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Fabian Köhnlein

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  • »Fabian Köhnlein« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 28. März 2007, 15:53

Baubericht Seduction Streamline von Pilot

[SIZE=4]Ich betreibe mittlerer weile schon seit 8 Jahren intensiv und mit manchmal mehr oder weniger großem Erfolg Modellbau. Dadurch habe ich schon alle erdenklichen Modelle gebaut und geflogen, jedoch fehlte in meinem Hangar noch ein richtiges Kunstflugmodell. Als ich dann beim Stöbern in der FMT die Anzeige von modellbau-bichler sah, der laut Anzeige Laserbausätze herstellt, musste ich natürlich sofort auf der Homepage nachsehen, welche Modelle angeboten werden. Dabei fiel mir sofort der Seduction Streamline auf, der mir durch seine elegante Formgebung sofort zusagte. Für mich als Holzwurm ist natürlich so ein Bausatz super, und da die Qualität der Bausätze, ausgehend von den Bildern, sehr gut war habe ich mir den Bausatz gleich am nächsten Tag beim örtlichen Modellbaufachhändler über Modellbau Bichler bestellt.

Nach einer Woche kam gleich der erste Dämpfer: „Das Modell ist frühestens in einem Monat wieder lieferbar!“ Weil ich das Modell unbedingt haben wollte (wenn ich mir was eingebildet habe wird das bis zum bitteren Ende durchgezogen) gab es für mich nur einen Weg: Warten!“.

Dann endlich war er da, der lang ersehnte Bausatz!
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[SIZE=4]Reifen sind im Bausatz nicht enthalten. Die Alubügel hätten ruhig etwas massiver ausfallen können. [/SIZE]

[SIZE=4]Nachdem ich das Paket geöffnet hatte viel mir sofort die wirklich enorm große Kabinenhaube auf, dann entnahm ich die Einzelteile der Motorhaube, die Fahrwerkeinzelteile mit den Alubügeln und die einzelnen Holzpakete mit den sehr fein gelaserten Bauteilen. Ein richtiger Musterbausatz, der den 185€ gerecht wird. Alle Teile sind aus sehr guter Qualität und müssen eigentlich überhaupt nicht nachgearbeitet werden. Als Bauplan kommen zwei Rollen zum Vorschein. Der Plan, der in englisch verfasst ist, beinhaltet gleichzeitig Die Bauanleitung mit kleinen Baustufenphotos, die die einzelnen Baustufen gut verdeutlichen. Ein Basisenglisch ist völlig ausreichend. Als einziges habe ich einen Dekorsatz vermisst. Auf der Homepage von Pilot findet man zwar Dekors zum Herunterladen, jedoch nicht vom Streamline. Schade!
Bei dem Bausatz ist nur das nötigste Zubehör dabei wie Schrauben und Einschlagsmutern, was ich sehr positiv finde, denn so kann ich mir meine eigene bevorzugte Ruderanlenkung anfertigen.

Bevor es nun mit dem Bau losging beschriftete ich alle Einzelteile mit denen im Bauplan zugewiesenen Nummern und brach sie aus den Balsabrettern. Mit dem Skalpell wurden die Unebenheiten an den Bruchstellen dann noch entfernt.

Nun ging es ans Bauen!

Als Verklebung verwende ich für jedes Holzmodell wasserfesten Holzleim, da dieser auch nach dem Trocknen noch etwas elastisch ist. Außerdem hat man mehr Zeit zum fixieren und ausrichten der Bauteile.
Zum Aufbau des Rumpfes brauche ich eigentlich nichts sagen. Durch die ineinander greifenden Balsateile und die vorgeformten Beplankungen geht der Bau zügig voran. Segmente, die die im Betrieb auftretenden Kräfte aufnehmen, werden aus vielschichtigem Sperrholz aufgebaut. Somit ist das Modell ausreichend stabil bei einem sehr geringen Abfluggewicht. Nur die Firewall kam mir etwas schwach vor und so habe ich die Wand mit 1,5mm Sperrholz aufgedoppelt. Auch wurden die im Bausatz enthaltenen M3-Verbindungen für Motor-, Fahrwerks- und Tragflächenbefestigung durch M4-Einschlagmuttern und Schrauben ersetzt.


