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Donnerstag, 17. März 2016, 09:58

Extra-ähnliches Fluggerät 1m

Hallo Zusammen

Ich bin neu hier und stell mich erstmal vor. Ich heisse David, bin 22 Jahre alt und komme aus der Schweiz.
Ich war früher ein begeisterter Modellflieger. Bin jetzt aber seit ner weile nicht mehr aktiv am fliegen. Aber ich habe mitlerweile ne Segefluglizenz, und das ist noch ein bisschen besser. :D

Wie dem auch sei, ich hab momentan nicht soviel zu tun und da ich gerne bastle, würde ich gern einen neuen Flieger bauen. Ich hatte vor Jahren einen Typhoon von Parkzone (http://www.parkzone.com/Products/?ProdID=PKZ4100). Das Ding hat mir damals riesen Spass bereitet. Ich bin aber nicht so ein Fan von den Styro-Dinger. Ich mag Holz lieber. Daher habe ich ein wenig gesucht und eine Bausatz für einen Acro-Flieger in der 1m-Klasse gesucht. Aber ich habe irgendwie nichts gefunden, gibts Bausätze überhaupt noch?

Und irgendwann kam mir die Idee, dass ich sowas ja auch selber Konstruieren könnte.

Jetzt vorweg, ich habe sowas noch nie gemacht und habe auch nicht so viel Ahnung von Aerodynamik. Aber ich weiss ungefär was ein Flugzeug braucht zum fliegen. Ausserdem soll das nicht ein Hochleistungs-weiss-got-was-ding werden. Wenn es funktioniert, dann ist gut. Und wenn nicht, egal. Ich mag die Challenge.

Ich hab mich mal an Sketchup rangesetzt und eine grobe "Skize" gemacht. Dabei sind ein paar Fragen aufgetaucht. Aber erstmal Bilder:





Ich habe mich ungefär an einer Extra 300 orientiert, aber wirklich nur grob. Ich will Schlussendlich keine Extra imitieren.
Meine Gedanken zum Bau:

Rumpf: Spanten aus Sperrholz. Zusammengehalten mit Balsaleisten und mit 1mm Balsa beplankt.

Seiten- und Höhenruder: Konstruktion aus 5mm Balsaleisten.

Flügel: Einteiliger Flügel aus Balsarippen die bis zur Profilmitte (Dickster Punkt, wie nennt man das?) mit 1mm Balsa beplankt. Profil ist NACA0016.


Fragen:

- Was denkt ihr dazu, ist das so in etwa machbar?
- Wie Schwer darf das maximal werden damit es am Schluss noch Spass macht?
- Ist es besser, wenn die Tragfläche in der Mitte des Rumpfes ist? (Damit der Luftwiederstand auf der Höhe des Motors ist.)
- Was für einen Motor und welchen Akku würdet ihr nehmen (Senkrecht sollte schon gehen :D)? Ich habe überhaupt keine Ahnung, da ich mich schon ne Weile nicht mehr damit beschäftigt habe.
- Wie finde ich raus, welchen Motorsturz ich brauche?
- Wie finde ich raus, wie weit ich das Höhenruder anwinkeln muss. (Ich weiss den Fachbegriff gerade nicht :/)
- Sind die Runder in etwa gross/klein genug?

Grüsse aus der Schweiz

David

2

Donnerstag, 17. März 2016, 12:22

hallo David,

grundsätzlich eine gute Idee, ein Flugzeug selbst zu konstruieren und zu bauen.

"senkrecht gehen" und "wie schwer" sind relativ.

1m Spannweite im vergrößerten Schockflyer lassen sich mit irgendwo bei 150g realisieren (z.b. ebay 271382428428).
Dann reicht ein kleiner Motor, kleiner Akku und das Ding geht senkrecht und durch die geringe Masse ist das nicht sofort kaputt.

Wird es massiver gebaut, braucht man größeren Motor, größeren Akku und muss entsprechend noch massiver bauen, damit die Kiste im Flug und beim Landen nicht auseinanderfällt.
Oder die Akkulaufzeit leidet dann wieder... Wenn Du ein Abfluggewicht von 5...600g hinbekommst, gibt es auch noch passende Motoren/Akkus.

