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1

Mittwoch, 30. November 2005, 08:11

Dichte / Gewicht Holz

Servus,

kennt jemand die Dichte (g/cm3) von folgenden Holzarten:

normales Birkensperrholz
Flugzeugbirkensperrholz
Pappelsperrholz
Kiefernleisten
Balsaholz

Danke


Schlangafanga

toobo

RCLine User

Wohnort: - Hamburg

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2

Mittwoch, 30. November 2005, 10:14

Moin Schlangafanga,

ich habe soetwas auch schon gesucht und nicht gefunden. Wenn Du Dir etwas Zeit nimmst und "Rohdichte" plus die entsprechende Holzart eingoogelst, bekommst Du einige Infos aus dem www.

Bei Holz ist das aber nur ein circa-Wert, da es stark vom Wassergehalt und der Beschaffung des Holzes abhängt. Balsa schwankt z.B. zwischen ca. 0,07 - 0,26g/cm3 .

edit: diese Seite ist sehr informativ: http://www.holz-technik.de/
Schöne Grüße von Tom.
meine HP

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »toobo« (30. November 2005, 10:22)


3

Freitag, 2. Dezember 2005, 17:44

Ich habs

Servus,

für alle die es interessiert:

in g/cm3

Flugzeugsperrholz 0,66
Pappelsperrholz 0,39
Balsa 0,2-0,3
Abachi 0,42
Ramin 0,62
Kiefer 0,51

Schlangafanga

Hohentwiel

RCLine User

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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4

Freitag, 2. Dezember 2005, 22:47

Hallo "Schlangenfanger",
(würde Dich gern mit dem Vornamen anreden)
Also die Tabelle ist schon mal gut. Was für uns Modellbauer aber sehr wichtig ist,
das ist die Zugfähigkeit. Du siehst, Ramin, Kiefer und sog. Flugzeugsperrholz liegen rel. nah beieinander, und trotzdem sind ihre Eigenschaften total unterschiedlich in Bezug auf den modellbau.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

5

Mittwoch, 7. Dezember 2005, 11:02

Servus Rene,

ein interessanter Vergleich unterschiedlicher Materialien ist unter

http://www.carbon-vertrieb.com/pdf/17_pdf_daten.pdf

zu finden.

Schlangafanga alias Armin

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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6

Mittwoch, 7. Dezember 2005, 11:49

Zitat

Original von Hohentwiel
Was für uns Modellbauer aber sehr wichtig ist, das ist die Zugfähigkeit. Du siehst, Ramin, Kiefer und sog. Flugzeugsperrholz liegen rel. nah beieinander, und trotzdem sind ihre Eigenschaften total unterschiedlich in Bezug auf den modellbau.


Also im Flugzeugbau (ganz allgemein) gibts es eine Größe, die genau diese beiden Punkte kombiniert:

Die Reißlänge

heißt so, weil nach Einheiten gekürzt ein Längenmaß übrig bleibt.
Berechnung aus Zugfestigkeit geteilt durch die Wichte.

Also Reißlänge = Zugfestigkeit /(Dichte * Erdbeschleunigung) (bitte nur SI-Einheiten (also m, s, N usw.) verrechnen oder entsprechend umrechnen)

Die ist der Grund daß Faserverbundwerkstoffe so boomen. Die haben Werte, daß man als Holzwurm nur heulen kann.

Man kriegt also mehr Festigkeit bei gleichem Gewicht oder bei gleicher Festigkeit wirds leichter.

Dafür hat Holz andere Vorzüge...
Liebe Grüße
Dirk

Hohentwiel

RCLine User

Wohnort: Singen/Hohentwiel

Beruf: Rundfunk u. Fernsehtechnikermeister

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7

Mittwoch, 7. Dezember 2005, 20:43

Hallo Dix,
danke für Deine Erklärungen. Habe zwar noch nicht alles verstanden, meine aber dass du meine Erkenntnisse, bezogen auf Holz, bestätigst.
Gruss René
Die ersten hundert Jahre sind erfahrungsgemäss die schwersten. (Albert Einstein)

8

Dienstag, 27. Dezember 2005, 20:22

Holzgewicht

Hallo allseits...

Muss hier auch noch schnell meinen Senf loswerden...

Also: Das Pappelsperrholz (3mm), das ich für läppische 4 Euronen pro Quadratmeter beziehe, wiegt pro Quadratmater gerade mal 1,4 Kg. Klingt nach viel, ist aber letztendlich oftmals sogar leichter als Balsa, zudem noch um einiges stabiler und um Welten billiger...

Ich überlass es jedem selber, diese Gewichtsangabe umzurechnen, will die Faulheit ja nicht unterstützen...

Sperrholz hat nebst seinem günstigen Preis noch den Vorteil, dass es nicht sonderlich darauf ankommt, in welcher Richtung es verbaut wird (ein bisschen schon, ist nicht in beide Richtingen gleich stabil). Diesen Festigkeitsvorteil nutze ich, um entsprechend grosszügige Aussparungen und Bohrungen zu machen, sodass ich letztendlich leichter baue als mit teilweise extrem überteuerten und in der Qualität sehr breit gestreutem Balsa.

Gerade bei grösseren Modellen über 2 Meter Spannweite ist der Preisvorteil sehr deutlich spürbar. Da ich meine Teile laserschneide, spielen die teilweise recht unförmigen Aussparungen absolut keine Rolle, dem Laser ist es völlig egal, wo und in welcher Form er schneidet...

