Hanno

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61

Mittwoch, 16. April 2003, 14:54

Hi Nubee,

hab heute leider keine Zeit mehr, aber ich schreib morgen ausfühlicher... Ich denke Du könntest mal Messingprops von AeroNaut oder Krick probieren. Aber lass mich morgen erst noch was zum Thema Gleitfahrt erzählen bevor Du losrennst... Die 720 torque meiner Norderney drehen locker 55er Vierblatt mit gerade mal 2,6 A Stromaufnahme. Diese Props harmonieren 1a mit den torque Motoren. Ein Freund von mir färt einen 48Kg schweren Versorger mit zwei 900ern und Getriebe 1,5:1, Strom ca. 10A je Motor. Hat auch ne Wasserkühlung. Der Versorger gleitet jedoch nicht. Mehr zum Thema Gleiten wie gesagt morgen...
Strommessung ist DIE Idee übrigens...
cu,Hanno
[SIZE=3]Wenn ich DIESELLÄRM hören will, dann stell' ich mich an die AUTOBAHN.[/SIZE]

62

Mittwoch, 16. April 2003, 16:26

*hinsetz*

sodele, die eben investierten 20 Oiro haben zu Tage gebracht, dass in der Badewanne bei Volllast genau 8A gezogen werden. (bei einem Motor) Also genau der angegebene Nennstrom beim höchsten Wirkungsgrad.
Wenn ich Thorsten heranziehe ("in der Badewanne sind die Ströme weitaus höher bzw auf dem See niedrieger"), würde das ja heissen, dass meine Schrauben zu klein sind, bzw ich mittels Getriebe bei gleichen Schrauben mehr Umdrehungen erreichen müsste. Hmhmhmhm...
Also festhalten kann man wohl, dass die Schrauben definitiv NICHT zu gross sind.
Nun gilt es eben den Effekt der "Badewanne" genau einzuschätzen. Wenn da 30-40% dazukommen, wären die Motoren auf nem See ja stark unterfordert. Wenn es nur 5% sind, liegen die Schrauben nahe am Optimum.
Ich wage das nicht einzuschätzen.

Ich warte mal ab, was deine Meinung morgen bringt und was die anderen hier sagen.

Noch eine andere Sache, die ich erwähnen möchte --> Bei Torsten (Gietenbruch) habe ich zwei Wellen (M5, 331mm lang) bestellt und es zieht mir fast die Schuhe aus. Gerade nach Erhalt das Paket ausgepackt und sie sind -wie sag ich es - absolut hammergenial! :ok: Und das bei mehr als fairen Preisen. Ich kann diese Adresse nur weiterempfehlen. Wer also gerade auf der Suche nach Wellen ist - da anfragen --> gietenbruch@t-online.de.

Grüsse
Markus

PS: Wenn diese 48Kg Wanne mit zwei 900ern gleiten würde, liefe bei mir aber einiges verkehrt ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nubee« (16. April 2003, 17:43)


63

Donnerstag, 17. April 2003, 00:30

Hallo Markus!

Freut mich, daß die Wellen wohlbehalten bei Dir eingetroffen sind und Du so zufrieden bist.

Nochmal wegen diesen Pfosten-Steckern: Sie heißen Pfosten-Steckverbinder.

Schau mal hier (hoffentlich funzt dieser Mammut-Link...):

Nee, funzt nicht... ;(

Such mal bei Conrad nach Pfosten*, dann findest Du sie auch.

Grüße

Torsten
[SIZE=4]www.zuendapp.net - die grösste Zündapp-Community im Internet! :ok:[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Torsten_G« (17. April 2003, 00:32)


