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Donnerstag, 10. Februar 2005, 16:11

Baubericht Doppeldecker "Jager"

Ende vom Sommer 04 ging die Suche los nach einem Projekt für die langweiligen Winterabende während meines Praktikums in Sindelfingen:

es sollte auf jeden Fall ein Doppeldecker werden, mit Elektro-Antrieb und auf meine Rückbank bzw. in den Kofferraum sollte das Teil auch noch passen.

Nach einigem Suchen fand ich dann auf modellflug.de-Seiten den zugegebenen nicht sehr genauen Plan des "Electric Jager":

http://www.modellflugseiten.de/Bauplan/D…eger/jager2.gif
http://www.modellflugseiten.de/Bauplan/D…eger/jager1.gif

Rein vom Aussehen her hat mir der Jager gleich gut gefallen, und so wurde - nachdem ich mein Auto in allen Ausmaßen vermessen hatte :D - der Plan grob auf die gewünschte Spannweite vergrößert (1,25m) und probeweise auf DIN A4 ausgedruckt und zusammengeklebt.
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Donnerstag, 10. Februar 2005, 16:13

Pläne:
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Donnerstag, 10. Februar 2005, 16:18

Plan vom Rumpf:
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Donnerstag, 10. Februar 2005, 16:28

da der Jager möglichst leicht, aber dennoch so stabil wie möglich sein sollte, musste leider einiges vom vorhandenen Plan abgeändert werden...

So ist z.B. der Rumpf um ein gutes Stück in der Länge gewachsen (fast 10 cm). Die originalen Abmessungen fand ich erstens vom Aussehen her nicht so schön, zweitens wollte ich günstigere Hebelverhältnisse für die Ruder herstellen. So, dass der Flieger zwar noch relativ wendig bleibt, aber nicht ganz so nervös auf Höhe und Seite reagiert, wie es bei diesem kurzen Rumpf zu erwarten war.

Immerhin soll der Jager nicht für Kunstflug, sondern für gemütliche Wochenendflüge gut sein :)

Massive, volle Leitwerke fand ich gewichtstechnisch doch ein wenig übertrieben, genauso wie die durchgehende Rumpfseitenwand und viele andere gewichtige Kleinigkeiten.

Genaueres werde ich dann immer passend zu den Bildern schreiben.

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Donnerstag, 10. Februar 2005, 16:33

der Bau beginnt

angefangen hat alles mit dem Höhenruder:

wie gesagt, das originale Höhenruder ist eindeutig zu schwer, volle Balsabrettchen sind zuviel des Guten. Also wurde der Plan hergenommen und ein Höhenleitwerk in der Original-Form, aber aus Balsaleisten 8x5mm gezeichnet. Damit das Ganze dann auch noch die nötige Festigkeit erhält, ist die zentrale Leiste der Stützfläche aus einer Kieferleiste 8x5 an der später auch die Leitwerksverstrebung befestigt werden kann.
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Freitag, 11. Februar 2005, 08:29

Hallo Christian,
herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluss, auch mal eine Balsaholzkonstruktion selbst zu bauen.
Ich liebe auch solche Modelle, die einem Bastelarbeit und Nachdenken abverlangen. Zur Zeit baue ich einen Bausatz "The Duke" von Svenson.
Spannweit 1680 mm, ca. 2 kg.
Deine Überlegung aus Gewichtsgründen die Vollbeplankung des Rumpfes wegzulassen hätte ich auch angestellt. Papierbespannung ist stabil genug und
sehr leicht.
Nur mal ein Hinweis zum Leitwerk. Ich hätte das Kiefernholz nicht verwendet.
Zu schwer. Rahmenleitwerke könne komplett aus Balsa sein. Die Stabilität kommt
mit der Bespannung zustande.
Ich schaue Dir über die Schulter. Mach weiter.

Herzlicher Gruß vom Reinhard aus dem schönen Südharz
Reinhard

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Freitag, 11. Februar 2005, 09:20

@Reinhard

das mit dem reinen Balsa-Leitwerk habe ich überlegt..

aber bei meinem mini-e-Xtreme hab ich mir das Leitwerk schon öfters gebrochen, da wollte ich halt vorsorgen. Ausserdem wird so dir Befestigung für die Abstrebung einfacher und stabiler.
Und so viel mehr wiegt das dadurch doch auch nicht :) ist ja nur die eine Leiste

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »christianfrevel« (11. Februar 2005, 09:21)


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8

Sonntag, 13. Februar 2005, 16:49

Hallo Christian,
ist schon richtig, dass eine Leiste wenig Mehrgewicht bringt, aber der lange
Hebelarm bis zum Schwerpunkt führt dazu, dass häufig ein Gramm Gewicht
am Heck mit zehnfachem Gewicht in der Nase aufgewogen werden muss.
Also nichts für ungut.
Ist nur ein Hinweis beim Leitwerk peinlichst auf jedes Gramm achten.
Ich will jetzt den Piloten auf seinen Platz setzen.