Hier sieht man sehr schön die Verzahnung der Spanten.


Hier sieht man die in den Rumpf vertieften Servokästen. Finde ich persönlich zur Wartung und Sichtkontrolle sehr praktisch.


Hintere Tragflächenaufnahme. Der Balsaklotz wird der Tragfläche angepasst, sodass die Tragfläche plan auf ihm aufliegt. Rechts sieht man das Empfängerakkubrett mit Ausschnitten für die Kabelbinder zur Befestigung.


Höhenleitwerkaufnahme. Im Hintergrund sieht man wieder die Zapfen in der Beplankung.


Fertig beplankter und verschliffener Rumpf mit der großen Kabinenhaube und der noch nicht lackierten, aber fertig gespachtelten und verschliffenen Motorhaube. Die Motorhaube ist etwas schwierig zum Aufbauen, da sie aus mehreren Einzelteilen besteht, die mit einem geeigneten Plastikkleber verklebt werden. Je sorgfältiger gearbeitet wird, desto weniger spachteln und schleifen muss man am Ende bei den Klebestellen. Danach wird die Motorhaube mit einem Plastikprimer grundiert.


Fahrwerksaufnahme und Kühlluftkanal. Das Holz ist bereits mit Klarlack versiegelt.


Auf dem obersten Brett wird der Empfänger positioniert.

Fortsetzung folgt!
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[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Fabian Köhnlein« (28. März 2007, 16:52)


superpattex

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2

Mittwoch, 28. März 2007, 20:33

Schreib doch mal was über die technischen Daten, Motor usw. Hab mir den Bausatz schon mal auf ner Messe angesehen und mich fast hinreissen lassen.
Die Bilder sind klasse, wäre schade die würden mal gelöscht und man würde nur noch tote links sehen...

Fabian Köhnlein

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3

Donnerstag, 29. März 2007, 16:08

Baubericht Seduction Streamline von Pilot

[SIZE=4]…Fortsetzung:

Für alle Hauptspanten, die die meisten auftretenden Kräfte aufnehmen, habe ich lang aushärtendes Epoxidharz verwendet. Somit kann der Kleber besser in die Holzfasern eindringen, was eine festere Verbindung ergibt.
Der im Bausatz enthaltene feste Hecksporn hat mir nicht gefallen, also habe ich mir einen lenkbaren Hecksporn gebaut, den ich direkt über das Seitenruder anlenke. Im unteren Seitenruderteil ist ein Kohlerohr verbaut, das den Stahldraht des Fahrwerks aufnimmt. Eigentlich wollte ich das Fahrwerk mit Federn und Seilzügen anlenken, um das Servo gegen im Betrieb auftretenden Schläge und Stöße beim Start zu schützen, was wegen dem seitlich in der Rumpfwand verbauten Servo nicht realisierbar war.
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[SIZE=4]Nun wurde die Tragfläche aufgebaut. Jede Rippe besitzt am hinteren Ende einen „Standfuß“. Dadurch sind die Rippen in der Höhe gleich passend positioniert, was die Arbeit sehr erleichtert. Die senkrecht stehende Verkastung vor den Holmen ist in der horizontalen zweiteilig ausgeführt. Hier muss ein lang trocknender Kleber verwendet werden, um die sehr lange Verkastung in die Aussparungen der Rippen zu drücken. Vorsicht, dass nichts abbricht!
Der restliche Aufbau ist kinderleicht. Die Servobretter in den Tragflächen sind aus sehr festem Sperrholz und werden zwischen eine normale und eine halbe Rippe geklebt. Eine H-Verbindung also.
Leider geht aus dem Bauplan nicht klar ersichtlich vor, wo bei den Servokästen die Bespannfolie festgebügelt werden soll. Anscheinend soll dort wo das Servo für den Servohebel raussteht einfach die Folie kreisförmig ausgeschnitten werden, was beim Erstflug natürlich sofort einreißen würde. Ich habe um den Servokasten einen Rahmen angefertigt, an dem später die Folie festgebügelt wird. Die Servos sind bei mir später also frei zugänglich. Nicht die schönste Bauart, aber funktionell.
Die Randbögen der Tragflächen sind aus Tiefziehteilen. So ein sch… ! Man hätte die Randbögen locker aus Holz aufbauen können, was viel einfacher zu verarbeiten wäre. Mit Kunststoff habe ich immer meine Probleme mit der Verarbeitung. Ansonsten hatte ich keine weiteren Probleme mit dem Aufbau der Tragfläche. Ganz zum Schluss wird bei der Naht der beiden Tragflächenhälften noch ein Glasgewebeband einmal um den Flügel laminiert und schon liegt die fertige Rohbautragfläche auf dem Baubrett.
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[SIZE=4]Der Aufbau geht spielend. Die "Standfüße" am unteren Teil der Rippen sind gut zu erkennen. [/SIZE]


