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Sonntag, 28. September 2014, 12:37

Gewinde in GFK/Epoxy schneiden, wie mache ich's?

Hallo Leute, wünsche einen schönen Sonntag.

Gestern war der Jungfernflug von meinem TurnLeft. Start war easy, der Flug mit "langsamer" 4,5x4,1 war auch gut beherrschbar. Aber die Landung ... Der TL war viel zu schnell, trotz hochgestellter Ohren und ich habe nicht genug Höhe gezogen. Er ist mit der Nase in die Wiese und hat sich einmal überschlagen. Der Prop ist ganz geblieben, dafür hat's den Quersteg zerbrochen, in dem das Gewinde für die Nylonschraube zur Tragflächenbefestigung saß.

Das Gewinde war aus einem dicken Tropfen Epoxy gefertigt. Wie mache ich so ein Gewinde nun neu? Nehme ich 5 Minuten Epoxy oder lieber 24h Epoxy, mit Micro Balloons oder ohne? Was für ein Schraubenmaterial nehme ich, damit ich die Schraubem die das Gewinde formt nach dem Trocknen wieder rausdrehen kann?

Alternative: Eine Nylon oder Metallmutter unter den nun verstärkten Steg kleben. Da jeder Millimeter zählt, dmait die Akkus noch unter das Gewinde geschoben werden können. Wäre ein eingeschnittenes Gewinde in dem Steg optimal.

Danke für eure Tipps, Gruß, Holger

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Sonntag, 28. September 2014, 13:30

Microballon wird spröde, ist da weniger geeignet. Wenn dann würde ich Baumwollflocken und ein langsam aushärtendes Harz nehmen.

Muss es sein das du die Schraube in das weiche Harz einbettest? Empfehlenswert wäre im Nachgang wieder ein Gewinde reinschneiden. Wenn es aber gar nicht anders geht am Besten eine Nylonschraube leicht einölen (WD40) und dann das Harz von allen Seiten gleichmässig dagegendrücken damit sich das Harz nicht mit dem Fett vermischt.

christianka6cr

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3

Sonntag, 28. September 2014, 13:38

Moin

gutes 24h-Harz, Baumwollflocken und Glasschnitzel http://www.hp-textiles.com/shop/index.ph…nitzel-3mm.html zur Mumpe mischen, 24h später das Gewinde reinschneiden. Der Spaß hält eigentlich alles aus. Vor 2 Jahren ist mir an einem so fixierten Höhenruder einer 1:3 Kiste mit 5m die M6 Metallschraube abgerissen, das Gewinde hat gehalten...

Gruß Christian
Kreisel gehören in´s Kinderzimmer und Gyros auf den Teller...

4

Sonntag, 28. September 2014, 19:00

Ich würde von hinten ein Stück Aluminium einharzen, in welches zuvor ein Gewinde geschnitten wird.
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lichtl

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5

Sonntag, 28. September 2014, 20:45

Engedicketes Harz, ab 30min Tropfzeit mit Tixotropheirpulver und Baumwollflocken soweit eingedickt das es gerase noch fliesfähig ist.
Die Schraube wird Gewachst oder gefettet mit eingeharzt ... das ergibt das perfekte haltbare Gewinde wenn man die schraube rausdreht.

Fürs Gewindeschneiden in Gfk braucht man Gutes werkzeug . Gewindeschneider aus dem Profibereich für den Maschinen einsatz bringen recht gute Ergebnisse.
Optimalerweise wird mit eine akkuschrauber Geschnitten 400-800 U/min M6-M4
Und keisfalls Schmieren , es wird kein Span geschnitten sonder eher Staub der Nass beim schneidvorgang nicht in die Nuten abtransportiert wird.
Idealerweise ist so ein Gewinde in gfk mindset so lang wei wie der Schrubendurchmesser.

