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BananenFrachter

RCLine Neu User

  • »BananenFrachter« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Kirchberg/SA

Beruf: Rangierer im Schichtbetrieb

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1

Sonntag, 4. Februar 2018, 20:34

Was ist besser?

Hallo Ihr Lieben,


ich, Toni 26 bin der Neue hier :D

Ich habe mich jetzt dazu verhaftet RC-Schiffsbau anzugehen. Bisher hatte ich nur eine relativ große HO Eisenbahnanlage, die ich aber mittlerweile verkauft habe vor ca 4 Jahren und heute es bei den Preisen bereue.

Ich habe über die letzten Jahre sehr viel mit Schiffsmodellbau zu tun gehabt. Habe als Anfängermodelle von Revell gegriffen und habe dort dann bis heute das halbe Segelschiffprogramm durchgebaut. U.a HMS Victory und Bounty, die Cutty Sark sowie andere Vollmastschiffe. Letzte Bauprojekt war dann von Artesania die "Independence". Eine Schoner aus der Zeit ende des 18.Jhd. Mittlerweile sind nach 2 Jahren Bauzeit immerhin die Masten, Rahen und Aufbauten fertig sowie der Rumpf auf Spanten. Jedoch ist mir das Gefummel der Takelage etc zu deftig geworden ich erstmal auf unbestimmte Zeit das Projekt auf Eis gelegt habe.


Durch mehrere Aufenthalte in der schönen Hansestadt Hamburg, ist mir der Bananenfrachter bzw das Kühlschiff "Cap San Diego" aufgefallen. Nach 2 Rundfahrten auf dem Schiff und einer Bekanntschaft aus Hamburg habe ich mich entschlossen, mir dieses Schiff im RC Bereich ins Haus zu holen. Da diese Bekanntschaft mittlerweile bei uns mit im Erzgebirge wohnt wollte ich mit dem Schiff ein kleines Stück Erinnerung für Sie herholen.


Jetzt meine Frage, da ich zwar schone einige Jahre Schiffe baue, aber RC Neuland ist.


Was würdet Ihr als Anfänger eher bevorzugen? Von Graupner die CSD als GFK Fertigmodell oder sich hinsetzen und das Schiff auf Spanten bauen. Ich möchte dazu sagen, dass ich ungern nochmal auf Spanten bauen möchte, da ich dies durch habe :angel:

Wer noch andere Vorschläge als Anfängerschiff hat ich nehme jeden Ratschlag an.


Bis dahin Mois Mois Lüff Lüff
Für was eine Mütze voll Westwind, wenn man eine handbreit Wasser benötigt.

2

Sonntag, 4. Februar 2018, 21:49

zum Einstieg würde ich mir was nettes, gebrauchtes (mit Anlage) auf ebay suchen - gibt genug Aussteiger, weil alleine auf dem See tuckern doch recht schnell langweilig werden kann.

Denn zum Graupner ARTR kommt ja noch die RC-Anlage, Fahrtenregler, Akku, Ladegerät und die ganze Zusatzelektronik für den Ausbau (Ankerwinde, Nebelhorn, Kran, Licht,...) dazu.

Alternative (ohne RC)
http://www.kartonmodellshop.de/shop/schn…200-extrem.html

a_rueckert

RCLine User

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Beruf: Software Engineer

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3

Montag, 5. Februar 2018, 01:36

Heli: Twister CP V2,Carbooon CP,T-Rex 450 S-CF,CopterX,T-Rex 600 CF,T-Rex 600 ESP,DF64C
Fläche: Jede Menge Flächenmodelle aus alten Tagen
Futaba FX 18 V2, Robbe Terra Top

roger-1

RCLine User

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4

Mittwoch, 7. Februar 2018, 11:25

Die Cap San Diego von Graupner ist ein tollles Modell. Es ist übrigens ein Stückgutfrachter, kein Kühlschiff.
Viele erfahrene Modellbauer halten zwar von diesen Fertigmodellen generell überhaupt nichts, aber die Bauausführung des chninesichen Herstellers ist schon gut. Ich würde so genau und akkurat nicht bauen und lackieren können. Vielleicht sieht das Modell ein wenig steril aus, weil es so gut gebaut ist. Aber das kann man als Modellbauer ja noch ändern.
Die Wellenanlagen solcher Modelle sind häufig nicht besonders gut eingebaut und das Material ist schwergängig. Da muss man dann schon selbst Hand anlegen.

Wenn Du eher nicht auf Spant bauen willst und Du dieses Modell sehr gerne magst und Du auch noch das nötige Kleingeld hast, kannst Du sie kaufen.
Erkundige Dich bei den Shops, die dieses Modell führen vorher per Telefon, ob das Modell überhaupt vorrätig ist.
Solche Modelle werden meistens erst bestellt, wenn der Kunde kaufen will.
Bei Graupner auf der Homepage ist sie derzeit nicht lieferbar.