[SIZE=4]Ein Servokasten mit dem Eigenbaurahmen für die Bespannfolie. Ein massives Serbobrett! [/SIZE]


[SIZE=4]Den Sperrholzverbinder der beiden provisorisch zusammengesteckten Flügelhälften wurde mit Uhu Endfest 300 eingeklebt. [/SIZE]



[SIZE=4]Jetzt haben für den kompletten Rohbau nur noch die Leitwerke, die konventionell auf dem Plan aufgebaut wurden, gefehlt. Das Seitenruder wurde für den lenkbaren Sporn etwas abgeändert. [/SIZE]


[SIZE=4]Fertiges Höhenleitwerk [/SIZE]


[SIZE=4]Das Heck [/SIZE]

[SIZE=4]Nachdem nun alle Einzelteile fertig aufgebaut waren habe ich die Schlitze für die Scharniere mit der Oberfräse mit einem sehr dünnen (0,3mm für Kavanscharniere) Kreissägeblatt eingefräst. Funktioniert perfekt! (Nur immer schön auf die Finger aufpassen!) [/SIZE]



[SIZE=4]Da ich ja jetzt mit dem Rohbau schon fertig war habe ich mir langsam Gedanken über die RC-Komponenten und die Motorwahl gemacht. Nach langem hin und her (ihr wisst ja wie das immer ist) wurden dann folgende RC-Komponenten bestellt:

Servos:

- Motordrossel: Hitec HS-225MG
- Querruder: Hitec HS-225MG
- Höhenruder: Hitec HS-625MG
- Seitenruder: Hitec HS-645MG

Empfänger: Scan 9 DS von Simprop

Empfängerakku: Empfängerakku 4N-1400 2/3A NiMH von Graupner

Als Antrieb habe ich mich für den vorgeschlagenen OS Max FS-70 Ultimate entschieden, da dieser von den technischen Daten ausgehend perfekt zu so einem Modell dieser Größe passt.
Sehr enttäuscht musste ich von meinem Modellbaufachhändler erfahren, dass Graupner nicht in der Lage ist den Motor zu liefern, er sei erst in einem halben bis ganzem Jahr wieder lieferbar. Grandios! Nach mehreren Telefonaten mit verschiedensten Händlern habe ich den Motor dann schließlich in Amerika (Philadelphia) gekauft.

Fortsetzung folgt!

