1

Samstag, 13. Januar 2007, 12:56

Dekupiersäge bekomm keinen geraden Schnitt helft mir nochmal bitte

Hallo,
mal wieder ein Problem. Bei meiner Dekupiersäge bekomme ich so gut wie keinen geraden Schnitt hin. Längsanschlag gibts keinen bis jetzt, event. mach ich das mal.

Speerholz bis 4mm geht noch aber wenns dann größer wird z.B. 8mm Balsa dann frisst sich das Sägeblatt immer schief rein um dann noch einigermassen gerade sägen zu können, muss ich das Werkstück fast um 60 Grad schräg zum Blatt halten um einigermassen einen sauberen Schnitt zu bekommen.
Was mach ich denn falsch?
Die Säge is so ne billige vom OBI Marke Hanseatic.
Sägeblatt schon fest angezogen wie möglich oder auch locker immer das gleiche.
Das Sägeblatt hat sich auch schon bereits in diese Kunstoffabdeckung gefressen, welches sich am Blatt befindet.

Gruß Dirk

ssiemund

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2

Samstag, 13. Januar 2007, 14:11

Hallo Dirk
ich hab mit meiner alten Dremel das gleiche Problem und leb halt damit. Seit ich meine Tischkreissäge habe, stört es mich auch überhaupt nicht mehr :D. Aber schau mal hier, da gibt's einige gute Tipps dazu.
Gruß
Stephan
Rétroplane 2015, vom 18.-19. Juli 2015 Wasserkuppe/Rhön, Deutschland

Hohentwiel

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3

Samstag, 13. Januar 2007, 19:51

Hallo Dirk, so ist es nun mal. Die Dekupiersäge ist ja nichts anders als eine elektrisch angetriebene Laubsäge. Damit ist es einfach fast nicht möglich einen geraden Schnitt hinzubekommen. Ein Anschlag hilft da gar nichts, da das Sägeblatt viel zu viel Spiel seitlich hat. Das Ganze mag zwar mit einer Hegener-Säge für einige hundert Euro etwas besser sein, steht aber in keinem Verhältnis.
Du schreibst, dass du bis 4mm Materialstärke klar kommst. das spricht schon für eine gewise Quallität deiner Maschine. Es gibt halt nicht die "Eierlegendewollmilchsau" :ok: Die Dekupiersäge ist gut für alles was man mit der handbetriebenen Laubsäge machen kann, nur etwas bequemer.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

4

Sonntag, 14. Januar 2007, 18:45

Ich hatte eine von Aldi für 50 €.

Nicht ein Zentimeter gerader Schnitt - und ich hab viele Einstellungen (harte - weiche Einspannung) probiert. Nach mehreren Versuchen 2 Jahr im Keller gelagert und auf Eingebung gewartet, dann war sie da, die goldene Idee: Schrottplatz

Teure Sägen sollen es bringen. Wie teuer es sein muss, weiss ich nicht. Ich säge wieder mit der Hand.

Grüße

jürgen
Grüße

Jürgen

Abdrehfaktor

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5

Montag, 15. Januar 2007, 10:27

Moin!

Kann es sein, dass es auch an den Sägeblättern liegt? Mit den schmalen sägts immer halbwegs dahin, wo ich will. Ich kann locker ne 40cm tiefe Sperrholzschneiderippe mit konstat 0,5mm Übermaß aussägen. Bei den ca 5mm breiten Blättern dagegen sägts öfters schief.
Ich denke, wenn diese nicht 100% gerade sind, ein Flächendeviationsmoment zu Problemen führen kann...

RobertF

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6

Montag, 15. Januar 2007, 10:39

gerader Schnitt

Tag,
gerader Schnitt auf der Decoupiersäge ist trickreich, Kreissäge ist besser,
sofern man hat.
3 Dinge sind entscheidend:
- Sägeblatt richtig gespannt
- Sägeblatt SCHARF
- richtiger Druck
ist das Sägeblatt nicht mehr scharf, wird das Werstück mehr gegen das
Blatt gedrückt und mit zu viel Druck "verläuft" das Sägeblatt.
Je weniger Druck, desto besser
Gruss Robert

aerostar

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7

Montag, 15. Januar 2007, 15:15

Moin zusammen,

ich kann die Erfahrungen von Robert nur bestätigen. Je stumpfer das Blatt und je eiliger man es hat, desto krumm. Geduld und öfters mal ein neues Sägeblatt sind der Schlüssel zum Erfolg.

Supergerade Schnitte krieg' ich übrigens trotzdem nicht hin und die Parallelführung ist auch nur Ballast in der Verpackung. Braucht man nicht, funktioniert auch nicht.