Das ist eien menge Aufwand ... eine passende Einschgmutter mit etwas Gewebe unters Loch geklebt geht schneller und hält auch ;)

Bei dem Funliner hab ich unter der Hauptverschbung auch 5mm Alu das bis an die Rumpfseitenwände und den Rumpf so laminiert das die Kräfte auch in die Seitenwände vertielt werden . Das hält auch Steckschüsse aus grösseren Höhen aus und Radschlagen beim landen. Nur der Rumpf davor ist recht gefährdet bei solchnen aktionen.

Der aufwand Lohnt auch bei unzrechendend stabilen Serien Rünpfen vor allem bei wildfliegern die Gandenlos in jeden Gelände fliegen.

15gr mehr Gewicht und das war die letzte Reperatur an der Stelle ;)
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

6

Montag, 29. September 2014, 10:10

Ok, danke für die Tipps. Der Selbstbau eines Gewindes mit Harz-Mumpe scheidet dann aus, zumal man unter dem Steg im Rumpfinneren ungefähr gar nicht drankommt. ich nehme eine M4 Mutter. Mutter aus Metall oder auch aus Nylon für die Nylon-Schraube?

Ich habe jetzt die Sache erstmal mit 3 Lagen Glasgewebe stabilisiert. Ich hatte so eine ähnliche Idee, wie die mit dem Alu, allerdings wollte ich ein 3 oder 4mm Brettchen aus Flugzeugsperrholz (Birke) verwenden. Dort kommt ein Loch rein, in das erst schön plan eine M4 Nylonmutter eingeharzt wird. Dann das Brettchen unter den Steg kleben mit Verbindung zur Rumpfwand. Ob das auch geht? Es darf auch nicht zu dick werden, dmait der Akku da noch drunterrutschen kann.

Im Moment sieht's so aus (noch unbeschliffen).

Gruß, Holger
»holgers64« hat folgendes Bild angehängt:
  • WP_20140928_001 (640x360).jpg

lichtl

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7

Montag, 29. September 2014, 10:20

Das gaht auch aber bitte eien Metallallmutter verwenden .
Die schraube ist schnell ausgewechselt wenn defekt metallmuttern halten dann auch wenns weider hart hergeht.

Das mit dem Platz für den Akku kenn ich auch ;)

bei dem Rumpf konnt man dort aber schonrecht gut hin zum Arbeiten .
Wenn ihr rümpfe von inne verstärkt oder repariert nehmt bitte ein stück Schaumgummi mit Folie das das Lamiant an die Rumpfwand presst,oder einen Luftballon.
Deinem fall wäre das gleichzeitige mit einbauen des Brettchend beim verstärken Ideal gewesen, und dies auch mit so einer Kunstoff leimkalmmer anzupressen.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lichtl« (29. September 2014, 10:27)


8

Montag, 29. September 2014, 10:23

Super, danke. Ich hatte nur Bedenken, dass sich Nylon-Schraube und Metall-Mutter nicht verträgt.

christianka6cr

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9

Montag, 29. September 2014, 10:27

Moin

Das mit dem Brettchen geht natürlich auch. Einfach Gewinde reinschneiden, mit dünnflüssigem Sekundenkleber aushärten, Gewinde vorsichtig per Hand nachschneiden, fertig.

Gruß Christian
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Montag, 29. September 2014, 10:35

Ja geht bestimmt, aber dann hätte ich ein 3mm dickes Gewinde im Brettchen. Da würde ich einer eingeharzten M4 Mutter mehr vertrauen. Aber die kann ich ja später immer noch einharzen, wenn das Seku-Gewinde nicht halten sollte. Außerdem soll es al Sollbruchstelle ja bestehen bleiben.

Ich habe gerade eben im Keller noch einen Rest 2mm Epoxy Platte gefunden, aus der ich auch mal Rüderhörner und Spanten säge. Das wäre doch sicher das Nonplusultra ggü. Sperrholz, oder?

Holger

christianka6cr

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11

Montag, 29. September 2014, 10:55

Jo, ist eine gute Lösung.

