhaft und dort ist deine Kritik berechtigt. Ich habe eine Firma geleitet die Motorroller in China hat fertigen lassen. Zu welchen Preisen man Formen für die Fertigung in China entwickeln und fertigen lassen kann ist frapierend. Ein Beispiel. ich wollte Bremsleuchten auf LED basis haben. In Deutschland habe ich von einer herauf spezialisierten Firma alleine für die Formen für die Fertigung ein Angebot über 1,5 Millionen Euro bekommen. In China habe ich, auch wegen pragmatischer Vorgehensweise ein Angebot bekommen da hätten mich die Formen weit unter 1000,- USD gekostet plus der Kosten für die EU-Zulassung über ein paar tausend USD. Also 1,5 Mio € vs 5000 €.

Qualität aus China ist keine Frage der Kosten, sondern eine Frage des Qualitätsmanagements.
MfG
Hellmut

tumleh

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11

Freitag, 16. November 2007, 15:48

Hallo Joachim,
ich habe nicht behauptet, daß ich für wennig Geld gute Qualität möchte.
Aber für gutes Geld möchte ich gute Qualität. d.h. das Preis/ Leistungsverhältniss sollte stimmen. Bei dem betreffende Beschlagsatz ist dies aber nicht der Fall und deshalb bin ich unzufrieden.
Joachim,
Sich damit rauszureden, daß die Käufer allesamt geizig sind und deshalb mindere Qualität beigepackt werden muß ist ein bisschen lächerlich. Besonders bei einem Baukasten für 1060,- €. (Kaufdatum 2005)
Nochmal, ein Super Bausatz. Aber einige wennige Teile sind absolut Schrott.
Gruß
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tumleh« (16. November 2007, 15:58)


Joachim T.

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12

Freitag, 16. November 2007, 16:37

Zitat

Ein Modell nach Plan von einem Modellbauer erstellt ist unbezahlbar und in seiner Qualität, Funktion und Vorbildtreue von keinem gewerblichen Hersteller unterhalb eines 4-stelligen Betrages in Euro zu realisieren


Dem stimme ich vollkommen zu ! Jeder der ein Modell vorbildgetreu nach Originalunterlagen erstellt hat, weiß wieviel Zeit hierfür benötigt wird.

Zitat

Wolfgang: Es ist der alte Sachverhalt. Wenn ein Kunde und ein Lieferant über eine Bestellung reden dann hat der Kunde einen Mercedes im Kopf, der Lieferant eines Käfer und beide reden über den Preis eines Audis.


Auch hier absolut der Volltreffer, besser kann man es nicht sagen. ;)

Zitat

Aber die Qualität der Beschlagsätze, und bei Seglern gibt es viele Teile die man bei unterschiedlichen Modellen wieder verwenden kann, ist häufig krass mangelhaft und dort ist deine Kritik berechtigt.


Als gute Qualität zählen für mich Beschläge wie die Rollenblöcke von Pekabe oder KDH. Hier kostet dann aber 1 Rollenblock bei ca. 10 EUR, und die qualitativ hochwertigen Steuerräder mit Steuersäule von MKP liegen bei ca. 15 - 20 EUR. Derartige Preise, selbst wenn diese durch große Mengen noch etwas schrumpfen, sind nun einmal für einen Bausatz nicht tragbar.

Zitat

Aber für gutes Geld möchte ich gute Qualität. d.h. das Preis/ Leistungsverhältniss sollte stimmen.


Aber wo liegen da die Grenzen? Das liegt doch einzig im persönlichen Empfinden. Wer hochwertige Modelle erstellen will, und hierfür nur Beschläge in Topqualität nutzen möchte, dem bleibt nur der komplette Eigenbau. Allerdings sollte einem bewußt sein, daß auch hierbei die Baukosten deutlich in den Berich von 2000 EUR steigen können.

Zitat

Sich damit rauszureden, daß die Käufer allesamt geizig sind und deshalb mindere Qualität beigepackt werden muß ist ein bisschen lächerlich.


Nein, mindere Qualität muß nicht beigepackt werden, aber das wird sich dann im Preis bemerkbar machen. Außerdem rede ich mich nicht ´raus, denn ich bin nicht Bausatzhersteller.

Zitat

Zu welchen Preisen man Formen für die Fertigung in China entwickeln und fertigen lassen kann ist frapierend


Völlig richtig, das sind Preise jenseits von Gut und Böse. Nur sollte auch gesagt werden, daß die netten asiatischen Freunde in aller Regel die Erstlieferung perfekt hinbringen, und dann fängt der Reklamationsärger mit den Folgelieferungen an. Bei uns in der Firma haben wir schnell gelernt, daß immer mit ca. 25 % Reklamationsware kalkuliert werden sollte. Ich glaube kaum, daß einem Modellbauer das lieb wäre. wenn der teuer erkaufte Bausatz gleich in den Müll gehört. :shake:

