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Jettaheizer

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  • »Jettaheizer« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Prozessleitelektroniker, Werkstattleiter Schaltschrankbau

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1

Dienstag, 1. März 2005, 19:37

Drehbank selbst bauen?

Hallo Leute,

hab heute mal bei eBay nach einer kleinen Drehbank für 230V-Anschluß geschaut. Was ich an brauchbaren Maschinen gefunden habe, ist entweder schon ca. 284 jahre alt und/oder kostet mind. 400 EUR. Ich möchte aber höchstens die Hälfte dafür ausgeben.
Frage: ist es möglich, eine kleine Drehbank selbst zu bauen, und das auch noch für unter 200 Schleifen?
Oder hat das gar schon jemand von euch gemacht?

Ich dachte dabei an folgende Zahlen:

- Spitzenweite 500mm
- Spitzenhöhe 100mm
- Durchlass ca. 20-25mm
- 1/min 150-2000

Hab leider noch nicht viel Ahnung von Drehmaschinen, deswegen sind die Zahlen nur mal als Anhaltspunkt für die ungefähre Größe zu sehen.

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (1. März 2005, 19:38)


2

Dienstag, 1. März 2005, 19:54

Hi,

ich hab auch nicht viel Ahnung von Drehmaschinen, aber guck doch mal bei Metallbetrieben in deiner Umgebung vorbei. Die alten Maschinen müssen nicht schlecht sein.

GHruß Simon
Zauberlink
Flugzeugforum :ok:
Locker bleiben, wenns mal länger dauert, bin in der Woche kaum online;)

Jettaheizer

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3

Dienstag, 1. März 2005, 20:00

Hallo Simon,

daran hab ich schon gedacht, der Haken ist nur, daß Metallverarbeitende Betriebe Maschinen zu 99% im "etwas" größeren Maßsteb benutzen. Dafür reicht mein Keller leider nicht so ganz. Mit solchen "Spielzeuggrößen", wie ich es suche, gibt sich ein professioneller Betrieb nicht ab.


Nachtrag: habe nochmal weitergegoogelt. Die Rotwerk EDM 300 DS wäre schon die richtige Größe. In der Größe würde ich dann gerne eine Maschine bauen. Ach ja: automatischer Vorschub ist erstmal nicht nötig. Kann ich ja bei Bedarf später immernoch realisieren.

Habe auch gesehen, daß meine Zahlen oben etwas groß sind. Also hier einfach mal die Anforderungen:

Ich möchte damit Halbzeuge von max. 150mm Durchmesser und 300-500mm Länge bearbeiten können (die Länge richtet sich ja eigentlich nur nach der Länge des Unterbaus). Der Durchlass an der Spindel sollte nach Möglichkeit 20-25mm betragen. Die Drehzahl sollte (meinetwegen stufenweise) von ca. 150-2000 1/min einstellbar sein (welche Drehzahlen sind sinnvoll?). Die x- und y-Achse müssen nur von Hand zu bedienen sein, Automatik ist nicht nötig.

Gruß,
Franz
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Dino_J

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4

Dienstag, 1. März 2005, 20:37

Also ich arbeite ja bei einem CNC - Hersteller.
Um eine Drehbank herzustellen, brauchst Du Maschinen, die genauer sind, als das, was Du später haben möchtest.
Um eine Drehbank herzustellen, bräuchtest Du erstmal eine, eine Fräse ebenso.
Das geht nicht mit einer Dreikantfeile und Akkuschrauber.

Kurzum: vergiss es.

Bei mir bekommst Du aber welche - wenn Du möchtest. Ab 19.000.- Euro :D

Jettaheizer

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5

Dienstag, 1. März 2005, 20:49

Hallo Dino,

Zitat

Original von Dino_J
Also ich arbeite ja bei einem CNC - Hersteller.


Ist mir bekannt. ;)

Zitat

Um eine Drehbank herzustellen, brauchst Du Maschinen, die genauer sind, als das, was Du später haben möchtest.
Um eine Drehbank herzustellen, bräuchtest Du erstmal eine, eine Fräse ebenso.


Hm, kann man nicht fertige Teile verwenden? Wellen und andere (sehr genaue) Halbzeuge bekommt man ja fertig zu kaufen. Außerdem soll die Drehbank nicht auf 1/100mm genau sein, 1/10mm reicht vollkommen.

