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Mittwoch, 14. Dezember 2005, 14:59

Baubericht Corsair F4U

So Leute, es geht mal wieder mit was Neuem los, der Doppeldecker ist zwar noch nicht fertig, aber nachdem meine Mustang mir soviel Spass bereitet ist es Zeit einen neuen Warbird zu bauen.

Grundlage ist der Plan der Corsair von Brian Taylor vom VTH mit 1,56 m Spannweite:

http://www.vth.de/shop/shopfiles/product…wcat=1&sparte=2


(ich hoffe Wikipedia verzeiht das Klauen des Bildes :D )

Als erstes muss ich mal sagen, dass der Preis für die läppischen zwei Blatt Papier mit fast 30 Euro schon etwas in die Richtung Frechheit geht. Die Kopie ist nicht wirklich gut, ziemlich grau und auch die Tesa-Streifen mit denen das Original schon diverse Male geflickt wurde sind prima mitkopiert worden und mehr als sichtbar. Ich denke für 30 Euro kann man ein bisschen mehr erwarten.

Wie dem auch sei, viel von dem Plan ist aus meiner Sicht nicht verwertbar, die Form werde ich übernehmen, sonst wohl nichts.

Das Modell werde ich wie immer komplett in Holz aufbauen und der Antrieb wird - wie gewohnt - elektrisch erfolgen. Ich denke da so an einen AXI mit ca. 800 bis 1000 Watt. Mal sehen.


So. meine erste wichtige Frage:

Welches Profil nimmt man am besten für so ein Geschoss? das im Plan verwendete ist meiner Meinung nach mit seinen 16% bis 19% Dicke nicht wirklich zeitgemäß... Was meint ihr?


Schöne Grüße
Christian.

Lunovis

RCLine User

Wohnort: CH- Säuliamt

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2

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 18:15

ein naca 2412 wird wohl nicht daneben sein. wenn du ne pss variante bauen willst geht auch ein e205 :tongue:

das standardprofil scheint wirklich recht dick zu sein, aber bei enem verbrenner macht das ja nicht viel aus (habe schon eine corsair gesehen die alleine durch die motorleistung in der luft gehalten wurde. gelandet wurde mit halbgas :D) bei einer elektrovariante sind 12-13% das maximale aller gefühle denke ich mal
We are building a fighting force of extraordinary magnitude. We forge our spirits in the tradition of our ancestors. You have our gratitude.

3

Freitag, 16. Dezember 2005, 11:28

von dem NACA 2412 hab ich auch schon gehört.. soll recht schnell damit vorwärts gehen, ist recht überziehsicher etc.

NACA 2415 ist wohl der absolute Allrounder..

Wie siehts mit einem Clark-Y aus? Das Brot-und-Butter Profil schlechthin :)

Hat da keiner Erfahrung gesammelt bisher? Oder existiert vielleicht im Netz eine Seite wie www.aerodesign.de die sich ein bisschen mehr mit Motorfliegern beschäftigt? Aerodesign ist klasse, aber schon ziemlich an Segelfliegern orientiert.

Christian.

4

Freitag, 16. Dezember 2005, 15:40

Hallo Christian,

Also puncto Brian Taylor kann ich nur sagen; bauen so wie im Plan und da passt alles zusammen. Vor langer Zeit hatten einigen Franzosen bei uns im Verein verschiedene Modelle von Brian Taylor (hab ihn selber kennengelernt :-) super Kerl) unter anderem die Corsair wurde 3 mal gebaut (2mal mit Einzieh. und 1mal mit Festfahrwerk).
Ich kann nur sagen Flugeigenschaften traumhaft. Alle sind damals mit den Super Tigre 60er geflogen und sowohl Start wie Landeeigenschaften ein Kinderspiel. Heute würde ich ein 4T. einbauen max. 90er.
Meine Empfehlungen bitte lasse das Profil sein wir er ist.

Gruß / Marc

Holz

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

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5

Samstag, 17. Dezember 2005, 10:54

Hallo Marc,

war da ev. auch eine Taylor Hawker Typhoon dabei? Falls ja, wie sind da die Flugeigenschaften?

