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Rigger

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101

Montag, 30. Mai 2005, 00:00

Vorversuche

Ich habe ein Regalbrett (beschichtete Spanplatte) zunächst grundiert (Duplicolor Haftgrund) und zur einen Hälfte mit Duplicolor "Veneziarot" (Baumarkt, Autozubehör) und zur anderen Hälfte mit Colorworks "Blutorange" (R&G) lackiert. Das Brett habe ich in unterschiedliche Felder unterteilt auf denen entweder mit Autopolitur (Sonax "Autopolitur") oder mit Möbelpolitur (Centralin "Edel-Universalwachs") poliert wurde (nicht hauen ... :O). Anschliessend wurde überall 12 mal mit dem flüssigen Trennwachs von EMC eingetrennt. Vor dem Laminieren wurde an bestimmten Bereichen zusätzlich PVA-Trennlack (EMC) aufgetragen. Die Felder sind auf dem Brett so angeordnet, dass der PVA-Auftrag auf der gesamten oberen Hälfte vom Brett zum Liegen kommt, während die untere Hälfte ansonsten dieselben Kombinationen aus Lack, Politur usw. aufweist,.. nur eben ohne PVA.

Dann wurde das GFK-Laminat auf dem gesamten Brett aufgetragen, undzwar etwa so, wie ich ihn für den Formenbau eingeplant habe: Formenharz (EMC), 49g, 163g, 390g, 390g, 163g, 49g.
Die Kupplungsschicht habe ich weggelassen, weil mir zu dem Zeitpunkt die Glasschnitzel fehlten.

Das Ergebnis seht Ihr auf dem Bild. Ich war selbst überrascht, dass alle Kombinationen einwandfrei getrennt wurden. Die glänzende Hälfte auf Brett und Laminat kennzeichnet den PVA-behandelten Bereich :ok:. Aus diesem Grund werde ich wohl wie Lars nicht mehr aufs PVA verzichten. Ist ausserdem eine Art "Reservetrennung" falls beim Trennwachs lokal geschludert wird.
Ich kann übrigens nicht verstehen warum einige Leute dem PVA vorwerfen es könne keine feinen Details abbilden, bei mir war die PVA-Schicht hauchdünn...


Rigger

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102

Montag, 30. Mai 2005, 00:14

Trenn- und Abschlussbrett

Aus einem Regalboden entstanden dann Trenn- und Abschlussbrett. Das Trennbrett hat 2 Gewindeeinsätze um das Abschlussbrett anzuschrauben:





Den Spalt zwischen Modell und Trennbrett habe ich mit Knetmasse gefüllt und mit einem Japanspachtel abgezogen. Hiervon leider kein Bild...

103

Montag, 30. Mai 2005, 00:15

!!!!!!!!!!

super, anas! das nenne ich pioniergeist. wenn du was machst, dann richtig, oder???

mir persönlich würde dafür die geduld fehlen, da wäre eher tai-chi was für mich :) .

ich möchte mich auch bedanken, weil ich deine ergebnisse hervorragend verwenden kann. ich darf doch klauen, oder ;)

edit: uuups, da war ich wohl zu schnell! ich wollte nicht zwischenfunken, dachte die anderen bilder kommen erst später
Gruß
Joachim

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Rigger

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104

Montag, 30. Mai 2005, 00:35

(edit: Danke... Klauen und Dazwischenfunken erwünscht ;))

Die Bretter und das Modell noch einpaarmal mit Trennwachs behandelt und schon gings los:
Drei Hülsen für Passdübel (EMC) mit Knetmasse gefüllt und auf das Trennbrett gesetzt, anschliessend Formenharz draufgepinselt... Schon ein mulmiges Gefühl... :)



Auf das angelierte Formenharz habe ich einen Rahmen aus Kiefernleisten gesetzt und mit einer Harz-Glasschnitzel-Pampe die Übergänge entschärft:



Danach habe ich direkt die Gewebelagen aufgepinselt: Symmetrisch und unter 45°: 49g, 163g, 2x390g, 163g, 49g. Die Pampe lässt sich durch das Gewebe sehr gut "glätten".. hat Spass gemacht :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rigger« (30. Mai 2005, 00:37)


Rigger

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105

Montag, 30. Mai 2005, 00:44

@Joachim:

Der Weg ist das Ziel... (oder zumindest ein Teil davon)
Müsste bei Tai Chi ähnlich sein oder ? :D

