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Samstag, 3. Februar 2018, 09:54

Beiboot über Reedkontakt einschalten

Hallo zusammen,

ich stehe hier momentan vor dem Problem ein Tochterboot eines Seenotrettungskreuzers in 1:72 über einen Reed-Kontakt (o. ä.) ein- bzw. auszuschalten. Das Beiboot ist ziemlich klein und sollte erst ein-/ausgeschaltet werden, wenn es mit dem Aufzug ganz hochgezogen wurde. Vorne im Bugbereich wird es mitttels Magnet angekoppelt und dann hochgezogen. Ich habe mal einfach ein paar Reedkontakte bestellt, Magnete habe ich noch. Hat das schon einmal einer gebaut, oder weiß wie es am besten geht?
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

2

Sonntag, 4. Februar 2018, 15:50

übliche Reedkontakte sind Schließer, zumindest die für höhere Ströme.

Einfacher wäre es mit einem Öffner (oder Wechsler). Magnet in der Nähe ->Strom aus.

Kannst ja mit zwei Magneten spielen, ein kleiner immer dran und den anderen mit umgekehrter Polung zur Feldschwächung nehmen.
Allerdings dürfte der Schaltbereich dann recht schmal ausfallen.

Wenn der Schaltstrom für den Antrieb nicht ausreicht, kannst Du zur Not auch ein Relais (oder Mosfet) nachsetzen.

3

Montag, 5. Februar 2018, 05:24

Ein Öffner wäre besser, ganz klar. Deine Idee mit zwei Magneten ist sehr interessant. Relais o.ä. geht aus Gewichtsgründen nicht. Damit hätte man aber den Kontakt invertieren können. Ich möchte damit den Empfängerstromkreis ausschalten, wenn das Beiboot mehr oder weniger im Mutterschiff drin ist. Also ein ausgesprochenes Luxusproblem ;).
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

Flat

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Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

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4

Montag, 5. Februar 2018, 08:07

Welcher Kreuzer ist das?
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

dont feed a Troll :evil:

haschenk

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Beruf: Dipl. Ing.

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5

Montag, 5. Februar 2018, 18:37

Hallo,

nur mal ein Gedanke
, ins "Unreine" gesagt, als Anregung:

Man braucht nicht unbedingt 2 Magnete. Magnetismus "fließt" immer in *magnetischen Kreisen*. Der magnetische Widerstand von Eisen ist vielhundertfach kleiner als der von Luft und zieht alle magnetischen Feldlinien an und in sich.

Man könnte versuchen, einen (kleinen) Magnet im Boot anzuordnen, der gerade ausreicht, den Reed-Kontakt zu schließen. Im Mutterschiff müsste nun ein Eisenteil sein, das einen "magnetischen Kurzschluss" darstellt (sehr vereinfacht gesagt, den Magnetismus von Kontakt "abzieht"). Dann fällt der Reed-Kontakt ab und der Motor bleibt stehen, wenn das Boot an Bord kommt.
Einfach mal mit so einer Anordnung auf dem Arbeitstisch spielen...

Gruß,
Helmut




6

Montag, 5. Februar 2018, 18:50

Helmut, warum Eisenteil?
Soweit ich das verstanden habe (verbesser mich wenn ich falsch liege) soll im angedockten Zustand "alles" unterbrochen sein.
Erst beim Abdocken (Aufzug) soll es scharf werden.

Da reicht ein einfacher Magnet am Dock.
Gruss
Thomas
🖖

Healthy for the mind in spirit. Love it. Lets grill.

7

Montag, 5. Februar 2018, 20:18

@ Flat: Herman Marwede/Verena, Revell.
@ Helmut: super interessant, das wird sofort getestet, wenn die Reedkontakte bei mir sind. :ok:
@ Thomas: Klar, wenn ich Reedkontakte mit Öffner (NC) hätte, ich habe aber nur NO, also Schließer. ;)
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HDN« (5. Februar 2018, 20:24)


haschenk

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8

Montag, 5. Februar 2018, 21:01

Thomas:

Die grundsätzliche Funlktion des Reed-Kontakts ist dir sicher klar: Wenn die beiden Zungenkontakte in einen Magnetfluß gebracht werden, werden sie selbst magnetisiert, ziehen sich an und schließen den Kontakt. Wenn man jetzt durch ein Eisenstück das Magnetfeld abschirmt oder verformt, dann geht es nicht mehr (oder nur viel schwächer) durch die Kontakte und diese öffnen.

