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jufi

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1

Montag, 19. August 2019, 17:22

Aus "Viperjet" mach "Waterjet" ...geht das???

Hallo,
ich bin an einen geschredderten Graupner Viper Jet 720 gekommen. Zum fliegen war der nicht mehr zu gebrauchen, aber origial Antrieb, Regler und ein Servo funktionieren noch einwandfrei.
Warum also den Rest nicht einfach wasserfahrtauglich machen? :dumm:
Meine Idee ist den Rumpf vorne auf Schwimmer zu stellen, und hinten einen bootsähnlichen Rumpf unterzubauen. Deshalb frage ich auch hier, und nicht bei den EDF Piloten.

Ich habe in Paint mal ganz grob skiziert, und erhoffe mir Hilfe vor allem was den Bootskörper und die Schwimmer betrifft. Soll kein Rennboot werden. Mir geht es zunächst nur mal um die Machbarkeit und das der "Waterjet" fährt.


Vielen Dank schonmal für eure Hilfe ;)
Gruß Jürgen

2

Montag, 19. August 2019, 17:56

ist mal eine nette Resteverwertung.

Auf dem Wasser ist die Ruderwirkung über Luft-Seitenruder quasi Null. Selbst direkt im Luftstrahl (hab vor Urzeiten mal ein Propellerboot gehabt...).

Ob mit den vorderen Schwimmern auf einem Drehschemel (Bugfahrwerk) Lenkwirkung zusammenkomt, wäre einen Versuch wert.
Besser wirkt aber ein Ruder unter Wasser.

jufi

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3

Montag, 19. August 2019, 21:04

Also bei meinem DIY Snow/Ice-Racer
funktiniert das recht gut. War auch schon mal auf dem Wasser...
Gruß Jürgen

haschenk

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4

Montag, 19. August 2019, 23:24

Zitat

Also bei meinem DIY Snow/Ice-Racer
funktiniert das recht gut. War auch schon mal auf dem Wasser...

Du übersiehst dabei, daß der snowracer ein großes Ruder im Propellerstrahl hat. Das ist einer Vektorsteuerung vergleichbar.
Entsprechend musst du an dem "vergewaltigten" Flieger ein Ruder in den Impellerstrahl setzen; damit dürfte das Teil dann steuerbar sein. Nur mit dem ursprünglichen Seitenruder wird es nicht funktionieren.

Gruß,
Helmut

jufi

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5

Dienstag, 20. August 2019, 07:57

Entsprechend musst du an dem "vergewaltigten" Flieger ein Ruder in den Impellerstrahl setzen

Ich war das nicht :D!
Der hat sich einfach aus dem Staub gemacht, und ging fernab in einem Maisfeld nieder. Nach der Ernte wurden die Reste wieder gefunden. Da ist mindestens ein mal ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug drüber gefahren...
Gruß Jürgen

6

Dienstag, 20. August 2019, 10:22

Geile Idee!

Versuche die Schwimmer klein zu halten, damit die Reibung gering gehalten wird. Am besten du kaufst dir Schwimmer von Wasserflugzeugen oder bildest die nach. ==[]
Mit zunehmender Fahrt kommt das Fahrzeug höher und reduziert die Bremswirkung vom Wasser!
Du wirst dich wundern, wie schnell das Teil wird!

Den vorderen Schwimmer einfach an das Seitenruder anknüpfen, dann hast du ein funktionierende Lenkung. :ok:
Das eigentliche Seitenruder wird kaum wirken, Du wirst kaum Ruderdruck durch die Geschwindigkeit aufbauen, ein Ruder im Wasser würde ich nicht bauen.

Und los geht es dann - poste doch bitte ein Video von dem Kahn. :dumm:

Gruß aus´m Pott :prost:

Jörg
NICHTS ist so ernst wie der Spaß anderer Menschen! ;)

Hangar: FW 190 von Hype; ; Komet von HK; Sbach 342 von HK ; Fieseler Storch von flite Test; Taube von Ikarus; Panther - 70 mm Impeller
Garage: VW Sandscorcher, Monstertruck 4x4 -> Tamiya
Bootsteeg: PT 15 Schnellboot von Robbe, Megadragster (Rennboot) von Graupner, Segelboot von Graupner
RIP ;( : Yak-15; F-22; BF 109; Sukhoi PAK-FA; FW 190 als Konturenmodell; Fieseler Storch; Taurus von Küstenflieger; Impaction von Joost ...

jufi

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7

Dienstag, 20. August 2019, 12:53

Hallo Jörg,

vielen Dank für deinen Input :ok: Verfolge mit großem Interesse deinen Thread zum Rettungskreuzer. Habe erst letzte Woche im Museum Kiemele genau so ein Teil gesehen. War aber in einem erbärmlichen Zustand...

