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Fox

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21

Freitag, 1. April 2005, 01:30

Hallo Anas,
Ich würde Dir von Polyesterspachtel in Verbindung mit dem Schaumzeug abraten. Die Spachtelmasse wird sehr viel härter als der Schaum, wodurch sich das nicht mehr sauber schleifen lässt, so wie ich das sehe. Ich würde was ganz "weiches" zum Spachteln nehmen. Z.B. Moltofill Spachtel für innen. Das ist auf Gipsbasis, gibts in der Tube im Baumarkt und lässt sich genauso leicht bzw. noch leichter schleifen als Balsa.
Wie solls denn überhaupt weitergehen ? Schon was genaues geplant - Gewebe drüber übers Urmodell ? Ich hab den ganzen letzten Sommer mit Formenbau bzw. Urmodellbau verbracht (kleiner Hubschrauberrumpf) und kann jedem nur raten alles von vorne bis hinten durchzuplanen bevor es losgeht und an Probestücken sämtlichen vorgesehenen Materialkombinationen unter Realbedingungen durchzutesten. Ich hab z.B. verschiedenen Tests gemacht wegen dem Trennmittel. Obwiohl die Tests gut verliefen, wurde mein Urmodell größtenteils zerstört. Ist zwar nicht weiter schlimm da die Formen mit einiger Nacharbeit sehr gut geworden aber trotzdem ärgerlich. Der Grund: Bei meinen Tests hab ich die Testobjekte, die mit der gleichen Mischung 2K Lack lackiert waren wie das fertige Urmodell gewachst und innerhalb von ein paar Minuten oder höchstens einer Stunde das Deckschichtharz aufgebracht. In der Praxis dauert das aber wegen dem Anbringen der ganzen Passstifte, Trennebene etc. sehr viel länger und das Trennmittel dringt in den Lack ein und trennt nicht mehr richtig.


Gruß Fox

Rigger

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22

Freitag, 1. April 2005, 02:14

Zitat

Original von Fox
Hallo Anas,
Ich würde Dir von Polyesterspachtel in Verbindung mit dem Schaumzeug abraten. Die Spachtelmasse wird sehr viel härter als der Schaum, wodurch sich das nicht mehr sauber schleifen lässt, so wie ich das sehe. Ich würde was ganz "weiches" zum Spachteln nehmen. Z.B. Moltofill Spachtel für innen.


Unglaublich, nachdem ich an einpaar Reststücken von dem PU-Schaum den Polyesterspachtel ausprobiert habe bin ich zu dem selben Schluss gekommen und hab ZUFÄLLIG MOLTOFILL Leichtspachtel benutzt :D :O :D :O
Wenn dieses Anfängerglück bei mir anhält bin ich zuversichtlich ;)

Zitat


Wie solls denn überhaupt weitergehen ?


Ich setze den Spinner vorne drauf und laminiere einpaar Lagen GFK über alles.
Dachte an zwei Lagen 49g Glas-Gewebe und 1 Lage 80g dazwischen.. reicht das? Die beiden Gewebesorten habe ich da. Eventuell kann ich mehr Lagen vom 80er nehmen.
Dann eventuell mit Polyesterspachtel abziehen, den -minimalen- Übergang von Spinner zu Rumpf verspachteln, mit feinem Korn schleifen, dann Sprühspachtel (evtl. auch noch schleifen, je nachdem).
Muss ich den Sprühspachtel noch lackieren? Oder kann ich so schon abformen?

Jedenfalls, anschliessend würde ich die Negativ-Formen anfertigen und schließlich eine (oder mehr) Aufstecknase(n) laminieren. Erst mit der fertigen Aufstecknase wollte ich mich an den restlichen Rumpf wagen weil die Nase saugend und möglichst nahtlos auf den Rumpf -und somit das Urmodell- geschoben werden soll.