Oder Du schaust mal nach der Cap Domingo von Robbe (aus den 1980er Jahren). Das war jedenfalls ein Külschiff.
https://www.ebay.de/itm/Wunderschones-Sc…QsAAOSw5ZtadeMp
Dann aber darauf achten, dass der Kunststoffrumpf noch stabil ist, der kann brüchig werden.
Das Modell kommt aber an die Detaillierung des Cap San Diego nicht heran. Da könnte man sich als Modellbauer noch austoben.
Das Vorgängermodell der Cap Domingo war bei Robbe die Cap Valiente. Das war dann allerdings ein reiner Holzbausatz.

Gruß
Martin

BananenFrachter

RCLine Neu User

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5

Mittwoch, 7. Februar 2018, 22:52

Hallo Martin. Danke für deine schnelle und aussagekräftige Antwort. Die Cap San Diego so steht es im Museumsschiff in HH, wurde Mitte der 60er Jahre als Kühlschiff zertifiziert und gehandelt, da diese auswechselbare Einrichtungen hatte.

Ich konnte mir aber durch deine Nachricht doch einiges besser Entscheiden zwecks der CSD. Ist aber ein passendes Schiff als Anfänger? Und was gibt es zu beachten beim "unterhalten"

Mfg Toni :angel:
Für was eine Mütze voll Westwind, wenn man eine handbreit Wasser benötigt.

roger-1

RCLine User

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6

Donnerstag, 8. Februar 2018, 00:46

Hallo Toni,

was meisnt Du mit "unterhalten"?
Zum Betrieb des Modells brauchst Du halt ein paar Sachen. Lies dir hierzu auch die Gebrauchsanleitung durch, die man sich bei Graupner herunterladen kann. Findet man, wenn man die Seite des Modells öffnet.
Angegeben wird dieses:

Benötigtes Zubehör
Best.-Nr. Bezeichnung
33112 MX-12 Computersystem Graupner HoTT
2875 Fahrtregler NAVY V40R (für den Mittelmotor)
768 Bleiakku 6V/10 Ah
2989 G2-Steckersystem zum Anschluss der Fahrtregler (3 Stück erforderlich)
3368.1 Haken und Schlaufenband
3061 Parallelkabel G2
3597 Faston-Flachstecker

Daneben brauchst Du noch ein Ladegrät.
Ich weiß ja nicht, was Du schon alles an Werkzeugen hast. Aber versch. kleine Schraubenzieher (Kreuz, Klinge und Inbus) können nicht schaden. Bastelmesser, Kleber, Lötkolben .....

Ob es ein passendes Schiff für Dich ist, weiß ich nicht. Mir wäre es z.B. zu groß. Das liegt dann aber daran, dass ich schon einige Modelle habe und mich ungern von meinen Modellen trenne um Platz für etwas neues zu schaffen.
Das Modell ist ja von der Technik sehr einfach zu komplettieren.
Ein Ruderservo und ein elektronischer Regler. Dann kann man damit fahren. Später könnte man z.B. die Beleuchtung einbauen und sie auch mit der Steuerung einschalten. Dazu braucht man dann wieder einen oder mehrere Schalter, die am Empfänger angeschlossen werden.
Wenn Du das Model gerne haben möchtest, baue das Lenkservo, den Regler, den Empfänger und den Akku ein und fahre erst einmal.
Die Technik für das Modell ist die gleiche, die man auch in einem einfaches Baukastenmodell einbaut. Dafür muss man nicht viel Geld ausgeben.

Gruß
Martin
In Deinem Fall ist das Modell selbst das teuerste.

BananenFrachter

RCLine Neu User

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7

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18:18

Ja mit "unterhalten" meinte ich was man halt benötigt, um ein problemloses Fahren des Schiffes zu gewährleisten. Z.b muss man den Fahrakku immer ausbauen selbst wenn er nicht ganz leer ist, kann man einfach weiter schippern wenn ein Akku alle ist und man einfach einen neuen einbaut. Die kleinen Motoren sind ja jetzt nicht die Hochleistungsmaschinen für einen 24/7 Gebrauch denke ich mir jetzt mit meinem Unwissen :D
Was ich meine ist dass, mein 1. Segelschiff die "Independence" von Artesania ist auf Spanten gebaut. Geplant war es ja mal dieses Schiff zu Wasser zu lassen. Jedoch durch die Wärme in der Wohnung etc haben sich, aus für mich unerklärlichen Gründen die Planken (Außenhaut) von den Spanten gelöst. Somit musste ich den gesamten Rumpf neu beplanken. Den Grund dafür kenne ich bis heute nicht. Es ist ja schon ein Unterschied ob ich mir ein Schiff zu lege was "nur" 200,00€ kostet oder eines wo man auch ein guten gebrauchten Kleinwagen für 1.500,00€ oder mehr bekommt.


