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21

Freitag, 4. Dezember 2015, 21:58

Du hast noch keine Formen in dieser Größenordnug gebaut, stimmts?

Das allerwichtigste sind erst mal verzugsfreie Formen, sonst ist die ganze vorherige und nachfolgende Arbeit für die Katz.

Wenn du dazu brauchbare Hilfe willst, dann solltest du erstmal Fotos der Urmodelle einstellen und da einzeichnen oder beschreiben wie geteilt wird. Erst dann kann man nen Tip abgeben wie die Formen aufgebaut werden sollten. Es macht keinen Sinn zu sagen "5-6 Lagen Glasfaser". Glasgewebe gibt's von 25g/m² bis über 1000g/m². Ein Aufbau mit kostengünstigem Biax-Kohlegewebe ist oft sinnvoller, die Form wird leichter und steifer. Wenn darin Kohlefaserbauteile getempert werden sollen ist Glasfaser eh weniger geeignet.

Meist kommt man ohne "Gestell" aus, das beim hantieren nur hinderlich ist, ein umlaufender Rand bringt in der Regel mehr Vorteile.

Nemesis1987

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22

Freitag, 4. Dezember 2015, 22:16

Du hast noch keine Formen in dieser Größenordnug gebaut, stimmts?

Das allerwichtigste sind erst mal verzugsfreie Formen, sonst ist die ganze vorherige und nachfolgende Arbeit für die Katz.

Wenn du dazu brauchbare Hilfe willst, dann solltest du erstmal Fotos der Urmodelle einstellen und da einzeichnen oder beschreiben wie geteilt wird. Erst dann kann man nen Tip abgeben wie die Formen aufgebaut werden sollten. Es macht keinen Sinn zu sagen "5-6 Lagen Glasfaser". Glasgewebe gibt's von 25g/m² bis über 1000g/m². Ein Aufbau mit kostengünstigem Biax-Kohlegewebe ist oft sinnvoller, die Form wird leichter und steifer. Wenn darin Kohlefaserbauteile getempert werden sollen ist Glasfaser eh weniger geeignet.

Meist kommt man ohne "Gestell" aus, das beim hantieren nur hinderlich ist, ein umlaufender Rand bringt in der Regel mehr Vorteile.


Hallo

Eine solch große Form habe ich tatsächlich noch nicht gebaut!

Größte war 1,80 m

Die 5-6 Lagen bezogen sich natürlich auf ein 1000g Gewebe, die Form wird zwar etwas schwerer aber was solls

Sobald ich wieder in der Werkstatt bin werde ich Fotos machen und diese hier einstellen!

Dieses Wochenende habe ich leider keine Zeit aber nächstes Wochenende werde ich Fotos machen und euch den Fortschritt zeigen!

Formenteilungen:

Grob gesagt wid der Rumpf längs in der mitte geteilt!

Flächen werden ebenfalls in der Mitte geteilt

Kabinenhaube wird in einem Stück laminiert

Höhenruder werden beide Flächen längs geteilt allerding die linke und rechte Flächen in einer Form verarbeitet! ( Falls es möglich ist wird das Seitenruder auch noch mithineingenommen!)

Das Seitenruder bekommt ebenfalls eine Form aus 2 Teilen in Längsrichtung!

So sollte mal grob der Formenaufbau aussehen

Und der Fahrwerksbügel wird gepresst!

Greetz Rob

23

Freitag, 4. Dezember 2015, 22:55

Grob gesagt: ohne Hilfe wird das nix!

An 1000er Glasgewebe kannst du mal ab der 4ten oder 5ten Lage denken, erst muß dichtes, feines Gewebe rein, sonst zeichnet sich die Gewebestruktur ab. Kupplungsschicht ist auch "out". Metallgefülltes Formenharz wird eigentlich nur auf den Trennebenen verwendet, in der Form ist eins mit glatter Oberfläche wesentlich besser, bei Sichtkohle eigentlich Pflicht sonst gibt's matte Oberflächen.

Zeig erst mal deine Urmodelle, dann kann man übers weitere vorgehen diskutieren.

Nemesis1987

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24

Freitag, 4. Dezember 2015, 23:10

Grob gesagt: ohne Hilfe wird das nix!

