Schrauber

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1

Freitag, 12. Juni 2009, 21:58

Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir helfen ! Ich bin beim Bau eines AAVP´s und will diesen mit zwei 400 Motoren ausrüsten die zwei Props antreiben sollen.
Da ich vom Bootsbau keinerlei Ahnung habe brauche ich nun eure Hilfe was die Wahl der Motoren angeht. Es passen in etwa Motoren der Größe 400 rein, welche würdet ihr mir empfehlen und welche passenden Schrauben dazu (Durchmesser der Schrauben ca. 22mm). Ich möchte eine gute Leistung erziehlen da das Modell im Wasser sehr träge sein dürfte (Schrankwand) :D Gerne können es auch vergleichbare Brushless Motoren sein, denn ein geringes Gewicht spielt auch noch eine große Rolle bei dem Modell !
Vielen Dank für eure Hilfe im vorraus,

Gruß Axel ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schrauber« (12. Juni 2009, 21:59)


Schrauber

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2

Samstag, 13. Juni 2009, 17:46

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

.. noch mal ein paar kleine Informationen, die Stromversorgung liegt bei 7,2V max. aber bei 9,6V. Wichtig wäre halt für mich zu wissen was man für Motoren braucht (Drehzahl und Drehmoment) passend zu der Propellergröße.

Danke Axel

hanjo

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3

Samstag, 13. Juni 2009, 20:39

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,
da sich keiner erbarmt, versuche ich es mal, obwohl mit Schwimmpanzern habe ich auch keine wirkliche Erfahrung:

1. ) Die Props sind lächerlich klein. Das wird richtig dauern bis sich der Panzer in Bewegung setzt wenn er deutlich über 1 kg ist.

2.) Die max. Geschwindigkeit berechnet sich bei einem Verdränger nach der Wasserlinienlängen. (Wurzel aus Länge x 4,5 = km/h. Ist das Teil 80 cm lang kommen da also 4 km/h raus.

3.) Das ein Panzer nicht besonders stromümungsoptimiert ist würde ich mal von
einer Leistung von 5 W je kg ausgehen.

4.) Wobei auch hier ist relativ früh Schluß. Mit angepaßter Drehzahl werden egal bei welchem Rumpf mit den winzigen Props nicht mehr als max.10 Watt umgesetzt.

5.) Um die Rumpfgeschwindigkeit (etwas über 4 km/h) mit Props zu erreichen, die einen Steigungsfaktor von 1,0 haben (z.B. Raboesch) würde ich einen Motor mit einer Lastdrehzahl von ca. 4500 U/Min einsetzen. Nimmst Du also den Prop 5 mm größer, dann sollte die Drehzahl also ca 800 U/Min niedriger liegen.

6. Bei den geringen Leistungen der erforderlichen Langsamläufer ist eine Fehlapassung von 30 - 40 % völlig unproblematisch (solange es kein BL ist, der in der Drehzahl ja wesentlich bereitwilliger hält und in den Strom geht).

Beste Grüße Hanjo

Schrauber

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4

Samstag, 13. Juni 2009, 21:10

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo Hanjo,


danke für deine technische Antwort :ok:

zu1. Ja die Props sind recht klein, aber um nahe am Vorbild zu bleiben ist leider nicht viel mehr drin im Durchmesser max. könnten wir noch auf 23-24mm erweiteren, dann wird´s aber richtig eng ....

zu2. Um die Endgeschwindigkeit geht es nicht unbeding, es sollte sagen wir mal vorbildgetreu durchs Wasser bewegen ....

zu3. Das Gewicht wird schätzungsweise bei 5-7kg liegen .....

zu5. Das Original macht gerade mal 13 km/h im Wasser, umgerechnet auf den Maßstab 1/16 sollte dann 1 km/h ausreichend sein ......

zu6. verstehe ich nicht ganz :shy:

Kannst du mir event. einfach mal ein Motor vorschlagen, was wäre denn jetzt besser BL oder Bürste.
Im Anhang kannst du mal ein Foto vom Heck des Modells sehen. In das "Loch" oberhalb der Ketten kommen dann die Probs rein.