Mit der Aufstecknase als "einfaches Modell" wollte ich mich in die Materie einarbeiten, verglichen mit einem ganzen Rumpf steckt ja nicht so viel Arbeit drin :dumm:

23

Freitag, 1. April 2005, 19:27

Zitat

Muss ich den Sprühspachtel noch lackieren? Oder kann ich so schon abformen?


lies mal das hier, mich bewegen gerade nämlich ähnliche fragen und probleme:

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…adid=80759&sid=
Gruß
Joachim

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Jettaheizer

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24

Freitag, 1. April 2005, 19:50

Hallo Anas,

hast Du eigentlich bei deinem Vorhaben, Gewebe um deine "Zuckerwatte" zu laminieren, den Durchmesser bedacht?
Ich denke ja mal, daß Du deine Spanten ziemlich genau auf den erwünschten Durchmesser der Aufstecknase gezeichnet hast. Wenn da jetzt noch Gewebe drum kommt, hast Du mal locker 2mm mehr Dicke, das macht einen 4mm größeren Durchmesser der Nase.

Gruß,
Franz
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Rigger

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25

Freitag, 1. April 2005, 20:11

@Joachim: danke für den Link !

@Franz: So viel Laminat muss da (so aus dem Bauch heraus) nicht drauf, ist ja ein Urmodell .... Lasse mich aber gerne eines anderen belehren.

Ich hatte folgendes vorgesehen: eine Lage 49g/m², eine Lage 80 g/m² und noch eine 49g/m² Glasgewebe.
Laut r&g ist die Laminatstärke vom 49g Gewebe gerade mal 0,054 mm und die vom 80g Gewebe 0,088 mm.
Das macht dann zusammen knapp 0,2 mm Laminatdicke auf dem Urmodell (die habe ich sogar eingerechnet 8) )

Wenn ich aus dem Urmodell die Negativschalen und daraus schliesslich eine Abziehschnauze laminiere bekommt die natürlich mehr Fleisch, sagen wir 2x49g + 2x160g, aber das ändert nix mehr am Aussendurchmesser von der Abziehschnauze...

Rigger

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26

Freitag, 1. April 2005, 20:46

So, den Spinner habe ich drangeklebt und alles mit Modellier-Moltofill verspachtelt.
Danach wieder den Akkuschrauber benutzt.
Durch das Spachteln ist die Oberfläche auch etwas fester und glatter geworden...




Als nächstes wird GFK drauflaminiert.
Mal sehen, ob ich am Wochenende Zeit dafür habe :D


Gruß, Anas

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Rigger

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27

Samstag, 2. April 2005, 20:06

Hilfe, der Harz härtet nicht aus ????

Habe vielleicht zu wenig Härter beigemischt.
Kann ich das Teil noch retten? Vielleicht das Gewebe wieder entfernen und das Modell mit trockenem Gewebe versuchen freizutupfen?

Ich habe den Harz in einem Gefäss angemischt wo schon ausgehärteter Harz drin war, das dürfte doch eigentlich nicht ausmachen oder ?

Prof._Dr._YoMan

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28

Samstag, 2. April 2005, 20:37

Ausgehärtetes Harz im Gefäß macht nix.

Gewebe runterrumpfen und schaun das du das Schlamassel runterkriegst. Dann vielleicht noch 1-2 Tage hoffen das der Rest ohne Gewebe fester wird und nochmal mit Schleifpapier bearbeiten.

Das nächste mal mehr aufpassen beim Abmischen. Ich habe das genau einmal verbockt, aber die Mehrarbeit war mir eine Lehre. Jetzt passe ich beim Abmischen mächtig auf. :)
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

Rigger

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29

Samstag, 2. April 2005, 23:12

Den 40-min.-Harz benutze ich zum ersten mal, sonst immer 20 min.
Und vom 20er kenne ich das so, dass der Harz nach dem Verstreichen der Topfzeit direkt zäher wird.
Möglicherweise habe ich zu früh Panik bekommen *hoff*
Inzwischen sind nähmlich... über 4 Stunden vergangen und der Test an den Harzresten zeigt eine deutliche Zunahme der Zähigkeit.
Ich schau halt morgen Abend wie es geworden ist und notfalls muss ich nochmal bauen, hab mir ja schon was dabei gedacht, mit einem einfachen Teil anzufangen ;)
Ist zum Glück nicht vergleichbar mit der Arbeit, die in einem kompletten Rumpf steckt...