An 1000er Glasgewebe kannst du mal ab der 4ten oder 5ten Lage denken, erst muß dichtes, feines Gewebe rein, sonst zeichnet sich die Gewebestruktur ab. Kupplungsschicht ist auch "out". Metallgefülltes Formenharz wird eigentlich nur auf den Trennebenen verwendet, in der Form ist eins mit glatter Oberfläche wesentlich besser, bei Sichtkohle eigentlich Pflicht sonst gibt's matte Oberflächen.

Zeig erst mal deine Urmodelle, dann kann man übers weitere vorgehen diskutieren.


Hallo!

Danke für deine Informationen die helfen mir sehr weiter!

Ich glaube es ist das beste wenn ich das Urmodell soweit fertig habe das ich mich nochmals bei dir melde!

Danke für deinen Support!

Greetz Rob

25

Samstag, 5. Dezember 2015, 00:19

Rob - lass DIch nicht in's Bockshorn jagen von Leuten die CARBONFOLIE :puke: echtem Carbon vorziehen ...
Natürlich vergilbt's, wird wellig, etc - wenn man's nicht richtig macht. So wie eine schlecht verklebte Folie mist aussieht etc.
Es gibt Millionen an Beispielen wo man sieht wie's geht - auch im Modellbau - aber natürlich wesentlich extremer bei Alltagsgegenständen wie Carbonräder oder Sichtcarbonteile im KFZ Bereich die Tag und Nacht in der Sonne stehen

Auman.
Text vollständig lesen und Zusammenhänge verstehen.
Nix Carbonfolie, das ist wie gewollt und nicht gekonnt.
Folie nehme ich um Butterbrote einzupacken. Sowas kommt mir nicht ans Flugzeug.
Deine Kohlefaseralltagsgegenstände haben eine ganz andere Schichtdicke als der Leichtbau bei Modellflugzeuge.
Daniel Lesky baut Segler in Sichtcarbon und in Hartschale(ohne Stützstoff und keine Leichtbauweise).
Das hat seinen Grund. Ich habe auch mehrere Segler in Kohlefaser. Das geht von Sauschwer bist Ultraleicht.
Die Schweren hätte man auch in Sichtcarbon bauen können, da passiert nichts.
Die Leichten würden mit Sichtcarbon einen Nachmittag in der Sommersonne liegen, danach wären die reif
für die Tonne.
Ich habe auch nichts dagegen, das Rob in Kohlefaser baut.
Ganz im Gegenteil, es gibt nichts geileres als ein leichtes, torsionssteifes Modellflugzeug
dynamisch zu fliegen und dafür gibt es kein besseres Material als Kohlefaser.
Schwer und steif lässt sich auch ein Hartschalenflügel in GFK bauen.
Da ist es meiner Meinung nach herausgeschmissenes Geld in Kohle zu bauen.
Für eine Leichtbauweise muß halt Farbe drauf. Es sei denn man fliegt nur im Winter.
Rob wäre nicht der erste der sich wundert das sein Modell plötzlich die Form geändert hat.
Nur davor wollte ich ihn bewahren. Nicht mehr und nicht weniger.

Gruß Tom
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (5. Dezember 2015, 00:27)


26

Samstag, 5. Dezember 2015, 00:24

Die Schweren hätte man auch in Sichtcarbon bauen können, da passiert nichts.
Die Leichten würden mit Sichtcarbon einen Nachmittag in der Sommersonne liegen, danach wären die reif
für die Tonne.
Das ist keine Frage von leicht oder schwer, sondern vom Harz und dessen Verarbeitung.

27

Samstag, 5. Dezember 2015, 00:38

Die Schweren hätte man auch in Sichtcarbon bauen können, da passiert nichts.
Die Leichten würden mit Sichtcarbon einen Nachmittag in der Sommersonne liegen, danach wären die reif
für die Tonne.
Das ist keine Frage von leicht oder schwer, sondern vom Harz und dessen Verarbeitung.

