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Freitag, 29. Januar 2021, 11:46

Motor für Fairplay V von Wedico/Hegi

Hallo, Ihr Lieben,

ich baue gerade die Fairplay V von Wedico/Hegi und bin mir nicht sicher, welchen Motor ich einbauen soll. Als Stromquelle möchte ich einen 6V Bleiakku verwenden. Habt ihr mir Tipps?
Danke und Gruß, Klaus

PatrickK

RCLine User

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Montag, 1. Februar 2021, 22:07

Ich fand die Motoren von Bühler früher aufallend laufruhig, vibrationsarm und vor allem ohne die "scharfen" Geräusche vom Kommutator. Wahrgenommen hatte ich die in Elektroflugfrühzeiten seitens Carrera beim Motorsegler Optimus. Der damals einen Rumpf hatte, der allein schon fast soviel wog wie zuvor die schwebefertigen Dinger von Graupner (Hi-/Ultra-Fly, Mossi), Robbe (Edelweiss, ETH-3) und prompt beim VTH aufschlagenden Nachempfindungen. Und trotzdem besser stieg, am Hang problemlos vorne gehalten werden konnte. Teurer war er halt, aber Motoren von Heinz Keller waren nochmal deutlich teurer. Die Bühlers gab es etwas später bei Robbe unter dem Namen Starmax 40 + 48, auch Wedico hatte die.

Ja, einen Mabuchi kriegst' nachgeworfen, Leistungs- und Zuverlässigkeitsprobleme haben die eher nicht. Marx-Lüders <irgendwie>perme kriegen in der Bucht erschreckende Preise, haben eher weniger Leistung, hätten wohl das ewige Leben. Aaber .. die hören sich alle ekelig an, wenn ich die laufend auf die Platte meines Zuschneidetischs lege. (Der muß nicht stabil sein, aber sauber, gerade und ohne Spreissel.) Wenn Du die Fische also lieber mit Deinem Dieselgeräuschgenerator statt dem Ton einer billigen und verschlissenen Nähmaschine erschrecken wolltest ... ;-)

servus,
Patrick

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Dienstag, 2. Februar 2021, 19:30

Danke für die Antwort aber so richtig schlauer bin ich jetzt auch nicht.
Ich dachte eher an Tipps, was die genaue Motorauswahl bezüglich Stärke bzw. Motorgröße angeht. Eine Mabuchi-Blechdose kommt eher nicht in Frage. Macht ein Brushless-Motor Sinn und wenn ja, wie wäre ein eher langsam drehender, dafür aber kräftiger Crawler-Motor?

PatrickK

RCLine User

Wohnort: 87764 Legau/Allgäu

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Dienstag, 2. Februar 2021, 23:16

Hallo Klaus,

als Ganz-selten-mal-Schifflesfahrer kenne ich die Pötte idR nur aus dem Katalog. Zur Fairplay redet Hegi 1975 vom Monoperm Spezial Super mit Pilegetriebe. Der Motor ist mit einem Maximalstrom von 3A bei der 6V-Version angegeben. Der im Katalog darüber stehende Monoperm Spezial ist mit einem eta von 55% angegeben, der M.S.Super wird vermutlich geringfügig besser sein, da größer. Das Getriebe ist dem durch die Kortdüse nötigem Propdurchmesser geschuldet. 1968 sprach Hegi noch vom Monoperm Super mit Richard-Getriebe, der hat einen Maximalsrtom von 1.5A angegeben. Den größeren hätte es auch gegeben, aber 1968 war eine Propanlage deutlich teurer als eine Tipanlage. Dazu gab es auch einen stufenlosen Fahrtregler grob im heutigen Sinne, mit dem man einen stärkeren Motor in der Leistung zurücknehmen konnte. Nochmal sackteuer, viel mehr als das Schrittschaltwerk zur Tipanlage. 1975 war der Unterschied nicht mehr relevant. Das heißt, daß eigentlich auch die Leistung des kleineren Motors für das Schiff reicht: 6V x 1.5A = 9W el. Eingangsleistung. Mit dem o.a. Wirkungsgrad sind das nur fünf Wellenwätter. (Was mir für den Pott mit 75cm Länge, 24cm Breit und 1.6kg recht sparsam vorkommt ...) Egal, Gewicht und Größe vom Schiff ändern sich nicht, und die (newtonsche) Physik auch nicht mehr. Nur die Preise, die Wätter sind heute erheblich billiger.