Zitat

Das geht nicht mit einer Dreikantfeile und Akkuschrauber.[/quote}

War mir schon klar... 8)

Zitat

Bei mir bekommst Du aber welche - wenn Du möchtest. Ab 19.000.- Euro :D


Ja nee, is klar.... :P :dumm:

Gruß,
Franz
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Frank_Schwaab

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6

Dienstag, 1. März 2005, 22:05

Ein gutes Futter kostet schon reichlich, daher ist die preiswerteste und beste Maschine die kleine Rotwerk.
Gruß frank

Holger_Lambertus

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Wohnort: 31535 Dingendskirchen

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7

Dienstag, 1. März 2005, 22:21

Hi Franz
Evtl können wir über meine alte EDM sprechen, die ist im Prinzip über.
Gruß Holle

Jettaheizer

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8

Dienstag, 1. März 2005, 22:37

Hallo Frank,

die kleine Rotwerk wird aber neu auch schon mit 450-500 Talern gehandelt... ;(
Gute 3- oder 4-Backen-Spannfutter bekommt man dagegen bei eBay schon für unter 50 Schleifen. Zwar gebraucht, aber noch mehr als ausreichend für meine Zwecke.

@Holle: schick mir doch mal eine Mail oder PN mit deiner Preisvorstellung.

Gruß,
Franz
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jettaheizer« (1. März 2005, 22:39)


cord

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Wohnort: Oyten

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9

Dienstag, 1. März 2005, 22:52

Hallo Franz,
kannst Du nicht einfach eine Bohrmaschine horizontal einspannen und den Drehmeißel auf einen kleinen Kreuztisch montieren? Einen Kreuztisch kann man ja evtl. günstig gebraucht bekommen.

Gruss
Cord

Jettaheizer

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10

Dienstag, 1. März 2005, 23:02

Hallo Cord,

auch daran hab ich schonmal gedacht. Aber versuch mal eine Bohrmaschine mit einem 100-150mm Bohrfutter aufzutreiben.....
Außerdem ist die Bohrmaschine für meinen Geschmack nicht sauber und gut genug gelagert.

Ich hatte auch schon die Idee, eine billige Drechselbank (gibt´s schon für 50-70 EUR im Baumarkt) umzubauen. Allerdings hätte ich da keinen Durchlass an der Spindel. Könnte ich aber notfalls auch noch mit leben. Diese Drechselbänke haben außerdem den Nachteil, daß bei den billigen keine Drehzahlsteuerung vorhanden ist. Da gibbet nur ein oder aus. Aber das könnte man mit einer vorgeschalteten Platine von Conrad nachrüsten.

Gruß,
Franz
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11

Mittwoch, 2. März 2005, 07:50

Drehbank

Servus Franz,

für unter 200 Euro sehe ich keine Chance.

Darüber hinaus solltest Du neben der Genauigkeit in der Lage sein, vernünftige Oberflächen herzustellen.

Die Drehbänke von Optimun oder Quantum bieten für günstiges Geld ausreichend Leistung.

Neben der Drehbank ist das Werkzeug oftmals ein k.o. Kriterium.(Drehstähle, Lunette, Spannfutter, Teiler uvm.)

Am besten eine gebrauchte mit Werkzeug kaufen.


Schlangafanga

12

Montag, 7. März 2005, 19:46

Hallo!

Jetzt werden mich einige sicher ver ==[] en, aber wie wäre es bei diesen Anforderungen mit dem Unimat1 con Cooltool? Da gibt es auch stärkere Motoren und alles mögliche dafür. Wenn´s eh nur auf 1/10mm genau sein soll.

Ich habe nämlich ähnliche Sorgen (Geld, Platz, ...) und bin daher am überlegen, ob ich mir soetwas nicht zulegen soll (vielleicht gebraucht)

Mfg Martin

Jettaheizer

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13

Montag, 7. März 2005, 19:52

Hallo Martin,

ich sagte 1/10mm, nicht 10mm! :evil:
Sorry, aber das Ding sieht nicht nur aus wie Fishertechnik, es ist auch ebenso "genau"...
Das Geld solltest Du lieber in etwas anständiges stecken.

Gruß,
Franz
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Frank_Schwaab

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Wohnort: Schönste Stadt am Rhein

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14

Montag, 7. März 2005, 20:13

Wenn man nicht gerade Puppenmöbel drechseln möchte, kann man von der Unimat1 nur abraten! Wird mit einem Speed 400 angetrieben.
Gruß Frank

only-Verbrenner

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Wohnort: Datschiburg

Beruf: mir ist nix zu schwör

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15

Montag, 7. März 2005, 22:01

Zitat

Original von Frank_Schwaab
Wenn man nicht gerade Puppenmöbel drechseln möchte, kann man von der Unimat1 nur abraten! Wird mit einem Speed 400 angetrieben.
Gruß Frank


*lol*
Aber du hast doch passende Motoren zum Tuning zur Auswahl... ;)


Gruß,
Richard

16

Freitag, 25. März 2005, 02:31

Ich bin zwar nur Industriemechanikerlehrling, aber:

- Selberbauen?mit halbzeugen?für unter 200€? .. ich bitte dich ;)
- Bohrmaschine? ??? da muss man nichts mehr hinzufürgen!
- Drechselbank umbauen? Im Ansatz das beste aber genauso € :) .