Ja dann möchte ich mal wissen warum kein F3Jler auf der Flügeloberberseite Sichtcarbon hat?
Sind die alle mit ungeeignetem Harz schlecht verarbeitet worden?
Oder sollte so eine dünne Schicht ca. 70-120°C unbeschadet standhalten?

Und bei mir bringen 3-Lagen 160er CFK mehr Gewicht auf die Waage als 2-Lagen 86er CFK
und das ist der Mehranteil der Harzmenge für die Zwischenräume noch nicht berücksichtigt.
Oder ist das bei dir anders?

Gruß Tom
der den Schlußfolgerungen hier nicht mehr folgen kann und sich jetzt verabschiedet.
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (5. Dezember 2015, 00:54)


28

Samstag, 5. Dezember 2015, 08:29




Ja dann möchte ich mal wissen warum kein F3Jler auf der Flügeloberberseite Sichtcarbon hat?
Sind die alle mit ungeeignetem Harz schlecht verarbeitet worden?
Oder sollte so eine dünne Schicht ca. 70-120°C unbeschadet standhalten?

Und bei mir bringen 3-Lagen 160er CFK mehr Gewicht auf die Waage als 2-Lagen 86er CFK
und das ist der Mehranteil der Harzmenge für die Zwischenräume noch nicht berücksichtigt.
Oder ist das bei dir anders?

Gruß Tom
der den Schlußfolgerungen hier nicht mehr folgen kann und sich jetzt verabschiedet.


Warum die kein Sichtcarbon haben kann ich nicht sagen und schlecht sind die sicher nicht verarbeitet, aber manche sind vielleicht nicht getempert und das macht den Unterschied!

Harz hat die Eigenschaft unter Wärme nachzutempern und dabei weich zu werden. Dieses weichwerden passiert in der Regel beim ersten tempern und wenn dies am fertigen Modell, außerhalb der Form geschieht, dann zeichnet sich die Gewebestruktur ab und es kann zum Verzug kommen. Nach dieser ersten "Wärmebehandlung" ist gutes Harz ca. 20° temperaturstabiler als die Temperung.

In der Praxis schaut das so aus: Kaltgehärtete Bauteile sind bis ca. 50° problemlos. Wird bei 50° getempert verträgt das Teil ca. 70°. Bei 70° getempert kann es auch 90°. Die Modelle von HJK Speedwings z.B. werden bei 80° getempert und die gibt's nur in Sichtkohle. http://www.hjk-speedwings.de/

Meine eigenen Modelle temper ich nur bei 45°. Im Hochsommer zieh ich in den Flugpausen einfach Schutztaschen über Flächen und Leitwerke, so halten meine Modell seit Jahren problemlos die Form.
»Gast20171201« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_003.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eisvogel« (5. Dezember 2015, 09:02)


29

Samstag, 5. Dezember 2015, 08:33

Öh - Tom, es gibt eine ganze Menge F3Jler mit Sichtcarbon oben, allen voran der Pace (und ca. 50 andere - einfach Google - Bilder - voila!), und ich konnte nicht erkennen dass der plötzlich in der Woche pralle Sonne auf der WaKu (oder woanders) zum Klumpen wurde, flog eigentlich ganz schön ;-)
F3J ist ja sogar ein extremst-Beispiel, wir reden hier über eine große Motormaschine, da kan ich nicht mit Laminaten in Pergamentpapierstärke hantieren.
Und zum Thema "viel schwerer" (z.B. Rennradrahmen, Kajaks, etc.) - auch hier ein klares nein, so ein Rennradrahmen geht bis auf 800g runter.
Wie dem auch sei - es geht,und mit dem richtigen UV stabilisierten Deckschichtharz und einer Sandwichlage passt das.

30

Samstag, 5. Dezember 2015, 09:51

Zitat

Harz hat die Eigenschaft unter Wärme nachzutempern und dabei weich zu werden. Dieses weichwerden passiert in der Regel beim ersten tempern und wenn dies am fertigen Modell, außerhalb der Form geschieht, dann zeichnet sich die Gewebestruktur ab und es kann zum Verzug kommen. Nach dieser ersten "Wärmebehandlung" ist gutes Harz ca. 20° temperaturstabiler als die Temperung.