Aber zurück zum Thema. Helmut meinte ja ein Ruder in den Impellerstrahl anzubringen.




So vielleicht?
Gruß Jürgen

8

Dienstag, 20. August 2019, 14:12

hallo Jürgen,

schön, dass Du Dir meine Arbeit mit dem Schiff ansiehst.
Es macht viel Spaß und geht so langsam auch gut voran.
Jederzeit sind auch Anregungen oder Kritiken gewünscht, wir leben ja vom Input und / oder diskutieren.

Zurück zu Deiner Wasserrakete. Die Lösung mit dem Ruder im Impellerstrahl funktioniert natürlich - ABER, Du benötigst immer Ruderdruck, also Strahlgeschwindigkeit. D.h. es ist schwierig feinfühlig zu steuern. Eine lenkbare Kuffe ist wie ein Bugfahrwerk recht präzise. Im Modellbau ist aber basteln und ausprobieren völlig legitim... Mach einfach mal - und bitte posten!

Gruß JB
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haschenk

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9

Dienstag, 20. August 2019, 16:13

Hallo jufi,

Du könnntest alternativ auch dem vorderen Schwimmer eine V-Form geben. Dadurch entsteht beim Lenken eine Seitenkraft, die ausreichen sollte. Die Größe der V-Form musst du ausprobieren; so "aus dem Bauch heraus" würde ich auf 5 - 10° tippen.

Gruß,
Helmut

jufi

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10

Dienstag, 20. August 2019, 18:20

Mit zunehmender Fahrt kommt das Fahrzeug höher und reduziert die Bremswirkung vom Wasser!

Dadurch ist doch aber auch die Wirkung von angelenkten Schwimmern am Bug beeinträchtigt, oder?

Bis jetzt habe ich kein Wasserfahrzeug gesehen das angelenkte Schwimmer am Bug hat. Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Strahlruder) sitzt das Hauptruder doch immer am Heck. Ich schau mich jetzt mal nach Schwimmern um... stay tuned ;)
Gruß Jürgen

11

Mittwoch, 21. August 2019, 10:06

Hallo Jürgen,

wegen der Wirkung der Schwimmer, habe ich Dir ja die Form von Originalschwimmer empfohlen (siehe Anmerkung von Haschenk, V-Form 5- 10 °). Und ja, die Anlenkung ist normal hinten, per Wasserruder. :ok:
ABER Du baust ja eine Fahrzeug, dass immer - ohne abzuheben - auf dem Wasser bleibt. Meine Cousins und ich haben so ein Gefährt als Kids mal gebaut mit einem 3,5er Enya Nitromotor (zarte 35 Jahre her).
Deshalb dieser Designvorschlag... Bei der Hecklenkung hast Du ein starkes Kippmoment, die Fähigkeit, dass sich der Flieger in die Kurve legt wie ein Rennboot, ist ja so nicht da.
Also, hinten recht breite Ausleger mit den Schwimmern (ruhig 50 - 60 cm Abstand), vorne das Buglenkrad durch einen Schwimmer ersetzen (viel Expo und ran tasten) - und Spaß haben!!!

Ansonsten lange original Wasserflugzeugschwimmer nehmen und das Gerät als Katamaran bauen, hierbei sollten die Schwimmer eine ähnliche Länge wie der Rumpf haben um Nickmomente zu kompensieren. Dabei ist die Bremswirkung der Wasserreibung etwas größer als bei drei kleineren Schwimmern.

Viele Wege führen nach Rom, bau Dein Modell natürlich wie Du magst! Es sollen ja nur Vorschläge sein, ich wollte jetzt nicht den "Absolutismus" hier einführen. :w In jedem Fall ein Spaßmobil, man kann ja später die Schwimmergöße reduzieren und den Speed steigern... :evil:
Wird eine Mords-Gaudi.

Gruß :prost:

Jörg
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JB LI Do« (21. August 2019, 10:13)


jufi

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12

Mittwoch, 21. August 2019, 13:46

vorne das Buglenkrad durch einen Schwimmer ersetzen

Der kleine Viperjet hat kein Fahrwerk bzw. angelenktes Bugrad, lässt sich aber sicher zusammenbasteln. Habe gestern in der Kleinanzeigen Bucht 2 Schwimmer gekauft (ca. 50cm lang und 7,5cm breit). Wenn die da sind tüftle ich weiter.
Bis hierhin schonmal vielen Dank :ok:
Gruß Jürgen

jufi

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13

Donnerstag, 22. August 2019, 18:36

Du könnntest alternativ auch dem vorderen Schwimmer eine V-Form geben. Dadurch entsteht beim Lenken eine Seitenkraft, die ausreichen sollte. Die Größe der V-Form musst du ausprobieren; so "aus dem Bauch heraus" würde ich auf 5 - 10° tippen

Den Schwimmer (in der Draufsicht) vorne schmal und hinten breit machen... ?