Gruß Reinhard aus dem schönen Südharz
Reinhard

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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:33

fertiges Höhenleitwerk, aber noch nicht verschliffen:

Das Seitenleitwerk wird ebenso nicht aus Vollmaterial, sondern aus Balsa-Leisten aufgebaut. Die Rundung besteht aus 3 nass gebogenen und miteinander verleimten Einzelleisten.
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:38

Beim Bau der Rumpfseitenwände sind mir irgendwie ein paar Fotos verloren gegangen, deshalb gibts direkt Bilder vom halb-fertigen Rumpf:

Die im Plan vorgesehene, durchgehende Rumpfseitenwand wurde verworfen und durch ein Leisten-Fachwerk ersetzt. Dieses ist im hinteren Bereich 5x8mm stark, im vorderen Bereich 3,5x8mm. Hier wird später noch ein Balsa-Brett von aussen als Beplankung aufgeleimt.
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:40

noch eins:
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:41

der vordere Motorspant wird erst beschnitten/ ausgedremelt, wenn die Motorbefestigung endgültig feststeht.
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:43

unterer Halbspant zur Aufnahme der Flächendübel der unteren Fläche, auch der wird noch ausgefräst werden wenn die endgültigen Abmasse feststehen und klar ist wo die Dübel sitzen werden.
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:44

mit Stecknadeln provisorisch am Rumpf befestigtes Seiten und Höhenleitwerk
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Dienstag, 15. Februar 2005, 19:45

hehe.. im Hintergrund kann man meine (zum Glück) möbilierte Praktikumswohnung bewundern :D ;)
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16

Mittwoch, 16. Februar 2005, 08:20

Hallo Christian,
Du warst ja mächtig fleißig. Prima Arbeit. Sieht gut aus.
Mit dem Motorspant gebe ich dir Recht. Wenn Motor noch nicht feststeht, dann
erst später - zur Not mit Sichsäge - weil man noch rankommt.
Mit dem Halbspant hätte ich es anders gemacht. Der Flächendübel sitzt ja mittig.
Also würde ich den im Halbspant schon bohren. Die Fläche wird dann ausgerichtet
angeklammert und durch das Loch im Halbspant die Stelle des Flächenaufnahmmedübels angezeichnet. Dann Fläche ab und dort bohren. Dübel rein und fertig.
Umgedreht kommst Du zum Bohren nicht mehr gerade an den Halbspant dran.
Noch schlimmer, wenn Du von der Fläche, von deren Dübelloch auf den Halbspant anzeichnen möchtes. Schwierig.
Ist nur ein Tip - bitte nicht als Besserwisserei verstehen. Ich habe mir diese Kleinigkeiten auch erst leidvoll aneignen müssen, wenn man plötzlich feststellt,
man kommt an ein Bauteil nicht mehr vernünftig ran. :D
Ich mach zwar von meinem Bau Bilder aber wenn ich wüßte, wie man die von 400 kByte auf 40 kByte verkleinert. Mit dem PC habe ich mich "gezankt". ;(

Gruß Reinhard aus dem schönen Südharz und weiter so
Reinhard

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Mittwoch, 16. Februar 2005, 12:42

Hallo Reinhard,

Die Löcher für die Dübel werden mit der ausgerichteten Fläche in einem Arbeitsgang gebohrt, meine kleine Dremel ist klein genug, um später noch im Rumpf zu bohren, das habe ich vorher ausprobiert.
Auf dem Bild sind die Spanten auch noch nicht fertig verklebt, das kommt erst später, damit ich zuerst noch in Ruhe die Zwischenräume aussägen kann..

Und ich bin auch schon etwas weiter wie die Bilder erahnen lassen, nur komm ich zeitlich kaum dazu, neue ins Netz zu stellen. Wollte trotzdem die Aufbaureihenfolge einhalten :)

die Bilder verkleinere ich mit Photoshop, da habe ich mir eine kleine Routine angelegt, die dann per Stapelverarbeitung alle Bilder automatisch auf die 50kB runterkonvertiert ;) Mit anderen Programmen hatte ich auch nur Probleme, weil man dann bei der Dateigröße einfach nix mehr erkennen kann...

Und keine Sorge, der Jager ist nicht mein erster Flieger, der aus Balsabrettchen aufersteht :O

schöne Grüße
Christian

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Mittwoch, 16. Februar 2005, 12:45

Rumpf mit eingeklebten (und mittlerweile ausgeschnittenen) Spanten aus 2mm Birkensperrholz
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  • Jager03 (1).jpg

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Mittwoch, 16. Februar 2005, 12:46

noch eins:
»christianfrevel« hat folgendes Bild angehängt:
  • Jager03 (2).jpg

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Mittwoch, 16. Februar 2005, 12:49

vorne mit Beplankung, hinten nur Fachwerk.

an den vorne herausstehenden Trägern wird später die Motorhaube befestigt werden (wie bei meinem Mini-E-Xtreme)
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  • Jager03 (3).jpg