Die "Abschirm-Variante" (Eisen zwischen Magnet und Kontakte bringen) ist im gegebenen Fall prakt. nicht möglich. Aber die "Feld-Verformungs-Variante" könnte gehen. Das Eisen (auf der Gegenseite) zieht viele Feldlinien "in sich rein" (weil es ihnen einen viel bequemeren Weg bietet); und diese Feldlinien fehlen dann beim Reedkontakt, und der öffnet.

Ob diese Prinzip funktioniert, hängt sicher auch von der Gestalt des Magnets ab. "Aus dem Bauch heraus" würde ich mal darauf tippen, daß es mit "breiten, dünnen" Magneten (wie in unseren BLs, Neodym-"Platten") besser machbar ist als mit Stabmagneten ("Alnico"). Kann mich da aber auch irren... ;-)

Schade, daß Christian Lucas hier nicht mitliest (und ich im Nachbarforum nicht mehr poste); der hat für solche Sachen das richtige "Händchen".

Gruß,
Helmut

9

Dienstag, 6. Februar 2018, 02:06

Hi Helmut, Hans Dieter hats beschrieben. Er hat nur Schliesser. :(
Gruss
Thomas
🖖

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haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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10

Dienstag, 6. Februar 2018, 06:03

Hallo,

es geht noch einfacher und ohne Tricks: Reed-Kontakte gibt's auch als "Öffner" und sogar als "Wechsler".
Habe ich nicht gewusst.... aber Google und Wikipedia wissen es.
Also einfach mal nach "Reedschaltern" googeln.

Das ist die einfachste Lösung für das Problemchen.

Gruß,
Helmut

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Dienstag, 6. Februar 2018, 15:51

auch wenn ein 1:72 Beiboot sicher nicht den Hammer-Antrieb hat, aber aus der Laufzeitangabe

Zitat

15 Minuten (3,7 Volt LiPo mit 180 mAh) davon ca. 60% Volle Kraft voraus


hochgerechnet rund 600mA im Schnitt (wenn man noch etwas Restkapa lässt), in der Spitze sicher noch etwas mehr.

Da wird es dann mit Wechslern schon etwas dünne im Angebot, wobei der hier vom Strom her wohl noch ginge. Aber am Kontakt bleiben bei 1A 150mV auf der Strecke.

Größe sollte mit 20mm Länge (14mm Glas + 3mm Abstand auf jeder Seite) noch klappen.

ReineSchließer gibts auch für mehr Strom.

12

Dienstag, 6. Februar 2018, 17:12

auch wenn ein 1:72 Beiboot sicher nicht den Hammer-Antrieb hat, aber aus der Laufzeitangabe

Zitat


15 Minuten (3,7 Volt LiPo mit 180 mAh) davon ca. 60% Volle Kraft voraus

hochgerechnet rund 600mA im Schnitt (wenn man noch etwas Restkapa lässt), in der Spitze sicher noch etwas mehr.


hmm. also von mir kommt diese Aussage bzgl. Strom und Kapazität hier nicht.
Im Beiboot ist bei mir ein 1S/80mAh Lipo im Einsatz. Das ganze Boot wiegt ja auch max. 34gr. Habe auch gerade mit zwei Magneten und einem Reedkontakt Helmuts Vorschlag getestet: Es funktioniert prinzipiell gut, aber: dabei sind sich die Magnete derart nahe, dass diese sich deutlich abstoßen bzw. anziehen. Daher warte ich mal ab, bis die Reed-Wechselkontakte bei mir eingetroffen sind. Aber interessant sind diese Reedschalter allemale.
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

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Dienstag, 6. Februar 2018, 19:57

das Zitat ist aus dem verlinkten Bericht des Wettringer Kollegen.

Wenn Du natürlich Deine Stromaufnahme unter Last kennst, kann ggf. noch ein kleinerer Öffner-Kontakt gewählt werden. Bei 1A sah ich halt beim blauen C die Obergrenze.

Aber auch ein 80mAh 20C-Akku kann 1,6A (und mehr) liefern, was zum Verkleben der Kontakte reichen kann. Dann geht der Stromkreis im Beiboot zwar an, aber nach dem Einholen desselben nicht mehr aus.

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Montag, 19. Februar 2018, 20:15

so, nachdem ich ein paar Reedkontakte als Wechsler bekommen habe: es funktioniert einwandfrei! Sorgen mache ich mir nur um eine Sache: Was passiert, wenn der Reedkontakt des Beiboots längere Zeit dem Feld des Magneten ausgesetzt ist? Leiden die Kontakte darunter?
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

15

Montag, 19. Februar 2018, 22:12

Duerfte keine Probleme geben. Werden ja auch z.B. zu Tür- oder Fensterüberwachung eingesetzt.
Gruss
Thomas
🖖

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