Ich kann sicher manch´erbosten Modellbauer verstehen, aber es wäre auch gut wenn diese sich einmal in die Bausatzhersteller hineindenken. Im kommenden Jahr kommt ein Bausatz aus deutscher Fertigung auf den Markt, der im Preissegmet zwischen 400 und 600 EUR liegen wird. Mit diesem Bausatz wird erstmals eine Qualität erreicht, welche ihres gleichen sucht. Und da werden auch im fernen China die Ohren klingeln ! :D


Joachim

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joachim T.« (16. November 2007, 16:43)


Wolfsrose

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13

Freitag, 16. November 2007, 17:36

Hallo Helmut, hallo Joachim,

ich kann nur als Kunde und Modellbauer sprechen, in die Planungen und Projektierungen solcher Modellbauvorhaben hatte ich bis jetzt keinen Einblick.
Mein hauptsächliches Interesse gilt dem Bau moderner Segelyachten. Davon sind die meisten zwischen Maßstab 1:10 - 1:20. Versucht da mal vernünftige Beschläge zu bekommen und dann noch zu einem reellen Preis.

Zum Vergleich: ich habe die Holepunktschienen für meine Comtesse selbst entwickelt und gebaut. Als Einzelanfertigung sicherlich teuer, aber wenn ich das in eine gößere Produktion (100Stk.) umrechne, müßte ich auf einen Preis von ca. 8€ pro Stück kommen, inklusive Verchromung. Auf dem Modellmarkt gibt es sowas erst garnicht. Und so verhält es sich meiner Meinung nach mit allen weiteren Teilen auch.

Auch Unternehmen wie Graupner und Robbe sollten doch in der Lage sein, das Konzept für ein Modell so zu planen, dass man qualitativ hochwertige Beschläge zu einem günstigen Preis herstellen kann. Und nicht Beschlagsätze hinlegen, die ihr Geld lange nicht wert sind.

Und das man für ein Modell mehr als 1000 Euronen hinlegen soll, um die kleinen Bauteile in guter Qualität zu bezahlen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich kann nur immer als Beispiel mein letztes Modell anführen. Die Bauzeit betrug ca. 1/2 Jahr, und die Kosten belaufen sich inklusive FX18 Fernbedienung keine 700 Euronen. Was daraus zu machen ist, könnt ihr euch hier im Forum (Comtesse, was sonst) anschauen.
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Wolfsrose

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14

Freitag, 16. November 2007, 17:43

Hallo Joachim,

Zitat

Im kommenden Jahr kommt ein Bausatz aus deutscher Fertigung auf den Markt, der im Preissegmet zwischen 400 und 600 EUR liegen wird. Mit diesem Bausatz wird erstmals eine Qualität erreicht, welche ihres gleichen sucht.


mit Deiner Ankündigung eines Bausatzes von 400-600€ gibst Du uns doch recht, oder? Wenn das zutrifft ist es nur zu gut. Genau das ist es nämlich was wir wollen.
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Joachim T.

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15

Samstag, 17. November 2007, 04:31

Zitat

mit Deiner Ankündigung eines Bausatzes von 400-600€ gibst Du uns doch recht, oder? Wenn das zutrifft ist es nur zu gut. Genau das ist es nämlich was wir wollen.


Hallo Wolfgang,

Recht gebe ich Euch nur eingeschränkt, denn von irgend etwas möchte der jeweilige Hersteller - und seine Mitarbeiter - ja auch noch leben.

Der von mir angesprochene Bausatz ist in Punkto Gewinn mehr als nur knapp kalkuliert, und auch bei ihm wird es sicher noch einige Teile aus dem "Teileregal" geben. Einen perfekten Baukasten bei niedrigem Preis wird es nie geben können, es sei denn der jeweilige Hersteller will seinen Konkurs bewußt herbeiführen. Und das könnt Ihr doch sicher nicht wirklich wollen !? Oder wäret ihr denn wirklich bereit für einen Stundenlohn von ca. 2 EUR/Std. täglich zur Arbeit zu gehen ? Bedenkt doch einmal, daß die Baukästen in Auflagen von 200 bis 500 Stck. geplant, und eben auf diese Stückzahl die Form- und Einkaufskosten kalkuliert werden. Da werden Travellerschienen, die sich ein Modellbauer für 8 EUR anfertigt, dann in der "Großserie" vielleicht bei 4 EUR EK liegen. Auch besteht der Baukasten ja nicht nur aus einer Teileansammlung, sondern es gehören noch Entwicklungskosten, Kosten für Recherche und Bilder des Vorbildes, Verpackung, Bauanleitung, Werbung und Versand zum Händler dazu. Viele Modellbauer, die nur aus Baukästen bauen, übersehen schnell die Kosten, welche vor Baubeginn notwendig sind. Modellbauer die nach Originalplänen arbeiten recherchieren oft über einen sehr langen Zeitraum nach Unterlagen, um auch möglichst alle Detail wiederzugeben. Genauso ist das bei den Baukastenherstellern, und da wird Zeit und Geld investiert, die dann der Baukastenmontierer nicht mehr investiert. Ein Bekannter hat in diesem Jahr die BERLIN von Robbe im aktuellen Zustand erstellt, und da hat er dann ´mal soeben weit über 1000 Bilder vom Original gemacht. Hierfür waren mehrere Fahrten nach Laboe fällig, denn manchmal haben Rettungskreuzer Einsätze, und liegen nicht im Hafen wenn man dort ankommt. Somit waren dann auch Kosten entstanden für Nichts und wieder Nichts. Den Baukastenherstellern ergeht es da nicht anders, aber soetwas sieht der Käufer des Baukasten leider nicht.
Von dem von mir angesprochenen Modell sind derzeit 200 Stck. an Händler verkauft, aber um die Investitionskosten zu decken müssen mindestens 500 Stck. an den Modellbauer gebracht werden! Das ist schon ein gewaltiges finanzielles Risiko. Für das von mir entwickelte Zubehörteil wird ein Maschinenpark im Wert von 2000 EUR benötigt, den ein Modellbaukollege bereitstellt. Legt diese Anschaffungskosten doch einmal auf die 500 Baukästen um, auch wenn die Rechnung irgendwo so nicht ganz korrekt ist. Wir haben bei der Kalkulation der Herstellungskosten errechnet, daß letztlich ein Stundenlohn von ca. 3 EUR herauskommt. Für diese 3 EUR/Std. steht der dann ca. 10 Std. täglich an der Werkbank, damit das Modell ab der Nürnberger Messe in den Handel kommen kann. Soetwas kann man nur mit einem großen Herzen für Modellbauer, und im Anfall von Wahnsinn :D , bewerkstelligen. Aber auch da wird es wiederum Nörgler geben, denn allen kann man es einfach nicht recht machen ! :(

