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Montag, 21. August 2006, 15:30

Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Hi,
nachdem es hier gar nichts über den mini HLG Bonsai zu finden gibt, hab ich mir gedacht, stellst doch mal nen Baubericht rein !

Begonnen hat der gedanke so einen Flieger zu bauen mit der Einsicht der Bauweise: Zuerst wird ein Balsamodell gebaut, dass später mit GFK überzogen wird. Um das alles noch ein bischen schwieriger zu gestalten ist der Rumpf komplett rund. Hier kommt dann der Helingsbau ins Spiel ohne den es nicht geht. Lauter Bausweisen, die ich bis dahin noch nicht ausprobiert hatte. Das mussts ich ja irgendwann nachholen ;)

Die Fläche ist aus Balsa-Kohlerovings aufgebaut- auch sehr interresant!


Hier mal die technischen Daten aus der FMT:

Spannweite: 955mm
Rumpflänge: 610mm
Flügelfläche: 10,6dm²
Gesamtfläche: 12,2dm²
Fluggewicht: 140g
Flächenbelastung: 13,2g/dm²
Profil Tragfläche: AG 03
Profil HLW / SLW : ebene Platte
RC-Funktionen: Höhe, Seite (VLW)
Schwerpunkt: 54mm hinter Nasenleiste
Hochstarthaken: 25mm vor Nase
EWD: 1,0°

Bei der Auswahl des Balsas sollte sehr aufs Gewicht geachtet werden. Für die Fläche habe ich ein Brett mit 100cm x 10cm x 0,1cm mit 14g und für den Rumpf eines mit 12g genommen.

Angefangen habe ich mit der Tragfläche:
Die untere Beplankung wird auf dem Baubrett aufgebaut.
Dann wird die Endleiste "spitz" geschliffen.
Über der Fläche liegt der Kohleroving, der später in die Endleiste hineingearbeitet wird!

P.S.: Geklebt wird fast ausschließlich mit Sekundenkleber, um das Gewicht gering zu halten!
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2

Montag, 21. August 2006, 15:36

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Um die Endleiste steifer zu gestalten, wurde ein Kohleroving (0,8mm²) mit einem Kamm in einzelne dünnere Faserbündel getrennt. Diese wurden dann sorgfältig und einzeln (!) auf die spitz geschliffene Endleiste mit 24 Stunden Harz geklebt. Gut darauf achten, dass kein Balsa herausschaut! und sie eine flache Ebene bilden!
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rikimountain

RCLine User

Wohnort: eferding , OÖ

Beruf: 3d artist - screendesigner

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3

Montag, 21. August 2006, 15:39

sehr interessant..
hast du da auchn foto wie das ding fertig ausschaut?!

4

Montag, 21. August 2006, 15:43

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Nach Plan sollten 2x2mm Kiefernleisten konisch auf 1x1mm zugeschliffen werden. Nachdem ich aber von allen Seiten gehört hab, dass das fast unmöglich ist gut hinzubekommen, habe ich stattdessen als Holme 1,5mm Kohlestangen verwendet.

Die Rippen wurden aus hartem 1mm Balsa im Blockverfahren hergestellt und mit den entsprechenden Auskerbungen für die Holme versehen.

Zuerst wird der untere Holm auf die untere Beplankung der Fläche geklebt. Dann kommen Schritt für Schritt die Rippen drauf.
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5

Montag, 21. August 2006, 15:48

Hi rikimountain,
Da ich mir nicht ganz sicher war, ob ich Fotos aus der FMT hier reinstellen darf und meiner noch nicht ganz fertig ist, hier der Link zu vth:

http://www.vth.de/shop/shopfiles/shoppag…8&go.x=0&go.y=0

6

Montag, 21. August 2006, 15:51

Auf die Kohle-Balsa Endleiste kommt noch eine obere 1mm Balsa Beplankung, die anschließend "ins" Profil geschliffen wird. Diese wird ebenfalls mit 24Stunden Harz aufgeklebt und mit vielen Klemmen fixiert.
Auch noch zu sehen ist der obere 1,5mm Kohle-Holm.