Gruß Christian
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12

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 08:19

Abschließende Bemerkung: Nun ist es doch ein 3mm Birkensperrholz geworden, das passgenau für die Unterstegmontage zugeschliffen wurde. In das Brettchen habe ich eine M4 Metallmutter eingeharzt. Das ganze dann mit 5 Min Epoxy unter den Steg geklebt. Das sieht jetzt optisch schon mal recht stabil aus. Der Epoxy Platten Rest hatte die Maße leider nicht mehr hergegeben.

Danke für eure Tipps, Gruß, Holger

lichtl

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13

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 08:39

Das ist so vernünftlig ich halte von Sollbruchstellen an der Verbindung, Rumpf/Tragfläche, in Zugrichtug überhaupt nichts und die Gewindgänge weren schon beim Schraube anziehen auf Zug belastet. Bei verlust der Tragfläche in der Luft ist meist unkotrolliertes Landen angesagt. :evil:
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

14

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 09:08

Ich kann auch mit Tragfläche dran unkontrolliert landen :)

Stimmt, das muss auch noch gemacht werden: Die Tragflächenhinterkante, da wo sie auf dem Rumpf aufliegt, mit Gewebe verstärken. Das war auch etwas angeknackst.

Gruß, Holger

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Sonntag, 28. Mai 2017, 22:51

Streamtec Flächenbefestigung Gewinde defekt

Hallo Piloten

Wer könnte mir einen Tipp geben, zum Gewinde reparieren ??

Nach ein paar unsanften Landungen, sind die beiden Gewinde von den Flächenbefestigungen "ausgeleiert" was kann ich machen ??
»Flugdrache1« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSC00736.jpg

16

Sonntag, 28. Mai 2017, 23:10

Unten ein Streifen Tesafilm drunter das nix raus läuft.
24H Harz mit feinen GFK Schnipseln rein kippen.
Aushärten lassen.
5mm Loch bohren und dann mit einem Gewindebohrer das M6 Gewinde neu rein schneiden.

Alternativ von Unten eine Stahlmutter einharzen.

Alternativ ein Alublech mit Gewinde drunter kleben.

Helicoil oder so würde ich hier nicht nehmem.

Es sieht aber so aus als wäre der Rumpf eh angeknackst, war wohl eine harte Landung.
Dann solltest du den Rumpf genau prüfen und wenn nötig von Innen nochmal eine paar Lagen GFK Matten einlaminieren.

Du solltest aber auch deine Landungen überdenken.
Wenn das nächste mal nicht die Schraube oder das Gewinde nachgibt, weil du das hoffnungslos Verstärkt hast, dann bricht unter Umständen der Rumpf. Das ist dann richtig Bitter.
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Sonntag, 28. Mai 2017, 23:22

Unten ein Streifen Tesafilm drunter das nix raus läuft.
24H Harz mit feinen GFK Schnipseln rein kippen.
Aushärten lassen.
5mm Loch bohren und dann mit einem Gewindebohrer das M6 Gewinde neu rein schneiden.

Alternativ von Unten eine Stahlmutter einharzen.

Alternativ ein Alublech mit Gewinde drunter kleben.

Helicoil oder so würde ich hier nicht nehmem.

Es sieht aber so aus als wäre der Rumpf eh angeknackst, war wohl eine harte Landung.
Dann solltest du den Rumpf genau prüfen und wenn nötig von Innen nochmal eine paar Lagen GFK Matten einlaminieren.

Du solltest aber auch deine Landungen überdenken.
Wenn das nächste mal nicht die Schraube oder das Gewinde nachgibt, weil du das hoffnungslos Verstärkt hast, dann bricht unter Umständen der Rumpf. Das ist dann richtig Bitter.
Das Foto war nicht von meinem Streamtec ..... ich wollte blos die Flächenbefestigung zeigen .. Danke für die Tipps :w

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Flugdrache1« (28. Mai 2017, 23:29)