Rigger

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106

Montag, 30. Mai 2005, 01:04

Zweite Formhälfte

Nach nicht ganz 24 Stunden wollte ich weitermachen... Also Abschlussbrett losgeschraubt aber nicht entfernt, das Ganze umgedreht, das Trennbrett festgehalten und das Urmodell (also von unten) von dem Trennbrett weggedrückt:



Jetzt musste die Knetmasse am Formenrand entfernt werden.. war garnicht so einfach.
Dann habe ich Modell und freiliegende Formenfläche eingetrennt (2-3 mal Trennwachs und 1 mal PVA) und die Passdübel in die von der Knetmasse befreiten Hülsen gesteckt. Dann die bekannten Schritte wiederholt (Formenharz drauf, angelieren lassen, Rahmen aus Kiefernleisten, Pampe, Gewebe).

Übrigens habe ich dort wo ich konnte Vorbereitungen getroffen ehe es an die Harzpanscherei ging, sprich die Kiefernleisten abgelängt, Gewebe geschnitten und bereitgelegt...



So jetzt bin ich aber gespannt, das Ganze sollte erstmal 24 Std. ruhen, besser gleich 48 Std. Hoffentlich klappt das Entformen :)

Rigger

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107

Montag, 30. Mai 2005, 01:24

Noch ein Wort zum Trennwachs:
Wie Lars schon schreibt darf hier der angetrocknete Trennwachs nicht blank poliert werden (z.B. um die leichten Schlieren wegzubekommen). Ich habe den Trennwachs nur leicht verrieben, undzwar immer mit einem Mikrofaser-Poliervlies (Marke Nigrin, Autozubehör).
Mit den Schlieren muss man leben... wenn man nicht zusätzlich PVA benutzt :w

108

Montag, 30. Mai 2005, 15:38

:ok: top anas, immer wieder beängstigend, warum ich nicht soviel geduld aufbringen könnte ;)

freu mich das mal in echt zu sehen.. noch 1,66 Monate ;)

Rigger

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109

Mittwoch, 1. Juni 2005, 00:53

danke ;)

Heute entformt.... erfolgreich !
Morgen gibts Beweisfotos...

Rigger

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110

Mittwoch, 1. Juni 2005, 11:32

Entformt

Die Ränder wollte ich eigentlich noch mit einem Proxxon-Dremel besäumen, der ist aber damit total überfordert, obwohl die Laminatstärke an den Stellen nur etwa 2 mm beträgt. Da muss ich wohl eine Flex auftreiben...

Die beiden Formenhälften:




Zusammengeklappt:


111

Mittwoch, 1. Juni 2005, 13:52

i' ve said it many times...

sieht sehr gut aus. sauber.

bin sehr gespannt auf das endergebniss, wann fängst du zu laminieren an?

übrigens hab ich was gefunden, das dich interessieren könnte:


http://www.rc-network.de/magazin/artikel…03-0026-00.html

dort wird mit lack direkt auf das trennmittel gegangen, da hast du die perfekte oberfläche und musst nicht mehr lackieren und kannst sogar metallic machen.bist nicht auf farbpasten beschränkt.
Gruß
Joachim

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M.Franz

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112

Mittwoch, 1. Juni 2005, 14:04

Glückwunsch zum gelungenen Ergebnis. Und mit Sicherheit wirst du dir jetzt selbst eine eigene Meinung über Sinn und Unsinn von PVA gemacht haben oder? ;)

Rigger

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113

Mittwoch, 1. Juni 2005, 14:50

@Joachim:
In der Form lackieren ist sicher eine gute Idee wenn die Oberflächengüte der Form einwandfrei ist und man mit einer sichtbaren Trennnaht leben kann...
Aber man muss wieder vorsichtig mit dem 1K-Lack umgehen, ich hab ja bisher nur festgestellt dass der getrocknete Lack nicht vom Lösungsmittel im Trennwachs aufgeweicht wird. Was ich noch nicht weiss ist: Wird das Lösungsmittel im 1K-Lack welches auf die eingetrennte Form gesprüht die Trennwirkung von Wachs und PVA beeinflussen? Das müsste man mit dem entsprechenden Lack vorher testen...

Laminiert wird "demnächst mal"... ;-)
Ich habe (noch?) keine gebogene Schere um das Gewebe am Formenrand zu besäumen (teuer ;( ) Aber bei dem kleinen Teil könnte man sich vielleicht auch mit einer normalen Schere durchkämpfen.