Ein Mitteldecker fliegt neutraler durch die Rollen - aber wenn das HLW in einer Flucht mit dem Höhenleitwerk ist, wird das eventuell nicht richtig oder verwirbelt angeströmt, dann leidet die Stabilität im Geradeausflug.

Zur Flächenbauweise: den vorderen Profilteil mit Balsa beplanken macht vermutlich Sinn ("D-Box"). Allerdings solltest Du auch noch entsprechende Holme und deren Verkastung vorsehen.

Rumpf - Vollbeplankung zum Leitwerk hin bringt nur zusätzliches Gewicht. Balsaleisten für die Rundung oben ok, aber durchgehende Kieferleisten für die Stabilität des Leitwerkträgers bis zum Motor vor und ggf. mit Balsaleisten verstreben. Von der Fläche bis zum Antrieb macht eine Beplankung Sinn, aber 1mm ist zu dünn, eventuell auch noch aufgedickt mit 0,8er Sperrholz. Oder gleich 2...3mm hartes Balsa für die Seitenteile.

Einstellwinkeldifferenz (EWD) ist üblicherweise so bei 1..2°, wenn Du aber auch viel Rückenflug vorhast, wäre auch 0° denkbar.

Motorsturz und Seitenzug müssen letztendlich eh erflogen werden, aber so 2° íst auch da ein guter Anfangswert. Plane die Motorbefestigung einstellbar (z.B. mit Gewindestangen oder Unterlegscheiben).

3

Donnerstag, 17. März 2016, 14:56

Hallo David

Auf deiner Seitenansicht sieht es so aus als hätte dein Flügel eine negative V-Form. Falls das stimmt unbedingt ändern auf eine positive V-Form mit links und rechts ca. 2 Grad zur Horizontalen. Sperrholzrippen mit Balsaleisten ist nicht gut! Entweder baust du die Rippen auch aus Balsa also möglichst leicht, was ich nicht empfehlen würde da man da ziemlich viel Erfahrung benötigt um zu wissen wo man Material einsparen kann und auch entsprechendes Werkzeug und handwerkliches Geschick. Bei einem Absturz hättest du zwar weniger Gewicht aber auf Transportschäden hat das so gut wie keine Auswirkungen. Ich würde statt Balsaleisten Kiefernleisten verwenden und ein wenig stabiler bauen aber doch auf das Gewicht achten.
Flügel ist so weit ok. Aufbauen wirst du den sicher zweiteilig, darum würde ich die mittlere Rippe aus zwei Rippen machen, die du dann zusammmenklebst, die Rippe die sich direkt beim Ruder befindet unbedingt stärker machen z.B Sperrholz statt Balsa oder doppelte Dicke.

Gruess Waspy

PS: Aus welcher Region bist du?

4

Freitag, 18. März 2016, 17:06

Danke für die Antworten. Ich war wohl ein wenig zu faul beim schreiben. Den Rumpf werde ich nicht nur aus Balsaleisten und Sperrholzrippen bauen. Kiefernleisten will ich da schon einbauen^^. Und Beim Flügel werde ich auch ganz bestimmt Holme einbauen...

Ich habe gar keine V-Form, das sieht nur so aus. Ich will auch keine, da Acro-Flieger.
Und genau, den Flügel will ich zweiteilig machen und zusammen kleben.

Ich bin aus Solothurn

5

Freitag, 18. März 2016, 18:06

[quote='dadavid','index.php?page=Thread&postID=3957447#post3957447'Und genau, den Flügel will ich zweiteilig machen und zusammen kleben.[/quote]

denke aber an eine senkrecht stehende Sperrholzzunge als Holmverbinder, nur die Endrippen stumpf verkleben - da legt ein Acro-Flieger im Loop gerne mal die Ohren an.

Andererseits, die Leisten und Brettchen für die Beplankung sind 1m lang, warum erst auseinander sägen und nacher wieder schäften/kleben?
Klar, bei sich verjüngendem Profil zum Flächenende muss dann während der Bauzeit fast schon mit einer Helling gearbeitet werden, geht aber auch über entsprechende Füße an den Rippen und einem Keil unter dem Holm; Nasen- und Endleisten aber auch unterlegt.

6

Freitag, 18. März 2016, 18:40

Haste auch wieder recht. Dann werd ich den Flügel wohl direkt einteilig bauen. Ja, die Rippen werde ich direkt mit Füsschen konstruieren. Als Nasenleiste wollte ich eigentlich eine 4-Kant-Balsaleiste nehmen und diese 45° gedreht einbauen. Dann muss man sie halt abrunden. Sollte aber funktionieren...