(das gesamte Bilderpaket vom Seduction Streamline kann unter http://fabiankoehnlein.fa.funpic.de/ betrachtet werden.)
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An superpattex:

Technische Daten:
Länge: 1385mm
Spannweite: 1335mm
Gewicht: ca. 2000g
Flächeninhalt: 41dm²
Motor: 6,5~10ccm

Ich hoffe ich habe hiermit deine Frage beantwortet.
[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fabian Köhnlein« (29. März 2007, 17:45)


Fabian Köhnlein

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4

Freitag, 30. März 2007, 20:04

Baubericht Seduction Streamline von Pilot

[SIZE=4]…Fortsetzung:

Da jetzt auch die blau durchsichtige und weiße Oracoverfolie gekauft war, konnte es nach dem kompletten Verschleifen des Fliegers ans Bespannen gehen.
Zuerst habe ich an den stupfen Seiten, wo die Schlitze für die Scharniere sind, Folie aufgebügelt, danach die Folie bei den Schlitzen wieder entfernt und dann die Scharniere mit Epoxidharz eingeklebt.
Nachdem alle bespannten Ruder an Tragfläche und Rumpf anscharniert waren, habe ich begonnen den Rumpf zu bespannen. Die beim Bespannen unvermeidbaren Lufteinschlüsse zwischen Beplankung und Holz habe ich mit einer Stecknadel eingestochen und nochmals drübergebügelt; solange bis keine Einschlüsse mehr zu sehen waren.

Beim Bespannen der Tragfläche hatte ich schon wieder sehr große Schwierigkeiten mit den Randbögen. Ich habe versucht sie mit Folie zu bespannen. Dabei ist es sehr schwierig die optimale Temperatur zu treffen, sodass die Folie sich zusammenzieht, jedoch der Tiefziehrandbogen nicht zu warm wird und sich somit nicht verformt. Bei mir war die Temperatur ein paar Mal etwas zu hoch, was unschöne Beulen auf der Oberfläche des Randbogen hinterlässt (hab`mich wahnsinnig geärgert!).
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[SIZE=4]Das mit blau-weißer Oracoverfolie bespannte Modell. [/SIZE]

[SIZE=4]Während ich das Modell bespannt habe wurden Motor-, und Kabinenhaube von einem Verwandten fachmännisch lackiert. [/SIZE]



[SIZE=4]Zum Abschluss durfte ein schönes Finish natürlich nicht fehlen. Bei dem kompletten Dekor wurde selbstklebende Plottfolie verwendet, die hauptsächlich für Autos hergenommen wird. Die Folie klebt sehr gut und lässt sich auch gut um Kurven verkleben. Von der selbstklebenden Oracoverfolie würde ich abraten. Nach ein paar Flügen löst sich die Folie wieder ab und die sehr mühsame Schneide- und Klebearbeit ist somit ganz um sonst. Die silbernen „Seduction Streamline“-Aufkleber habe ich von einem Plottunternehmen anfertigen lassen. Den „Pilot“-Aufkleber habe ich jedoch selber aus mehreren Lagen verschiedenfarbiger Plottfolie ausgeschnitten und danach mit der Pinzette auf das Modell aufgebracht.
Sehr mühsame Arbeit, aber ich finde es hat sich gelohnt.
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[SIZE=4]Viel Geduld braucht man für so einen Aufkleber! [/SIZE]

[SIZE=4]Als Letztes standen nur noch Montagearbiten an.
Die Servos wurden in die Servokästen eingebaut und die Anlenkung angefertigt. Sie besteht an den Enden aus zwei Gabelköpfen mit Kontermuttern, dann folgt eine 2,5mm Gewindestange (Multiplex) und ein Kohlerohr (jamara) mit einem Innendurchmesser von 2,5mm und einem Außendurchmesser von 4mm. Die Gewindestangen wurden unter Hitze mit dem Kohlerohr mit Uhu Endfest 300 verklebt.
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[SIZE=4]Das Tanksystem habe ich anschließend noch eingebaut. Beim OS Max FS-70 Ultimate wird der Tank über eine Druckluftpumpe unter Druck gesetzt, was voraussetzt, dass das Schlauchsystem komplett luftdicht abschließt, um den Druck aufrecht zu erhalten. Zur Betankung habe ich ein Schnelltankventil verbaut. [/SIZE]



[SIZE=4]Als abschließenden Schritt habe ich noch den eingelaufenen Motor im Modell verbaut, die passenden Durchbrüche in der Motorhaube gesetzt und eine Fernglühung verbaut, da die Glühkerze nur mit enormen Verrenkungen der Hand erreichbar ist. Luftschraube und Spinner dürfen natürlich auch nicht fehlen (ganz abgesehen vom Fahrwerk). [/SIZE]