Hanno

RCLine User

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64

Donnerstag, 17. April 2003, 09:46

Hi Nubee,
also wenn das soooo ist...
also erst mal meine ich das Badewannentests doch einigermaßen aussagekräftig sind. Jedenfalls dann, wenn das Wasser durch die Rundungen der Wanne schön im Kreis strömt. Hält man das Boot an einer Wannenseite fest, Heck Richtung Abfluß, dann kriegt man das prima hin. Kannst ja mal die Stromaufnahme messen, wenn das Wassser sauber im Kreis strömt und anschließend, wenn die Strömung gestört wird, indem Du da Boot in eine andere Position bringst...
Die Props scheinen also wenn überhaupt, dann ein bischen zu klein zu sein, denn 8A "Badewannenstrom" ist ja fast perfekt. Die Erwärmung, von der Du berichtet hast, erfolgt also über einen längeren Zeitraum. Das ist ok. Du mußt Dir vorstellen, das die Wärme, die ja im Wicklungsdraht entsteht, erst mal über den Anker, die Welle und die Lager ans Motorgehäuse geleitet werden muß, bevor Du sie von dort "entsorgen" kannst. Gefährlich wirds für den Motor, wenn so viel Wärme frei wird, das sie nicht schnell genug von den Wicklungen abgeleitet werden kann. Das ist aber bei 8 oder auch 10A beim 900er lange nicht der Fall. Ich würde aber trotzdem eine Wasserkühlung einbauen. Im Sommer in der prallen Sonne kann sich der Innenraum nämlich durchaus auf 80°C und mehr aufheizen. Hab ich alles schon erlebt. Dann ist die Kühlung,nicht nur der Motoren, natürlich deutlich verschlechtert. Auch diese ganzen ungekühlten Fahrtregler mit Schrumpfschlauch drum schalten dann besonders schnell ab (bestenfalls *g*), besonders, wenn sie mit Bleiakkus und im Dauerbetrieb, und dann auch noch im Teillastbereich gefahren werden.
Sinnvoll ist eine Belüftung des Innenraums, zB. mit kleinen Computerlüftern. Man kann dann evtl. vorhandenen Lüftergitter oder Saug-/ Drucklüfter vorbildgetreu in Betrieb nehmen. Hab ich an meiner SAR33 gemacht. Meine ALE bekommt ein ganzes Belüftungssystem. Das hat auch den Vorteil, das Kondenswasser abtrocknet (warmes Schiff erst in der Sonne/Auto und dann im kalten Wasser...) und Bilgewasser verdunstet.
Also, bei einem Kollegen von mir treiben 2 wassergekühlte 900er eben diesen 48Kg-Versorger an. Sie brauchen jeder ca. 10A bei Vollgas. Für die Motoren ist das dank der Kühlung kein Problem. Wenn Du allerdings die Propeller bei Dir vergrößerst, dann verringerst Du auch die Drehzahl. Bei einem Verdränger wirkt sich das kaum aus, die Größe des Props gleicht das aus bzw. der Schub wird sogar großer. Für die Gleitfahrt gelten andere Gesetze. Der Prop muß nicht eine große Wassermenge befördern, sondern das Wasser schnell genug bewegen, nämlich schneller als das Boot fahren soll. Dazu ist eine gewisse Mindestdrehzahl erforderlich. Man kann nun natürlich statt des Propdurchmessers die Steigung vergrößern. Dann wird pro Umdrehung das Wasser schneller bewegt. Aber auch das macht nur Sinn bis zu einer bestimmten Steigung, denn desto steiler der Prop, desto mehr Wasser wird quasi "im Kreis gedreht" und verläßt den Propellerbereich radial, also zur Seite weg statt nach hinten. Das liegt an der Trägheit, der Masse des Wassers. Der Wirkungsgrad des Propellers sinkt.
Was Du brauchst ist warscheinlich nicht "mehr Steigung", auch nicht "mehr Durchmesser" sondern "mehr Drehzahl", und das bei gleichem oder nur geringfügig höherem Motorstrom. Wie kriegt man das? Ganz einfach: Erst mal die Last, also den Prop kleiner machen. Dann dreht der Motor schneller. Aber damit sinkt auch der Motorstrom. Wir verlieren Leistung. Also zweitens den Strom erhöhen. Wie? Indem man die Energie, mit dem der Strom durch die Motorwicklungen gejagt wird, vergrößert. Dies geschieht durch mehr Batteriespannung. Dh. durchaus 3x 6V Blei = 18V (oder sogar 24V) oder entsprechend NC/NiMH-Zellen. Aber immer mit Blick auf den Strom, der nicht größer als 10A werden darf (Ist jetzt mal unsere Grenze, was der Motor wirklich aushält kann ich nicht sagen, da zählen Erfahrungswerte. Außerdem willst Du ja auch ne möglichst lange Fahrzeit)
Für Dein Schiff gilt als Faustformel: 1. Die Drehzahl durch die Last/den Prop beeinflussen, 2. den Strom durch die richtige Betriebsspannung auf 10A, aber nicht mehr bringen bzw. begrenzen.
Und damit sind wir wieder bei den Anfangs genannten Schnellbooten. 1,4m mit 1x 900er auf 24V (und 60er Rennprop, wenn ich mich richtig erinnere) geht ab wie Schmidt's Katze, wenn man es richtig macht. Wenn man es nicht richtig macht, gibts halt Rauchwolken. Ich denke wenn Du experimentierfreudig bist, hast Du nun 'ne gute Basis.
Ach so, der Fahrtregler muß natürlich für die hohe Spannung geeignet sein. Da gibts nicht so viele die das können. Entweder mchydro55 von Graupner oder, wesentlich preiswerter, ich glaub navy 540 heißt er, von robbe. Diese beiden haben auch vernünftige Kühlflächen und sind obendrein auch noch wasserkühlbar.
Was die Gleitfahrt angeht, wenig Gewicht ist natürlich immer gut und spart Energie. Dein Modell sollte nicht tiefer als vorgesehen (KWL) im Wasser liegen. Ziegelsteine oder Bleiakkus gleiten nämlich am schlechtesten :D
Nu fällt mir noch n Tip zum Thema Kupplungen ein: Von robbe (oder anderswo, zB. Harhaus) gibt es was feines, wird bei robbe unter der Bezeichnung "Hochlastkupplung" geführt glaub ich. Es handelt sich um zwei außenverzahnte Aufsatzstücke für die Wellenenden, die über ein innenverzahntes Kunsttoffteil, ählich einem mini-Zahnriemen, verbunden werden. Die Dinger sind's! Kein Schlagen, keine Vibrationen, kein Lärm, kein Ausschlagen der Kardangelenke usw... Nur lassen sie nur minimalen Achsversatz zu, aber da warst Du sicher ordentlich... *fg*
Nu gut, so weit ersma,
Bis denne, Hanno
[SIZE=3]Wenn ich DIESELLÄRM hören will, dann stell' ich mich an die AUTOBAHN.[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hanno« (17. April 2003, 10:02)


moeza

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65

Donnerstag, 17. April 2003, 12:30

@hanno:

hast du mehr infos zu dem 50kg Versorger? mich würde interesieren:

Prop durchmesser/anzahl der blätter (steigung)
drehzahl der prop unter last (ca.)
top speed
------------------------------------------------
Irgendwie sind blöde ideen immer die lustigsten...

66

Donnerstag, 17. April 2003, 13:13

Mahlzeit,

Also die von dir geschilderte Variante - Hanno - (2xU, bei konstant I) führt sicherlich zu merkbar mehr Druck. Immerhin liegt dabei ja auch die doppelte Leistung an den Wellen.
Ich dachte da eher an eine Optimierung unter 12V. Am einfachsten natürlich durch andere Props zu erzielen. Und da werde ich wohl auch n bissel rumtesten. Ich denke da so an 20-40% Schubzuwachs bei 10A (12V) durch grössere Probs.
Dann sollte mir das ganze aber auch langen. Die Gefahr, dass 60er Probs bei mir die Drehzahl in den Keller ziehen sehe ich noch nicht so. Und zum Testen sind die 5 Oiro auch nicht zu teuer.
Diese Kupplung hatte ich schon in den Händen. Aber es gab sie nur für M5 Wellen motorseitig. Die starren Kupplungen machen mir aber auch keine Sorge. Wofür gibt es gute Wellen?! *zu Torsten zwinker*

Grüsse Markus

Hanno

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67

Donnerstag, 17. April 2003, 14:10

Hi Markus,
ist aber so. Aber die Kiste fährt ja so auch ganz prima wie man auf den Bildern sieht. Ich würde mir jetzt auch nicht noch 'nen Fahrtregler kaufen und wieder alles ganu anders machen. Aber vielleicht hilfts Dir später oder jemand anderem ;)
Ich weiß, ich schieße immer mit Kanonen auf Spatzen :nuts:
Bis denne, Hanno
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Der Zeugwart

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68

Freitag, 18. April 2003, 14:26

Tach zusammen,
ich hab´ da mal ne´kleine Zwischenfrage:
Wie misst man den mit einem Multimeter für 20 Euro aus´m Baumarkt ´nen Strom von 8 Ampere? Bei meinem Teil ist da bei 250mA schluss. Braucht man da ´nen Vorwiderstand oder was?

Prost, Dieter

Xtra-Thore

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69

Freitag, 18. April 2003, 14:58

Hmm, wie alt ist deins ?? Mein Multimeter von Aldi für 3,79 kann laut Schild bis 10 Ampere messen, aber das hält bewiesen bis 20 Ampere....

bye! :O

Der Zeugwart

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70

Freitag, 18. April 2003, 19:14

Hmm,ist noch gar nicht sooo alt.
Aber naja ich glaube solche Sachen kauft man sowieso besser bei Aldi als bei Conrad. Hab ich also keine Chance mit meinem Gerät, oder?

Prost,Dieter

71

Freitag, 18. April 2003, 21:44

Nabend,

also das Hörnchen hat nen gesicherten 250mA-Kreis und einen ungesicherten 25A-Kreis. 25A hält das Teil laut Hersteller 15secs aus. Weiss nicht, ob du auch sone zweite Buchse hast.

Der Versuch mittels leicht erhältlichen 3 Blatt 65cm Schrauben n bissl mehr Druck aufzubauen scheiterte. In der Badewanne zeigte das MM nur 7A, was sich auf dem See dann auch bestätigte. Merkbar weniger Fahrt. (was mich fast wundert, da insgesamt nur 2A von 16 fehlen).
Also wieder ne runde bestellen gehen und diesmal 60er 2 Blatt Renn-Props probieren.

An das "Lacken" traue ich mich eh nicht so recht dran. Hatte n paar mal schon die Farbeimerchen in der Hand, aber dann respektvoll wieder beiseite gelegt. So kann ich wenigstens noch n bissl Zeit schinden, in dem ich an dem Antrieb rumhühner ;).

Grüsse
Markus

72

Samstag, 19. April 2003, 13:41

Zitat

Original von Nubee
...Diese Kupplung hatte ich schon in den Händen. Aber es gab sie nur für M5 Wellen motorseitig. Die starren Kupplungen machen mir aber auch keine Sorge. Wofür gibt es gute Wellen?! *zu Torsten zwinker*

Grüsse Markus


Hallo Markus!

Was denn, schon wieder neue Wellen?

Nee, oder? :nuts:

Vergleichbare Kupplungen gibt´s auch von Graupner (diese schwarzen Hochlast-Kupplungen). Auch da sind unterschiedliche Kupplungsstücke erhältlich.

Viele Grüße

Torsten
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73

Sonntag, 20. April 2003, 12:21

Naaaaaa, so schnelle verballer ich Wellen nun auch nicht. :nuts:

Es war natürlich eine Anspielung auf deine Wellen, mit denen ich diese Hochlast(Schwingungsdämpfer)-Kupplungen nicht mehr benötige.

Grüsse
Markus

74

Sonntag, 20. April 2003, 16:36

Hallo Markus!

Mal egal, wie gut die Wellen sind - die Kardan-Kupplungen machen schon Sinn...

Ansonsten muß man den Motor zur Welle extremst gut ausrichten, das ist gar nicht so einfach.

Ferner haben alle Teile immer etwas Schlag, und wenn´s nur 1/100 mm ist, bei einer starren Kupplung wird´s dann schon recht schnell laut...

Grüße

Torsten
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