Edit: Auf die Rippen 9, 10 und 11 wurde ein Kohleroving geklebt, da diese VOR der Endleiste aufhören und sie somit nur stumpf verklebt sind!
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7

Montag, 21. August 2006, 16:02

Als nächstes wird die obere Beplankung aus 1mm Balsa auf den Holm mit Sekundenkleber geklebt. Dann wird diese um die Rippen gebogen und einzeln mit diesen verklebt. Das geht am besten mit dünnem Seku und einer feinen Spritzennadel vorne drauf, um den Kleber zwischen die obere und untere Beplankung zu bringen. Natürlich könnte man auch einfach einen großen Tropfen hineinlaufen lassen. Ist halt mehr Gewicht! Vielleicht nicht viel, aber Kleinvieh macht eben auch Mist ;) .
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8

Montag, 21. August 2006, 16:12

Die obere und untere Beplankung kann anschließend mit einem Schleifklotz verschliffen werden und die Nasenleiste mit Weisleim aufgeklebt werden.
Fehlen nur noch die Aufleimer auf den Rippen, die aus Gewichtsgründen wieder mit Seku aufgeklebt wurden.
Nun kann die erste Flächenhälfte verschliffen werden.

Bei der Zweiten genauso verfahren und dann beide mit einer Matte (25g/m²) unter Berücksichtigung von 14° V-Form verbinden.

Zum Schluss werden dann noch Winglets aus Balsa oder Schaum gefertigt, an die Fläche geklegt und mit einer Matte überzogen. Soweit bin ich aber noch nicht.
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Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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9

Dienstag, 22. August 2006, 15:30

ui den hab ich auch einmal gebaut allerdings ist er nei geflogen weil ich damals noch keine so kleinen rc-komponenten hatte! jetz ist die Fläche schon zu stark verzogen um zu fliegen! wird irgendwannmal neu gebaut!

LG
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

10

Dienstag, 22. August 2006, 15:57

Hi E.T.,
hast du den Schwerpunkt ohne Blei hinbekommen ?

Ich denk bei meinem muss ich, um überhaupt eine Chance zu haben den SP einzuhalten, den Empf. und Akku ganz nach vorne nebeneinander legen und die Servos knapp dahinter...

11

Dienstag, 22. August 2006, 17:28

Und weiter gehts mit dem Rumpf.
Zur Herstellung dessen, muss wie oben schon erwähnt eine Hleing gebaut werden, ohne ist es definitiv nicht möglich einen verzugsfreien Rumpf zu bauen.
Die Maße für die Heling steht im Plan und kann so übernommen werden. Ich habe meine einfach mit Weisleim an meinen Bautisch geklebt- funktioniert hervorragend!
Dann werden in die Spanten 0.8mm Löcher für die Stecknadeln gebohrt, um diese an die Heling zu pinnen.

(Der letzte Spant kann nicht sauber ausgesägt werden, da er dafür viel zu klein ist. Deshalb habe ich einen ungefähren Umriss dessen ausgesägt und in ihn ein 3mm Loch gebohrt, dadurch eine Schraube geführt und mit einer Mutter gesichert. Die Schraube wurde dann in meine Drexelbank (Bohrmaschine geht auch) eingespannt und auf niedrigster Drehzahl geschliffen!)