[SIZE=4]Und nun, nachdem die Ruderausschläge, der Schwerpunkt und die EWD eingestellt wurden, warte ich auf einen geeigneten Tag für den Jungfernflug. Ich hoffe, dass ich die Seduction Streamline in den Osterferien mal fliegen kann. (Einerseits freu ich mich, andererseits bin ich natürlich auch sehr aufgeregt. Immer schön cool bleiben!) [/SIZE]





[SIZE=4]Fortsetzung folgt! [/SIZE]
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Hat eigentlich jemand Interesse an meinem Bericht?

(Ich habe einfach mal drauf losgeschrieben)
[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fabian Köhnlein« (30. März 2007, 20:14)


superpattex

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5

Freitag, 30. März 2007, 23:02

RE: Baubericht Seduction Streamline von Pilot

Ist denn das Fluggewicht schon bekannt? Hast ja von ca. 2000g geschrieben.
Was würdest denn als gesamte Bauzeit schätzen? Dürfte ja recht schnell vorangehen.
Also mich interessiert der Bericht schon, ist mal ein Flieger für zwischendurch. Sozusagen ARF zum selber bauen...

Fabian Köhnlein

RCLine User

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6

Samstag, 31. März 2007, 09:15

Baubericht Seduction Streamline von Pilot

Hallo superpattex!

Das Modell steht schon seit zwei Wochen flugfertig in meinem Keller.
Der Rumpf wiegt laut :D Obstwaage :D (ich sollte mal eine digitale Waage kaufen! :wall: ) komplett fertig, aber trocken, 1810g und die Fläche 450g. Somit komme ich also insgesamt auf ein Abfluggewicht von 2260g + Kraftstoff :ok: .
Für das Modell habe ich mich Anfang Oktober letzten Jahres entschieden, dann dauerte es ungefähr eineinhalb Monate bis der Bausatz da war. Der Motor lag nach weiteren zwei Monaten auf dem Baubrett. Nicht gerade Bestzeit. Ich habe mir für mein Modell sehr viel Detaillösungen einfallen lassen, teilweise Verstärkungen angebracht und manchmal den Plan auch etwas abgeändert.
Aber wenn man sich an den Plan hält und alle RC-Komponenten hat, dann könnte man das Modell in zwei Wochen aufbauen.
Für mich muss das Modell einfach alltagstauglich sein, um dann, ohne dass das Modell in der Luft zerbricht, genüsslich Kunstflugfiguren trainieren zu können. Das Mehrgewicht von 260g fällt bei diesem Antrieb wirklich nicht ins Gewicht.
Sehr empfehlen kann ich das Buch "Motorkunstflug mit RC-Modellen" von VTH. Ich habe es mir während dem Bau gekauft und konnte es gut gebrauchen. Es steht alles über die Motorwahl, Anlenkungen, RC-Komponenten usw. drin. Auch wird jede Kunstflugfigur gesondert mit Skizzen erklärt.

Vielleicht lasse ich den Erstflug filmen und stelle das Video dann ins Forum. Aber erst einmal muss der passende Tag für den Erstflug kommen. :D
(strahlender Sonnenschein, kein Wind und eine schöne Graspiste :ok: )
[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fabian Köhnlein« (31. März 2007, 09:23)


Mike Laurie

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7

Samstag, 31. März 2007, 12:31

nur so am Rande: ich mag Comic Sans :heart:

8

Samstag, 31. März 2007, 18:02

Gratuliere, du hast die Streamline wunderschön aufgebaut. Ich drück dir die Daumen für den Ertsflug und wünsche dir Erfolg.

Meine ist ja elektrisch, deshalb und weil ich auch noch Bauanfänger bin, habe ich doch einiges länger dran gebaut. Einige Details habe ich nicht so schön gelöst wie du, aber fliegen tut sie ja trotzdem.