Grüße Werner

6

Sonntag, 18. Dezember 2005, 01:04

jo glaub ich, dass das ordentlich fliegt, wenn man alles 100% nach Plan baut, aber ich möchte gerne noch mehr aus dem Flieger rausholen, am besten so viel wie möglich :) Aber is ja schon mal gut zu hören, dass sonst alles stimmt an dem Teil :ok:

Die 19% Profildicke finde ich wirklich ein bisschen sehr viel zu viel. Immerhin wird das nen Warbird, der soll auch vernünftig schnell gehen. Das passt nach meiner Auffassung nicht so richtig zusammen.

Nebenbei hat der SuperTigre auch ein bissl mehr Leistung wie 1000 W, daher sollte man gerade beim Elekro-Flieger ein bissl auf den Luftwiderstand achten - meine Meinung ;)


An dem Fahrwerk bin ich im Moment auch am rumbasteln... gar nicht so einfach, weil die Räder beim Einschwenken in die Fläche sich ja um 90 Grad drehen müssen. Sobald meine Lösung druckreif ist, werde ich Bilder einstellen - wenigstens erstmal von den Zeichnungen oder nen Screenshot ausm CAD oder so.

Ist halt nen schöner Flieger mit ner schönen Anzahl von Problemchen die man lösen muss wenn man nicht alles teuer im Laden kaufen will, aber so macht die Sache ja gerade erst Spass :evil:


schöne Grüße
Christian.

7

Sonntag, 18. Dezember 2005, 10:13

Hallo,

ich hab ein 90° drehendes EZFW von www.ezfw.de das ist zwar nicht gerade billig aber funktioniert gut und ist sehr solide gebaut.

Grüße
Stefan
http://www.geocities.com/fliegmal/

8

Sonntag, 18. Dezember 2005, 10:56

Hallo Werner,

eine Typhoon wurde gebaut aber nie geflogen, gebaut wurde die T6, Corsair, Mustang, Spitfire alle flogen herrlich. Die beste Eigenschaften hatte die T6 und Corsair.

Also von der Geschwindigkeit kann ich nur sagen dass die Corsair eher ein Constant-Speed Flug hat, sowohl im Sturzflug wie im Normalflug flog sie fast in einem Geschwindigkeitbereich was zu einem sehr schönen Flugstyl zu brachte. Auf der andere Seite muss ich sagen dass Brian Taylor mit dieser Maschine in Metz (Frankreich Scale Wettbewerb) oft die Nase vorn hatte, also musste auch die Geschwindigkeit schon ok gewesen sein. Sowieso mit dem grossen Querschnitt von Motorhaube erreichst du ein keine Schnellere Modell. Habe selber die Corsair von Kyosho geflogen, obwohl das Profil dünner ist fliegt die Maschine nicht schneller.

Zum Fahrwerk, es wurden die Robart eingebaut, heute würde ich eher die Hawe einbauen (Pneumatik, wieder ein paar Gramm gespart)

So noch einen schönen 4advent Sonntag.
Gruß / Marc

Holz

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

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9

Sonntag, 18. Dezember 2005, 23:13

Hallo Marc,

danke für deine Infos. Mit der T6 meinst du da zufälligerweise die kleine AT-6 (Spannweite 175cm)? Von der hab ich nämlich auch den Plan und die Motorhaube/Kabinenhaube daheim liegen. Die hätte ich sozusagen als Einstieg in die Warbird-Bauerei und -Fliegerei vorgesehen gehabt. Falls es die kleine AT-6 war, kannst du dich noch erinnern ob da Landeklappen verbaut waren (laut Plan sind keine vorgesehen).

Grüße Werner

10

Montag, 19. Dezember 2005, 07:25

Hallo Werner,

Gebaut wurde die grosse mit Landeklappen, selber hatte ich auch die ganz grosse von Petrausch mit 3,40mtr und muss dazu sagen dass die T6 leicht gebaut ohne Klappen auskommt. Für die kleine würde ich die Klappen nicht einbauen (gewicht!!) deshalb würde ich einen 4T. Motor einbauen und mit ne grosse Luftschraube (wenig Steigung!) experimentieren bis die Landegeschwindigkeit passt.