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

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7

Freitag, 18. März 2016, 19:40

Hallo David.

Nicht das Du nun denken sollst ich will dir dein Vorhaben ausreden, aber hier mal eine Adresse mit Plänen. Daran kannst Du dich etwas orientieren, bezüglich Materialwahl, Dimensionierung. Bauweise.....

http://misi-online.de/html/e-xtreme.html


Dann noch ein nettes Programm für die Auslegung des Modells.

http://www.flz-vortex.de/flz_vortex.html

Und hier erfährst Du wie das Programm bedient wird und worauf man achten sollte......

http://www.rc-network.de/forum/showthrea…ight=FLZ-Vortex


Viel Spaß beim konstruieren. Ist schon ein gutes Gefühl wenn ein komplett selbst entworfenes und gebautes Modell sich in die Luft erhebt und dabei auch noch gut fliegt ;) .


Gruß Andreas :prost:
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

8

Samstag, 19. März 2016, 04:50

Danke für die tollen Links!

Ich habe allerdings schon ein wenig in XFLR5 rumgespielt :D



Ich hab mal Angefangen die Tragflächen zu konstruieren. Aber vermutlich muss ich nochmal von vorne beginnen, da sich n kleiner Fehler eingeschlichen hat... :/





Rot ist Flugzeugsprerrholz 2mm.
Blau ist Kieferleiste 5 * 10mm. In der Mitte des Fügels will ich die Holme schäften. Sollte erkennbar sein.
Gelb ist Balsaholz 1.5mm oder 2mm.

Die Löcher in den Rippen sind nur da, damit ich die Servokabel durchkrieg.

Die Scharrniere werde ich mit Klebeband "imitieren", nachdem die Folie drauf ist. Ich habe nen anderen Flieger und da hat das sehr gut geklapt, hält seit ein paar Jahren.

Momentan haben die Querruder nach unten nen Auschlag von 30°. Brauch ich mehr?

Natürlich wird von der Nase bis zu den Holmen mit 1mm Balsa beplankt.

Soll ich in der Flügelmitte bis zu den Querrudern, also der Teil, der unter dem Rumpf liegt, bis nach hinten beplanken?


Sonstige Vorschläge und Meinungen sind natürlich immer willkommen.

David

9

Samstag, 19. März 2016, 07:57

Hallo David

Solothurn ist dann bischen zu weit weg, aber sieht grundsätzlich nicht schlecht aus. Einige Verbesserungen gibt es aber noch:
Die Endrippen brauchst du z.B nicht aus Sperrholz zu bauen, da würde eine 10 mm dicke Balsarippe reichen. Die mittlere Rippe kannst du auch aus Balsa machen, dafür etwas dicker ca. 5mm. Bei den Querrudern hast du nur die Ruder selbst mit Sperrholz verstärkt, mach da die ganze Rippe aus Sperrholz sonst bricht dir der Flügel direkt hinter dem Ruder. Die beiden Kiefernleisten würde ich durchgehend machen und mit Balsa verschachteln, nicht nur in der mitte ein Balsabrettchen. Bei der Leiste zwischen Ruder und Flügel seh ich nicht ganz wie dick die ist, ich würde da eine 10x10 Balsaleiste nehmen falls das von der höhe passt und sonst etwas das 10mm dick ist, evtl. reichen auch 5mm. Beplanken würde ich bis eine Rippe über den Ruderanfang komplett und anschliessend bis zur vorletzten Rippe nur von der Nasenleiste bis zum Holm.

Gruss Waspy

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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10

Montag, 21. März 2016, 09:46

Hallo,

ich habe in den letzten 10 Jahren sehr viele Flugzeuge gebaut. Wenn du Sperrholzrippen nimmst wird das viel zu schwer.
Nimm 3 mm Balsa und Kiefernleisten. Verkastung hast du schon sehr gut gemacht. Nasen- und Endleisten aus harten Balsa.

