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Rigger

RCLine User

  • »Rigger« ist der Autor dieses Themas

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61

Mittwoch, 13. April 2005, 13:09

@fausto: Ne ich habe hier noch 49er-Gewebe vom Tragflächenbeschichten rumliegen, das kann zuerst drauf.
Dann hätten ich z.B. folgenden Aufbau:

49er
163er
390er
163er
49er

Macht zusammen 814 g/qm Gewebe. Evtl. mehr von dem 390er ?

@Gero: Danke für den Link und die Tipps! Aber muss die Laminatstärke für die Negativform wirklich so gross sein ? 40er, 80er, mehrere 163er und dann die dicken Dinger ;) ?
Und: Einige Leute pinseln als letztes noch Formenharz auf die letzte Lage, dient wohl eher der Optik?

Das Norpol W70 habe ich bei Carboplast gefunden. Kostet knapp 19 Kröten :nuts: aber wenn das wirklich so gut ist werde ich es mal ausprobieren.
Bei meiner ersten Negativform möglicherweise noch nicht, man muss sich ja steigern können ;)

Gruß, Anas

62

Mittwoch, 13. April 2005, 13:26

@ anas, die bestückung für die nasenform ist vön der stärke ok, allerding würde ich mind. 2 lagen 49g nehmen. das problem ist das sich beim tempern die struktur des dickeren gewebes durchschlagen kann
:no: alles schon gehabt ;)
gruss, fausto

63

Mittwoch, 13. April 2005, 16:06

Moin,

das Problem bei Formen, gerade beim Uebergang von der Trennebene zu den senkrechten Flaechen ist der Uebergangsradius. Hier musst Du Stueck fuer Stueck diesen Radius entschaerfen und dies geht am besten indem Du mit immer staerker werdendem Gewebe bis auf das eigentliche Traggewebe gehst. Bei dieser Form reichen bestimt zwei - drei Lagen von dem dicken Zeugs und bei dem 49er schliesse ich mich fausto an, zwei Lagen davon und Du siehst das dicke Zeugs nicht mehr

64

Mittwoch, 13. April 2005, 16:11

würde es dann nicht reichen nur den rand zu machen und in der mitte der form etwas weniger material?
Gruß
Joachim

The only constant is change.

Klick mich

65

Mittwoch, 13. April 2005, 17:05

Moin,

wie willst Du das machen?

Gruss

Gero

66

Mittwoch, 13. April 2005, 17:32

@ jo,

Zitat

würde es dann nicht reichen nur den rand zu machen und in der mitte der form etwas weniger material?

??? wie ???
fausto

67

Mittwoch, 13. April 2005, 18:04

einen streifen, da wo fie form in die trennebene übergeht, der nur in dem bereich mit mehr material verstärkt wird, damit die kanten etc nicht kaputt gehen. da bräuchte ich nicht so viel material.

war nur so ne idee
Gruß
Joachim

The only constant is change.

Klick mich

68

Mittwoch, 13. April 2005, 18:54

@jo, machen kann man viel, aber das bringt nun wirklich nix, die problematischen kanten vernünftig unterfüttern und das gelege drüber , und gut ist :ok:
fausto :O

Rigger

RCLine User

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69

Mittwoch, 13. April 2005, 19:59

@Gero: Die (ganz scharfen) Übergänge muss man ja eh mit aufgedicktem Harz entschärfen, zum Beispiel mit einer Pampe aus Harz und Glas-Schnitzeln. Müsste doch reichen ?

70

Mittwoch, 13. April 2005, 20:09

logo :O fausto

71

Mittwoch, 13. April 2005, 20:35

Moin,

entschärfen jepp, aber eher mit einer Glas/Kohlemehlpampe, wie schon beschrieben habe ich schlechte Erfahrung mit den Kurzschnitzeln (3 - 4,5 mm) gemacht. Da hast Du dir die Pampe angerührt, die dann recht zäh ist und dann stupfst Du Dir ruck zuck die Spitzen der Schnitzel durch die noch geleeartige Deckschicht durch.

Grüsse

Gero

Fox

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72

Mittwoch, 13. April 2005, 21:14

Hallo zusammen,
Euch ist schon klar, dass ihr eigentlich alle schon nen Schritt zu weit seid. Bevors an den Formenbau geht sollte sich Anas noch Gedanken drüber machen, was mit der Oberfläche des Urmodells passiert. Denn mit der gefüllerten Oberfläche allein, wird wahrscheinlich kein Trennmittel funktionieren, zumindest nicht, wenn das Urmodell unbeschädigt bleiben soll.
Ich kann hier nur noch mal dazu raten, Tests an Probestücken durchzuführen.