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

Hohentwiel

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8

Montag, 15. Januar 2007, 18:21

Melde mich nochmal zur Sache, wie Martin erwähnte: man darf es nicht eilig haben und beachten, dass das Holz verschiedene Stärken im Brett aufweist und das Sägeblatt wie das Wasser dem geringsten Widerstand nachgeht und in der Maserung ausweicht. Habe auch schon erfolgreich PUK-Sägeblätter mit 5mm Breite verwendet, wenn man da aber aus dem Schnitt kommt ist es fast unmöglich zur alten Linie zurückzukehren. Dies alles vorausgesetzt dass das Blatt richtig eingespannt ist (Zähne nach unten zum Auflagetisch) Am besten geht es mit Blättern mit grobem Hieb und grösstmöglicher Schränkung.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

9

Montag, 15. Januar 2007, 20:07

da hat man es bei der Proxon gut, da kann man die obere Halterung soweit "runterschrauben" dass das Blatt nur noch 5cm lang ist (entsprechend abzwicken

Vorteile:
weicht fast nicht mehr ab :ok:
man verbraucht weniger Blätter :ok:
Fliegergruß Christian

[SIZE=4]suche: VPP Blätter System SFW [/SIZE]

aerostar

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10

Dienstag, 16. Januar 2007, 08:51

@Christian: Protzer! :D

(Hab' nur 'ne Aldi-Säge...)

Martin
:ansage: [SIZE=2]Failure is not an option! [/SIZE] It's basically included. :D

11

Dienstag, 16. Januar 2007, 22:45

wieso ?

ist nur die "Kleine" :D

hat dafür aber ne Regelung bis fast Laubsagentempo

Kostet zwar 100€, aber meine ist schon 6 Jahre im harten Einsatz und immer noch wie neu :ok:
Fliegergruß Christian

[SIZE=4]suche: VPP Blätter System SFW [/SIZE]

Andi_PDA

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12

Montag, 22. Januar 2007, 21:39

Hallo,

nachdem meine "billige" Aldi King craft KFZ 400 Säge ca. 2 Jahre im Keller verstaubt ist (sie hatte nur schräge Schnitte gemacht) habe ich mir die Säge noch ein letztes Mal vorgenommen.

Wenn alles gerade war hat sie immer im gleichen Winkel schräg geschnitten. Daraufhin habe ich das Sägeblatt incl. der Aufnahme entgegengesetzt der schrägen Schnittrichtung eingestellt und siehe da, der Schnitt wurde schon besser. Dann noch die Spannung des Sägeblattes etwas erhöht und das Werkstück noch etwas schräg zur Schnittrichtung eingestellt. Die Schnitte werden jetzt ziemlich(hinreichend) sauber. Durch leichtes Schrägsstellen des Werkstückes kann man den Schnitt auch relativ gut regulieren.

Also, der Kauf einer Proxxon Dekupiersäge bleibt mir nun erspart, fehlt bloß noch die Tischkreissäge von Proxxon für ca. 300 Teuro ;( ?? oder gibt es doch noch eine Alternative??

Achso, ein rundes Sägeblatt mit Verlängerung und Spannstücke hat es nicht gebracht :-(

Viele Grüße

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andi_PDA« (23. Januar 2007, 15:04)


voidpointer

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13

Dienstag, 23. Januar 2007, 14:07

Hallo Leute,

ich besitze auch so ein Teil von Aldi und bin auch ziemlich enttäuscht vom Schnittbild. Habe mal so eine Figur für den Garten aus 18mm Platte gesägt und musste dabei mit Toleranzen von 2mm leben. Bei dem Material ist auch nicht mehr schnell mit Sandpapier zu verschleifen ;)

Naja, Sperrholz bis zu 6 mm säge ich jetzt wieder von Hand mit der Laubsäge mit dem feinsten Metallsägeblatt. Die Laubsäge ist eh flexibler, wenn es um "Innenarbeiten" geht.

Aber neulich brauchte ich Dreiecksleisten aus Balsa, hatte aber nur eine Vierkantleiste. In Ermangelung einer Kreissäge habe ich es mal mit der Dekupiersäge versucht. Die Arbeitsplatte auf 45° gekippt und die Leiste mit ca 5° Versatz gegen das Blatt geschoben. Das Ergebnis war nach ein paar Übungszentimetern recht akzeptabel :)

Gruß, Achim.

Zoe

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14

Dienstag, 23. Januar 2007, 14:58

Ich habe mit der "großen" Proxxon jetzt die Tage ein paar große (17cm) Buchstaben aus 18mm Leimholz ausgesägt (Fichte oder Kiefer, kann mir das nicht merken). Einige gerade Schnitte waren auch dabei die relativ gerade geworden sind; das wichtigste ist jedoch, daß die Sägekante tatsächlich auch 90 Grad ist, d.h. das Sägeblatt sägt auch senkrecht zum Auflagetisch.