Siehe auch unter "Scale- und "Grossmodelle" Super Constellation

Herzlichst, Domino... :w

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Domino510« (27. Dezember 2005, 20:25)


Frederik

RCLine User

Wohnort: D-33378 Rheda-Wiedenbrück

Beruf: Mechatroniker

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9

Dienstag, 27. Dezember 2005, 23:39

HI

Also da stimmt ja was nicht.
Du willst sagen eine Balsaplatte mit 1000x100x3 wiegt mehr wie 140g.
Als ich meinen Funflyer gebaut hab kamen beim Gewicht rund 30-40 Gramm Pro Platte raus.
Pappelsperrholz wenns 3 Lagig ist hält auch nur in eine Richtung gut.

MfG
Frederik

10

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 01:52

Holz

Hallo Frederik...

Du hast mich nicht ganz richtig verstanden:

Ich mein nicht, dass Sperrholz effektiv leichter sei (reines spezifisches Gewicht), sondern dass ich dank der wesentlich grösseren Festigkeit einfach weniger Material brauche als bei Balsa. Indem ich alles aus filigranen Teilen baue, habe ich letztendlich so wenig Holz verbaut, dass ich einen Vergleich zu Balsa nicht zu scheuen brauche. Man kann es ungefähr so sehen: Bei gleicher Festigkeit muss Pappelsperrholz überhaupt nicht schwerer als (hartes) Balsaholz sein.

Wenn ich in Balsa ebenso schmale Teile auslasern würde wie mit Sperrholz, dann hätte ich kaum noch Festigkeit...

Ist nicht zwingend immer leichter (kommt auf die konsequente Konstruktion an) und ist ja bei Grossmodellen auch nicht so kritisch, wenn ich einige Gramm mehr verbaue, dafür aber baue ich extrem preiswert... Sicher auch ein Argument.

Natürlich baue ich auch keine Spielzeugflieger mit 60cm Spannweite in Sperrholz, dazu würde ich dann auch was anderes nehmen, schlimmstenfalls sogar Isolationsplatten... (Obwohl, als gestandener "Holzwurm" werde ich wohl kaum in Versuchung geraten, sowas zu tun...)

Herzlichst, Domino... :w

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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11

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 09:16

RE: Holz

Zitat

Original von Domino510Ich mein nicht, dass Sperrholz effektiv leichter sei (reines spezifisches Gewicht), sondern dass ich dank der wesentlich grösseren Festigkeit einfach weniger Material brauche als bei Balsa. Indem ich alles aus filigranen Teilen baue, habe ich letztendlich so wenig Holz verbaut, dass ich einen Vergleich zu Balsa nicht zu scheuen brauche. Man kann es ungefähr so sehen: Bei gleicher Festigkeit muss Pappelsperrholz überhaupt nicht schwerer als (hartes) Balsaholz sein.


Womit wir wieder bei der Reißlänge angekommen wären... :w

Genau so funktioniert Leichtbau! :ok:
Liebe Grüße
Dirk

12

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 10:15

Leichtbau

Hallo Dix...

Schön, bin ich nicht ganz alleine da mit meiner Meinung, dass man mit sehr preiswertem gewöhnlichem Sperrholz auch bauen kann, ohne deswegen schwerer zu sein...

Hast recht, neue Materialien wären sicher fantastisch, aber ich bin nicht bereit, jede Neuerung mitzumachen, bloss weil sie modern ist (dabei denke ich weniger an Kevlar und sowas, sondern eher an Depron...)

Ich möchte mal erleben, wie leicht ein Modell sein könnte, würde Depron kombiniert mit dem Erfahrungswissen eines alten Holzwurmes kombiniert... So wie sich die Modellle heute zeigen, nehmen alle bloss ganze Platten und lassen diese an einem Propeller rumhängen. Da wäre sicher noch einiges zu erreichen, indem ich auch Depron nochmals erleichtere, ausspare und konstruktionstechnisch so zusammenbaue, dass ich möcglichst wenig davon brauche...

Wird aber scheitern, weil heute das Bauen von Modellen immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird und dafür das Fliegen zum einzig wahren Erlebnis hochstilisiert wird. Warum das so ist, weiss ich auch nicht genau, ich denke aber, es hat mit der allgemeinen Faulheit unserer heutigen Gesellschaft zu tun, die immer alles fertig vorgekaut bekommt, die eigene Kreativität und den Spass am selbermachen bleibt da auf der Strecke... Leider...

Ich baue seit Jahren keine gekauften Modelle mehr, ich zeichne aus Prinzip alles selber und habe entsprechend auch Modelle, die man in keinem Laden der Welt kaufen kann, sind echt meine eigenen Konstruktionen. Fördert das Denken, die Geschicklichkeit und schont zudem noch die Geldbörse...

Herzlichst, Domino... :w

Frederik

RCLine User

Wohnort: D-33378 Rheda-Wiedenbrück

Beruf: Mechatroniker

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13

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 14:48

Hi Domino

Ok dann hab ich das falsch verstanden.
Das stimmt natürlich. Fräse meine Spanten und rippen wenns geht immer aus pappel. Siehe online Bauforum/ Twinsanity.

MfG
Frederik

Landei

RCLine Neu User

Wohnort: Most1/4; .at

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14

Mittwoch, 22. März 2006, 20:39

RE: Leichtbau

Hallo..

Zitat

Original von Domino510
Ich möchte mal erleben, wie leicht ein Modell sein könnte, würde Depron kombiniert mit dem Erfahrungswissen eines alten Holzwurmes kombiniert...


und genau aus dem Grund würde mich spez. Gewicht (und Reisslänge) von Depron interessieren.

Hat die Daten jemand zur Hand?

Lg L.

Dix

RCLine User

Wohnort: BS

Beruf: Duft- und Schaumbadtechniker

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15

Mittwoch, 22. März 2006, 21:23

Also Reißlänge von Depron weiß ich nicht, aber Climpaor (Praktiker/ Fa. Saarpor) hat ein Raumgewicht von ca 40.
Liebe Grüße
Dirk