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1

Samstag, 18. Februar 2006, 20:03

Gleitschleifen / Trowalisieren

nAbend,

ich möchte mir eine Trowal-"Anlage" für Modellbauzwecke bauen. Hat das schon jemand versucht? Was könnte ich für eine dementsprechende "Trommel" verwenden?

Danke.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ».Gast.« (18. Februar 2006, 20:07)


Meyer-Eins

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2

Samstag, 18. Februar 2006, 22:44

Hi,

Nette Idee...
Was soll denn damit bearbeitet werden? (Material, Größe)
Wofür soll die Maschine eingesetzt werden??? (Entgraten, "Oberflächenveredelung" oder gar Farben o.Ä. entfernen?)

Schwebt dir da schon was vor? (Vibration, einfach die Trommel drehen?)

UND... Was für Schleifkörper sollen da rein? Liegt da schon ein Sack im Keller? oder soll das später an Abgestimmt werden?


Gruß

Michael
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3

Samstag, 18. Februar 2006, 23:16

Hallo Michael,

Zitat

Original von Meyer-Eins
1. Was soll denn damit bearbeitet werden? (Material, Größe)
2. Wofür soll die Maschine eingesetzt werden??? (Entgraten, "Oberflächenveredelung" oder gar Farben o.Ä. entfernen?)

3. Schwebt dir da schon was vor? (Vibration, einfach die Trommel drehen?)

4. UND... Was für Schleifkörper sollen da rein? Liegt da schon ein Sack im Keller? oder soll das später an Abgestimmt werden?


ad 1. Ausschließlich Alu-Teile, die für Mikro- bzw. Mini-Hubschrauber gebraucht werden. Vielleicht auch mal ein Messingteil.

ad 2. Entgraten und Polieren, kleine Chinesenkiste fürs Sandstrahlen ist schon vorhanden, wenn es schon mal Farbe sein sollte, die runter muss.

ad 3. Habe ich mir keine Gedanken gemacht, bin nicht vom Fach. Stellte mir aber vor, einfach eine Trommel drehen zu lassen, dürfte nicht zu schwierig werden.

ad 4. Vorhanden ist zZt. http://www.helipoint.org/wiki/pub/Main/H…er/DSC00062.JPG

Danke im Voraus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ».Gast.« (18. Februar 2006, 23:17)


4

Samstag, 18. Februar 2006, 23:23

hallo,

nimm eine trommel mit 2 mitnehmern drinnen ( ähnlich wie bei einer mischmaschine) und gib da Walnussschalen rein. Das wird in der schmuckindustrie verwendet um Goldschmuck zu polieren.

MFG Rene

Meyer-Eins

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5

Samstag, 18. Februar 2006, 23:47

Hi,

Sage ich es mal so... Wenn ich mir sowas jetzt bauen würde:

"Trommel":
Einfach einfach ein "Maurereimer" ausm Baumarkt. (diese Schwarzen)...
Die dürften doch schon etwas aushalten... Und wenn die durch sind kostet ein Neuer nicht viel...
Diesen auf einem schräg stehenden Teller langsam rotieren zu lassen sollte wohl nicht das Problem zu sein...
Wahrscheinlich würde ich nen 2. Eimer einfach drauf festschrauben und den "Schleiftrog" da reinstellen... :D

Da die Druchmischung so aber wohl noch nicht gegeben ist, würde ich erstmal einige "Würste" Acryl-Dichtstoff auf die Eimerwand aufbringen... Sollte das nicht reichen, eben größere Paddel reinkleben/schrauben... (von einem zerschnittenen Eimer?? :D:D)

Fertig ist die Eimer.. ehh Gleitschleifmaschine...


Ok.. Ist alles recht einfach und günstig.. aber sollte funktionieren.
Oder soll es eine 24/7-Maschine werden? Dann würde ich es wohl nicht so machen ;)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Meyer-Eins« (18. Februar 2006, 23:49)


Torsten_Erning

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6

Sonntag, 19. Februar 2006, 02:25

hab früher viele teile trowalisieren lassen. die anlagen welche wir dafür genutzt haben waren alle mit pyramidenförmigen schleifkörpern und einer wasser/rostschutz emulsion gefüllt.

auch bei alu würde ich eine feuchte lösung bevorzugen da sich sonst die schleifkörper relativ schnell mit abrieb zusetzten und ineffektiv werden.