Gruß Fox

73

Mittwoch, 13. April 2005, 21:57

@ fox, ja richtig, besser iss, echt vorgotten :dumm: aber ich glaube anas bekommt auch das hin :ok: er ist gut dabei :ok:
schreib doch einfach deine anleitung zum lackieren dazu :ok:
gruss, fausto :O

Fox

RCLine User

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74

Donnerstag, 14. April 2005, 00:18

Hallo Fausto,
Naja, ne Geheimtipp hab ich da nicht. Bei mir hat das ja auch nicht richtig geklappt, wahrscheinlich weil das Mischungsverhältnis des 2k Lacks nicht genau gepasst hat. Ich hab nämlich nur einen Mischbecher verwendet - wahrscheinlich gab es aber schon beim hinzugeben des Härters eine chemische Reaktion, die das Volumen verändert hat. Ich hätt also 2 Mischbecher nehmen sollen.
Es sei denn der 2k Lack (Marke war Lessonal) ist generell nicht widerstandsfähig genug.
Ich hab ein mal flüssiges Trennmittel genommen (müsste das gleiche sein, welches es auch bei Lange&Ritter gibt) und ein mal FormulaFive von R&G. Das Flüssige trennt sehr gut, wenn man wirklich direkt (5 bis 10min) nach dem Polieren Formenharz aufträgt. Das ist aber in der Praxis kaum möglich, da einfach ne gewisse Zeit nötig ist, um die Trennebene anzubringen, zu verfugen und Passstifte zu setzen. Und wenn man danach erst wachst, geht man das Risiko ein, das die Trennfuge wieder verrutscht.
Das FormulaFive, welches laut einem Techniker von R&G von dem ich mich beraten lies, das sanfteste und trennstärkste Mittel bei denen im Programm ist ging zwar etwas besser aber stellenweise wurde das Urmodell trotzdem stark beschädigt.

Ich zeug euch mal ein paar Bilder von meinen Formen:



Hier die Formen für das Rumpfoberteil und der jämmerliche Rest, der vom Urmodell übrig geblieben ist (qasi gar nix mehr). Die Formen sind schon geputzt mit viel Aceton und harter Kratz, bzw. Schleifarbeit. War soweit ich mich erinnere ne ganze Woche Arbeit.



Die Formen für das Rumpfunterteil unbearbeitet. Diesmal hatte ich gewachst mit FormulaFive. Wirklich komisch stellenweise kein Problem und stellenweise 1 bis 2 cm² große Stücke, die nicht getrennt wurden. Vielleicht lags doch am Härteranteil des Lacks. Im Hintergrund der Rest des Urmodells. Diesmal eventuell für ne Neuauflage der Formen mit sehr, sehr viel Nacharbeit noch zu verwenden - zumindest hab ichs mal aufgehoben. Aber trotzdem alles andere als zufriedenstellend.



Dank sehr viel Nacharbeit an den Formen (man darf halt nicht aufgeben) ist das Ergebnis doch recht brauchbar geworden. Den Link wollte ich zwar eigentlich noch nicht öffentlich posten aber was solls - durch meine begrenzte Zeit während des Studiums wirds eh noch ewig dauern bis aus dem Rumpf mal nen fertiges Modell wird. So sieht das Endprodukt aus: http://www.micro-scaleheli.de/geheim

Beim Nacharbeiten des Unterteils wurde wieder mit Aceton geputzt (Achtung Atemschutzmaske tragen), teilweise geschliffen, mit Formenharz ausgebessert und von 3M gibts nen hervorragendes Schleifflies, wodurch man tatsächlich durch Schleifen und Polieren wieder ne 1A Oberfläche bekommt.