Gruss / Marc

Holz

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

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11

Montag, 19. Dezember 2005, 08:26

Hallo Marc,

danke für deine Hilfe. Werde sie wie du sagst ohne Klappen bauen. Ist sicher vom Gewicht her besser und irgendwie wird sie schon zum Runterbringen sein. Vorgesehen ist sowieso ein Saito 4-Takt-Motor.

Danke nochmal

Grüße Werner

12

Sonntag, 1. Januar 2006, 23:35

hmmm... ansonsten hat keiner mehr Ahnung oder nen Tip, wo ich mir ne gute Auskunft besorgen kann?


Im Moment sieht es so aus, dass ich wohl das Clark-Y oder das NACA 2412 oder 2413 nehmen werde. 19% sind mir echt zu dick für nen Flügel, trotzdem danke für die Antworten :)

Mal schauen, das Naca hab ich direkt als CAD Datei, das würde sich anbieten direkt in den richtigen Abmaßen auszudrucken für die Rippen.
Das Fahrwerk wird auf jeden Fall Eigenbau - was anderes kann ich mir net leisten...

schönes Neues Jahr,
Christian.

opflettner

RCLine User

Wohnort: Mecklenburg-Vorpommern

Beruf: Mensch

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13

Mittwoch, 4. Januar 2006, 04:43

Zitat

Original von christianfrevel
jo glaub ich, dass das ordentlich fliegt, wenn man alles 100% nach Plan baut, aber ich möchte gerne noch mehr aus dem Flieger rausholen, am besten so viel wie möglich :) Aber is ja schon mal gut zu hören, dass sonst alles stimmt an dem Teil :ok:

Die 19% Profildicke finde ich wirklich ein bisschen sehr viel zu viel. Immerhin wird das nen Warbird, der soll auch vernünftig schnell gehen. Das passt nach meiner Auffassung nicht so richtig zusammen.

schöne Grüße
Christian.


Leider unterliegen viele sogenannte Wrbird-Liebhaber der falschen Ansicht ein Warbird zeichne sich in aller erster Linie durch Geschwindigkeit aus.
Die Steigleistung und die Kurfenfähigkeit, also bei möglichst geringem Geschwindigkeitsverlust zu kurfen) sind neben der Grundgeschwindigkeit mindestens genauso, wenn nicht noch wichtigere Eigenschaften eines guten Warbirds.
Und da kann ein "etwas dickeres" Profiel durchaus angebracht sein.
Besonders die F4U bestach durch ihre Wendigkeit, Steigleistung und Zuladungsfähigkeit.

Ich würd mir das mit dem Ändern des Profiels nochmal überlegen.

Sonst bau Dir doch ein Rheno-Modell, da gibt es auch ganz spezielle Warbirds, die dafür die Grundeigenschaften mitbrachten und entsprechend modifiziert wurden. Die F4U gehörte meines Wissens nicht zu den erfolgreichen Rheno-racern.
Mit den besten Grüßen aus dem Lilienthalland.
Ottopeter




Wage deinen Kopf an den Gedanken,
den noch keiner dachte.
Wage deinen Schritt auf die Straße,
die noch niemand ging.
Auf dass der Mensch sich selber schaffe,
und nicht gemacht werde
von irgendwem oder irgendwas.
Schiller

14

Mittwoch, 4. Januar 2006, 07:22

Danke, noch einer der die selbe Meinung hat wie ich :ok:

15

Mittwoch, 11. Januar 2006, 23:05

Zitat

Original von opflettner
Leider unterliegen viele sogenannte Wrbird-Liebhaber der falschen Ansicht ein Warbird zeichne sich in aller erster Linie durch Geschwindigkeit aus.


hab ich nicht gesagt und fühl mich deshalb auch mal besser nicht angesprochen, auch wenn das vielleicht auf mich zielen sollte. Trotzdem ist ne gewisses Geschwindigkeitspotential bei nem Warbird ganz nett.