ich habe mal eine anlage aus einem stück 20cm abwasserrohr und zwei endkappen gebaut. mit einer gewindestange durch die mitte und flügelmutter drauf. einen alten waschmaschienenrelaismotor als antrieb und los gehts.

ich glaub sogar das ding liegt noch in meinem elternhaus im keller rum. ich werd das mal prüfen. könnte das ding dann mit nach bergkamen zur helinight bringen ?

der bauplan dafür war ursprünglich mal als edelsteinschleifmaschiene gedacht.

befüllt hab ich das ding mit corncob granulat. die sportschützen nutzen sowas in ähnlichen schleifanlagen um ihre hülsen zu polieren.

ich hab auch noch so eine "vibratoranlage" von Dillon im keller stehen. die kann auch feucht befüllt werden.



einen trockentestlauf kann ich gern mal für dich machen wenn du mir ein paar muster zuschickst.

da gehen sicherlich 1 kg teile rein. müsste für dich also ne halbjahresproduktion sein denke ich.
Grüße aus dem Münsterland

Torsten

"nein Schatz, das ist der gleiche Heli"

werner-k

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7

Sonntag, 19. Februar 2006, 16:31

Hallöchen,
wie wärs denn mit einer umfunktionierten alten Waschmaschine ?
So das sie wie im Schongang für Wolle immer eine halbe Drehung nach rechts und eine halbe nach links macht ? Die Trommel müßte man innen aber mit Gummimatten auskleiden (So war jedenfalls die Trommel an der Truvaliermaschine, die wir mal in der Fa. hatten ausgekleidet.
Das mit dem Walnußschalengranulat nimmt man glaub ich für Kunststoff.
Für Alu eignen sich am Besten Siliizumcarbidschleifkörper + Schleifemulsion.
Wir haben auf diese weise Alufrästeile aus AlZnMgCu 1,5 Luftfahrtalu in Form gebracht, sah top aus !

Gruß
Werner

Erik66

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8

Freitag, 24. Februar 2006, 12:22

Ich finde es jetzt nicht mehr, aber bei kleinen Teilen habe ich gesehen, dass jemand einen Gips-Becher (die dicken Gummibecher aus dem Bauhaus) als Behälter verwendet hat. Schräg gestellt und mit einem kleinen Motor (variable Spannung für variable Drehzahl) angetrieben hat.
Als Schleifmittel wurde Wasser mit Wiener Kalk verwendet. Welche Schleifsteine dann noch drinnen waren, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
- hang loose -
www.dampfmodell.info

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9

Samstag, 18. März 2006, 12:38

Die "Maurereimer-Methode" hatte mir gefallen, war aber mit Arbeit verbunden und relativ groß. Habe mir deshalb



besorgt (3 ltr. Gefäß), der ein Vibrator ist. Nach den o.g. Steinen sahen die Teile so



aus, glatt, aber nicht glänzend. Nach der Bearbeitung mit Polierstiften aus Porzellan so:



Der Tumbler lief dafür rd. 24 Std. Der "gänzende" Unterschied kommt auf dem Foto nicht voll zur Geltung. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Danke für Eure Hilfe.

Torsten_Erning

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10

Samstag, 18. März 2006, 12:44

:ok:
Grüße aus dem Münsterland

Torsten

"nein Schatz, das ist der gleiche Heli"

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11

Freitag, 31. März 2006, 21:39

Was passiert mit der Oberfläche beim Gleitschleifen eigentlich?

Hintergrund der Frage:

Wenn ich ein Stück unbehandeltes Alu mit Schleif- und Polierpaste bearbeite, bekomme ich dies hochglänzend. Wenn ich das gleiche Stück Alu vorher gleitschleife und danach weiter mit Schleif- und Polierpaste bearbeite, wird es matt.

Ich möchte aus Neu- bzw. Wissbegierde gerne wissen, warum dieser Effekt eintritt (dagegen nicht, wie ich das Alu weiter poliert bekomme).

12

Mittwoch, 17. Juni 2020, 22:27

Tolle idee. Ich habe auch viele Alu Teile welche ich trowalisieren lasse. Bringe es immer zu einem Fachmann und bin ganz zufrieden damit. Hast du inzwischen so eine Trowal-Maschine selbst bauen können?