In der Praxis schaut das so aus: Kaltgehärtete Bauteile sind bis ca. 50° problemlos. Wird bei 50° getempert verträgt das Teil ca. 70°. Bei 70° getempert kann es auch 90°. Die Modelle von HJK Speedwings z.B. werden bei 80° getempert und die gibt's nur in Sichtkohle. http://www.hjk-speedwings.de/


Eisvogel: Hier muss ich in Teilen widersprechen. Es gibt Harze die zum Tempern geeignet sind - und die anderen.
Das "Tempern" der Standardharze führt zu der Nachvernetzung noch nicht vernetzter Verbindungen und steigert die Festigkeit ggü. höheren Temperaturen und Belastungen nur sehr mäßig. +20°C halte ich aus Erfahrung für zu hoch gegriffen, eher 10.
Temperharze müssen aber getempert werden und erreichen dann, je nach Harz, auch eine Standfestigkeit (Glasübergangstemperatur) von mehrern hundert °C - siehe Auspuffanlagen aus Carbon. Wie gesagt - R&G oder andere bieten hier viele Infos.

Zum Laminataufbau der Form: Ich arbeite immer symmetrisch, d.h. z.B. 2x 25g, 2x160g, 540g, 3x1.000g - und dann wieder rückwärts 540g, 2x160g, 2x 25g. Beim selben Formenmaterial vernachlässigbar, wenn man aber z.B. Glas und Kohle mischt verhindert das den "Bimetalleffekt" durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten.

Metallhaltige Harze - macht man bei Formen wenn sehr viele Teile abgeformt werden sollen, die mech. Eigenschaften sind dort besser. Aber alles unter 20-50 Abformungen (je nach Form, Komplexität und handerklichem Geschick) geht mit 08/15 Harz.

Bis dann,
Ralf Schmidt

31

Samstag, 5. Dezember 2015, 10:33

Öh - Tom, es gibt eine ganze Menge F3Jler mit Sichtcarbon oben, allen voran der Pace

Die Pace ist kein F3J, genau wie oben beschrieben von Daniel Lesky. :shake:
So eine Pace V4 wiegt sicher über 3Kg.
Ein vergleichbarer in Farbe(Ist aber auch noch kein F3J) von TUD-Modelltechnik, denFreestyler 4 , der wiegt um die 1,9Kg.

Die F3Jler wiegen so um die 1,8-2,1Kg bei einem 1/2-1Meter mehr Spannweite als bei den oben genannten.
Da ist die kohleschicht so dünn, wenn ich da leicht mit dem Daumen drauf drücke höre ich
den Stützstoff knistern. Ist zumindest bei meinem so. Das Leitwerk hat am oberen Ende eine so
dünne Schicht, das fühlt sich an wie Folie und wird nur durch einen Minirahmen von Kohlerowings
gehalten. Trotzdem ist der Segler sehr Biegesteif/Torsionfest und in der Luft fast nicht zu zerstören.
Der Rumpf ist aus Kohle-Aramid-GFK und vorne aus GFK-Kevlar.
Da wurde ein Harz mit Treibmittel verwenden. Das hat zwar einen höheren Sättigungsgrad als nur Harz,
ist aber so spröde, das jede Schiebelandung mit einem Bruch/Riss quittiert wird.

Gruß Tom
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (5. Dezember 2015, 10:57)


32

Samstag, 5. Dezember 2015, 10:48





Eisvogel: Hier muss ich in Teilen widersprechen. Es gibt Harze die zum Tempern geeignet sind - und die anderen.
Das "Tempern" der Standardharze führt zu der Nachvernetzung noch nicht vernetzter Verbindungen und steigert die Festigkeit ggü. höheren Temperaturen und Belastungen nur sehr mäßig. +20°C halte ich aus Erfahrung für zu hoch gegriffen, eher 10.
Temperharze müssen aber getempert werden und erreichen dann, je nach Harz, auch eine Standfestigkeit (Glasübergangstemperatur) von mehrern hundert °C - siehe Auspuffanlagen aus Carbon. Wie gesagt - R&G oder andere bieten hier viele Infos.