Zur Genauigkeit: Du brauchst ja eine 1/100 Skala um auf 1/10 drehen zu können! Und eine gescheite Spannvorrichtung für Werkzeuge? Die Drehstähle müssen ja gescheid befestigt werden.


Fazit: Spar das zwei Monate mehr und kauf was Gescheites :ok:

Muemmel

RCLine User

Beruf: Mümmel - und nebenbei noch etwas Softwareentwickler

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17

Donnerstag, 31. März 2005, 10:47

Hi Neuling,

ich bin zwar kein Drehr mehr, war es aber lange genug. Dass man um auf 1/10 genau drehen zu können 1/100 Skalen braucht ist mir eigentlich neu. Das mag für NC-Maschinen gelten, aber auf gar keinen Fall für handbediente.
Wir ahtten bei uns im Betrieb Maschinen mit 1/10 Skalen und die kleinsten Toleranzen, die wir damit realisiert haben waren 5/1000. Îch bin mal jetzt ganz frech und gemein und behaupte einfach mal, daß man dazu vielleicht Ossi sein muß ;-)))
Im ernst, das hat mit den Skalen selbst wenig zu tun, da kann man immer auch Zwischenwerte einstellen.
Was aber auf jeden Fall vorhanden sein muß ist eine sauber gelagerte Arbeitsspindel und eine vernünftige Bettführung, und das kann aus meiner Sicht nur eine Prismenführung wie bei der Rotwerk sein. Die Führung auf zwei Rundstangen, wie damals z.B. bei der Hobbymat kann man in der Pfeife rauchen. Das ist einfach nicht schwingungsstabil genug.
Auch sollte für sauberes Längsdrehen ein geeigneter Vorschub vorhanden sein.
Eine Drehbank ist immer eine nicht ganz billige Sache, und dann für immer noch ne ganze Menge Geld besseren Puppenstubenschrott kaufen oder bauen...
Eine der rotwerk vergleichbare (keine Ahnung ob sie die gleiche Qualität hat) ist bei Praktiker für 499 euro zu haben. Wenn da mal wieder 20% auf alles ist, dann sind das nur noch 400. Und dafür hat man dann eine neue mit Garantie.
Selbstverständlich kann man eine Drehbank mit Akkuschrauber und Dreikantfeile herstellen, aber bei dem Versuch sollte man an die Endlichkeit eines Menschenlebens denken. Viel mehr als 100 Jahre werden die meisten nun mal nicht alt. ;-)))
Wenn man aber einen Werkzeugmaschinenschlosser an der Hand hat, könnte eine alte Mechanikerdrehbank durchaus ein wiederaufbauenswürdiges Obhjekt sein.

Gruß Mümmel das Mümmel
\ /
(°°)_).

Mümmel ante portas

18

Sonntag, 3. April 2005, 00:33

Will mich ja nicht einmischen, und kenn mich auch nicht direkt aus, aber bei uns im Baumarkt steht auch die Rotwerk. Erster eindruck was das sie "scheisse" sein muss.

1. Präsentiert der Baumarkt ein total angerostetes Model
2. War der Werkzeughalter total wackelig (ok kann einstellungssache sein)
3. Sah sie nicht gerade gut verarbeitet aus (kommt warscheinlich vond er Optik, wie es der Baumarkt "zurückgelassen" hat
4. Meint unser Bekannter (Schlosser), das man sich die Rotwerk die es beim Globus gibt, besser nicht kaufen soll (Begründung weis ich nicht, aber er hat ne ziemlich gute Maschiene daheim)


19

Dienstag, 5. April 2005, 11:55

@Mike: kommt immer drauf an, was man damit machen will. Für die Herstellung von BL - Motoren ist die Rotwerk gut genug. Mit ein paar Überlegungen bringt man auch einen Rundlauf der Teile von 5 / 1000 mm hin.

Frank_Schwaab

RCLine User

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20

Dienstag, 5. April 2005, 14:12

Hallo Mike
Deine Bekannter hat keine Ahnung!!!
Die Rotwerk ist in der Preislage verdammt gut, wenn nicht sogar das beste, was du bekommen kannst!
Meine ist jetzt 5 oder 6 Jahre halt und wird heute noch für Muster und Prototypen meiner BL Motoren genutzt! So 400 -600 Motoren und Drehteile sind da schon drauf entstanden!

Ob der Baumarkt ein rostiges Modell präsentiert ist doch egal, besser als ein komplett eingefettest, so wie sie geliefert wird!
Was soll da am Werkzeughalter wackelig sein? War der nicht festgezogen? Die meisten Baumarkt Bediensten sind eh nicht vom Fach und wissen es teilweise ninicht besser.
Na und zu deinem Bekannten ist eh alles gesagt. Klar bekommt man bessere Maschinen, aber in der Regel dann auch zum 10-30fachen Preis.
Gruß Frank