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Samstag, 13. November 2004, 07:51

CNC-Fräse aus SMD-Bestücker ????

Hallo zusammen,

habe über "Suchen" keinerlei Hinweise gefunden, daher mal hier die Frage:

Hat jemand Erfahrung mit dem Umbau eines SMD-Bestückungsautomaten zu einer CNC-Fräse?
Klar, ich brauche noch eine "analoge" Z-Achse, aber wie sieht es mit der Verwendung des Antriebs von den X/Y-Achsen (Zahnriemenantriebe) aus?

Genauigkeit? Ich habe "lediglich" vor, Holz und Depron zu "verschönern".
Die Positioniergenauigkeit des Bestückers liegt/lag bei 1/10mm, aber eben "sauschnell" (von A nach B). Beim Fräsen ist Geschw. ja nun weniger das Thema.....

Wollte das Projekt eigentlich auf nächsten Winter verschieben, aber .......

Grüße
Reinhard

2

Montag, 15. November 2004, 10:54

Hast Du noch mehr Bestückungsautomaten rumliegen??? Würde auch noch eine abnehemen (mit Software und Handbüchern natürlich...)

Grundsätzlich geht das schon, schließlich kann ja jede Koordinate angefahren werden, allerdings auf einem recht kleinen Verfahrbereich (Doppeleuropakarte...).

Von der Präzision dürfte das deutlich besser sein, als ein Selbstbaugerät, da die Bestückungszange auch mehr wiegen dürfte als eine Fräse. Auch die Brems- und Beschleunigungskräfte dürften höher sein, als dies beim langsamen Konturenfräsen der Fall ist.

Einziges Problem sehe ich im Staub, der beim Fräsen unweigerlich in alle Ritzen dringt...

3

Montag, 15. November 2004, 19:34

Hallo Stefan,

nö, tut mir echt traurig :D , aber wir habe leider keinen mehr in unserer Firma rumstehen, der nicht mehr gebraucht wird.

Der Arbeitsbereich ist deutlich größer als A3, für meine Belange also ausreichend.

Wegen dem Staub wollte ich sowieso eine Direktabsaugung am Fräskopf anbauen.

Mir ging es eher um Klärung der Frage, ob es sinnvoll ist, die Antriebe gegen solche mit zusätlichem Getriebe zu ersetzen,
wegen dem Verfahrweg/Motorumdrehung, damit ich pro Schritt eine bessere (kleinere) Auflösung bekomme.

Grüße
Reinhard

4

Mittwoch, 17. November 2004, 18:33

ist ja ein richtiges Hammerteil, der Automat... War der Für Fernsehchassis im Multinutzen?

1/10mm klingt aber eher nach bedrahteten Elementen. Auf der anderen Seite ist eine Genauigkeit von 1/10mm wesentlich besser, als eine Auflösung von 1/10mm, da müsste man doch noch was tun. Stellt sich nur die Frage, ob dies mit Kameraüberwachung gilt oder rein vom Verfahrweg her. Denn bei Kameraüberwachung gibts ja bei Sperrholz/Depron/Balsa... keine Referenzpunkte wie Lötaugen/Pads, auf die nachgeregelt werden kann.

Das müsste man in der Spezifikation nochmals genauer nachsehen.

Für einen Holzbausatz ist aber die Genauigkeit von 1/10 mm sicher ausreichend, soll ja noch Leim/Kleber dazwischen passen und nicht durch Pressung zusammenhalten...

5

Mittwoch, 17. November 2004, 20:17

Hallo Stefan,

nö, ist halt das alte, ausgelutschte Teil aus unserer Fertigung.
Die Firma, in der ich arbeite stellt Signalgeräte her ( www.werma.de ).

Mitlerweile gibts für das Gerät auch nicht mehr "alle" Ersatzteile, und von der Kapazität
war es allerhöchste Zeit, einen neuen Bestücker an zu schaffen.

Die "tatsächliche" Pos.-Genauigkeit ist (war) bestimmt höher, aber wie gesagt, ist halt verbraucht.
Die Führungen sind aber noch i.O., und ich habe nicht vor Metall zu bearbeiten.
Der größte Vorteil ist aber, dass es eine kompakte Einheit, mit Abdeckung,
Monitorschwenkhalter, Tastaturauszug, PC-Platz, "Elektrik-Abteil" incl. Rollen ist.

Aber schauen wir mal, was draus wird .......

Grüße
Reinhard

6

Sonntag, 28. November 2004, 22:34

Hallo Reinhard,
das mit dem Umbau ist nicht immer so einfach.
Bei der Struerung kommt es darauf an, daß sie die einzelnen Schrittimpulse
"verstehen" kann.
Beim Antrieb sollte es ein Spindelantrieb mit geringer Steigung sein.

Mir ging es ähnlich wie dir.
Bei uns im Betrieb wurden mehrere Übergabe- u. Umsetzstationen "frei"
Ich hab mir erst mal gefreut und mir die Garage damit gefüllt. 8)
Bei der genaueren Betrachtung musste ich dann feststellen, daß ich
die Steuerungen nicht verwenden konnte, weil es Positionssteueringen waren
mit denen ich den Fräser nur auf Position fahren kann. Ich könnte also nur
bohren und rechte Winkel fräsen.
Also andere Steuerung. :hä:

Die Schrittmotoren waren 5-Phasig, also mit einer günstigen weil für 2-Phasige
Motoren ausgelegten Steuerung nicht kompatibel.
Also andere Motoren. :hä:

Beim Antrieb ein Zahnriemenantrieb eingebaut, der ist nicht steif genug und hat je Wellenumderhung ca.40mm Vorschhub.
Also Kugelrollspindeln von ISEL gekauft. :hä:

Nur die Linearführungen konnte ich verwenden. :D

Also nicht zu früh freuen,
aber dran bleiben.

Schöne Grüße
Reinhold

7

Dienstag, 30. November 2004, 17:25

Hallo Reinhold,

danke für deine Hinweise.

Die Steuerung wollte ich sowieso nicht weiterverwenden, sondern mir was passendes aus dem Hobby-/Selbstbaubereich zulegen, inkl. neuer Motoren.

Bei den Zahnriemen hatte ich eigentlich keine Zweifel, weil die ganze "Miemik" doch einen sehr steifen Eindruck macht.
Wegen dem "riesigen" Vorschub/Zahnscheibenumdrehung wollte ich noch ein Vorsatzgetriebe spendieren (evtl.).

Ansonsten habe ich in jedem Fall die Führungen und das "Gestell", mit seinen prima Einbau-/Unterbaumöglichkeiten, inkl. Abdeckung ......


Grüße
Reinhard