Als Holmgurte wurden wieder statt "2 x 2mm Kiefernleisten auf 1 x 1mm zugeschliffen" 1.5mm Kohlestangen verwendet.
Auf dem Bild fehlt noch der untere Holmgurt, da dieser erst nach abbrechen der 2 letzten Helingsleisten eingesetzt werden kann. Das an der 2 Helingsleiste klebende Krebband ist mit der Decke (des Kellers) verbunden und verhindert so ein durchbiegen.
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12

Dienstag, 22. August 2006, 18:33

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Der obere Teil des Rumpfes kann nun beplankt werden. Hierfür habe ich mit einem Leistenschneider 2 x 1mm Balsaleisten geschnitten und NUR an den Spanten und an den Holmgurten mit dickem Seku befestigt.
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13

Dienstag, 22. August 2006, 18:48

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Nach einer Weile schaut das ganze dann so aus:
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14

Dienstag, 22. August 2006, 18:53

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Die obere Beplankung nähert sich dem Ende.
Gut zu sehen sind noch die 2 dicken Balsaleisten zwischen den ersten beiden Spanten, die die dazwischen eingeleimte Halterung, für den Flitschenhaken, aus 1,5mm Sperrholz festigen.
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15

Dienstag, 22. August 2006, 18:58

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Für die untere Beplankung muss der Rumpf von der Heling genommen werden. Als erstes wird der untere Holmgurt eingeklebt!
Von unten:
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16

Dienstag, 22. August 2006, 19:00

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Mit fertiger Beplankung:
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17

Dienstag, 22. August 2006, 19:06

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Jetzt werden noch größere "Löcher" in der Beplankung mit Holz ausgefüllt und überstehende Leisten abgeschnitten, dann wird der Rumpf grob überschliffen und anschließend mit Seku "getränkt", um die einzelnen Balsaleisten aneinader zu kleben. Dann habe ich ihn gespachtelt und wieder verschliffen.
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18

Dienstag, 22. August 2006, 19:17

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

Nach Bauanleitung werden jetzt 2 2,5cm breite Glasfaserstreifen straff und gegenläufig um den Rumpf gewickelt und mit 24h Harz eingepinselt. Daran bin ich leider gescheitert!.... man muss schon extrem viel Feingefühl haben um das hinzubekommen, zumal sich Matten sehr leicht verziehen!
Ich habe dann erst die eine Stück für Stück aufgebracht. Auch so habe ich es nicht geschaft alles mit einem Stück Matte zu bewältigen. Nach dem dickeren Rumpfvorderteil wurde die Matte dann abgeschnitten und eine neue angesetzt. Bei der zweiten Matte musste ich sogar 2 mal neu ansetzen. Das tut aber der späteren Stabilität überhaupt keinen Abbruch, wenn man immer mit etwas übermaß neu beginnt! Man sollte sich auch beeilen, da eine halbe Stunde schnell mal um ist, das Harz wird dann immer zäher und man braucht immer mehr davon um die Glasfasermatten vollständig damit zu tränken. Ich habe, soviel ich mich noch erinnern kann, eine ganze Stunde gebraucht !

Einen tag später kann das ganze dann nass verschliffen werden! Nach Anleitung wird jetzt nochmals gespachtel, was man sich aber bei sauberer Arbeit sparen kann!

Die schwarzen Striche auf dem Bild waren die Markierungen auf der Matte, um diese gerade auszuschneiden.
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19

Mittwoch, 23. August 2006, 20:40

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

HAMMER Mr. Reichert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :ok: :ok: :ok: ==[] ==[]

wie immer bestens gebaut. also ich hätte ja sofort irgend nen gfk rumpf genommen, aber naja leichter exklusiv und... naja brüchiger
aber echt klasse das teil. wann isses fertig? meld dich ma wennste fliegen gehst

Emanem

RCLine User

Wohnort: Graz

Beruf: Student

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20

Mittwoch, 30. August 2006, 08:41

RE: Baubericht: Bonsai mini HLG aus FMT

sehr schön!!!

meiner ist wie gesagt nie geflogen! Deshalb kann ich dir nicht sagen ob ich blei gebraucht hätte!

Weiter so!

aja nochwas: machst du die sichelförmigen aufgebogenen Randbögen?
ich hab sie aus Hartschaum geschnizt und dann mit GFK laminiert! sind bombenfest und haben mir 8g dazu gebracht! optisch natürlich hui.

Lg
ich hab keine Klamotten ich zieh Frauen an....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Emanem« (30. August 2006, 08:45)