Bei größeren Flugzeugen nehme ich Pappelrippen und mache Löcher rein damit die leichter werden.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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11

Montag, 21. März 2016, 09:53

Was ich noch vergessen habe.
Klebe auf die Balsarippen von oben und unten Balsastreifen. Dadurch hast du beim bügeln mehr Fläche zum kleben der Folie.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

12

Montag, 21. März 2016, 20:29

Ich habe es jetzt noch einmal von vorne konstruiert. Die Materialstärken sind eigentlich gleich geblieben.

Ausserdem habe ich mal ne Masse-berechnung mit folgenden Dichten gemacht (g / cm^3):
Balsa: 0.2
Sperrholz: 0.66
Fichte: 0.51

Dabei komme ich auf eine Tragflächenmasse von ca. 350g (Ohne Servos, nur Holz). Mir ist bewusst, dass das Schlussendlich nicht zu 100% stimmt aber so als grobe Annäherung sollte es schon stimmen. Mein angestrebtes Abfluggewicht ist ca. 600g. Wenn man bedenkt, dass da noch Folie, Elektronik, Rumpf, Seiten und Höhenruder draufkommt, dann ist 350g meiner Meinung nach zu viel. Daher frage ich mal, wo kann ich Gewicht sparen?

Hier sind mal bilder:




Bei bedarf kann ich sonst auch das 3D-Model hochladen. Sketchup ist gratis, somit könnte es jeder anschauen...

Noch zur Konstruktion:
Blau: Ficht 5 x 10mm
Gelb: Balsa 1.5mm, sonst gebe ichs an
Rot: Flugzeugsperrholz 2mm

Folgendes bezieht sich nur auf Balsa:
Beplankung ist 1mm.
Verkastung bei den Holmen ist auch 1mm.
Die mittlere Rippe ist 5mm.
Die äusserste Rippe ist 2mm.
Die Endleiste, wo das Querruder angebracht wird ist 5mm.
Servomontage auf Seiter der Tragfläche ist 5mm. Auf Seite der Querruder ist es 4mm. Aber das ist glaube ich vernachlässigbar.

Nasenleiste ist 6x6mm Vierkantholz welches dann gelschliffen wir.
Endleiste ist 10 x 5 x 1mm.


Ich habe noch eine Frage zur Montage der Tragfläche an den Rumpf. Momentan tendiere ich dazu 2x 5mm Rundhölzer aus der Nase die man in den Rumpf einfahren kann. Auf der Endseite will ich die Tragfläche nach oben mit 2 Schrauben befestigen. Ich hoffe, man versteht was ich meine.

Gruss David

Edit:

@BOcnc
Also soll ich die Rippe, welche vor dem Querruder ist, nicht aus Sperrholz machen?

BOcnc

RCLine Team

Wohnort: 26349 Jade

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13

Montag, 21. März 2016, 21:22

Eigentlich braucht es kein Flugzeugsperrholz in der Fläche. Bei 1 m Spannweite kann man die ja ein einen Stück ohne Steckung machen.
Stabil wird das durch die vordere Beplankung und durch die Folie.
Wo es etwas stabiler werden soll kann man Pappel nehmen. 3 mm nehme ich immer. Man muss im Baumarkt fragen. Oft haben die das erst ab 4 mm.
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

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14

Montag, 21. März 2016, 23:07

Hallo David.

Irgendwo hast Du bei der Tragfläche den Wurm drinn, 350g Rohbaugewicht für eine 1m Fläche sind arg viel. Nur zum Vergleich, die komplette Fläche von meinem HAI 1 Evo wiegt flugfertig 360g, und die ist noch geteilt bei 1,5m Spannweite.

Ich finde auch das für 1m Spannweite die Kieferholme mit 5x10mm etwas mehr als überdimensioniert sind. 5x3 mm über die gesamte Länge, und zur Sicherheit im ersten Drittel doppelt langt (nach vorn unter die Beplankung, und ich spreche immer von einer Flächenhälfte ;) ). Hier auch ein Beispiel, E-Segler Thermy mit 2,3m und 1,65Kg, macht auch Loopings und Rollen ohne Probleme. Holmgurte: Kiefer 5x3 mm und in erster Hälfte doppelt.
Beplankung würde ich 1,5mm nehmen, 1mm ist etwas empfindlich und man hat wenig Reserven beim Verschleifen.
Und Werner hat Recht, Sperrholzrippen tun bei solch einem kleinen Flieger nicht Not, Pappelsperrholz langt vollkommen.