Vom Ultimate habe ich ja schon unterschiedliche Sachen gehört, aber vielleicht hast du ja aus USA einen neuen, überarbeiteten bekommen. Bin auf jeden Fall gespannt auf deine Erfahrungen. Selber hätte ich vielleicht einen 60er Yamada eingebaut. Wenn man ihn in USA kauft, ist er nicht teurer als der OS. Allerdings braucht er etwas viel Nitro.

Auf jeden Fall viel Spass beim Erstflug! :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »waloetscher« (31. März 2007, 18:02)


Fabian Köhnlein

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9

Samstag, 31. März 2007, 19:41

Servus Walterl!

Ich habe auch schon sehr viele negative Beiträge über den FS-70 Ultimate gelesen :no: . Anscheinend ist es sehr oft vorgekommen, dass die Schrauben werksseitig nicht richtig festgezogen waren, im speziellen die von der Pumpe.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass der Motor einwandfrei läuft. Der Druckaufbau von der Pumpe ist enorm. Der macht einem Yamada richtig Konkurrenz.
Heute habe ich den im Modell montierten Motor zwecks Gasservoeinstellung laufen lassen. Lief gleich nach der ersten Umdrehung und der Sound ist einfach faszinierend :D . Ich habe den Motor genommen, weil er einfach super zum Modell passt, im Bauplan berücksichtigt ist und OS-Motoren sehr zuverlässig laufen.

Wie groß ist denn der Geschwindigkeitsbereich von der Seduction Streamline?
Verwölbst du beim Landen die Tragfläche, um die Streamline in einem steileren Anstellwinkel landen zu können?
Und wie verhält sich das Modell im vollkommen überzogenen Zustand (Strömungsabriss)?
[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fabian Köhnlein« (31. März 2007, 19:45)


10

Sonntag, 1. April 2007, 10:24

Hallo Heinzelmännchen,

Bei Elektro Antrieb ist ein Hochstellen der Querruder natürlich unnötig, da man keinen Restschub hat oder bei Bedarf sogar mit dem Motor bremsen kann.
Habe aber trotzdem Versuche gemacht und hatte den Eindruck, dass (wie immer) die Steuerung um Längsachse leidet und auch das Abkippen etwas heikel ist. Kommt vielleicht auch vom hohen Drehmoment meines Motors, ist mir beim Durchstart schon einige Male etwas ausgebrochen, ohne aber gross Höhe zu verlieren. Würde aber auf jeden Fall etwas vorsichtig rantasten.

Der Ultimate wäre auch bei meinem Groovy der ideale Motor gewesen, aber nachdem ein Kollege sich über Probleme (auch Ueberhitzung) beklagte, habe ich dann den mit dem schwarzen Kopf genommen. Hat aber leider für den Flieger etwas zu wenig Leistung.

11

Sonntag, 1. April 2007, 22:38

Hatte heute mal eine Schrecksekunde. War auf dem Rücken und wollte einen Taucher machen, Ausgangshöhe eher tief. Da ich zu stark gezogen habe, ging er zwar fast sofort in die Senkrechte, aber dann passierte nichts mehr, da ich die Seduction in stark überzogenen Flugzustand gebracht hatte (Sackflug). Zum Glück reichte die Höhe gerade noch zum retablieren (Höhenruder nachlassen und Leistung geben). Das Abfangen war schon recht tief.
Das Ganze passierte vor allem, weil ich etwas mit dem Schwerpunkt experimentiert habe. Bei diesem Flug hatte ich ihn etwas weiter hinten als im Plan. Man kann so gut fliegen, aber der stark überzogene Flugzustand (Deep Stall) tritt noch etwas markanter auf.

Fabian Köhnlein

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12

Freitag, 6. April 2007, 10:17

Hallo!