Wenn ich da so an meine Mustang denke, die geht von lammfromm biss giftig schnell, steigt aus allen Lagen mehr wie gut weg und nebenbei auch noch vollkommen Vollgasfest und extrem wendig. Die hat keine 19% Profildicke - da hab ichs bei etwa 10% belassen. Daher die Frage.

werde mich noch ein wenig mehr in die Materie einlesen, habe grade ein gutes Buch zu dem Thema in die Finger bekommen.......

schöne Grüße
Christian

16

Montag, 13. November 2006, 22:58

so.. das Profil ist ein NACA 24xx geworden, das sollte ganz gute Allround-Eigenschaften haben. Profildicke liegt bei 12 bis 16 Prozent.

Im Moment bin ich - wenn ich mal was an dem Brocken mache - mit dem Fahrwerk beschäftigt.

Das soll ja die Räder nach hinten wegklappen und gleichzeitig um 90 Grad drehen, damit die Räder flach in die Fläche reingehen. Und in beiden Endlagen verriegeln soll das ganze dann auch noch.

Aktuell sind die Fahrwerksbein-Träger fertig, jetzt brauch ich die seitlichen Führungswinkel mit den Langlöchern. Mal schauen, wo ich die machen lassen kann. Habe leider keine Drehbank / Fräsbank daheim. Ist immer bissl Akt bis ich mal wo an ne Maschine komme....
»christianfrevel« hat folgendes Bild angehängt:
  • Bild_061113_225540.jpg

Tomtom-NF

RCLine Neu User

Wohnort: Husum, Schleswig-Holstein

Beruf: Industrieelektroniker

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17

Dienstag, 26. Juni 2007, 13:40

Hallo Christian, hab diesen Thread gefunden. Habe auch den Corsair-Bauplan von Taylor. Kannst Du mir Infos zum Bau zukommen lassen, insbesondere Bilder oder ähnliches?
Murphy sagt: Gibt es etwas dummes zu tun, wird sich jemand finden, der es tut...

18

Dienstag, 10. November 2020, 22:43

4886 Tage später...

So.. Ich möchte hier meinen alten Beitrag wieder aufwärmen... Es geht weiter am Projekt :D

Nach reiflicher Überlegung, immerhin fast 15 Jahre hab ich mich entschlossen ein 2415 er Naca zu verwenden, aber nicht mehr wie geplant in der Taylor Corsair.

Ich habe mir einen eigenen Plan gezeichnet mit 1800mm Spannweite. Seitdem glüht die Laubsäge...

Antrieb 8s5000 auf einen Roxxy 6362-250 mit 18x10 Dreiblatt, ca 65A.
Mit Landeklappen und Einziehfahrwerk.
Zielgewicht ca 6kg.

Bilder stelle ich gerne immer wieder mal ein.
»christianfrevel« hat folgende Bilder angehängt:
  • Screenshot_20201110_224504.jpg
  • Screenshot_20201110_224528.jpg
  • Screenshot_20201110_224557.jpg
  • Screenshot_20201110_224543.jpg
  • Screenshot_20201110_224905.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »christianfrevel« (10. November 2020, 22:52)


19

Samstag, 14. November 2020, 11:49

Es geht weiter, die ersten Rundungen sind erkennbar..

Die 8s 5000er sitzen ganz vorne in der Nase, nach hinten können sie dann immer noch.
»christianfrevel« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0285.JPG
  • IMG_0286.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »christianfrevel« (14. November 2020, 12:28)


20

Sonntag, 15. November 2020, 21:11

Hallo Christian,
sehr schöner Holzbau. Ich kenne das mit Bauleichen, bei mir liegt eine Dr1 seit 10 Jahren im Regal.
Achja, bezüglich Propeller, schau mal beim Ramoser vorbei. Dieser würde deutlich besser zu deinem Modell passen.
Gruß
Mathias