Schau mal hier in Beitrag #32 , dort siehst Du die Fläche vom Thermy:
http://www.rc-network.de/forum/showthrea…ighlight=Thermy

Diese Fläche wird auch genau so befestigt wie Du es vorhast, allerdings ist die Endleiste dafür doch etwas ungeeignet. Auf dem Bild kannst Du gut sehen wie es gemacht wird. Im hinteren Drittel ist ein stabiler Streifen 4mm Flugzeugsperrholz auf die 1. und 2. Rippe geklebt. Dadurch wird dann ein Loch gebohrt und mit M4 Nylonschrauben befestigt.

Aber nochmal, mein Vorschlag.

Rippe 1 und 2 aus 3mm Pappelsperrholz, eventuell mit Aussparrungen zum erleichtern.
Rippe 3 - 6 , Beplankung und Holmverkastung aus 1,5mm Balsa
Kieferholm 5 x 3 mm , auf gradlinige und feine Holzmaserung ohne Fehlstellen achten.
Falls gewünscht Randbogen aus weichen bis mittleren Balsaklotz, wird rundlich verschliffen. Alternativ ein 1,5 - 2 mm mittleres bis hartes Balsabrettchen als Abschluß (einfach grob zuschneiden und später mit der Kontur verschleifen)
Nasen- und Endleiste aus etwas härteren Balsa (gibt auch vorgefertigte Rohlinge, vielleicht passt ja was).

Die Holmverkastung im ersten Drittel doppelt (Vorder- und Hinterseite) , im zweiten Drittel einfach (Vorderseite), und im Aussenflügel tut es nicht mehr Not. Wichtig, Holzmaserung hochkant.
Um einen Holmverbinder in der Mitte wirst Du wohl nicht herum kommen. Dazu kann man Sperrholzzungen nehmen oder auch einen CFK-Stab.

Rumpf:
Da würde ich nur den Motorspant 3mm und die beiden Rumpspanten für die Flügelbefestigung aus 2 -2,5 mm Flugzeugsperrholz machen. Die restlichen Spanten aus Pappelsperrholz.
Rumpfwände , Boden und Deckel aus 1,5 - 2mm Balsa , im vorderen Bereich eventuell von innen verstärkt. In den Ecken kann man noch 3-Kant- Balsaleisen einsetzen, dann kann man den Rumpf schön rundlich verschleifen. sieht einfach besser aus ;) .

Hier noch Gewichtsangaben von Balsaholz und Kieferholz:

weich:
Von 0,07 bis 0,125 g/cm3 (70-125 kg/m3)

mittelhart:
Von 0,125 bis 0,175 g/cm3 (125-175 kg/m3)

hart:
Von 0,175 bis 0,25 g/cm3 (175-250 kg/m3)

Kieferholz: 0,49 g/cm3 (490 kg/m3)


So. erst einmal.
Anbei noch ein paar Bilder: Flächendübel vorn - Flächenschrauben hinten (darunter sitzten Sperrholzstreifen über den Rippen) - Rohbauteile, besonder gut zu sehen die Rumpfspanten, selbst der kleinste Spant aus Pappel hat noch Aussparrungen ( :ansage: jedes Gramm zählt :D ) - ein fertig bespanntes Modell mit (fast) runden Rumpf aus Balsaholz - Holmverbinder mit Sperrholzzungen



Gruß Andreas
»grossiman« hat folgende Bilder angehängt:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »grossiman« (21. März 2016, 23:17)


15

Dienstag, 22. März 2016, 09:42

Danke für tollen tips. Aber ich glaube, der Hauptgrund, dass die Tragfläche so schwer ist, da ich mit 0.2 Gerechnet habe. Wenn ich jetzt annehme, dass ich von jedem Holz (weich, mittel, hart) einen gleichen Anteil habe, dann komm ich auf eine Durchschnittliche Dichte von 0.11. Das heist, in der Praxis wird der eventuell doch ein wenig leichter. Aber ich werde deine Tips mal umsetzten...

Gruss David

Edit:

Ich habe jetzt den Flügel so konstruiert, wie du es beschrieben hast. Ausserdem habe ich die verschiedenen Balsa-teile mit den verschiedenen Dichten, je nach dem wie hart diese sind, berechnet (Allerdings habe ich immer die maximale Dichte, welche du angegeben hast, verwenden). Somit komme ich auf ein Gesamtgewichts der ganzen Tragfläche von ca 210g. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »dadavid« (22. März 2016, 11:54)


grossiman

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16

Dienstag, 22. März 2016, 17:32

Hallo David.

Bevor ich es noch vergesse, immer schön auf die Maserrichtung vom Holz achten, das ist wichtig. Wenn Du nicht sicher bist, einfach nachfragen. In guten Bauplänen wird dies z.B. mit einem Doppelpfeil beim jeweiligen Bauteil gekennzeichnet.

Anbei noch ein paar Bilder zum Thema leicht bauen. Dies war mal ein alter 2-Achs Trainer mit Verbrenner. Obwohl die Fläche wegen nachrüsten von Querrudern und Wölbklappen deutlich schwerer geworden ist, ist das Gesamtgewicht mindestens 150g weniger wie vorher, und das noch mit mehr Power :evil: .

Gruß Andreas
»grossiman« hat folgende Bilder angehängt:
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17

Dienstag, 22. März 2016, 20:46

Danke vielmals für deine Hilfe! :D

Ich bin jetzt mit dem Rumpf auch mehr oder weniger fertig. Die Motorhalterung und das Kockpitt fehlt nocht. Aber das dürften höchstens noch 80g. Bis jetzt ist er, ohne die fehlenden Teil in der Nase ca. 400g. :D Aaaaaaber, er ist zu hecklastig. Ich müsste 250g in die Nase hauen... :/
Aber ich habe den Rumpf momentan nur aus Rippen und Vierkanthölzern. Also fast ohne Beplankung.... Daran werd ich wohl noch ein wenig feilen müssen....
Hier ist mal n Bild, aber ich glaube, ich werde das mit der Beplankung ändern. Ausserdem habe ich nen Hecksporren und den werde ich ganz sicher ändern...









Das pinke "Klötzchen" ist das 250g-Gewicht. Das grosse Schwarze Kreuz ist der Schwerpunkt.

Gruss David

18

Mittwoch, 23. März 2016, 07:45

Zum Flügel:
Die Beplankung würde ich nicht bis ganz nach aussen machen, sind aber nur paar gramm.
In der Mitte hast du viel zu viele Holme. Die Kiefern holme reichen aus. Wie machst du die Verbindung zwischen Rumpf und Flügel?
Den Flügel kannst du sicher noch ein paar cm nach hinten schieben!

Zum Rumpf:
Oben hast du zu viele balsastäbchen 3 reichen da locker. Höhen- und Seitenleitwerk kannst du sicher auch noch leichter machen. Den Sperrholzklotz hinten kannst du sicher auch aus balsa machen.

Gruss Waspy

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

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19

Mittwoch, 23. März 2016, 20:08

Den Flügel kannst du sicher noch ein paar cm nach hinten schieben!

Das würde das Stabilitätsmaß verringern, ist also mit schlechteren Flugverhalten verbunden :( .

@ David.

Vorn fehlt ja auch noch eine Menge, die Schnauze ist etwas mehr als nur kurz. Bis zum eigentlichen Motorspant fehlen noch ein paar cm, und der Motor wird meistens in "Vorspantmontage" befestigt: http://wiki.rc-network.de/index.php/Vorspantmontage

Und vorne müsste eigentlich genügend Platz sein um den Regler direkt unter oder kurz hinter dem Motor zu platzieren. Dann noch den Flugakku direkt hinter dem Motorspant, und gleich dahinter oder auch darüber/darunter die restlichen RC-Komponenten, dann sieht die Sache schon viel geschmeidiger aus ;) .
Solltest Du trotzdem nicht mit dem SP (Schwerpunkt) hinkommen, dann musst Du wohl oder übel die Konstuktion etwas überarbeiten.
z.B könnte man die Pfeilung vom Flügel etwas zurücknehmen, dann sitzt der SP auch schon etwas weiter hinten, oder doch die Länge der Hebelarme verändern (Leitwerksgröße beachten).

Gruß Andreas
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20

Donnerstag, 24. März 2016, 08:01

Hi Andreas

Vom Stabilitätsmass hab ich noch nie was gehört. Wär super wenn du mir das erklären könntest mit was es zusammenhängt.
Vielen Dank
Gruss Waspy