@Michael:
Auf jeden Fall! Da hat wohl jeder seine eigene Technik... Trennwachs+PVA hat für mich gewonnen.


Demnächst werde ich mich dann mal an das Urmodell vom restlichen Rumpf machen, evtl. in einem neuen Thread wegen der Übersichtlichkeit.

loetigel

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114

Montag, 6. Juni 2005, 12:21

Hallo Gemeinde,

auch ich hab schon so einiges probiert. Wachs in Verbindung mit PVA trennt bombensicher. Auch die Oberfläche wird mit PVA glatt. Man kann den PVA mit Wasser verdünnen und die Form aufstellen, so daß überschüssiger PVA gut abläuft.

Zum Lack kann ich nur sagen, der Mehraufwand bei 2K Lack lohnt sich.
Der Lack härtet besser aus und verträgt sich gut mit Trennmittel und Dechschicht.
Ja genau, auch da kann es Probleme geben, die Deckschicht (extra Deckschichtharz)
zieht sich beim einpinseln zusammen und bildet Inseln. Da geht nicht jeder Lack.

Aber mal was ganz anderes, an ALLE die mit Harz panschen.
Nehmt unbedingt VINYL Handschuhe, keine Latex Dinger. Ich habe inzwischen ne Allergie an den Fingern, das juckt 2 Wochen lang. Latex Handschuhe sind chemisch gegen bestimmte Stoffe nicht dicht. Das geht da durch. Ich hab am WE nen Rumpf gebaut, habe mir die Finger mit Hautschutzsalbe eingecremt und Latex Handschuhe getragen und trotzdem hab ich jetzt schöne rote Stellen an den Fingern.
Das nervt.

Gruß Ingo

loetigel

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115

Montag, 6. Juni 2005, 12:44

RE: rumpf-urmodell in spanten-schaum-bauweise

Hier nochwas,

wer es noch nicht kennt und dem Englischen mächtig ist.

Ne gute Seite: http://www.gliders.dk/how_to_build_a_moulded_wing.htm

Jettaheizer

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116

Mittwoch, 29. Juni 2005, 18:51

Hallo Anas,

wie sieht´s aus?
Bist uns noch deinen entformten Prototypen schuldig! :evil:

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...

M.Franz

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117

Mittwoch, 29. Juni 2005, 21:16

So, war auch mal fleißig und will euch eine kleine Bilderserie nicht vorenthalten.

Styrodur-/Sperrholzscheiben-Sandwich auf einem 10er Aluvollstab aufgefädelt und bereits schon verschliffen



nach dem verglasen



nach dem füllern und schleifen, aber noch ohne Flächenanformung



hier schon mit Flächenanformung und bereit für die Abformung







zwischen dem Trennbrett, verfugt, eingerahmt und mit aufgeklebten Verschraubungsstücken







schön eingepackt oder?



und wieder schön ausgepackt



und morgen sind die Vorbereitungen für die zweite Seite dranne.

loetigel

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118

Mittwoch, 29. Juni 2005, 21:33

Hallo Michael,

super Ding. Es sieht immer so einfach aus wenn man ein paar Bilder sieht. SInd aber doch viele Stunden.
Eine Frage wo ist die Rumpföffnung?
Wie willst Du später die Naht festrollen?

Gruß Ingo

M.Franz

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119

Mittwoch, 29. Juni 2005, 21:47

Rumpföffnung ist der Rumpfschwanz. Hat ein Durchmesser von 18mm. Allerdings werd ich nicht rollern, sonder versuchen einen Modellierballon nach dem schließen der Form einzubringen und aufzupumpen. Ob es funktioniert weis ich nocht nicht. Aber mein Gefühl sagt mir, daß es klappen könnte.

PS: ja, einfach sieht es immer aus auf den Bildern. Aber die meiste Arbeit steckt im Urmodell. Die Formherstellung ist eigentlich recht zügig erledigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »M.Franz« (29. Juni 2005, 21:51)


Jettaheizer

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120

Mittwoch, 29. Juni 2005, 22:12

Hallo Michael,

ich denke, Ingo meinte die Öffnung, durch die nachher der RC-Einbau bewerkstelligt wird. Du willst ja sicher nicht die Komponenten durch den Leitwerksträger nach vorne schieben... ;)
(hätte dann was von einem Buddelschiff) :evil:

Gruß,
Franz
Sei einfach Du selbst!

Schon ein einziger Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren...