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Bauknecht02

RCLine Neu User

  • »Bauknecht02« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 28. September 2010, 01:10

Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Hallo Zusammen.
Hab jetzt mal ne Frage zu der Vorzugsdrehrichtung der Motoren. Auf anfrage nach Schiffreglern für mein Futterboot bei http://www.modellbau-regler.de bekam ich diese Antwort von denen:
Auch Vor/Rück Regler für Cars geben in beide Richtungen Vollgass. Das Problem sind die Motore.
In deinem Boot laufen die Motore gegenläufig also einer rechts rum der andere links rum wenn das Boot vorwärts läuft.

Die Speed 600 Eco haben aber ne Vorzugsdrehrichtung. Das heißt selbst dann wenn man KEINE Regler verwendet und die Motore einfach nur an den Akku klemmt dann wird so ein Motor in die eine Richtung schneller laufen als in die andere.

Kurz . . . . Wenn ich dir Regler verkaufe kann ich durchaus Geld verdienen ABER an deinem Problem würde sich nichts ändern.

Es gibt 2 Möglichkeiten das ganze in den Griff zu bekommen.

1. Beide Motore in die gleiche Richtung laufen lassen und 2 gleiche Schrauben benutzen (Dann wirds besser aber noch immer nicht zu 100% geradeaus)

2. Andere Motore verwenden die keine Vorzugsdrehrichtung haben. So etwas gibt es aber nicht sehr viele. Bitte nicht nach ner Empfehlung fragen weil welche da genau in Frage kommen kann man am besten bei Leuten erfragen die MOTORE verkaufen :)

Ich baue seit 20 Jahren Regler und Boote verlass dich drauf genauso wie ich das schreibe ist das auch.

Gruß Michael Schott
Modellbau-Regler-Team

So.... Jetzt bin ich auf der Suche nach solchen Motoren, bei denen die Drehrichtung gleich ist. Wäre für Vorschläge echt Dankbar, da ich Angler bin und kein Modellbauer.

Gruß
Dieter
:ok:
Die großen Fische fängt man da, wo die Anderen nicht hin werfen können !

pompebled

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2

Dienstag, 28. September 2010, 22:06

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Hallo Dieter,

Wenn die motoren von der Grösse her passen, könntest du zwei Stück von diese nehmen:
http://www.hobby-lobby-modellbau.com/onl…---12-Volt.html

Die haben eine Doppelseitige Welle; einen Motor 'normal' herum einbauen, die andere so, dat die andere Wellenseite genützt wird.
So laufen beide Motoren in die gleiche richtung und die Schrauben aber gegenläufig.

Gruss, Jan.
Bootsfahrer sind nette Leute.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pompebled« (28. September 2010, 22:08)


Bauknecht02

RCLine Neu User

  • »Bauknecht02« ist der Autor dieses Themas

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3

Mittwoch, 29. September 2010, 00:04

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Hi Jan !
Die Idee mit der doppelten Welle ist genial. Leider ist der Durchmeser der Welle zu groß.
Macht aber auch nichts. Hab heut 2 günstige Schiffregler bekommen.
Eingebaut und geht. Trotzdem Danke ! :ok:

Gruß Dieter
:ok:
Die großen Fische fängt man da, wo die Anderen nicht hin werfen können !

pompebled

RCLine User

Wohnort: Sneek, Niederlande.

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4

Mittwoch, 29. September 2010, 10:08

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Hallo Dieter,

Dafür gibt es Kuppungen für verschiedene Durchmesser...

Aber mit zwei Regler soll es auch klappen.

Guter Fang!

Gruss, Jan.
Bootsfahrer sind nette Leute.

5

Mittwoch, 29. September 2010, 14:09

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Zitat

Original von Bauknecht02
Die Speed 600 Eco haben aber ne Vorzugsdrehrichtung. Das heißt selbst dann wenn man KEINE Regler verwendet und die Motore einfach nur an den Akku klemmt dann wird so ein Motor in die eine Richtung schneller laufen als in die andere.



Ja und? Meinst Du das fällt bei normalem Betrieb irgendwie auf? :shake:

Sorry, aber man kanns auch wirklich kompliziert machen....Du weisst außerdem sicherlich dass unsere Modellmotoren in der Regel Massenprodukte mit einer zum Teil erheblichen Serienstreuung sind. Da findest Du nie zwei mit der gleichen Drehzahl.

Ich baue seit fast 40 Jahren unter anderem Schiffe (auch ander Sparten) Um solche theoretsichen Gedöndels habe ich mich (und mit meine dutzenden Kollegen die mich durch die Jahrzehnte begleitet haben) keinerlei Gedanken gemacht, weil überflüssig ist.

Wenn Du nun parto besser schlafen möchtest, lasse die Motoren entweder einige Minuten mit geringer Spannung (2-3 V reichen) in destiliertem Wasser in der gewünschten Drehrichtung einlaufen.

Alternativ kannst Du auch vorsichtig das Lagerschild ein wenig gegen den Uhrzeigersinn drehen.

Aber wenn Du die Motoren einfach einbaust gehts genauso gut. Meine Schütze und die Berhmpohl sind beide annähernd 30 Jahre mit den ersten Motoren unterwegs.......

Gruß
Honey Bee King 2, BL 3900,
Eflite MCX und MSR, LAMA V3, Carsonn Hughes 500, Skylifter
Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

aerostar

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6

Mittwoch, 29. September 2010, 14:13

Hallo Dieter,

Lagerschild verdrehen! Bürstenmotoren mit Vorzugsdrehrichtung haben "Frühzündung" eingestellt, d.h. die Kommutierung der Spulen erfolgt ein paar Grad vor dem eigentlichen (geometrischen) Zeitpunkt. Sie sind also gegen die Laufrichtung verstellt.
Du müsstest die Haltezapfen am Gehäuse aufbiegen/wegschleifen (Motor vorher sorgfältig abkleben, die Späne bekommst Du nie wieder von den Magneten runter) und das Lagerschild entgegen der neuen Laufrichtung verdrehen, meiner Erinnerung nach ca. 8mm am Umfang.
Das blöde ist, dass man nicht genau weiß, wieviel Frühzündung der Rechtsläufer ab Werk hat. Genau bekommt man es mit Messungen von Strom und Drehzahl beider Motoren heraus. die müssen nach dem Angleichen etwa übereinstimmen.

Nach getaner Arbeit das Lagerschild mit ein paar Tropfen 5-min Epoxy am Rand sichern.

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »aerostar« (29. September 2010, 14:16)


Moorkapitaen

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7

Mittwoch, 29. September 2010, 21:02

Das ganze dann aber möglichst nur bei Motoren mit Schachtkohlen - die einfachen Hammerkohlen können sich verkanten.
Oder man nimmt was gutes von Plettenberg - die können werkseitig auf LL umgestellt werden..
Oder man nimmt Brushless-Motoren - denen ist die Drehrichtung egal.

Gruss Jürgen

aerostar

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8

Mittwoch, 29. September 2010, 21:35

Zitat

Original von Moorkapitaen
Das ganze dann aber möglichst nur bei Motoren mit Schachtkohlen - die einfachen Hammerkohlen können sich verkanten.


Hallo Jürgen,

das ist eher theoretisch, noch nicht mal das. Die ganzen Mabuchi, Johnson etc. laufen zuverlässig in beide Richtungen. Nicht nur im Modellbausektor, sondern als diverse Stellmotoren. Zumindest hat sich bei mir noch nie eine Kohle verkantet, und ich habe eine Menge Speeds verschlissen.
Nur der Wirkungsgrad ist immer ein Kompromis.

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

Moorkapitaen

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9

Mittwoch, 29. September 2010, 21:45

Zitat

Original von aerostar
Zumindest hat sich bei mir noch nie eine Kohle verkantet
Martin


Bei mir schon,

hat aber sicher eher was mit mutwilligen Überlastungen zu tun :D

LG Jürgen
der in seiner 'Karriere" auch schon diverse Elektro-Lambos in die ewigen Ampere-Jagdgründe gehimmelt hat

10

Mittwoch, 29. September 2010, 21:47

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Zitat

Original von Thommthomm... Massenprodukte mit einer zum Teil erheblichen Serienstreuung sind. Da findest Du nie zwei mit der gleichen Drehzahl

In diesem Fall könnte die Vorzugsrichtung sogar ein Vorteil sein. Wenn man Glück hat, gleicht der Unterschied zwischen den Drehrichtungen die Serienstreuung aus :D

@Dieter:
Fährt das Schiff wirklich so schlecht geradeaus?

@alle:
Hat der Speed 500/12V eine Vorzugsrichtung oder fällt der raus, weil die Leistung nicht reicht?

hanjo

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11

Mittwoch, 29. September 2010, 22:32

RE: Vorzugsdrehrichtung bei Motoren

Hallo,

leider sind unsere Angler halt häufig Leute die mit den Motoren lenken wollen.
Wenn das Boot sich dann nicht vernünftig mit irgendwelchen Mischern steuern läßt, wird der Grund oft bei den nicht syncron laufenden Motoren gesucht.
Es würde mich nicht überraschen, wenn das in diesem Fall auch so ist..

Es laufen tausende Scale Boote (Rennboote ist eine andere Story) mit dieser
Problematik ohne Probleme. Krezufahrt-Modelle, Fähren, Schlachtschiffe und Schlepper. Natürlich auch mit 600 Eco.

Der Drehzahlunterschied im Leerlauf liegt bei unter 3 % bei diesem Motor. Bei Last fährt das Boot dann keineswegs enge Kurven. Denn der vordergründig schnellere Motor wird eingebremst und der vordergründig langsamere entlastet.
Die Auswirkung ist wirklich minimal.

Also mit klassischer Ausstattung, (Motoren mit gemeinsamer Ansteuerung und einem gelenktem Ruder) wird keiner bei diesen Motoren Timing merken. Ausnahme extreme Schleichfahrt.

Insofern ist die Anwort von Modellbauregler zwar eine korrekte Antwort auf eine
nicht bekannte Frage, aber wohl eher nicht der Weg um Probleme beim Angelboot zu eliminieren.

Beste Grüße Hsnjo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hanjo« (29. September 2010, 22:37)