Vielen dank schon mal für deine Hilfe :ok:

Gruß Axel
»Schrauber« hat folgendes Bild angehängt:
  • AAVP (10).jpg

Schrauber

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5

Samstag, 13. Juni 2009, 21:12

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

... und hier noch ein Foto wie das beim Original ausschaut ....
»Schrauber« hat folgendes Bild angehängt:
  • Prop.jpg

hanjo

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6

Samstag, 13. Juni 2009, 21:46

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,
die maßstabsgerechte Geschwindigkeit (Wellenbild und Fahroptik) wird
Geschwindigkeit / Wurzel aus Maßstab berechnet, Also 3 bis 4 km/h passen.

Wasser kann einem Prop hervorragend runterbremsen. Wenn der theoretische
Vortrieb Deines Antriebs doppelt so hoch ist wie die erreichbare Geschwindigkeit wird der Motor runtergebremst. Dieser Vorgang ist bei einem Bürstenmotor harmlos. Faustformel: ein 50 % runtergebremster Motor verdoppelt die Stromaufnahme.

Ein Brushless ist drehzahlsteif. Er will die Drehzahl unter allen Umständen halten.
Wenn man versucht ihn auf halbe Drehzahl runterzubremsen verzehnfacht sich die Stromaufnahme.

Deswegen sollte die Drehzahlanpassung bei BL halbwegs stimmen. Bei Deinen kleinen Props ist die Situation allerdings entschärt. Irgendwann quirlen die nur heiße Luft ohne daß die Last für den Motor zunimmt.

Beste Grüße Hanjo

Schrauber

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7

Samstag, 13. Juni 2009, 22:55

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hi,


ich hab gerade mal gegoogelt nach Motoren ...... leider bin ich da überfordert da die Angaben zu den Motoren recht unterschiedlich sind. Mal wird die Watt-Zahl angegeben, mal nicht .... ich weis echt nicht genau was im Endefekt im Zusammenspiel mit Drehzahl, Watt, U/min, Volt ein gutes Paket für das Modell ergibt. Daher wäre ich wirklich sehr dankbar wenn ihr mir einen Vorschlag unterbreiten könnte.

Noch mal zu den Technischen Daten die vorliegen :

Max. Außendurchmesser Motor ca. 30mm
Betrieb zwischen 7,2V und 9,6V
Wattzahl nach Hanjos Berechnung ca. 40W
Propdurchmesser ca. 22mm
Lastdrehzahl um die 4500u/min
Preis bei BL incl. Regler unter 50€

Danke Gruß

Axel

hanjo

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8

Samstag, 13. Juni 2009, 23:30

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,
also mit kleinen Props kommen mit angespaßten Motoren max 20 Watt zusammen,. Also 10 Watt je Motor. Dein Bootsgewicht ist dann quasi unerheblich wenn die Props mehr Leistung nicht ins Wasser bringen können.

Ich würde 25 mm Raboeschs nehmen, diese Motoren
http://www.neuhold-elektronik.at/catshop…roducts_id=1706

an 9,6 Volt. Regler CTI Thor 15.

Beste Grüße Hanjo

Schrauber

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Samstag, 13. Juni 2009, 23:49

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hi Hanjo,


du meinst also ein Motor mit mehr Leistung ist Verschwendung ? Habe sicherlich noch so einen Motor hier, werde ich dann mal ausprobieren.

Noch mal kurz eine frage zum Prop, macht es eigentlich einen Unterschied ob man einen 2,3 oder 4 Blatt Rrop verwendet und spielt die Steigung noch eine Rolle ? Beim Original (siehe Foto) ist der Prop ja in einer art Gehäuse ähnlich wie bei einem Jetantrieb verbaut, da müssen doch die Enden des Props dem Innengehäuse angepasst sein (Rundung Innenwand) oder spielt auch das eine geringfügige Rolle ?

