wurpfel1

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Montag, 17. Mai 2010, 08:54

nachfolger des miniloggers?

hi Sven


die frage nach einem kleinen logger wird mir jede woche mehrmals gestellt, hier eine antwort die dich interessieren könnte. es gibt einige lösungen im netz die ihr noch nicht gefunden habt ;)



du kannst aus jedem billigen käfer einen logger bauen, werde dir zuerst klar was du möchtest in bezug auf preis, grösse und komfort. mit den preiswerten funkmodulen ist auch livetelemetrie schon eine überlegung wert.


ich logge jeden flug, praktisch ist somit das aufzeichnen auf SDcard. die wird nur einmal, am abend, ausgelesen.. drei analogkanäle und ein UART sind für sehr viel ausreichend.


SFE verkauft openLOG, das würde deinen anforderungen gut entsprechen.
http://www.sparkfun.com/commerce/product…roducts_id=9530


die SW ist opensource und muss nur noch geflasht werden. sinnvoll wäre es allerdings alles im openFORMAT zu speichern und mit logVIEW auszuwerten.


als sonden kommen zwei analoge druckmesser und zur filterung/konditionierung zwei OPamp zum einsatz. mit dem dritten kanal könnte zb die akkuspannung über einen spannungsteiler gemessen werden. das ganze geraffel muss fest ins modell eingebaut werden.


Sonde
MPX4115

OPamp
http://www.sparkfun.com/commerce/product…roducts_id=9816



viel schlauer ist es mit I2C-fähigen sensoren zu arbeiten.
http://www.sparkfun.com/commerce/product…roducts_id=9694
die sind viel kleiner und enthalten den OPamp bereits. sie sind auch billiger! der drucksensor wird direkt ins staurohr gebaut, einer für den staudruck und einer für den statischen druck. das openLOG hat mit einer 110mA-lipo auch noch platz. alles müsste in einem oder zwei Üei-ern platz haben und wird einfach ans modell geklettet.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (17. Mai 2010, 08:57)


wurpfel1

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Montag, 31. Mai 2010, 21:39

das openLOG ist sehr kompakt.. selber proggen ist machbar mit etwas eigeninitiative :)


hardware-mässig das exakte gegenteil ist FEZdomino, wird mit visual C# express "behandelt". das board ist im arduino-formfaktor, besitzt aber einen 72MHz-32bit-ARM, fett steicher, USBhost, microSD, I2C, SPI und viele weitere dinge von denen man als 8bit-user nur träumen konnte..
http://www.tinyclr.com/hardware/1/fez-do…e/1/fez-domino/


auf einem grafikLCD die gelogten kurven farbig ausgeben, das ganze per touchscreen steuern, einen PCjoystick, ne tastatur oder maus anhängen stellt schlicht kein problem dar, einzig für live-video reicht es nicht ganz.


das board kann problemlos mit den arduino-shields erweitert werden, wer nicht HWbasteln will oder seinem arduino flügel wachsen lassen möchte wird an einem FEZdomino seinen spass haben.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (31. Mai 2010, 21:59)


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Montag, 31. Mai 2010, 21:55

turbologger

wenn ein FEZdomino nicht reicht, zb weil HD-livevideo notwendig ist greift sich ein beagle-board.
http://www.sparkfun.com/commerce/product…roducts_id=9444

besitzt neben der leistung eines PC auch einen HDfähigen grafikchip. er kann Svideo für eine VRlens ausgeben :D


leider fehlt es mir an zeit um mich mit dem spielzeug auseinanderzusetzen ;(
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

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Sonntag, 6. Juni 2010, 11:59

Zitat


Guten Abend wurpfel,

ok, ich dachte das der Drucksensor mehrere Daten pro Sekunde liefert und daher ein Kalmanfilter notwendig wäre.

"... runtergesendet wird nur wesentliches in einer vernünftigen struktur."

Diese Struktur wird dann durch das Oversampling erzeugt ?

Schönen Abend noch



die meisten digital-sensoren spucken vier bis 15 werte pro sekunde. es ist nicht sinnvoll diesen zahlenstrom unbearbeitet runterzusenden und dadurch die funkstrecke zuzumüllen. bleibt genug platz kann die übertragungssicherheit durch selbstheilenden code erhöht werden, zudem sollen ja die RCkommandos auch hoch! je nach funkmodul darf zudem nur 10% der zeit gefunkt werden, für langstreckentelemetrie mit 868-XBEEs ist datenkompession zwingend notwendig.


wenn man sich überlegt dass nur der trend interessiert gibts einige methoden die in ein 8bit-paket des funkmoduls passen. eine der kompressionsmethoden ist oversampling, man erhält "gratis" den trend und umgeht das problem "differenz grosser zahlen" und es ist sehr simpel in einem 8bit-prozzi als "moving average filter" zu implementieren.


wenn im modell ein openLOG läuft könnten alle rohdaten aufgezeichnet werden. es ist aber "etwas" mühsam diesen zahlenhaufen nachträglich durchzuforsten und darzustellen ;)


openformat von logview ist sehr flexibel, zusammen mit einem INI-file wesentlich einfacher in der auswertung. openLOG filtert die rohdaten zb mit oversampling und speichert 2mal pro sekunde.