30

Sonntag, 3. April 2005, 00:36

40 minuten tropfzeit heist doch so ca 24h bis das harz gehärtet hat. deshalb warten. u.u hilt der föhn nach ;)
Gruß
Joachim

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Rigger

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31

Sonntag, 3. April 2005, 00:51

stimmt, bloss nach 24h sollte er ganz ausgehärtet sein.
Gegenüber dem 40min. wurde der 20min. Epoxy direkt nach der Topfzeit zäh und nicht mehr streichbar.
Beim 40er hats halt 2-3 Stunden gedauert bis ich die größere Zähigkeit feststellen konnte...

Rigger

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32

Montag, 4. April 2005, 10:50

*hust* Der Harz ist doch hart geworden... :ok:
Hier die eigens "konstruierte" Helling mit fertig laminiertem Aufstecknasenmodell:



Die Helling besteht aus zwei Stahlwinkeln die ich mit Heißkleber auf eine Spanplatte geklebt habe.
Nach dem Laminieren habe ich das Modell mit 400er nass geschliffen und anschliessend mit Spritzspachtel eingesprüht. Nach dem trocknen wieder mit 400er nass geschliffen. Beim Schleifen natürlich wieder den Akku-Schrauber benutzt. Geht sehr gut am Wasserhahn unter laufendem Wasser. (Netzbetriebene Schrauber habenda NIX zu suchen !!!!!!! )

Hier nach dem ersten Einsprühen und Schleifen:



Auf dem Foto siehts besser aus als es ist, ich muss wohl noch einige Sprühspachtel- und Schleifdurchgänge vornehmen.

Rigger

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33

Dienstag, 5. April 2005, 19:05

puh, nach 10 Schleif- + Spachteldurchgängen:




Einige Poren und minimale Vertiefungen bekomme ich durch den Sprühspachtel nicht weg. Ziemlich genau in der Bildmitte ist eine Vertiefung erkennbar:



Ich überlege mir z.Zt. diese Stellen mit Polyesterspachtel auszubessern, weiss aber noch nicht ob das wegen der Verschleifbarkeit eine gute Idee ist... ???

34

Dienstag, 5. April 2005, 19:38

find ich schon sehr gut. :ok:

auch finde ich es erstaunlich, wieviel schleif und spachtelarbeit notwendig ist!!!!!!!!

frage: kannst du mir verraten was du für einen spritzspachtel benutzt. bitte hersteller und produkt .

danke.
Gruß
Joachim

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Rigger

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35

Dienstag, 5. April 2005, 20:03

Danke...
die Poren könnten möglicherweise beim Abformen mit Trennmittel aufgefüllt werden aber die Vertiefung wohl eher nicht...
Den Spritzspachtel habe ich von OBI, heisst: Spritzspachtel :D (Hausmarke)
Stand unauffällig bei den Lacksprays. Habe ohne aufzupassen "matt" genommen. Wahrscheinlich gibt es den auch in glänzend. Hinten steht irgendwo ganz klein: "Kunstharz-Basis".

Allerdings muss die Oberfläche vom Modell schon eine möglichst gute Qualität haben bevor man mit dem Spritzspachtel anfängt. Deine Motorhaube würde ich zuerst mit normalem Spachtel verarbeiten und anschließend Spritzspachtel. Durch den Spritzspachtel sieht man übrigens sehr gut wo man nacharbeiten muss.

Ich weiss nur noch nicht wie sich die Kombination von Spritzspachtel mit z.B. Polyesterspachtel auswirkt, z.B. bei der Verschleifbarkeit. Hat das schon jemand ausprobiert?