Zum Laminataufbau der Form: Ich arbeite immer symmetrisch, d.h. z.B. 2x 25g, 2x160g, 540g, 3x1.000g - und dann wieder rückwärts 540g, 2x160g, 2x 25g. Beim selben Formenmaterial vernachlässigbar, wenn man aber z.B. Glas und Kohle mischt verhindert das den "Bimetalleffekt" durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten.

Metallhaltige Harze - macht man bei Formen wenn sehr viele Teile abgeformt werden sollen, die mech. Eigenschaften sind dort besser. Aber alles unter 20-50 Abformungen (je nach Form, Komplexität und handerklichem Geschick) geht mit 08/15 Harz.






Ich hatte ja geschrieben "gute Harze" hätte wohl besser "für den Modellbau geeignete harze" schreiben sollen.

Der symmetrische Aufbau einer Form, naja da wurde schon viel drüber geschrieben Glaubst du wirklich, daß bei den von dir genannten Aufbau die abschließenden 2x 25g Glasgewebe irgendeinen Einfluß haben? Schon mal stattdessen über einen unlaufenden, ausreichend hohen Formenrand nachgedacht? Bei extremen Formen zusätzlich Poraverhinterfüllung und Gewebedeckel?

Ob das Formenharz metallgefüllt ist oder nicht, das ist für die Menge der Abformungen uninteressant, sehr wohl aber für die Oberflächenqualität. Abnutzungen an den Formen sind meist an dien Kanten, hier hilft vor allem ein dünner Formenharzauftrag und eine stabile Auffüllung/Abrundung bis zum Gewebe. Ich verwende immer falls möglich Carbonrovings.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eisvogel« (5. Dezember 2015, 10:55)


33

Samstag, 5. Dezember 2015, 10:54

Naja,
Ganz soo abwegig ist Toms Einwand nicht....

Sichtcarbonteile im Fahrzeugbau werden ueblicherweise in Prepreg oder Injektions/Rtm Verfahren gebaut,bei Rennsportteilen dann üblicherweise ohne Hochglanzfinish und durchaus teils mit Gewebeabzeichnungen oder durchschlagenden Honeycomb-Strukturen.Hauptfocus ist geringes Gewicht und hoechste Festigkeit.

Bei Flugmodellen strebt man zusaetzlich dazu eine perfekte und glatte Oberflaeche an.

Sichtcarbon erhöht eben dann den Aufwand und das beginnt schon beim Urmodell welches eben eine hohe Temperaturfestigkeit benoetigt um gemeinsam mit der Form getempert werden zu koennen.

Idealerweise baut man dann die Formen auch aus Carbon um unterschiedliche Laengenausdehnungskoeffizienten von Form und Bauteil zu vermeiden.

Für Privatprojekte lohnt dieser Aufwand meist nicht,trotzdem kann man gute Ergebnisse erzielen,siehe Erwins Flieger.

Fuer den Einstieg in die Carbonbauweise halte ich ein Projekt in dieser Groessenordnung allerdings fuer sehr ambitioniert..........



Gruss
Yello

34

Samstag, 5. Dezember 2015, 11:06

Tom,
Ich hab mich in letzter Zeit mit sehr leichten Fluegeln fuer F5d und F5b Modelle beschaeftigt,fast alle mit sehr hohem Sichtkohleanteil.
Dabei würde ich jetzt nicht behaupten wollen dass meine Fluegel mit 63 Gewebe weniger Oberflaechen Temperaturstabil wären als meine Standardfluegel mit 100er oder 16oer Gewebe..wohl sind sie aber mechanisch weit empfindlicher.

Bei sehr leichten Grammaturen (Leinwand) ist das Gewebe mitunter nicht "blickdicht",sprich der Stützstoff würde durchscheinen,wohl mit ein Grund warum vielfach Lack aufgetragen wird........
Die sehr leichten Spreadtow Gewebe haben das Problem nicht, sind aber sehr teuer.


Yello

35

Samstag, 5. Dezember 2015, 11:52

Ich denke bei den kleinen Spannweiten ist alles unempfindlicher.
An einem Modell wo die Querruder fast die Spannweite eines F5D Modells ausmacht,
reagiert die Fläche schneller auf Hitze und ist nicht so Formstabil.
Deswegen hatte ich mit den Leitwerken noch nie Probleme und die
werden ab und an auch gerne mal in Sichtcarbon gebaut.