das reicht ganz gut für ein vario oder eine flüssigen moving-map positionsanzeige auf der groundstation. die notwendigen zwischenwerte erzeugt man zb mit einer linearen oder bikubischen interpolation. mit einem PC können auch aufwendigere mathe wie kalmanfilter angewendet werden.
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (6. Juni 2010, 12:02)


5

Freitag, 25. Juni 2010, 19:58

Nabend,

aktuell realisiere ich gerade einen Höhenlogger auf der openLog Basis. Hier sind aber noch einige Hürden im Weg:

+ die original Firmware des openLog kann man hierfür nicht verwenden
+ SPI Anbindung der SCP 1000 ist noch ein klein wenig unklar, weil die Pins des openLog nicht dokumentiert sind und hier eine mögliche Abweichung gegenüber eines "normalen" Arduino Boards im Raum steht
+ diese SPI Anbindung braucht man um den SCP1000 , welcher aktuell m.E. nur noch als SPI Version angeboten wird, anzuschliessen
+ aktuell code ich gerade eine kleine Firmware die die Druckdaten auf die MicroSD Karte schreibt
+ weitere Datenweiterreichung an Xbee z.Bsp. setzt ebenso noch einiges an Implementierung voraus

Hat jemand bereits diese Konstellation : SCP1000 mit SPI und openLog als Höhenlogger realisiert ?

Steffen
Thermikfliegen macht eigentlich nur im echten Segel- oder Drachenflieger auf Dauer Spass :w dennoch:

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wurpfel1

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Sonntag, 27. Juni 2010, 21:32

hi Steffen

du kannst SPI per SW nach UART umsetzen oder ein stück silikon die sache erledigen lassen.

das ding löst dein problem :D SPC1000-SPI-Ding-UART-openLOG-XBEE
http://www.sparkfun.com/commerce/product…roducts_id=9981

[IMG]http://www.sparkfun.com/commerce/product_info.php?products_id=9981#[/IMG]
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7

Montag, 28. Juni 2010, 11:44

Hi Wurpfel,

also die SPI Anschlüsse des openLog habe ich bereits erfolgreich im Einsatz, diese sind ja auf dem Breakoutboard beschriftet.

Etwas unklar ist halt noch der CSB (Slaveselect) PIN in Arduino, den habe ich auf Pin 10 in Arduino lassen müssen und an Pin 14 (PB2, SS (SPI Bus Master Slave select)) am Prozessor angelötet.


. Was ich also meine ist konkret die Definition in der Arduino Umgebung. Wenn ich mir dazu die Atmel Spec anschaue:

http://www.disam.upm.es/~cybertech/Nacio…mega328_168.pdf

>> Seite 2, TQFP Top View

dann passen Pin Definitionen in Arduino und laut Datenblatt definitiv nicht zusammen

Quellcode

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// define spi bus pins
#define SLAVESELECT 10 // Atmel Pin 14
#define SPICLOCK 17  //SCK 13 Atmel Pin 17
#define DATAOUT 11	//MOSI 11 Atmel Pin 15
#define DATAIN 12	 //MISO 12 Atmel Pin 16


Das ist meine Frage.

Steffen
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Montag, 28. Juni 2010, 20:56

es könnte doch sein, zumindest theoretisch, dass die arduino-leute die pins beim routen einfach umgetauft haben, zb weil ihr layout für sie stimmiger wurde.

das ist ne mapping-list für das DIL-package,
http://arduino.cc/en/Hacking/PinMapping168


du kannst ganz einfach ein schema des boards nehmen und nachgucken. ist alles opensource.



:angel:
mir ist es nicht so wichtig, das einzige freie openlog-pin ist RX, also nehme ich das als CS ;)
schaue dir NOCHMALS die funktion von SPI an. das CS ist absolut frei wählbar..



edit
bevor ich mit basteln anfange suche ich ob jemand mein problem bereits gelöst hat, zumindest eine gute basis wäre ja dann gefunden.
opensource heisst auch das teilen von info, das posten in einen HWblog kann hunderten viel arbeit sparen..
http://grover.open2space.com/node/278
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (28. Juni 2010, 21:18)


9

Mittwoch, 30. Juni 2010, 17:07

@wurpfel: Danke für die Links !

Ich kenne das Konzept von opensource, allerdings mangelt es immer wieder mal an einer schlüssigen und vor allem zusammenhängenden Doku oder überhaupt an der Existens dieser. Sich Infos aus zig Quellen zu einer schlüssigen Aussage zu konsolidieren, ist sehr zeitintensiv , mal nicht so eben getan und hat dazu noch ein enormes Fehler und Verwirrungspotential .

Kannst du denn bitte ein Skizze hier posten, welche die i2C Anbindung SCP1000 - openLog technisch genau, also inkl. Pulldownwiderstände darstellt ? Und dann dazu noch den kleinen SoftwareHack den du mal angedeutet hast ?

Bevor ich mit basteln anfange informiere ich mich auch ;-) ...

na denn , ich werde dann demnächst mal hier die Ergebnisse des openLog Höhenloggerprojekts auf Basis eines spi SCP 1000 Sensors posten.

Steffen
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sbod« (30. Juni 2010, 17:22)