Ich habe die ganze Woche gearbeitet und hatte desswegen keine Zeit für den Erstflug :( . Ich hoffe, dass ich die Seduction Streamline während der Osterfeiertage in die Luft bekomme. Ich bin schon richtig gespannt wie sie fliegt. :)

Melde mich wieder nach dem Erstflug. :w
[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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Fabian Köhnlein

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13

Sonntag, 8. April 2007, 19:10

Baubericht Seduction Streamline von Pilot

[SIZE=4]Gestern um 18:30 Uhr war es dann so weit. Der Wind hatte sich gelegt und es wehte nur noch ein laues Lüftchen. Optimale Bedingungen für den Erstflug :ok: :) .

Zuerst habe ich noch mit einem Vereinskollegen einen Reichweitentest durchgeführt, der zu meiner vollsten Zufriedenheit verlief :ok: und dann habe ich auch schon den Motor angeworfen. Jetzt gab es keine Ausreden mehr, denn der Motor lief ohne irgendwelche Aussetzer und schön rund :ok: .

Ein kurzer Rudercheck noch und jetzt gab ich langsam Gas bis der Steuerknüppel auf 1/2 stand. Die Seduction Streamline beschleunigte sehr schnell und hob mit einem kleinen Höhenruderausschlag, aber erst nach einer längeren Anrollphase, unerwartet schnell ab (sie sprang förmlich in die Luft). Nun ging sie sofort in den senkrechten Steigflug über, was ich mit einem kleinen Tiefenruderausschlag korrigieren wollte, sodass sie waagrecht weiterfliegt. Doch das Modell schlug einen völlig unerwarteten Hacken und ging in 5m Höhe in den senkrechten Sturzflug über :no: :no: :no: . Sofort gab ich Vollgas und zog den Höhenruderknüppel bis zum Anschlag. In 1/2m Höhe konnte ich die Maschine gerade noch abfangen (ansonsten wäre sie mit Vollgas senkrecht in die Startbahn eingeschlagen 8( ;( 8( ;( ), sodass sie nun im 45°-Winkel auf Sicherheitshöhe stieg. Nach diesem völlig unerwarteten Ausbruch versuchte ich mich an die Monsterausschläge zu gewöhnen und das völlig auf Tiefe getrimmte Modell richtig einzustellen. Das kommt davon, wenn man zu faul ist die EWD auszumessen und man das Modell mit einer negativen EWD startet. Ab jetzt werde ich bei jedem Modell die EWD vor dem Erstflug nachmessen (man wird ja immer erst hinterher schlauer).

Nun, nachdem die Höhenrudermittelstellung Mittels Trimmung korrigiert war, flog die Seduction Streamline traumhaft :ok: . Gleich scheuchte ich sie durch alle gängigen Flugfiguren und war erstaunt wie dynamisch jede einzelne Figur ausgeführt wird. Mit dem Antrieb ist auch bei sehr fetter Einstellung senkrechtes Beschleunigen locker möglich.
Nach zehn Minuten versuchte ich den ersten Landeanflug. Man kann die Seduction Streamline sehr langsam fliegen, jedoch sollte man beim Landeanflug sehr flach anfliegen, um die Landebahn nicht zu verfehlen. Der erste Landeanflug war zu hoch und so startete ich zum zweiten Landeanflug noch einmal durch, Beim zweiten Anflug stimmte die Höhe und ich lies sie mit Schleppgas aufsetzten. Das Modell rollte sehr lange aus und klebte förmlich auf der Piste, was zum Landen natürlich sehr von Vorteil ist.

Gleich habe ich die Seduction Streamline wieder aufgetankt und es ging mit 25% weniger Ausschlägen auf allen Rudern zum zweiten Flug. Der Flug: Einfach super geil!!! :ok:

Mein Fazit vom Erstflug:

- die EWD vor jedem Erstflug nachmessen :wall: :wall: :wall:
- die im Bauplan angegebenen utopischen Ruderausschläge für den Erstflug um 70-80% verringern
- Mit der Seduction Sreamline einfach nur Spaß haben und sauberen Kunstflug fliegen :D .

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(Video folgt!)
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[SIZE=2]Holm und Rippenbruch!
Euer Heinzelmännchen :ok:
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