Die meisten meiner Seglerflächen sind nicht Blickdicht.
Die Wettbewerbler sparen sich Dichtlippen, die Schlichte(49er oder 25er GFK)
und die "Lackierung" gleicht eher einem Sprühnebel.
Auf der Oberfläche lässt sich die Kohlefasertextur nicht nur sehen sondern auch fühlen.

Spreadtow Gewebe hat den Vorteil das es mit weniger Harz auskommt.
Daher leichter.

Gruß Tom
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (5. Dezember 2015, 12:03)


36

Samstag, 5. Dezember 2015, 14:32

Tom,

Ich glaube nicht dass die Spannweite den grossen Unterschied ausmacht.

Meine F5b Fluegel messen immerhin 197cm und sind einteilig aufgebaut..somit ist die Laenge der geschlossenen Carbonstruktur gleich oder groesser als bei den meisten F3j oder auch bei dem hier besprochenen Projekt.

Ich gehe davon aus dass bei den meisten kommerziellen Modellen ein entscheidender Faktor fuer den wirtschaftlichen Erfolg die Formbelegungszeit ist...darausfolgend werden Aushaerte und Temperprozesse mitunter "optimiert" was in der Folge dann eben die Empfindlichkeit der Oberflaeche auf Temperatur erhoeht.

Lackiert werden muss ja sowieso,deshalb bietet sich dann eine deckende,helle Lackierung an, damit senkt man das Risiko spaeterer Reklamationen.

Das ganze wird natuerlich schwieriger je duenner die Aussenlage ist und wenn man am Limit baut verzichtet man in der Regel sowieso auf die Schlichtlage.

Fuer Robs Anwendung werden aber wohl keine 50g oder 80g Carbonaussenlagen infrage kommen, ich wuerd fuer den Fluegel da zu 160g Leinwand tendieren, das wird ohne Schlichtlage sowieso nicht wirklich glatt.

Yello

37

Samstag, 5. Dezember 2015, 15:56

Es macht noch wenig Sinn über die Belegung des Modells zu diskutieren. Erst mal Fotos der Urmodelle abwarten, ich bin mir sicher, da gibt's dann bereits die ersten Erleuchtungen. Und dann, wenn diese Urmodelle so weit sind, daß sie abgeformt werden können, dann kann man sich mal Gedanken drüber machen aus welchem Material das Modell entstehen soll, Sichtcarbon macht nur Sinn bei einer wirklich guten Oberfläche.

Wenn das geklärt ist, dann steht zumindest mal fest welches Material für die Form sinnvoll ist. Wie bereits geschrieben, es ist problematisch ein Kohlemodell in einer Glasform zu tempern. Und dann kann man festlegen aus wieviel von welchen Gewebearten die Form aufgebaut wird.

Wenns gut und schnell geht, dann kann man vermutlich nächsten Winter über die Belegung des Modells reden.

38

Mittwoch, 30. Dezember 2015, 19:51

Gibt's schon Fotos von den Urmodellen?

Nemesis1987

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39

Samstag, 2. Januar 2016, 15:08

Gibt's schon Fotos von den Urmodellen?


Hallo!

Hab nochmals komplett neu angefangen und ein kleineres Modell ist gerade beim erstellen.

Durch die Infos mit Verzug usw. der Formen möchte ich erst mal eine kleinere Version bauen:

Neue Daten:

Spannweite: ca. 155 cm
Länge ca. 130 cm

Maßstab ca. 1:4

Fläche ist soweit fertig gebaut. Muss nur noch grundiert und verschliffen werden.

Rumpf ist beplankt und muss nur noch verschliffen und beglast werden danach wider grundieren und schleifen

Danach werden alle Teile lackiert und für die Form vorbereitet:)

Hoffe das ich in den nächsten 2-3 Wochen damit fertig bin

Greetz Rob

40

Montag, 4. Januar 2016, 22:50

Du könntest auch Fotos vom Bau der Urmodelle hier einstellen und so den kompletten Bau von Anfang an dokumentieren.