36

Mittwoch, 6. April 2005, 11:30

hallo anas, fräs deine dellen vorsichtig auf und füll sie dann langsam per pinsel mit dem spühspachtel schichtweise auf, dann vorsichtig naßschleifen und gut ist :ok:
gruß, fausto

Fox

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37

Mittwoch, 6. April 2005, 14:33

Hallo Anas,
Ich hab gegen Ende ständig Spriztspachtel mit polyesterspachtel kombiniert bei meinem Urmodell (hab jede Menge Details eingearbeitet). Allerdings war mein Spritzspachtel auf Acrylbasis.
Ich würde auf jeden Fall an einem Probestück testen. Kleiner Tipp zum Polyesterspachtel: Ich hab den immer mit Styrol, welches man normalerweise zum Verdünnen von Polyesterharzen (Vorgelat) nimmt verdünnt. Dachte mir, da beides auf Polyesterbasis ist probier ichs mal und das hat ganz gut funktioniert. Die Marke vom Spachtel war, soweit ich mich erinnere Presto (dieses Autozeug). Durch das Verdünnen (10% bis 15%) lassen sich wesentlich dünnere Schichten auftragen und die Verarbeitungszeit erhöht sich von 3min auf 5 bis 10min. Damit könntest Du auch die kleinen Löcher, die ich da noch sehe (oder ist das Dreck auf dem Bild ?) einfach zuspachteln.
Den Spritzspachtel mit dem Pinsel zu verarbeiten, wie Fausto vorschlägt müsste bei den Löchern auch noch gehen aber bei der Vertiefung bin ich skeptisch. Höchstens, Du sprühst den Spritzspachtel in nen kleinen Becher und verarbeitest ihn dann mit nem Plastik- oder Holzblättchen wie normalen Spachtel. Ich glaub aber, dass er eher zu flüssig dazu ist.

Gruß Fox

Rigger

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38

Donnerstag, 7. April 2005, 01:07

Danke für die Tipps, Fausto und Fox !
In der Zwischenzeit hab ich es schon auf eigene Faust getestet: Einfach Polyesterspachtel ganz normal an den betreffenden Stellen verwendet, nass geschliffen und zwei Durchgänge Spritzspachtel + Nasschliff.

Im Nachhinein betrachtet wären die 12 Durchgänge garnicht nötig gewesen wenn ich früher den Polyesterspachtel benutzt hätte. Man stelle sich vor: Für die Aufstecknase habe ich eine ganze Dose (400 ml) Spritzspachtel verbraucht :O

Fotos werden nachgeliefert.

Rigger

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39

Donnerstag, 7. April 2005, 10:51

Hier nun die Bilder:

Nach dem Verstpachteln mit Polyesterspachtel und Nassschlif:



Zwei weitere Spritzspachtel- und Nassschliff-Durchgänge:



Keine Poren, keine Dellen mehr :)

Ich muss mich langsam aufraffen und den Kram für die Negativformen bestellen. Habe neulich bei r&g herumgeklickt und bin prompt bei 130 Eur gelandet ;(

Dabei wollte ich dieser Schönheit noch einen bürstenlosen Antriebsstrang spendieren:


40

Donnerstag, 7. April 2005, 15:47

Zitat

Habe neulich bei r&g herumgeklickt und bin prompt bei 130 Eur gelandet

Dabei wollte ich dieser Schönheit noch einen bürstenlosen Antriebsstrang spendieren:


tja, machchmal muss man eben prioritäten setzen ;)


ich hätte mal ne frage zu polyesterspachtel. härtet das auch ohne den härter?

edit: ich frage weil ich mit sicherheit keine 2% zumischen kann. bei epoxi geht das mit dem mischen ja, aber bei polyester muss man doch die ganze packung auf einmal nehmen, oder?
Gruß
Joachim

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joggy« (7. April 2005, 18:29)