Werkzeug habe ich genug zu Hause, auch schon durch mein Modellbahnbau damals. Was mir wichtig ist, die CSD kostet ja grob überschlagen mit allen drum und dran, wenn man sie bei Graupner neu kauft, um die 1.400 € plus minus.
Für was eine Mütze voll Westwind, wenn man eine handbreit Wasser benötigt.

roger-1

RCLine User

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8

Donnerstag, 8. Februar 2018, 20:38

Wenn da ein Bleiakku reinkommt, kann man ihn auch im Modell lassen und aufladen. Ich meine jetzt keine Nassakkus, sondern solche hier:
https://www.faber-modellbau.de/katalog/s…asonic-pb-akkus
https://www.faber-modellbau.de/katalog/s…pner-blei-akkus

Die sind alle lageunabhängig. Man kann sie mit den Computerladern, die auch für Lipos oder Nimh Akkus geeignet sind laden (es gibt da extra ein Ladeprogramm für), oder man kauft sich so ein kleines einfaches Gerät:
https://www.faber-modellbau.de/katalog/a…r--2_6_12-pb-1a

Je voller der Bleiakku wird, umso niedriger wird der Ladestrom und über Nacht ist der Akku dann wieder voll. Bleiakkus sollte man immer geladen lagern.
Und natürlich kannst Du einen Ersatzakku mitnehmen und auch tauschen. Den leeren Akku lädtst Du dann zu Hause wieder auf.
Aber nie einen Akku so leer fahren, dass der Motor sich schon kaum noch drehen will. Eine Tiefentladung mag grundsätzlich kein Akku.

Statt einem Bleiakku kannst Du auch passende Akkupaks (Lipo oder Nimh) einsetzen. Da die leichter sind als Bleiakkus, muss dann natürlich noch weiteres Gewicht rein. Das kann übrigens auch für eine Bestückung mit einem Bleiakku gelten.
Für die Akkus in der Fernsteuerung ist es sicherlich sinnvoll sich einen Computerlader anzuschaffen. Z.B. so etwas:
https://www.faber-modellbau.de/katalog/a…eq-bid-12v_230v

Reicht dann auch für Akkus die später noch dazu kommen werden. Wobei solche Geräte auch einen Storage (Lager)-Modus für Lipoakkus haben müssen. Lipos wollen mit einer bestimmten Spannung gelagert werden.

Gruß
Martin

9

Freitag, 9. Februar 2018, 20:29

Ausschließlich ein Kühlschiff war die Cap San Diego sicher nicht, sie hatte aber sehr wohl Kühlaggregate an Bord und konnte folglich auch gekühlte Ladung transportieren. Ich bin letztes Jahr erst neben diesen Aggregaten gestanden - sehr eindrucksvoll! ;-)

Das Ablösen der Planken liegt wohl tatsächlich an einer schlechten Holzwahl und der trockenen Wärme in deiner Wohnung. Holz zieht sich nun mal zusammen oder dehnt sich aus, je nachdem, wie viel Wasser es aufgenommen hat. Wenn das nun bei Planken und und Spanten unterschiedlich stark auftritt und zudem falscher/zu wenig/falsch verarbeiteter Kleber oder ähnliches dazu kommt, entstehen zwangsläufig Risse.
Wenn man ein Schiff mit Holz beplankt und nicht unbedingt diese Holzstruktur erhalten möchte (was bei einem Stahlfrachter ja nicht der Fall ist) sollte man unbedingt den ganzen Rumpf mit einer Schicht GFK überziehen. Dann ist das Holz vor Wasser und Schäden geschützt und stabiler ist der Rumpf obendrein. Rissbildung tritt dann gar nicht erst auf und wenn, dann kann es dir egal sein, weil das GFK wasserdicht ist.

Ob du das Schiff kaufen möchtest oder nicht liegt bei dir - ich würde es nicht machen. Ein selbst gebautes Schiff ist halt was eigenes und letztlich doch ein Unikat. Zumal ein so bekanntes Schiff, von dem du beliebig viele Detailfotos machen kannst und auch hervorragende Originalpläne bekommen kannst.
Außerdem: Wenns ein Geschenk/Andenken für die Freundin sein soll, ist was selber gebautes doch in jedem Fall viel besser! Vielleicht kannst du sie ja sogar dazu überreden, selbst mit zu bauen ;) :ok:

Disclaimer: Ja, ich gebe zu, ich baue seit Jahren meine Modelle ausschließlich selber und kann einem Fertigmodell nichts abgewinnen. Es gibt doch nichts schöneres, als das Modell jedes Wochenende ein bisschen wachsen zu sehen. :w