Hast Du überhaupt die Kortdüse und drum einen erzwungenen Propdurchmesser? Die erhöht den Wirkungsgrad das Propellers tatsächlich (das gilt auch bei Fliegern, da heißt's halt Manteldüse, oder moderner "Fanprop" oder auch nur "Fan". Ein Impeller ist "nur" eine Unterart dessen.) Ohne die Düse bist Du mit der Propwahl freier, gehst dem Problem etwas aus dem Weg, daß der Motor schwach und langsam genug sein muß. Mit einem BL holst Du Dir wieder das neue Problem an Bord, daß die zum Fiepen neigen, wenn sie gedrosselt werden. Das macht der Controller durch seine Taktfrequenz. Bei manchen ist die einstellbar, eine höhere fällt aus dem menschlichen Hörbereich raus. Dafür steigt die Verlustwärme.

Drum sehe ich technisch keinen Vorteil für einen BL-Motor für diesen Einsatzzweck.

Mit Autolesmotoren kenne ich mich ebensowenig aus, hab' aber registriert, daß es dort wohl auch heute noch(?) sensorgesteuerte gibt, eben daß die langsam anfahren und diese niedrigen Drehzahlen halten können. Wie auch ein Steppermotor z.B. an den Achsen einer Fräsmaschine.

Guck mal im Nachbaruniversum, auch hier, da sind offenbar die Schlaueren mit dem Problem.

servus,
Patrick, der diese Links früher hätte finden sollen ...

roger-1

RCLine User

Wohnort: Hannover

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Mittwoch, 3. Februar 2021, 20:49

Hallo Klaus,
ich finde diesen Motor für die Fairplay passend:
https://www.modelsector.com/motore/dc-mo…5mm-6250upm.php
Bei 6V dreht er eben nur die Hälfte.
Ich selbst nutze bei meiner Fairplay die Robbe Getriebemotoreinheit mit EF-76 und 3,3:1 untersetzt. War bei Robbe damals der Standardantrieb für fast jedes Schiffsmodell.

Mit 7,2V Akku bin ich da schon eigentlich zu schnell unterwegs.
Auch wenn jetzt viele wegen des Getriebkrachs meckern. So schlimm ist das gar nicht. Würde ich jetzt aber auch nicht mehr einbauen wollen.

Gruß
Martin

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Hilgenroth

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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Mittwoch, 3. Februar 2021, 22:48

Mit einem BL holst Du Dir wieder das neue Problem an Bord, daß die zum Fiepen neigen, wenn sie gedrosselt werden. Das macht der Controller durch seine Taktfrequenz. Bei manchen ist die einstellbar, eine höhere fällt aus dem menschlichen Hörbereich raus. Dafür steigt die Verlustwärme.

Drum sehe ich technisch keinen Vorteil für einen BL-Motor für diesen Einsatzzweck.

BLHeli-Steller fiepen nicht.
Problem: die gibt es nur auf Flugstellern ohne Wasserkühlung ;)
Vorteil: BLHeli kann sowohl langsam, langsamer Anlauf, vorwärts/rückwärts, Einstellungen über GUI BLHeli-Suite

CU Eddy

Nur als Übersichtsbeispiel:
Bildquelle: Icantfly
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

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Mittwoch, 3. Februar 2021, 22:57

Vielen Dank an Euch, ich werde mir jetzt nochmals ein Gesamtbild machen und mich dann entscheiden.
Gruß Klaus

8

Donnerstag, 4. Februar 2021, 10:35

Decaperm - die Frage bleibt, ob auf der Getriebeseite oder direkt (dann das Pertinax-Zahnrad wegen den Geräuschen und zur Wirkungsgraderhöhung ausbauen). Das ist tatsächlich auch eine Frage von Schraubengröße.
Einen mittelgroßen ?perm hab ich aktuell rumliegen, aber der quietscht auch etwas, vermutlich Sinterlager (das gibts bei gut abgelagerten Mabuchis aber auch).

Eventuell ist der noch passend, bei 6V etwa 6000/min Leerlauf.
https://www.pollin.de/p/gleichstrommotor…-hc677lg-310551

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Donnerstag, 4. Februar 2021, 17:11

Die waren gut: Graupner, SPEED 900 BB Torque 12 V,6373. 2 Stück in der Smit von Billing Boats/Krick. Da hört man nichts!
Oder hier, in etwa vergleichbar: https://www.ebay.de/itm/Motor-MIG-700-Tu…2.c101072.m2109
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

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