Wenn das von mir richtig gedacht ist, wo ungefähr soll der Schwimmer plaziert werden, und wie lang sollte er sein?
Gruß Jürgen

jufi

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14

Samstag, 24. August 2019, 18:45

Die Schwimmer kommen erst nächste Woche, deshalb habe ich mal mit Dummys weiter getüftelt.
Version 1 ist mit langen Schwimmern als Katamaran ausgelegt, mit dem Ruder im Strahl vom Impeller.






Version 2 ist mit kurzen Schwimmern hinten, und vorne mit angelenktem Schwimmer.

Gruß Jürgen

Flat

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Wohnort: Raum Hannover und zunehmend Raum Hamburg

Beruf: Angestellter auf Lebenszeit bei der Deutschen Rentenversicherung

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15

Montag, 26. August 2019, 11:10

Auf der Seite vom Hilmar Lange sind auch super Tips zum Thema Schwimmer.
Was für Flugzeuge gut ist wird für einen Gleiter reichen.
viele Grüsse

Bernd

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles)

Die Anrede "Jungs" gilt im Rahmen der Vereinfachung für Personen beiderlei Geschlechts. :D

dont feed a Troll :evil:

jufi

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16

Freitag, 30. August 2019, 18:39

Die Schwimmer sind da :applause:

Ich habe mich dafür entschieden zunächst mal die Variante mit großen Schwimmern, und Ruder im EDF-Strahl zu bauen. Die ganze Fuhre ist jetzt mal mit Akku u.s.w. beladen, und ungefähr waagerecht ausgerichtet. Die Alu Streben sind einzeln gelagert, damit ich die Stellung der Ausleger noch verstellen kann. Unter der Hutze liegt der Regler, die Öffnung am Rumpfboden habe ich verschlossen. Neue "Spannweite" ist jetzt ca. 50cm.
Gruß Jürgen

jufi

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17

Freitag, 30. August 2019, 18:40

Der Rest...
Gruß Jürgen

18

Freitag, 30. August 2019, 18:58

Könnten sich die Schwimmer selbstständig machen? Ich sehe jeweils nur eine Schraube zur Befestigung...... Das könnte "klappen".... :D
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

jufi

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19

Freitag, 30. August 2019, 19:06

Das ist erst mal provisorisch zusammen gebastelt. Muss erst noch die passenden Schrauben u.s.w. besorgen…
Aber keine Sorge, in den Hölzern sind Einschlagmuttern drin, und auf den Schwimmern mach ich das auch noch :D
Gruß Jürgen

haschenk

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20

Freitag, 30. August 2019, 21:22

Hallo jufi,

im Anhang sind ein paar Bilder von Schwimmern an Wasserflugzeugen, die dir als Vorbild helfen könnten; und noch die Umschlagseite von dem Buch, aus dem ich mein "Wissen" beziehe.

Auf 2 Punkte möchte ich noch besonders hinweisen:
1. Die Schwimmer haben (bis auf 1 Ausnahme) alle eine "Kielung", d.h. eine V-Form der Unterseite.
2. Die Schwimmer haben alle eine Stufe auf der Unterseite. Diese ist imho unbedingt notwendig, sonst gehen die Schwimmer bei zunehmender Geschwindigkeit nicht (weitgehend) aus dem Wasser, und man hat den hohen Wasserwiderstand. Ursache ist der in diesem Fall nach unten wirkende Sog (Bernoulli..). Auch alle Flugboot-Rümpte und Rennboote haben diese Stufe. Auch das erste Wasser-(Riesen-)flugzeug von Claude Dornier (zu WW1-Zeiten, damals noch bei Zeppelin) ist wegen diesem Effekt anfangs nicht aus dem Wasser gekommen.

Du baust zwar kein Wasserflugzeug, aber im Stand und bei kleiner Geschwindigkeit müssen die Schwimmer ins Wasser eintauchen, sonst entsteht kein Auftrieb. Und bei schneller Fahrt müssen sie weitgehend aus dem Wasser raus, sonst ist der Widerstand zu groß. Aus ähnlichem Grund sollten die Schwimmer auch vorne "zugespitzt" und nach oben gebogen sein.

Ich wünsche dir Erfolg,

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgende Bilder angehängt:
  • Schwimmer1.jpg
  • Schwimmer2.jpg
  • Schwimmer3.jpg
  • Schwimmer4.jpg
  • Wasserflugzeugbuch.jpg