Damit wollte ich nur mal zeigen, wie komplex das Thema Trennmittel doch ist. Mit einfach mal kurz drüberwachsen und abformen ist das leider nicht immer was. Beim Abformen von Tiefziehteilen und fertigen GFK-Teilen schon (hab z.B. am fertigen Rumpf noch mal ne Form für tiefgezogene Fenster gemacht).
Aber wenn ich noch mal nen Urmodell komplett von Hand bauen würde, müsste ich erst mal ein paar weitere Tests machen (und davon hab ich schon sehr viele gemacht an Probestücken). Was vielleicht noch ne sehr gute Möglichkeit darstellt ist meiner Meinung nach das Spritzen mit Polyestervorgelat - also das gleiche, was ich für die Oberfläche des fertigen Rumpfes verwendet hab (das Zeug, was so stinkt). Das sollte eigentlich absolut resistent sein, gegen das Trennmittel. Nachteil: ist selbst beim Spritzen noch recht dickflüssig und bringt vielleicht keine perfekt glatte, glänzende Oberfläche. Dafür lässt es sich wunderbar noch mal schleifen und polieren. Allerdängs hätte mir das wahrscheinlich die Niete und Beplankungsstöße zugeschmiert (was sogar durch den Lessonallack leicht der Fall war).
Oder vielleicht nen Lack nehmen auf anderer Basis z.B. diesen PU Lack aus dem Segelflugzeugbau ?
Wie gessagt, ein absolutes Erfolgsrezept hab ich leider nicht. Aber mit Fülleroberfläche einwachsen wirds nix, es sei denn mit flüssigem Trennmittel einpinseln und gleich danach abformen - gibt dann aber ne matte Oberfläche und die Füllerschicht wird weich. Oder mit PVA aber da stand was drüber im "Farwerksklappen abformen" Thread - hat glaub ach nicht perfekt funktioniert. Lackierung mit ETWAS (die Frage ist nur was) trennmittelfestem muss in jedem Fall sein. Ich kann nur noch mal raten vorher gründlich Versuche durchzuführen (mit praxisnahen Zeitabständen).

Gruß Fox


P.S.: Komisch bei der ganzen Sache ist ja, dass keiner so wirklich 100%ig bescheid weiß. Jeder hat halt seine Methode, die funktioniert. Was ich da alles schon rumgefragt und rumtelefoniert hab :-) Der Techniker bei R&G hat übrigens genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht: Kurz nach dem Auftragen, schlechte Trennwirkung und Tage oder Wochen danach wieder wesentlich besser, da das Trennmittel wieder "aus dem Lack herauskommt". Jedes Produkt reagiert also wieder anders und jeder kleine Faktor ist wichtig (Zeit, Temperatur usw.).

Rigger

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75

Donnerstag, 14. April 2005, 01:06

Nene Jungs, vergessen habe ich das Lackieren noch nicht!
Hab ja gestern erst das Trennwachs bestellt. Wollte auf einer beschichteten Spanplatte Tests mit verschiedenen 1K-Lacken und dem Trennwachs machen und das Urmodell erst dann lackieren wenn ich weiss womit.
Fox, Du hattest das ja in einem früheren Posting schon empfohlen...

Übrigens glaube ich dass hier wesentlich mehr Leute Bescheid wissen als wir denken ;)

brosi

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76

Donnerstag, 14. April 2005, 10:13

@Fox: sag mal, entformst Du im Bett ?? :D

GRuß
Andreas
Eine strukturell desintegrierte Finalität in Relation zur Zentralisierungskonstellation provoziert die eskalative Realisierung destruktiver Integrationsmotivationen durch permanent lokal agressive Individuen der Spezies "Canis".
(Den letzten beißen die Hunde.)

Prof._Dr._YoMan

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77

Donnerstag, 14. April 2005, 10:20

Schau mal bei RC-Network im Seglerbereich da gibts ein "DS Modell im Eigenbau" ziemlich oben. Der hat das Urmodel gerade verloren, wegen K1 Lack.
Meistens haben Platzhirsche eine hohe Beratungsresistenz, dafür eine geringe Wahrnehmungsfähigkeit..... (Claus Eckert)

M.Franz

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78

Donnerstag, 14. April 2005, 10:57

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »M.Franz« (14. April 2005, 21:45)


79

Donnerstag, 14. April 2005, 11:07

Moin,

Veto, Norpol ist als Wachs annerkanntermassen ein sicheres Trennwachs, welches jegliche Feinheiten des Urmodells mit abbildet, ich kann bei ordentlicher Politur auch noch Kleinigkeiten im Urmodell egalisieren bis der Blick ausrutscht. PVA hat zwar ebenfalls sehr sichere Trenneigenschaften aber:

- es zieht Staub an, solange es feucht ist
- es kann ziemlich sicher zu Schlierenbildung kommen
- gerade bei Spruehdosenlacken wird es nicht mehr sicher trennen

Im Formenbau wuerde ich dringend von PVA abraten, beim spaeteren Abformen ist es ok.

Gruessle

Gero

M.Franz

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80

Donnerstag, 14. April 2005, 11:17

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »M.Franz« (14. April 2005, 21:44)