Joachim

Wolfsrose

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16

Samstag, 17. November 2007, 10:12

Hallo Joachim,

Du hast ja irgendwie recht. Wenn man von so geringen Stückzahlen ausgeht, muß man auch beinhart kalkulieren.

Vielleicht bin ich auch zu sehr Modellbauer, ich finde bei jedem Bausatz was zum Meckern! :D

Aber das mit dem Maschinenpark ist eigentlich so nicht richtig. Natürlich kauft man sich die eine oder andere Maschine, um Spezialteile auch herstellen zu können. Aber die Maschinen werden dann auch für mehrere Projekte gebraucht.

Ich selbst entwickle gerade ein Zubehörteil zur vorbildgetreuen 2Schoten-Steuerung für eine Genua. Wenn ich die Vorarbeit und Recherche, die Zeichnungen, die Werkzeugerstellung und die Testerei in das Teil hineinrechnen müßte, käme höchstwahrscheinlich auch ein hoher Preis zustande.

Schade das Du so weit weg wohnst, ich könnte mit Dir stundenlang über dieses Thema diskutieren. :ok:
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tumleh

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17

Sonntag, 18. November 2007, 12:21

Hallo Joachim, hallo Wolfgang,
an diesem Gespräch würde ich gerne teilnehmen.
Wenn man die Preise für Modellbauzubehör und Bausätze betrachtet kann man eigentlich nur sagen -"Modellbauer sind alle bescheuert".
Natürlich auch alle Motoradfahrer Segelflieger und Bergsteiger.
Diese Leute investieren eine Menge Geld in teilweise "nutzlose" Hobbys. >Dies sagt zumindest meine Freundin :)
Die Atraktivität eines Modelles wird nach meiner Meinung aber nicht nur durch den Preis bestimmt. Wenn ich ein Modell haben möchte, dann kaufe ich es mir. Wenn es mir heute zu teuer ist, dann spare ich noch etwas. Dazu muß es mir aber gefallen und ich muß den Eindruck haben, "das ist etwas ganz besonderes".
Der auslösende Reiz ist ganz bestimmt nicht (günstig, billig und geizig kalkuliert).
Da ich in der Regel zwischen 1 und 4 Jahre an einem Modell baue ist der Anschafungspreis bezogen auf den Spaß den ich damit habe sowieso sehr gering. d.h. wenn der Bausatz etwas teuerer wird dann hält mich dies nicht vom Kauf ab.
Mein Vorschlag: Da die Bausätze in der Regel sehr gut sind sollten die Hersteller dazu übergehen nur die Beschlagsätze teuerer und höherwertiger zu gestallten.
Das Alleinstellungsmerkmal für einen Hersteller kann die angebotene Qualität sein! :ok: Kompromise sind manchmal gefährlich. Es macht keinen Sinn einen Daimler zum Preis eines Opels anbieten zu wollen. Mag sein, daß man einige Kunden dazugewinnt -andere wird man aber verlieren und den Ruf versaut man sich allemal.
Gruß Helmut

18

Sonntag, 18. November 2007, 22:01

RE: Steuerrad

Zitat

Original von tumleh
Hallo,
ich suche ein Steuerrad ca 60-65 mm.
Wer weis wo ich so etwas bekome?
Oder, - noch besser - hat jemand einen Bauplan von so einem Teil.
Danke
Helmut

Hast du hier schonmal geschaut? http://shop.mkpmodellbau.com/

-> Schiffsbeschläge allgemein -> Steuer