Gruß Axel

hanjo

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10

Samstag, 13. Juni 2009, 23:57

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,
Props die in solcher Umgebung eine gute Form haben sind Kort Props:
http://www.hobby-lobby-modellbau.com/onl…ages/2839_0.jpg

Oder Du mußt schauen ob du einen Graupner 19 mm Mini Jet für Deine Zwecke anpaßt.. Der würde dann ja wohl getaucht in Deinem Panzer laufen, wenn ich das richtig deute.
Beste Grüße

Schrauber

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11

Sonntag, 14. Juni 2009, 22:12

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hi Hanjo,


die Mini Jet Düse passt leider nicht rein. Ich hab mir mal zwei Kord Props mit 30mm bestellt, diese muss ich dann auf 28mm runter arbeiten damit sie rein passen. Hoffe das ich mit dem großen Durchmesser noch hinbekomme !

Gruß Axel

hanjo

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12

Sonntag, 14. Juni 2009, 22:28

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Hallo,
runterarbeiten ist prima, aber achte darauf, daß es nicht unwuchtig wird.

Falls es Raboesch Messingprops sind:
Die Steigung bleibt übrigens erhalten wenn Du den Durchmesser reduzierst.
Wenn Du Beispielsweise auf 20 mm reduzieren würdest, wäre somit der Steigungsfaktor nicht mehr 1,0 sondern 1,5.
Du mußtest also dich mit niedrigerer Lastdrehzahl einpendeln (3-4000 ) wenn Du optimal anpassen willst.
Das heißt, bei Reduzierung des Durchmessers bleibt es bei der ursprünglichen Steigung von 30 mm und somit sinkt der Steigungsfaktor.

Beste Grüße

Schrauber

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13

Montag, 15. Juni 2009, 10:29

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Zitat

Original von hanjo
Hallo,
runterarbeiten ist prima, aber achte darauf, daß es nicht unwuchtig wird.

Falls es Raboesch Messingprops sind:
Die Steigung bleibt übrigens erhalten wenn Du den Durchmesser reduzierst.
Wenn Du Beispielsweise auf 20 mm reduzieren würdest, wäre somit der Steigungsfaktor nicht mehr 1,0 sondern 1,5.
Du mußtest also dich mit niedrigerer Lastdrehzahl einpendeln (3-4000 ) wenn Du optimal anpassen willst.
Das heißt, bei Reduzierung des Durchmessers bleibt es bei der ursprünglichen Steigung von 30 mm und somit sinkt der Steigungsfaktor.

Beste Grüße



:dumm: ähhh wie bitte das verstehe ich jetzt nicht was du da schreibst ! Erst sagst du das sich die Steigung verändert beim abdrehen und dann wieder nicht ..... mit Steigung meinst du den Anstellwinkel der Blätter oder ?
Was meinst du mit einpendeln, ich hätte gedacht das je kleiner der Durchmesser wird um so größer müste die Drehzahl sein. Was würde denn passieren wenn ich z.B. an den 28mm Prop eine Drehzahl von 10.000U/min anlege ?? :shy:
Wie testet man denn die richtige Drehzahl zu einem Prop, oder gibt es da ggf. ein Formel zum berechnen. Wie gesagt, der Durchmesser ist von 22mm auf 28mm gestiegen.

Gruß Axel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schrauber« (15. Juni 2009, 10:30)


hanjo

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Montag, 15. Juni 2009, 12:20

RE: Antriebswahl Schwimmpanzer AAVP

Öhm nö,
habe ich nicht geschrieben. Aber es hätte natürlich heißen müssen somit steigt der Steigungsfaktor.


Steigung ist der theoretische Weg den die Schraube bei einer Umdehung das Boot nach vorn schiebt.

Ein Raboesch Prop hat einen Steigungsfaktor 1,0. Wenn Du einen Prop mit 30 mm Druchmesser hast ist also die Steigung ebenfalls 30mm. Wenn ich den Prop auf 20 mm verkleinere, dann bleibt die Steigung 30 mm. Die Blätter stehen nicht so flach, wie sie bei einem Original 20 mm Prop wären. Der ´Steigungsfaktor hat sich also auf 1,5 erhöht bezogen auf die 20 mm.

Beste Grüße Hanjo