Mit einem guten Sägeblatt (habe Original-Proxxon und auch mal probeweise ein breiteres "no-name" Bllatt probiert), wenig Druck und hoher Sägegeschwindigkeit geht es ganz gut. Natürlich muß man aufpassen wenn das Material inhomogen ist (Astloch z.B. ist ganz schwierig), aber mit etwas Geduld geht es ganz gut.

Auch bei den Proxxon Sägeblättern muß man "schräg" schneiden, d.h. wenn ich einen geraden Schnitt will, muß ich das Werkstück von ca. 10-30 Grad (je nach Blatt) Abweichung aus der gedachten geraden Linie schieben. Der Winkel variiert je nach Materialstärke, Sägeblatt, Druck und Großwetterlage.

Unangenehm ist das Geräusch, das z.T. ein sehr lautes, helles "Klingeln" erzeugt. Mit Gehörschutz besser zu ertragen, auch wegen dem mitlaufenen Staubsauger (AEG Saugbox). Wodurch dieses Geräusch erzeugt wird, habe ich noch nicht feststellen können, evtl. schwingt das Sägeblatt, obwohl fest eingespannt?

Unangenehm ist aber der ganze Holzstaub der sich beim Sägen in der ganzen Werkstatt verteilt. Wie löst Ihr das Problem?

Zoe

HenrikG

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15

Dienstag, 23. Januar 2007, 15:07

Nehmt einfach breitere Blätter! Hab ich auch gemacht, seitdem gehts wunderbar!
Viele Grüße, Henrik :w

Ich lüge prinzipiell immer. Nein, das stimmt nicht. Ich lüge eher selten, aber dann gerne und oft.

viperchannel

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16

Dienstag, 23. Januar 2007, 15:16

Also, die Dekupiersäge ist da immer etwas problematisch. Ich hab 2 Stück. Eine alte Mäklen mit den kurzen, breiten Blättern und eine Proxxon mit Laubsägeblättern.

Wenn ich in die Märklen ein Werkstück gerde reinschiebe, sägt die mir eine Kurve. Ist nunmal so. Ich muss das Werkstück immer so im 30° Winkel reinschieben.

Bei der Proxxon hab ich einen Anschlag. Wenn ich da ein sehr schmales Blatt reinmache, geht das halbwegs, aber auch nicht ideal. Also immer schön anzeichnen und manuell führen, dann klappt das auch recht gut.
Gruß Frank!

Zoe

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17

Dienstag, 23. Januar 2007, 16:08

Mit einem breiteren Blatt habe ich größere Probleme als mit dem schmalen Proxxon-Blatt.

Zoe

viperchannel

RCLine Team

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18

Dienstag, 23. Januar 2007, 16:12

Genau das mein ich. Die "Rundum" -Blätter gehen da recht gut. Die breiten ahben eben eine Führung. Wenn die nicht stimmt, wird alles krumm.... :no:
Gruß Frank!

Hohentwiel

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19

Freitag, 26. Januar 2007, 22:39

Hallo zusammen, also ich finde das Thema ganz prima. Zur Historie von meiner Seite. Wir hatten in den 50gern in der Schule eine solche Säge, man höhre und staune, damals schon angetrieben mit einem oszillierenden Magneten mit Netzfrequenz 50 Hz. (könnte fast schon eine Hegener gewesen sein) Die Maschine wurde fast nie benutzt, da die Werklehrer nicht damit umgehen konnten und wir Schüler nicht dran durften. :ok:
Heute benutze ich diesen Sägentyp zum Aussägen von Spanten und lasse immer noch genug Material dran damit ich passend Schleifen und Feilen kann. Ganz sensible Sachen mache ich immer noch mit der Laubsäge.
Zusammenfassung: Das Gerät hat seine Berechtigung, aber nur für das wofür es gebaut wurde.
Grüsse und schönes Wochenende René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

Timo5

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20

Freitag, 26. Januar 2007, 22:53

Hallo

Euer Problem kenn ich mit den Dekopiersäge das problem hatte ich auch!

Habt ihr schonmal daran gedacht eine kleine Bandsäge anzuschaffen wo das säge blatt rundläuft.

Ich habe mir eine Bandsäge angeschaft wo ich den Säge tisch bis 45 Grad schwenken kann mit Anschlag und seitem sind meine Selbst angefertigen innenausbau teile absolut gerade gesägt!


Mfg

Timo